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Veröffentlicht am 14.06.2020

Locker leichter Sommerroman

Über dem Meer tanzt das Licht
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Auf "Über dem Meer tanzt das Licht" bin ich durch meine Mutter aufmerksam geworden. Diese hatte sich das Buch gekauft und fand es sehr gut. Als dann auch noch eine Bookstagrammerin davon schwärmte musste ...

Auf "Über dem Meer tanzt das Licht" bin ich durch meine Mutter aufmerksam geworden. Diese hatte sich das Buch gekauft und fand es sehr gut. Als dann auch noch eine Bookstagrammerin davon schwärmte musste ich es einfach lesen.

"Über dem Meer tanzt das Licht" ist ein Sommerroman von Meike Werkmeister.
Es geht um Maria, welche mit ihren zwei Töchtern und ihrem Freund auf der Nordseeinsel Norderney lebt. Dort führt sie ein kleines Strandlokal und hat sich ihr eigenes feines Leben aufgebaut. Als ihr Freund jedoch beschließt für ein paar Wochen mit ihrer kleinen Tochter zu verreisen hat Maria auf einmal viel Zeit zum Nachdenken. Zweifel kommen auf, Probleme wollen gelöst werden und die Vergangenheit mischt sich auch noch ein.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein absoluter Wohlfühlroman und einfach schön für den Sommer. Man lernt die Insel Norderney kennen und lieben und ich hätte nichts dagegen dort mal Urlaub zu machen.

Auch die Charaktere fand ich allesamt sympathisch und ihre Vielfalt und Authentizität haben mich begeistert.
Maria ist eine starke Frau, eine tolle Mutter und allgemein super sympathisch. Sie ist, wie wir alle, nicht fehlerlos und hat mit Problemen zu kämpfen, die man aus seinem eigenen Leben kennt. Eine Entscheidung von ihr konnte ich wirklich nicht nachvollziehen aber ansonsten bin ich sehr gut mit ihr klargekommen.

Die Geschichte war ebenfalls sehr authentisch gestaltet. Mit Drama wurde nicht übertrieben und Gefühle wirkten echt und nicht aufgesetzt. Zum Ende des Buches musste ich ein paar Tränchen verdrücken.

Richtig gut gefallen hat mir auch die Aufmachung des Buches. In den Text sind schöne Weisheiten und Liedtexte eingeflochten und am Ende des Buches findet man Illustrationen und Rezepte, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Vielleicht werde ich demnächst mal eins davon ausprobieren.

Wer einen leichten Sommmerroman mit ein bisschen Tiefgang lesen möchte ist mit "Über dem Meer tanzt das Licht" gut beraten.
Allerdings sollte man sich im klaren sein, dass es einen Vorgänger zu dem Buch gibt. Dieser heißt "Sterne sieht man nur im Dunkeln" und handelt wohl von den gleichen Personen. Ich habe dies nicht gewusst und daher nur "Band 2" gelesen, kann aber sagen, dass mich das überhaupt nicht gestört hat. Man kann "Über dem Meer tanzt das Licht" also auch als Einzelband lesen.

Das Buch bekommt von mir verdiente 5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2020

Selection Top - Promised Flop

Promised
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Ich als riesiger "Selection"-Fan musste "Promised" unbedingt haben. "Siren" von Kiera Cass hatte mich damals nicht umgehauen und ich hoffte, dass "Promised" mich wieder begeistern könnte.
Das war leider ...

Ich als riesiger "Selection"-Fan musste "Promised" unbedingt haben. "Siren" von Kiera Cass hatte mich damals nicht umgehauen und ich hoffte, dass "Promised" mich wieder begeistern könnte.
Das war leider nicht der Fall.

Die ersten 90 Seiten haben mich eher gelangweilt, da der Klappentext schon einiges verrät. Ich habe regelrecht darauf gewartet, dass mich die Geschichte fesselt und spannend wird. Die gewünschte Spannung tauchte dann aber leider erst auf den letzten 100 Seiten auf.
Das Ereignis, welches besonders dazu beiträgt wirkt aber wie an den Haaren herbeigezogen. Das war wohl auch der Grund, weshalb bei mir keine einzige Träne geflossen ist, obwohl ich sonst ein emotionaler Mensch bin. Es fühlte sich einfach unwirklich und merkwürdig an.

