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Veröffentlicht am 11.01.2026

Der Stitcher - Mensch oder Monster?

Where He Can't Find You
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„Where he can´t find you“ ist ein Horror-Thriller aus der Feder von Darcy Coates.

In der Kleinstadt Doubtful geht seit Jahren die Angst um. Menschen werden entführt und tauchen Wochen oder Monate später ...

„Where he can´t find you“ ist ein Horror-Thriller aus der Feder von Darcy Coates.

In der Kleinstadt Doubtful geht seit Jahren die Angst um. Menschen werden entführt und tauchen Wochen oder Monate später wieder auf, aber sie sind nicht mehr so wie zuvor, sondern Körperteile und Hautpartien sind willkürlich auseinandergerissen und mit rotem Faden wieder zusammengefügt worden. Teilweise wurden Körperteile von mehreren Personen aneinandergenäht. Schuld ist der Stitcher, der immer wieder auf die Jagd nach seinen Opfern geht. Doch ist der Täter wirklich ein Mensch oder eher ein Monster? Und warum scheinen die Erwachsenen ihn zu ignorieren und jegliche Fragen zu ihm zu unterbinden?
Die Freundesgruppe Abby, Riya, Connor und Rhys haben klare Regeln – keiner darf allein sein, Fenster und Türen bleiben verriegelt und bei Einbruch der Dämmerung darf man nicht mehr draußen sein. Doch als Hope, die Schwester von Abby, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen entführt wird, macht sich die Clique auf die gefährliche Suche und setzt dabei ihre eigenen Leben aufs Spiel.

Das Cover des Horror-Thrillers ist sehr anschaulich gestaltet – passend zum Genre und der makabren Geschichte.

Unterteilt ist das Buch in 4 Abschnitte, denen jeweils ein Comic vorangeht. Dieser lässt bereits erahnen, was im kommenden Abschnitt passiert und ist in meinen Augen ein gut gewähltes Stilmittel.

Der Schreibstil hat mich direkt gepackt. Man spürt die Trost- und Hoffnungslosigkeit der Menschen in Doubtful. Gleichzeitig die Angst, die allgegenwärtig ist, aber auch die Tatenlosigkeit, dem Ganzen ein Ende zu setzen.

Die Freundesgruppe rund um Abby sind typische Teenager, doch mit ganz anderen Problemen. Sie halten zusammen und stehen füreinander ein. Ich habe sie sehr gern begleitet und mit ihnen mitgefiebert.

Die Spannung war durchgehend greifbar, jedoch fehlte mir der Thrill. Klar waren einige unheimliche/gruselige Momente dabei, aber so richtig konnte es mich nicht packen. Zwischenzeitlich zog es sich auch etwas in die Länge.

Das Ende passt zum Genre.

Fazit:
In meinen Augen handelt es sich hier eher um einen Jugend-Horro-Thriller, den Anfänger in diesem Genre gut lesen können und der ihnen sicher Gänsehaut und Grauen bereitet. Wer jedoch in diesem Genre schon einiges gelesen hat, wird nicht ganz so geschockt sein über das Geschehen.
Mir hat die Geschichte und deren Aufmachung jedoch gut gefallen und daher bekommt dieses Buch 4 von 5 Sternen von mir.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Die Suche nach der Familiengeschichte in Argentinien

Die verlassene Tochter
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Mit „Die verlassene Tochter“ ist Band 6 aus der achtteiligen „Die verlorenen Töchter“-Saga von Soraya Lane erschienen. Alle Bände begleiten jeweils eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte ...

Mit „Die verlassene Tochter“ ist Band 6 aus der achtteiligen „Die verlorenen Töchter“-Saga von Soraya Lane erschienen. Alle Bände begleiten jeweils eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte und können somit unabhängig voneinander gelesen werden.

Wie bereits in den Vorgängerbänden wird die Geschichte in zwei Zeitsträngen erzählt.
So begleitet man in der Vergangenheit Valentina, die Tochter eines Estancia-Besitzers in Argentinien in den 1930er Jahren.
In der Gegenwart entdeckt Rose ihre Herkunft und reist nach Argentinien, um dieser auf den Grund zu gehen.

Der Schreibstil von Soraya Lane ist flüssig leicht zu lesen und ihre erzeugten Bilder lassen einen die Geschichte intensiv erleben.

