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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2021

Die neue Miss Marple vom Salzburger Untersberg!

Salzburger Rippenstich
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Die Arzthelferin Rosmarie Dorn erfährt von einem Toten mit entstelltem Gesicht, der ganz in ihrer Nähe aufgefunden wurde. Sofort ist ihr Interesse geweckt und sie ermittelt so ein bisschen nebenbei, unterstützt ...

Die Arzthelferin Rosmarie Dorn erfährt von einem Toten mit entstelltem Gesicht, der ganz in ihrer Nähe aufgefunden wurde. Sofort ist ihr Interesse geweckt und sie ermittelt so ein bisschen nebenbei, unterstützt von ihrer Freundin Vroni, besonders da der zuständige Kommissar so gar nichts auf die Reihe bekommt. Rosmaries Macho-Ehemann hält davon schon mal gar nichts - was sie aber eher anstachelt. Kurz darauf gibt es eine zweite Leiche - ist hier ein Serienmörder unterwegs?

Ich habe selten so viel lachen müssen bei einem Krimi! Es ist schon sehr gut, wie die taffe Rosmarie ihren Architekten-Ehemann immer wieder austrickst, um ihren Willen durchzusetzen und weiter nachforschen zu können. Dieser interessante Krimi ist so witzig und bildhaft geschrieben, dass man sich die Situationen gut vorstellen konnte. Als Rosmarie erkennt, dass sie einen großen Fehler gemacht hat, verzweifelt sie mehrere Tage lang mit stark erhöhtem Nutella-Konsum. Außerdem liegt ihr ihre ungeklärte Herkunft auch noch immer schwer auf dem Herzen, denn sie ist ein sogenanntes Findelkind, von der Mutter wenige Tage nach der Geburt auf den Stufen einer Kapelle ausgesetzt. Dorthin zieht sie es immer wieder, um in der Kapelle zu beten und nachzudenken - auch nachts. Doch wenn man denkt, es ist alles klar, wer der Mörder ist, gibt es nochmal eine Wendung und alles ist ganz anders! Der erste Band mit Rosmarie hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Eine ganz besondere Schwestern-Beziehung!

SCHWEIG!
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Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, haben nicht mehr viel Kontakt zueinander. Esther, die ältere, lebt mit Mann und zwei Kindern in der Stadt. Sie sieht es als ihre Pflicht an, ...

Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, haben nicht mehr viel Kontakt zueinander. Esther, die ältere, lebt mit Mann und zwei Kindern in der Stadt. Sie sieht es als ihre Pflicht an, sich um ihre jüngere Schwester Sue, genannt Schnecke, zu kümmern, die geschieden ist und ganz alleine in einem riesigen Haus mitten im Wald wohnt. Kurz vor Weihnachten fährt Esther zu Sue in die verschneite, ländliche Gegend, um ihrer Schwester ein Weihnachtsgeschenk zu bringen und zu sehen, wie es ihr geht. Sue möchte aber am liebsten nur alleine sein, keinen Besuch haben und nur noch ihre Ruhe. Doch Esther lässt nicht locker - und so sprechen sie sich endlich einmal aus und es kommt allerhand verschreckendes aus der Vergangenheit auf den Tisch. Danach ist nichts mehr wie zuvor ...

Dieser fesselnd geschriebene Thriller ist sehr kunstvoll konstruiert. Die Sympathien des Lesers wandern von einer Schwester zur anderen - nichts ist, wie es scheint, die Ursprünge liegen in der gemeinsamen Kindheit. Psychologisch raffiniert wird hier abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt, mit Erinnerungen an das Weihnachten vor einem Jahr und an ihre Kindheit. Später kommen dann noch einige Kapitel aus der Sicht von Martin, Esthers Mann, dazu. Die Stimmung dabei ist eher düster und beklemmend. Nach äußerst dramatischen Ereignissen wendet sich das Blatt - es bleibt auf jeden Fall bis zum Ende sehr spannend!

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Schön gestaltetes Bilderbuch mit einer Botschaft!

Spielst du mit, kleines Schaf?
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Dieses schön gestaltete Bilderbuch eignet sich für Kinder ab vier Jahren und ist bestens als Gutenachtgeschichte zum Vorlesen geeignet. Es enthält viele schöne, kindgerechte Illustrationen von verschiedenen ...

Dieses schön gestaltete Bilderbuch eignet sich für Kinder ab vier Jahren und ist bestens als Gutenachtgeschichte zum Vorlesen geeignet. Es enthält viele schöne, kindgerechte Illustrationen von verschiedenen Tieren, dazu einen leicht verständlicher Text.