Die Geschichte ist, wie die Protagonistin Hollis selbst, eher oberflächlich. Tiefe Gefühle haben weitestgehend gefehlt und kamen erst am Ende auf. Anfangs redet Hollis abfällig über andere Kulturen was sich aber zum Glück im Laufe des Buches bessert.

Außerdem wäre da noch die ach so tolle und enge Freundschaft zwischen Hollis und Delia-Grace. Was bitte war denn das für eine Heuchelei?! Wenn man sich hintergeht und versucht die andere auszustechen ist das meiner Meinung nach viel, aber definitiv keine Freundschaft! Außerdem ist Delia-Grace unglaublich zickig, was ich gar nicht leiden kann.

Andere Charaktere, wie die Familie Eastoffe, haben mir allerdings sehr gut gefallen. Ich mochte den Hintergrund ihrer Geschichte und hoffe, dass der Fokus des zweiten Bandes darauf liegen wird.
Auch die Königin von Isolte und ihre persönliche Geschichte fand ich sehr spannend. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren.

Den flüssigen Schreibstil von Kiera Cass fand ich, wie immer, sehr angenehm zu lesen.

Da "Promised" erst zum Ende meinen Geschmack getroffen hat und auch sonst einige Mängel aufweist möchte ich nicht mehr als 2 Sterne vergeben.
Ich bin enttäuscht und hoffe, dass Band 2 deutlich besser wird.
Vielleicht muss ich mich demnächst erstmal mit einem "Selection"-Band trösten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Wiedersehen in Redwood

Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Lächeln
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Es war so schön wieder in Redwood zu sein!
Zwar hänge ich den Tierarzt-Brüdern ein bisschen nach, aber die Geschichte um Jason und Ella konnte mich genauso überzeugen.

Jason ist Feuerwehrmann in Redwood ...

Es war so schön wieder in Redwood zu sein!
Zwar hänge ich den Tierarzt-Brüdern ein bisschen nach, aber die Geschichte um Jason und Ella konnte mich genauso überzeugen.

Jason ist Feuerwehrmann in Redwood und ein absoluter Frauenschwarm. Allerdings geht bei ihm nie etwas über eine gemeinsame Nacht hinaus.
Ella ist Lehrerin in der Vorschule und ein schüchternes Mauerblümchen. Männer wollen nichts von ihr wissen.
Als sich das "Drachen-Trio" einmischt und versucht die zwei miteinander zu verkuppeln, gerät deren Welt aus den Bahnen.

Die beiden Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch. Gegenüber Jason war ich erst skeptisch, doch je tiefer ich in die Geschichte eingetaucht bin, desto mehr habe ich ihn verstanden. Pluspunkte erntete er außerdem durch sein soo liebevolles Verhalten gegenüber Katzen.
Zwischen Ellas und meiner Persönlichkeit habe ich Parallelen gesehen, da auch ich nicht der extrovertierte Typ bin. So konnte ich schnell mit ihr mitfühlen.

Die Geschichte war fesselnd und das Lesen, wie immer bei Redwood, mit einer absoluten Wohlfühlstimmung verbunden. Die Seiten flogen nur so dahin.
Besonders gefallen hat mir der Humor, der immer wieder auftaucht. Die Gespräche mit den Katzen oder Ellas "Geplapper" haben mich jedes Mal zum Grinsen gebracht.
Begeistert hat mich außerdem, dass auch Charaktere aus den vorigen Bänden eine Rolle in der Geschichte von Jason und Ella spielen. Bei diesen Szenen bin ich regelmäßig dahin geschmolzen.

Fazit: Ich liebe die Redwood-Reihe und würde es jedem empfehlen den Büchern eine Chance zu geben. Ich bin jetzt schon traurig, dass ich nur noch einen Band vor mir habe und werde diesen in vollen Zügen genießen.

"Redwood Dreams - Es beginnt mit einem Lächeln" bekommt von mir 5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Disney-Klassiker neu entdeckt

Die Schöne und das Biest
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Ich liebe den Disneyfilm zu "Die Schöne und das Biest". Deshalb war es wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis die wunderschöne Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag bei mir einziehen durfte.

