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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2020

Liebe in der Welt der Politik

Royal Blue
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Eigentlich wollte ich gestern Abend nur noch ein paar Seiten lesen... Weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte habe ich "Royal Blue" dann aber doch beendet. XD

Casey McQuiston hat mit "Royal Blue" ...

Eigentlich wollte ich gestern Abend nur noch ein paar Seiten lesen... Weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte habe ich "Royal Blue" dann aber doch beendet. XD

Casey McQuiston hat mit "Royal Blue" eine authentische und Mut machende Geschichte geschrieben.
Sie behandelt ein Thema welches in unserer Gesellschaft immer noch nicht genug akzeptiert wird. Die homo- und bisexuellen Menschen werden teilweise beschimpft, verachtet und ausgeschlossen. Sie werden angehalten sich für ihre Gefühle zu schämen und diese zu unterdrücken. Keiner hat es verdient so behandelt zu werden!
Zum Glück gibt es immer mehr Leute die sich für die Liebenden einsetzen und ich hoffe, dass dies in Zukunft weiter zunimmt.

"Royal Blue" ist ein Buch welches hoffen lässt und Mut macht.
Der Präsidentinnensohn Alex und Prinz Henry müssen viele Hindernisse überwinden und gemeinsam stark sein. Dabei haben sie immer treue Freunde an ihrer Seite und werden von ihnen unterstützt. Allerdings gibt es natürlich auch die andere Seite: Menschen, die ihnen Steine in den Weg legen und sie nicht so akzeptieren wie sie sind.

Ich fand es beeindruckend wie authentisch die Autorin das Thema umgesetzt und wie sie die Verbindung zwischen der Politik und der Liebe geschildert hat. Beide Themen bekommen ihren Raum und verbinden sich super zu einer komplexen Story.
Die Charaktere sind allesamt vielschichtig gestaltet und die Persönlichkeiten sehr gut ausgearbeitet. Besonders sympathisch waren mir Nora und Pez. Die beiden sind einfach Unikate! :D
Besonders gefallen haben mir außerdem die E-Mails, Zitate, Textnachrichten, usw. die immer wieder in den Text eingebaut sind.

Casey McQuiston hat in "Royal Blue" sowohl Szenen geschaffen, die einen laut lachen lassen, aber auch Gänsehautmomente und Szenen in denen man sich eine Träne verkneifen muss.
Ich habe die ganze Zeit mit Henry und Alex mitgefiebert.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich gerne ein paar Kapitel aus der Sicht von Henry gelesen hätte.

"Royal Blue" bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Ein etwas anderer CoHo

Verity
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Angefixt durch sämtliche Posts und Storys auf Bookstagram musste ich "Verity" jetzt auch endlich lesen.
Durch besagte Beiträge auf Instagram habe ich mit hohen Erwartungen zu dem Buch gegriffen. Vor ein ...

Angefixt durch sämtliche Posts und Storys auf Bookstagram musste ich "Verity" jetzt auch endlich lesen.
Durch besagte Beiträge auf Instagram habe ich mit hohen Erwartungen zu dem Buch gegriffen. Vor ein paar Minuten konnte ich es beenden und kann sagen, dass diese erfüllt wurden.

"Verity" ist ein außergewöhnliches Buch, welches sich nicht so richtig einem Genre zuordnen lässt. Colleen Hoover verlässt mit diesem Werk ein wenig den Bereich in dem sie sich sonst bewegt.
Die Geschichte selbst raubt einem teilweise den Atem und ist sehr spannend. Besonders der Moment in dem ich begriffen habe in welche Richtung sich das Buch entwickelt, und das Ende haben mich gefesselt.
Auf den letzten Seiten habe ich teilweise nicht geglaubt was ich dort lese, so verrückt fühlte sich das alles an.
Allerdings kann ich mich den teilweise sehr geschockten Leseupdates einiger Instagram-User nicht anschließen. Ja, es war krass aber ich habe schon Szenen gelesen bei denen ich mich deutlich mehr gegruselt habe.