In diesem Buch hat mir die Erzählung aus der Vergangenheit wesentlich besser gefallen. Valentina muss nach dem Tod ihres Vaters um ihr Erbe, ihre Selbstbestimmung und ihre Zukunft kämpfen. Ihre Liebe zum Stallburschen Felipe steht unter keinem guten Stern.

Die Erzählung rund um Rose in der Gegenwart blieb hinter der sehr emotionalen Schilderung der Vergangenheit weit zurück. Rose hat ein schweres Jahr hinter sich – sowohl Großmutter als auch Mutter sind kurz hintereinander verstorben. Als sie ein Schreiben von ihrem Anwalt erhält, dass sie eine Estancia in Argentinien geerbt hat, reist sie mit der Hoffnung hin, wieder mehr Klarheit in ihrem Leben zu erlangen. Vor Ort lernt sie Benjamin kennen – den aktuellen Verwalter des Gutes. Schnell zeigt sich, dass er neben Informationen aus der Vergangenheit auch ihr Herz höherschlagen lässt.

Leider sind bei mir in der Geschichte rund um Valentina einige Fragen offen geblieben bzw. nicht glaubhaft erzählt worden.
Bei Rose und Benjamin ging es mir einfach viel zu schnell und problemlos. Das Ende dieses Erzählstrangs war mir dann leider auch zu viel des Guten und driftete stark in Richtung Kitsch ab.

Positiv habe ich Jessica empfunden – die beste Freundin von Rose, die immer an ihrer Seite ist und alles stehen und liegen lässt, um ihrer Freundin in schweren Zeiten beizustehen.

Fazit:
Es ist ein leicht zu lesender Wohlfühlroman, der leider nicht auf ganzer Linie punkten kann. Somit kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben, da das Leseerlebnis durch einige nicht ganz authentische Situationen getrübt wird.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 27.12.2025

Spannender 2. Fall für Rieker und Ahrens

Die Farbe des Bösen
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Kann ein Mix aus Krimi und Historischem Roman funktionieren?
Nach der Lektüre von „Die Farbe des Bösen“ von Ralf H. Dorweiler kann ich dies nur erneut bestätigen.
Es handelt sich hierbei um Band 2 aus ...

Kann ein Mix aus Krimi und Historischem Roman funktionieren?
Nach der Lektüre von „Die Farbe des Bösen“ von Ralf H. Dorweiler kann ich dies nur erneut bestätigen.
Es handelt sich hierbei um Band 2 aus der Reihe rund um Criminalcommissar Rieker und Richtertochter Johanna Ahrens.
Die Bände können zwar grundsätzlich unabhängig voneinander gelesen werden. Jedoch ist in meinen Augen das Lesen in der richtigen Reihenfolge zu empfehlen, da man nur so die Hintergründe der handelnden Personen und deren Entwicklung mitverfolgen kann.
Im nun vorliegenden 2. Fall beobachtet Johanna am Rande einer Protestaktion der Sozialisten, wie 2 Männer eine vermeintliche Leiche aus einem Fabrikgebäude tragen. Hermann Rieker inspiziert vor Ort ihre Beobachtungen, kann jedoch nichts Verdächtiges feststellen. Als jedoch kurz darauf auf einem nahe gelegenen Gelände eine Leiche gefunden wird, wird Rieker aufmerksam und beginnt zu ermitteln. Die Ausmaße des Verbrechens übersteigen seine Vorstellungskraft. Doch auch Johanna bleibt nicht untätig und beginnt in der Tapetenfabrik Trempin auf eigene Faust zu ermitteln.
Das Cover des Romans ist sehr passend zum Genre gestaltet. Es ist dunkel und geheimnisvoll und passt wunderbar in die damalige Zeit. Auch der grün hervorstechende Titel des Romans hat eine tiefere Bedeutung, die sich im Laufe des Romans ergibt.
Die handelnden Personen kennt man bereits aus Band 1.
Criminalcommissar Rieker muss sich als „Emporkömmling“ in der höheren Gesellschaft behaupten und kämpft immer wieder um Anerkennung. Dass er nicht wie sein Vorgesetzter genug Geld zur Verfügung hat, um sich angemessen zu kleiden, merkt man immer wieder. Doch Rieker findet gute Lösungen, um den äußeren Schein zu wahren.
Seine Ermittlungsarbeit war für mich sehr authentisch und nachvollziehbar. Er arbeitet sehr korrekt und verfolgt jede Spur, die ihn zur Lösung des Falles führen könnte. Doch auch seine geheimnisvollen Seiten kommen in diesem Roman immer mal wieder ans Licht. Dadurch wird er als Ermittler erst recht interessant.
Johanna Ahrens ist wie bereits in Band 1 auf eigene Faust unterwegs und schleust sich als Arbeiterin in die Tapetenfabrik ein. Hier wird sehr deutlich, dass sie aus ganz anderen Kreisen stammt. Sie ist zwar idealistisch und möchte die Sozialisten in ihrem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen unterstützen, vergisst bei ihrem Handeln jedoch oft die Konsequenzen für andere. Natürlich begibt sie sich auch wieder selbst in Gefahr und bringt somit auch die Ermittler in die Zwickmühle.
Der Mordfall und die damit zusammenhängenden Enthüllungen waren für mich spannend zu verfolgen.
Dem Autor gelingt es hervorragend, die damalige Zeit atmosphärisch zu zeichnen. Nicht nur die Klassenunterschiede und damalige Traditionen, sondern auch der Stand der Medizin und Forensik waren interessant zu verfolgen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Einmal begonnen, wird man förmlich in einen Lesesog hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders gefallen hat mir, dass mehrere Erzählstränge auf ein Ermittlungsziel zulaufen und man so als Leser die Chance hat, mitzuraten und Vermutungen aufzustellen.
Zum Schluss bekommt man erneut einen Cliffhanger, der mich ganz gespannt auf den nächsten Band warten lässt.