Wenn man ...

Ich liebe den Disneyfilm zu "Die Schöne und das Biest". Deshalb war es wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis die wunderschöne Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag bei mir einziehen durfte.

Wenn man zu dem Buch greift sollte man allerdings nicht erwarten, dass man eine Buchversion des Disneyfilms in der Hand hält. Das ursprüngliche Märchen ist anders als die Disney-Version und sollte überwiegend unabhängig von dem Film gesehen werden. Zwar gibt es Handlungen und Aspekte die an den Film erinnern, vieles ist jedoch auch anders.

Mich hat dies nicht gestört, da ich von Anfang an damit gerechnet hatte und mich daher gut auf die Story einlassen konnte. Diese hat mir auch sehr gut gefallen.

Die Charaktere fand ich ebenfalls sehr gut gestaltet und konnte schnell mit ihnen mitfühlen. Die Schöne hat mich allerdings teilweise genervt, da sie unglaublich naiv ist. Andererseits haben mich ihre Güte und ihr großes Herz beeindruckt.

Ganz besonders schön sind die Illustrationen und die kleinen Extras in dem Buch. Diese sind so liebevoll und detailreich gemacht, dass man sich regelrecht darin verliert und ins träumen gerät. Gerade das Biest wurde total schön illustriert. Da haben MinaLima und der Coppenrath-Verlag sich wirklich selbst übertroffen.

Ich werde mir wohl nach und nach alle weiteren Schmuckausgaben ins Haus holen und ihnen in meinem Bücherregal ein neues Zuhause geben.
"Die Schöne und das Biest" bekommt von mir 5/5 Sterne. Ich kann euch diese ursprüngliche Form des Märchens nur empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Liebe in der Welt der Politik

Royal Blue
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Eigentlich wollte ich gestern Abend nur noch ein paar Seiten lesen... Weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte habe ich "Royal Blue" dann aber doch beendet. XD

Casey McQuiston hat mit "Royal Blue" ...

Eigentlich wollte ich gestern Abend nur noch ein paar Seiten lesen... Weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte habe ich "Royal Blue" dann aber doch beendet. XD

Casey McQuiston hat mit "Royal Blue" eine authentische und Mut machende Geschichte geschrieben.
Sie behandelt ein Thema welches in unserer Gesellschaft immer noch nicht genug akzeptiert wird. Die homo- und bisexuellen Menschen werden teilweise beschimpft, verachtet und ausgeschlossen. Sie werden angehalten sich für ihre Gefühle zu schämen und diese zu unterdrücken. Keiner hat es verdient so behandelt zu werden!
Zum Glück gibt es immer mehr Leute die sich für die Liebenden einsetzen und ich hoffe, dass dies in Zukunft weiter zunimmt.

"Royal Blue" ist ein Buch welches hoffen lässt und Mut macht.
Der Präsidentinnensohn Alex und Prinz Henry müssen viele Hindernisse überwinden und gemeinsam stark sein. Dabei haben sie immer treue Freunde an ihrer Seite und werden von ihnen unterstützt. Allerdings gibt es natürlich auch die andere Seite: Menschen, die ihnen Steine in den Weg legen und sie nicht so akzeptieren wie sie sind.

Ich fand es beeindruckend wie authentisch die Autorin das Thema umgesetzt und wie sie die Verbindung zwischen der Politik und der Liebe geschildert hat. Beide Themen bekommen ihren Raum und verbinden sich super zu einer komplexen Story.
Die Charaktere sind allesamt vielschichtig gestaltet und die Persönlichkeiten sehr gut ausgearbeitet. Besonders sympathisch waren mir Nora und Pez. Die beiden sind einfach Unikate! :D
Besonders gefallen haben mir außerdem die E-Mails, Zitate, Textnachrichten, usw. die immer wieder in den Text eingebaut sind.

Casey McQuiston hat in "Royal Blue" sowohl Szenen geschaffen, die einen laut lachen lassen, aber auch Gänsehautmomente und Szenen in denen man sich eine Träne verkneifen muss.
Ich habe die ganze Zeit mit Henry und Alex mitgefiebert.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich gerne ein paar Kapitel aus der Sicht von Henry gelesen hätte.

"Royal Blue" bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere