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Veröffentlicht am 21.06.2020

Spannender 3. Fall mit Capitaine Blanc

Brennender Midi
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Bei diesem Buch handelt es sich um den 3. Einsatz mit Capitaine Roger Blanc in der Provence, wohin er von Paris strafversetzt wurde. Seine Frau will sich scheiden lassen, die Papiere vom Anwalt sind bereits ...

Bei diesem Buch handelt es sich um den 3. Einsatz mit Capitaine Roger Blanc in der Provence, wohin er von Paris strafversetzt wurde. Seine Frau will sich scheiden lassen, die Papiere vom Anwalt sind bereits gekommen, seine gefährliche Affäre mit der Frau seines Erzfeindes Vialaron-Allègre hängt irgendwie in der Schwebe (hat sie einen Anderen? Weiß ihr Mann von ihm?).

Blanc hat Nachtdienst vor La Rentrée, dem Ende der Sommerferien, wo sehr viel los ist. Da erreicht ihn ein Anruf von Tonon, seinem Kollegen, dass es einen schrecklichen Unfall mit einem Toten gegeben hat und er sofort kommen soll. Es stellt sich heraus, dass ein Propellerflugzeug mit einem Flugschüler der nahe gelegenen Militärbasis in einem Olivenhain abgestürzt ist.

War es wirklich ein Unfall? Oder vielleicht Selbstmord? Oder gar Mord? Dann wird ein algerischer Landarbeiter in genau diesem Olivenhain erstochen aufgefunden. Hat dessen Ermordung etwas mit dem Absturz des Flugzeugs zu tun? Der abgestürzte Flieger, dem keiner eine Träne nachweint, war anscheinend in Drogen-Geschäfte verstrickt. Hat das zu seinem Tod geführt? Oder hat der Lokalpolitiker, der in der nahe gelegenen Burg wohnt und auch Eigentümer des Olivenhains ist, etwas damit zu tun? Immerhin hat er eine Organisation gegründet, die etwas gegen den ständigen Fluglärm unternehmen will, der ihm die Übernachtungsgäste vertreibt.

Die Spannung steigt und es kommt auch noch ein Gotteskrieger des IS ins Spiel. Inzwischen hat Capitaine Blanc einen Maulkorb vom Inlandsgeheimdienst DGSI verpasst bekommen - er soll sich aus dem Fall heraus halten, was ihn aber nicht davon abhält, weiter zu ermitteln.

Dieses Buch ist sehr spannend geschrieben, die Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt und es wird immer wieder Bezug auf aktuelle Ereignisse genommen, z.B. den Airbus-Absturz. Auch die schöne Landschaft der Provence ist gut beschrieben, man möchte am liebsten sofort dort Urlaub machen. Ich fand den dritten Band am besten (ich habe auch die anderen beiden gelesen) und kann ihn für interessante und aufregende Lesestunden nur weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Witziger Roman über Italien-Urlaub in den 80er Jahren

In der ersten Reihe sieht man Meer
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Alexander Klein, gestresster Familienvater, will sich am Abend vor der Abreise seiner ganzen Familie zum Italien-Urlaub etwas entspannen. Er holt sich ein Glas Rotwein, betrachtet ein altes Fotoalbum und ...

Alexander Klein, gestresster Familienvater, will sich am Abend vor der Abreise seiner ganzen Familie zum Italien-Urlaub etwas entspannen. Er holt sich ein Glas Rotwein, betrachtet ein altes Fotoalbum und schwelgt in Erinnerungen an seinen ersten Italien-Urlaub in den 80er Jahren mit seinen Eltern und seiner Schwester.
Darüber schläft er ein und als er geweckt wird, befindet er sich in seinem Körper vor über 30 Jahren und ist wieder ein verpickelter, dicker Teenager von 15 Jahren. Die Situation ist die gleiche wie bei ihm zuhause - die ganze Familie steht vor der Abreise zum Urlaub in Italien.

Die ganze Familie (samt Oma) quetscht sich mit Gepäck und vielen Vorräten in die Familienkutsche und los geht es Richtung Adria. Dort erlebt Alexander allerhand aus seiner Sicht Haarsträubendes. Er findet schließlich doch noch Gefallen an diesem Urlaub und verhilft einer italienischen Familie, dank seiner beruflichen Erfahrungen mit Marketing, zum Erfolg mit ihrem Kiosk. Die beiden Familien erleben allerhand zusammen und werden gute Freunde.

Das Buch des bewährten Autoren-Duos Klüpfel/Kobr (Kluftinger-Krimis) ist unterhaltsam und witzig geschrieben. Jeder (der alt genug dafür ist!) dürfte sich noch an die seltsamen Klamotten und Frisuren der 80er Jahre erinnern und darüber schmunzeln. Zu jedem Kapitel gibt es ein Foto aus den privaten Urlaubsalben der Autoren. Zudem trägt jedes Kapitel als Überschrift den Titel eines Hits aus den 80er Jahren - alles sehr gelungen!