Fazit:
Dieser historische Kriminalroman hat mir beim Lesen richtig Spaß gemacht und ich kann ihn jedem ans Herz legen, der gute Ermittlungsarbeit in einem historischen Setting zu schätzen weiß. Von mir gibt es klare 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Gelungener Reihenabschluss!

Bussi Bussi - Kein Kind von Traurigkeit
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Da ist sie nun – die lang ersehnte Geschichte von Carmen. „Bussi Bussi – Kein Kind von Traurigkeit“ von Laura Roth ist der Abschluss der 3-teiligen Reihe rund um die Freundinnen Eva, Marina und Carmen.
Auf ...

Da ist sie nun – die lang ersehnte Geschichte von Carmen. „Bussi Bussi – Kein Kind von Traurigkeit“ von Laura Roth ist der Abschluss der 3-teiligen Reihe rund um die Freundinnen Eva, Marina und Carmen.
Auf die Geschichte von Carmen war ich sehr gespannt und wurde definitiv nicht enttäuscht.
Das Cover des Romans ist passend zu den beiden Vorgängerbänden gestaltet. So weiß man gleich, mit wem man es zu tun haben wird.
Carmen ist eine Lebefrau und lässt nichts anbrennen, doch nachdem ihre Freundinnen Eva und Marina wunderbare Männer an ihrer Seite gefunden und immer weniger Zeit für die gemeinsamen Mädelstreffen haben, merkt Carmen schnell, wie einsam ihr Leben eigentlich ist.
Als ihre Eventagentur dann auch noch rote Zahlen schreibt, muss eine Lösung her. Diese könnte in einem Auftrag für den Wiener Opernball bestehen, doch der Auftrag ist mit einem unmoralischen Angebot verbunden.
Der exzentrische Künstler Berti bringt Carmens` Überzeugungen ins Wanken, doch hat Liebe bei ihr überhaupt eine Chance?
Der Schreibstil der Autorin hat mich wieder direkt in seinen Bann gezogen. Die Story ist witzig, lebendig, scharfsinnig und gleichzeitig tiefgründig und emotional.
Carmen lernt man in diesem Roman nicht nur von ihrer oberflächlichen sexuell ausgerichteten Art kennen, sondern auch ganz andere Seiten von ihr kommen zum Vorschein. Dies machte sie für mich authentischer und ihr Handeln nachvollziehbar.
Berti ist in meinen Augen die perfekte Mischung aus Emotionen und Exzentrik.
Die Liebesgeschichte der beiden mit all ihren Höhen und Tiefen habe ich geliebt. Ich habe gelacht und mich gleichzeitig über die beiden geärgert. Es war wirklich alles dabei.
Die Nebenhandlungen mit der nach Wien zurückgekehrten Schwester Mercedes und deren Teenie-Tochter Romy haben die Geschichte aufgelockert.

Insgesamt war dieser Roman ein gelungener Abschluss dieser Reihe. Ich habe die 3 Freundinnen unheimlich gern begleitet und bin ein bisschen traurig, dass nun Schluss ist. Aber wer weiß, vielleicht lesen wir irgendwann man wieder was von den dreien in weiteren Büchern der Autorin. Ich würde mich freuen!
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und natürlich 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Eine emotionale Reise ins wunderschöne Neuseeland!

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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„Die Magnolientochter“ ist mittlerweile schon der 4. Teil der Blumentöchter-Reihe aus der Feder von Tessa Collins.

Man begleitet in dieser Geschichte Magnolia auf der Suche nach ihren Wurzeln. Magnolia ...

„Die Magnolientochter“ ist mittlerweile schon der 4. Teil der Blumentöchter-Reihe aus der Feder von Tessa Collins.

Man begleitet in dieser Geschichte Magnolia auf der Suche nach ihren Wurzeln. Magnolia ist als Umwelttechnikerin in London tätig und verfolgt ihre Klima- und Umweltschutzziele sehr eisern und teilweise über die Grenzen der Gesetzmäßigkeit hinaus. Als sie eine geheimnisvolle Quittung von einem Privatdetektiv aus Neuseeland in den Sachen ihrer Großmutter findet, wird sie neugierig, was es damit auf sich hat. Ihre Mutter stammt aus Neuseeland, doch über ihre Vergangenheit ist nichts bekannt. Da es ihrer Mutter gesundheitlich sehr schlecht geht, macht sich Magnolia auf nach Neuseeland, um Licht ins Dunkel der Vergangenheit zu bringen.
Neben der wunderschönen Natur Neuseelands und der Herzlichkeit der Menschen trifft Magnolia auf einen Mann, der ihr Herz höher schlagen lässt.

Das Cover dieses Romans ist einfach wunderschön und passt perfekt in die Reihe. Ich habe mich auf Anhieb in die Gestaltung verliebt.

Der Schreibstil der Autorin ist wie bereits in den letzten Romanen dieser Reihe sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Die Geschichte teilt sich wie erwartet in 2 Erzählstränge – die Suche von Magnolia in der Gegenwart und die Vergangenheit, in der wir auf die Maori Amiri treffen.

Zu Beginn dieses Romans war ich mir nicht schlüssig, ob ich die Geschichte von Magnolia wirklich weiterlesen möchte. Sie ging mir als Protagonistin mit ihrer Unnachgiebigkeit in Sachen Tierwohl und Umweltschutz ziemlich auf die Nerven. Mit ihrer belehrenden Art hat sie mich eher abgeschreckt. Doch besonders gefallen hat mir, dass Magnolia sich in ihrer Persönlichkeit weiter entwickelt und ihren Horizont erweitert. So konnte ich mich mit ihr anfreunden.

Amiris Geschichte hat mich sehr berührt und mir hat besonders gefallen, dass die historische Einordnung der Maori und deren gesellschaftliche Probleme in Neuseeland deutlich wurden.

Zu Beginn hat man aus der Vergangenheit immer nur sehr wenig erfahren, doch im Laufe des Lesens zog dieser Teil immer mehr an und so steigerte sich bei mir auch die Spannung und Lesefreude.

Insgesamt war die Geschichte wieder sehr emotional und hat mir zum Schluss ein paar Tränen ins Auge getrieben. Der Abschluss war rund und authentisch und hat mich emotional sehr angesprochen.

Auch über die Großmutter erfährt man wieder ein kleines bisschen mehr, doch immer noch fragt man sich, warum die geliebte Granny so viele Geheimnisse hatte und was sie damit bezweckte, ihren Kindern ihre Vergangenheit vorzuenthalten.

Ein kurzer Ausblick verrät auch schon, wen wir im letzten Teil dieser Reihe begleiten dürfen – Nara. Ich hoffe sehr, dass hier dann auch alle Geheimnisse lückenlos aufgeklärt werden.

Fazit:
Es handelt sich um einen angenehm zu lesenden Wohlfühlroman, den ich jedem ans Herz legen kann, der emotionale Liebesgeschichten liebt.
Von mir gibt es 4 von 4 Sternen!

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