Lowen, die Protagonistin, fand ich sehr spannend und gut ausgearbeitet. Ihre Handlungen konnte ich überwiegend nachvollziehen. Bei einer Szene hätte ich sie allerdings am liebsten geohrfeigt. In dieser war sie einfach dumm und hätte sich an einen Spezialisten wenden sollen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und konnte ohne Probleme in die Geschichte eintauchen.

Wer auf geheimnisvolle Geschichten mit ein wenig Gruselfaktor steht und dabei nicht auf eine Portion Liebe verzichten möchte sollte auf jeden Fall zu "Verity" greifen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Geocaching mal anders

Fünf
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Vor einiger Zeit stand meine Mutter auf einmal mit dem Buch vor mir und fragte mich, ob ich es noch lesen wolle. Ich lese zwar nicht besonders oft Thriller aber "Fünf" sprach mich irgendwie an.

Dass ich ...

Vor einiger Zeit stand meine Mutter auf einmal mit dem Buch vor mir und fragte mich, ob ich es noch lesen wolle. Ich lese zwar nicht besonders oft Thriller aber "Fünf" sprach mich irgendwie an.

Dass ich das Buch schon einen Tag später anfing lag bestimmt auch daran, dass ich neugierig war, wie das Geocaching in die Geschichte eingebunden wurde. Meine Familie und ich sind selbst Geocacher und schon seit ein paar Jahren immer wieder fleißig am Caches suchen. Der Bezug zu dem Hobby und das Wissen über Fachbegriffe machte mir den Einstieg in das Buch besonders leicht.
Ich fand das Hobby richtig gut in die Geschichte integriert und habe immer mitgefiebert, wenn es an das Suchen einer neuen Dose ging.

Auch die beiden Kommissare haben mir gut gefallen. Beatrice ist eine sympathische Frau, die für ihren Beruf lebt. Mir kamen die Kinder bei ihr allerdings manchmal ein bisschen zu kurz.
An den Namen Florin musste ich mich erstmal gewöhnen. Auch nach 200 Seiten habe ich da manchmal noch Florian gelesen. Dieser ist mir aber ebenfalls sehr schnell ans Herz gewachsen.

Letztendlich hat mir das Buch gut gefallen, konnte mich aber erst ab der Hälfte richtig fesseln. Bis dahin fehlte mir einfach die Spannung.

Das Ende fand ich dann richtig klasse. Die Lösung war total logisch aber ich wäre nie im Leben darauf gekommen.
Da stellte sich mir dann wieder die Frage, die mir bei dem Genre häufig in den Sinn kommt: "Wie kommt man als AutorIn auf sowas?"

Von mir gibt es 3,5 Sterne für das Buch, da es erst ab der Hälfte richtig spannend wurde aber mir ansonsten richtig gut gefallen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Ein Book Club zum Verlieben

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Als ich mir, noch vor erscheinen des Buches, den Klappentext zu "The secret Book Club" durchlas war ich sofort Feuer und Flamme.
Die Idee von Männern, die sich Beziehungstipps aus Romanen holen fand ich ...

Als ich mir, noch vor erscheinen des Buches, den Klappentext zu "The secret Book Club" durchlas war ich sofort Feuer und Flamme.
Die Idee von Männern, die sich Beziehungstipps aus Romanen holen fand ich richtig witzig und cool.

Nachdem ich jetzt das Buch gelesen habe, kann ich sagen, dass es mir richtig gut gefallen hat.
Ich hätte mir zwar gewünscht, dass der Book Club noch ein paar mehr Szenen bekommt aber die Stellen, die es mit den Jungs gab, waren dafür richtig witzig. :D

Richtig gut fand ich es auch, dass man Auszüge aus dem Buch, welches der Protagonist Gavin als Ratgeber liest, in die Geschichte integriert hat. So konnte man die Handlungen von Gavin viel besser nachvollziehen.

Gavin an sich hat mir auch richtig gut gefallen. Er war authentisch, einfühlsam und liebevoll. Außerdem ist er so süß gegenüber seinen Töchtern und einfach ein ganz toller Vater.