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Außergewöhnliches und bewegendes Buch

Das Traumbuch
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Habe ich immer die richtigen Entscheidungen getroffen? Mit dieser Frage quält sich der Kriegsreporter Henri in der Zwischenwelt zwischen Leben und Tod, als er nach einem Unfall ins Koma fällt. Wieder und ...

Habe ich immer die richtigen Entscheidungen getroffen? Mit dieser Frage quält sich der Kriegsreporter Henri in der Zwischenwelt zwischen Leben und Tod, als er nach einem Unfall ins Koma fällt. Wieder und wieder erlebt er in seinen Träumen entscheidende Situationen seines Lebens, mal gehen sie ganz anders aus als in seinem Leben, mal genauso. Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich mich damals anders verhalten hätte?

An seinem Bett treffen sich sein Sohn Sam, den er noch nie gesehen hat - ein intelligenter 13-jähriger Synästhetiker (er sieht Worte und Zahlen in Farbe) und Eddie, Verlegerin und frühere Geliebte von Henri. Er hat seine Patientenverfügung auf sie ausgestellt, obwohl sie schon seit zwei Jahren getrennt sind.

Um diese beiden Hauptpersonen in Henris Leben geht es hier. Beide lieben ihn und versuchen alles, um ihn ins Leben zurück zu holen. Parallel dazu bemüht sich Sam um Maddy, ein Mädchen, das ebenfalls im Koma liegt.

Die einzelnen Kapitel werden jeweils von den drei Hauptpersonen Henri, Sam und Eddi in Ichform erzählt. Die Kämpfe von Henri sind sehr bewegend beschrieben - er durchlebt auch immer wieder den Tod seines geliebten Vaters, der ertrunken ist, als Henri noch ein Junge war.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, es lässt sich gut lesen und reißt mit in diese tragische Geschichte von unerfüllter Liebe und falschen Entscheidungen.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Die Nachfahren von Holmes und Watson ermitteln!

Holmes und ich – Die Morde von Sherringford
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Der 16-jährige James Watson aus London hat ein Sport-Stipendium für ein Elite-Internat an der Ostküste der USA. Nur äußerst ungern hat er London verlassen und fühlt sich an der Schule in Sherringford ...

Der 16-jährige James Watson aus London hat ein Sport-Stipendium für ein Elite-Internat an der Ostküste der USA. Nur äußerst ungern hat er London verlassen und fühlt sich an der Schule in Sherringford nicht besonders wohl. Dann begegnet er Charlotte Holmes, von der er schon so viel gehört hat und die in seinen Träumen eine große Rolle spielt. Ein Mord geschieht - die beiden sind die Hauptverdächtigen und beginnen zu ermitteln ...

Das Buch, aus der Sicht von James Watson erzählt, lässt sich leicht und angenehm lesen. Man erlebt, wie sich die beiden Hauptpersonen, Nachfahren des berühmten Sherlock Homes und Watson, langsam einander annähern. Charlotte lässt James oft verzweifeln angesichts ihrer Überheblichkeit, Verschlossenheit und noch dazu ihrer Drogensucht. Sie kommen sich dennoch näher und haben einige, sogar lebensgefährliche Abenteuer zu überstehen. Es gibt einige Parallelen zu ihren bekannten Vorfahren - die Charaktere sind sich sehr ähnlich.

Das Buch hat mir ganz gut gefallen, es ist spannend geschrieben und obwohl es eigentlich ein Jugendbuch ist, kann ich es auch erwachsenen Sherlock Holmes-Fans empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Hinten sind keine Rezepte drin .....

Hinten sind Rezepte drin
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Das Buch gliedert sich in viele kurze Kapitel, die man schnell mal so zwischendurch lesen kann, wenn man nicht so lange Zeit hat. Ich lese ja lieber Krimis, aber so ein Sachbuch, zumal wenn es witzig geschrieben ...

Das Buch gliedert sich in viele kurze Kapitel, die man schnell mal so zwischendurch lesen kann, wenn man nicht so lange Zeit hat. Ich lese ja lieber Krimis, aber so ein Sachbuch, zumal wenn es witzig geschrieben ist, kann man sich schon mal dazwischen gönnen.

Alles hat mir nicht gefallen in dem Buch - z.B. auf Kapitel 25 über die Verdauungsprobleme der Familie Bauerfeind hätte ich gerne verzichtet. Aber wie heißt es so schön: die Geschmäcker sind verschieden!

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