Verschiedene Tiere treffen sich auf einer Wiese und beratschlagen, was sie spielen könnten: Fußball, Ballett oder Boxen? Sie einigen sich auf Zirkus, denn hier kann jedes Tier das machen, was es gut kann. Die Maus möchte einen Seiltanz aufführen, der starke Bär ist ein Gewichtheber, die Katze fährt Einrad, der Hund spielt den Clown und die Frösche machen die Musik dazu. Das Schwein stellt sich als Zirkusdirektor vor und sucht gleich einen passenden Namen - denn ein richtiger Zirkus braucht einen Namen! Nur das kleine Schaf hat kein besonderes Talent und schleicht sich traurig davon. Nun hat der Zirkus gar keine Zuschauer - so macht es aber auch keinen Spaß! Zum Glück hat das kleine Schaf daraufhin eine gute Idee...

Selbstbestimmung und das Zugehörigkeitsgefühl spielen eine große Rolle, auch das Thema Inklusion wird angesprochen - ein Schaf sitzt im Rollstuhl.

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Luis und der größenwahnsinnige Giftzwerg!

Luis und Lena - Der Zwerg des Zorns
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Der 12-jährige Luis entdeckt beim Fußballspielen mit seinen Freunden, der Wildschwein-Bande, ein kleines Männchen im Gras und nimmt es mit. Dieses entpuppt sich als Taschenriese, möchte mit "Oh Herr der ...

Der 12-jährige Luis entdeckt beim Fußballspielen mit seinen Freunden, der Wildschwein-Bande, ein kleines Männchen im Gras und nimmt es mit. Dieses entpuppt sich als Taschenriese, möchte mit "Oh Herr der Berge"angesprochen werden und dass man ihm huldigt. Ganz schön viel verlangt von so einem kleinen Giftzwerg, denken sich Luis und Lena, zu der ihn Luis gebracht hat. Der Zwerg behauptet auch noch, allergisch gegen Mädchen zu sein und Lena und Luis versuchen vergeblich, etwas über sein Problem zu erfahren. Doch sie bekommen unerwartet Hilfe von einem der Wildschweine.

Dieses absolut lustige Kinderbuch ist sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Aufgelockert wird der Text immer wieder durch Listen von Luis und durch witzige Illustrationen, die perfekt zum Text passen. So kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Luis ist ziemlich unsportlich, was er auch durch eine Liste nachweist, dafür ist er wissenschaftlich begabt und klug. Lena steht für die magische Seite, ihre Mutter und sie besitzen eine große magische Bibliothek, in der man sich auch über so besondere Sachen wie Enthuhnung informieren kann. Zusammen mit der Wildschwein-Bande beweisen sie, dass man mit Zusammenhalt, Toleranz und Freundschaft sehr viel schaffen kann, was auf den ersten Blick als unmöglich erschien.

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Veröffentlicht am 09.09.2021

Ein Verbrechen mit schwerwiegenden Folgen für eine ganze Familie!

Unter dem Sturm
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Im südschwedischen Marbäck wird die Leiche der jungen Lovisa nach einem Brand im November 1994 ermordet aufgefunden. Ihr Freund Edvard wird im nahe gelegenen Wald schwer verletzt aufgefunden und schnell ...

Im südschwedischen Marbäck wird die Leiche der jungen Lovisa nach einem Brand im November 1994 ermordet aufgefunden. Ihr Freund Edvard wird im nahe gelegenen Wald schwer verletzt aufgefunden und schnell als Täter verurteilt. Denn die Gewalttätigkeit und das aufbrausende Wesen liegen ihm im Blut - wie seinem Vater auch. Sein 7-jähriger Neffe Isak, um den sich Edvard immer liebevoll gekümmert hat, ist schwer getroffen. Er hat ihn sehr geliebt und fragt sich nun kummervoll, ob er auch dieses Gen der Gewalt in sich trägt.

Als der Polizist Vidar nach 10 Jahren wegen eines Diebstahls mit Isak zu tun hat, fragt er sich, ob damals wirklich der Richtige verurteilt wurde. Vidar hat als junger Polizist damals bei den Ermittlungen mitgearbeitet und findet nun heraus, dass damals nicht alle Beweise richtig ausgewertet wurden. Damit macht er sich aber bei seinen Kollegen und bei seiner Chefin äußerst unbeliebt, worauf er seinen Dienst quittiert. Er kann die Finger nicht von diesem Fall lassen, was auch seiner Ehe nicht gerade guttut.

Dies ist kein normaler Kriminalroman, mehr die Erzählung einer tragischen Lebensgeschichte in drei verschiedenen Zeitebenen. Durch die grausame Tat von 1994 wurden viele Leben zerstört - einiges hätte sicher vermieden werden können, wenn sorgfältiger ermittelt worden wäre. Die Grundstimmung in diesem Buch ist oft von Selbstzweifeln geplagt und eher düster. Das Ganze ist dennoch sehr fesselnd erzählt und es wird sehr deutlich, wie sehr - gerade auf dem Lande - von der Gesellschaft vorverurteilt wird.

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