In dem Buch kommen außerdem einige Stellen vor, die aus der Sicht von Gavins Frau Thea geschrieben sind. Thea ist eine wundervolle Mutter und ich bewundere sie dafür, wie sie alles unter einen Hut bekommt. Ihre Handlungen fand ich meist ebenfalls nachvollziehbar, aber teilweise hat sie mich auch genervt.

Allerdings war dies noch lange nichts gegen die Abneigung, die ich zeitweise gegenüber Theas Schwester Liv empfand. Diese war so unfair gegenüber Gavin und hat immer alles nur noch schlimmer gemacht. Am Ende hat sie noch ein paar Pluspunkte gesammelt, aber richtig sympathisch ist sie mir trotzdem nicht.
Der zweite Teil wird wohl unter anderem von ihr handeln und ich bin echt gespannt, ob sie mich dort von sich überzeugen kann.

Alles in allem bin ich begeistert von dem Buch und ein riesiger Fan vom Book Club. Die Männer sind mir schon echt ans Herz gewachsen.
Das Buch bekommt von mir 4,5 Sterne. Für 5 hat es aufgrund der oben genannten kleinen Mängel dann doch nicht gereicht.
Ich freue mich aber sehr auf Band 2 der wohl im August erscheinen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Leider enttäuschend

Das Lied der Sonne
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Als der Carlsen-Verlag "Das Lied der Sonne" vorgestellt hat habe ich mich sofort in das Cover verliebt. Daher musste das Buch jetzt auch schleunigst bei mir einziehen.
Auch der Inhalt klang vielversprechend, ...

Als der Carlsen-Verlag "Das Lied der Sonne" vorgestellt hat habe ich mich sofort in das Cover verliebt. Daher musste das Buch jetzt auch schleunigst bei mir einziehen.
Auch der Inhalt klang vielversprechend, hat mich letztendlich aber leider enttäuscht.

Das Buch handelt von der Protagonistin Lanea, welche als falsche Prinzessin an den Hof des Königs reist, um dort an der Brautschau des Prinzen teilzunehmen. Eigentlich sieht sie dies als eine Pflichtaufgabe und möchte schleunigst wieder in ihre Heimat zurückkehren. Auf das was sie am Hof erwartet ist sie jedoch nicht gefasst.

Lanea war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist loyal, empathisch, mutig und setzt sich für andere ein.
Auch ihre Heimat namens Palilan hat mir gefallen und mich an die Südsee erinnert. Ich mochte es, wie die Einheimischen die Sonne und das Meer verehren und im Einklang mit der Natur leben.

Die Voraussetzungen für eine tolle Geschichten waren also gegeben, doch meiner Meinung nach wurden sie nicht erfüllt.
Ich hatte eine magische Geschichte erwartet, die von indianischen und ursprünglichen Einflüssen geprägt ist. Der Anfang und das Ende haben diese erfüllt, doch alle Seiten dazwischen haben mich enttäuscht.

Ich habe keinen Zugang zu der Geschichte gefunden und fühlte mich als Außenstehende und nicht wie als wäre ich mittendrin.
Mir fehlte die Tiefe und die Emotionen. Alles wirkte irgendwie farblos.
Hinzukommt, dass die Geschichte zwar rasant verlief aber alles an den Haaren herbeigezogen wirkte. Mir fehlte ein roter Faden.

Ich hatte Intrigen erwartet, doch diese fehlten gänzlich.
Sieht man von der ausgedachten Welt ab, waren auch Fantasy-Elemente nicht zu finden. Nur zum Ende der Geschichte blitzen diese kurz auf.

Das Ende der Geschichte verspricht einen zweiten Teil, angekündigt ist dieser jedoch noch nicht. Falls es einen geben sollte hoffe ich, dass er deutlich besser wird als sein Vorgänger.

"Das Lied der Sonne" bekommt von mir 2 von 5 Sternen und gehört für mich zu den enttäuschendsten Büchern dieses Jahr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere