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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 07.05.2020
  • ISBN: 9783737350976
Kiera Cass

Promised

Angela Stein (Übersetzer)

Nach »Selection« die neue große Liebesgeschichte von Kiera Cass!

Wie jedes Mädchen am Hofe hofft Hollis, dass sie diejenige ist, die König Jamesons Herz erobert. Als sie auf einem Ball stolpert und ihm buchstäblich in die Arme fällt, verliebt Jameson sich Hals über Kopf in sie. Er beginnt, ihr mit extravaganten Geschenken den Hof zu machen, und Hollis kann ihr Glück kaum fassen.
Doch ist das wirklich das Happy End? Der mysteriöse Fremde Silas bringt Hollis‘ Welt ins Wanken. Silas ist kein König. Luxus und Macht kann er ihr nicht versprechen. Aber jeder Blick von ihm trifft sie mitten ins Herz.
Die Augen des ganzen Volkes sind auf die zukünftige Königin gerichtet. Und niemand ahnt, welche Stürme in ihr toben, während sie lächelt.

Band 1 von 2.
Das Hörbuch erscheint bei Argon.

Alle Titel von Kiera Cass bei Sauerländer:
»Selection« (Band 1)
»Selection – Die Elite« (Band 2)
»Selection – Der Erwählte« (Band 3)
»Selection – Die Kronprinzessin« (Band 4)
»Selection – Die Krone« (Band 5)

»Promised« (Band 1)
»Promised – Die zwei Königreiche« (Band 2)

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2020

Ein richtig grosser Flop

1

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):



Bei diesem Buch bin ich schon mit etwas geringeren Erwartungen gestartet. Aus anderen Meinungen von Bloggern habe ich schon erfahren, dass das Buch nicht mit Selection ...

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):



Bei diesem Buch bin ich schon mit etwas geringeren Erwartungen gestartet. Aus anderen Meinungen von Bloggern habe ich schon erfahren, dass das Buch nicht mit Selection der gleichen Autorin mithalten kann. Dementsprechend habe ich eine schöne, süsse aber nicht geniale Geschichte erwartet. Was ich aber bekommen habe, war sehr, sehr enttäuschend. Einen solchen Flop hatte ich schon lange nicht mehr. Es gibt leider kaum etwas, was ich an diesem Buch mochte, was ich unglaublich schade finde.



Der Anfang der Geschichte ist sehr plötzlich und man wird direkt mitten in die Geschichte geworfen. Prinzipiell ist das ja nichts schlechtes, doch hatte ich bei Promised das Gefühl, dass die ganzen Hintergründe gar nicht erklärt wurden. Hollis und ihre Eltern befinden sich nämlich gemeinsam mit ganz vielen anderen Leuten am Königshof. Bis jetzt weiss ich aber noch immer nicht, warum sie überhaupt da waren. Auch umwerben viele Mädchen den König Jameson, wobei ich auch nicht wusste, unter welchen Umständen die denn alle bei ihm sind. War es ein offizieller Aufruf und Jameson möchte eine Frau finden? Oder ist es ganz zufällig, dass er schlussendlich Hollis auswählt?

Ich habe einfach nicht verstanden, warum Hollis momentan im Palast wohnt. Mir wurden da viel zu wenig erklärt, sodass ich es nachvollziehen hätte können.



Die Hauptperson Hollis ist ein junges, verwöhntes Mädchen. Für mich hatte diese Person keinerlei Tiefgang und ich konnte mich viel zu wenig in sie versetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Für mich hat sie leider nicht erwachsen gewirkt, sondern eher wie ein kleines Kind. Sie war sehr fokussiert auf Reichtum und die Krone, hat zwischenmenschliche Beziehungen vernachlässigt und oft einfach dumm gehandelt. Sie war leide überhaupt keine Sympathieträgerin. Im Umgang mit anderen Menschen wirkte sie sehr unbeholfen und unsicher. Sie hat nicht bemerkt, dass sie verletzend wurde und hat für mich als Leser dadurch einen negativen und arroganten Eindruck hinterlassen. Sie selber hat manchmal Dinge gesagt und gedacht, die ich auf keinen Fall nachvollziehen konnte. Beispielsweise hat sie sich mal bezeichnet als "schön aber nicht besonders schlau". Bei solchen Aussagen konnte ich mir nur an den Kopf greifen. Ich habe Hollis nicht grundsätzlich gehasst. Ich konnte mich einfach nicht für sie erwärmen, da Kiera Cass leider eine grosse Distanz zwischen Leser und Protagonistin geschaffen hat.



Von den Nebencharakteren war mir leider kaum einer sympathisch. Es gab eine riesige Distanz zwischen Personen und Leser, die emotional nicht überbrückt werden konnte. Ich konnte mich nicht in diese einfühlen. Für mich hatten sie alle viel zu wenig Tiefe und wirkten sehr oberflächlich. Auch der ganze Umgang am Königshof war unangenehm gekünstelt.



Jameson, der König, der Hollis heiraten möchte, war noch ganz nett. Er hat sich in Hollis verliebt und mag ihre nette und süsse Art. Er selber war immer fair und respektvoll gegenüber Hollis und wollte ihr alles geben, was sie möchte. Irgendwann kam aber der Punkt, an dem ich das Gefühl hatte, dass die Autorin jetzt unbedingt und gezwungenermassen die Gefühle des Lesers beeinflussen und ändern wollte. Als da der mysteriöse Fremde aufgetaucht ist, mussten die Sympathien des Lesers natürlich von Jameson auf ihn übergehen. Und plötzlich hat Jameson Dinge gesagt, die gemein und unverständlich waren. Dieser Wechsel war so plötzlich, dass es für mich sehr gestellt gewirkt hat.



Hollis beste Freundin Deliah Grace (schon dieser ständige Doppelname hat mich genervt) war sehr merkwürdig. Im ersten Moment wirkte sie wie eine gute Freundin für Hollis. Relativ schnell habe ich dann aber bemerkt, dass sie immer im Schatten ihrer besten Freundin steht und wahnsinnig eifersüchtig auf sie ist. Als sich die Ereignisse überschlagen haben, zeigte sich auch ihr wahres Wesen - ihre Falschheit, die ich schon vorausgesehen hatte. Sobald Hollis weg vom Fenster war, hat Deliah Grace ihre Chance gepackt, sie fallen gelassen und sich sofort das geschnappt, was ihrer Meinung nach schon immer für sie bestimmt war.



Hollis Eltern waren fast die schlimmsten. Ständig haben sie Hollis kritisiert und fertig gemacht, an ihr herumgenörgelt und ihr ein schlechtes Gefühl gegeben. Auch in dieser Beziehung fehlten mir aber die Hintergründe, warum das so ist und wie es in Hollis Kindheit war.



Die einzigen Personen, die ich mochte, ware die Familie Eastoffe, die man mit der Zeit kennengelernt hat. Diese Familie war mir wirklich sympathisch - am meisten davon Scarlet und Lady Eastoffe. Endlich Personen, die kritisch waren und kluge Entscheidungen treffen konnten. Endlich Personen, die sich nicht vom schönen Schein des Hofes blenden liessen.



Die Liebesgeschichte war einfach unglaublich schlecht umgesetzt. Ich habe absolut nicht verstanden, woher diese Gefühle kamen. Es war - wie schon die ganze Geschichte - oberflächlich. Nach einem Kuss hat Hollis schon von der grossen Liebe gesprochen. Ich konnte wiederum nur den Kopf schütteln, weil ich es nicht verstanden habe. Für mich braucht eine realistische Liebesgeschichte Zeit, Emotionen und Gespräche. Die beiden haben sich aber gar nicht gekannt und ständig schon von Liebe gesprochen. Ich habe nie mitbekommen, dass sie sich mal ordentlich kennengelernt haben. So können sich doch keine Gefühle entwickeln! Es war so flach und mir einfach komplett egal, was jetzt mit Hollis und ihrem Partner passiert.



Es wurden in diesem Buch so oft spontane, impulsive und komplett unlogische Entscheidungen getroffen. Auch kamen Probleme auf, die sich doch so schnell erledigen hätten können und andersrum grosse Probleme fast totgeschwiegen. Das Konzept war gar nicht ausgereift oder gut überdacht. Mich hat Kiera Cass sehr, sehr enttäuscht. Ich sehe gar nichts von der grossartigen Autorin in diesem Buch. Für mich war dies in keinster Weise mit Selection zu vergleichen. Der Schreibstil war so oberflächlich und emotionslos, dass mich auch die schockierenden Ereignisse am Ende komplett kalt gelassen haben. Ich konnte nicht mit den Personen mitfühlen, vieles nicht nachvollziehen und Spannung habe ich auch keine gesehen. Das Buch war allerdings auch nicht ganz so schlecht, dass ich es abbrechen wollte. Ich bin immer ganz gut durchgekommen, weil es sehr leicht zu lesen war.



Zu den Ereignissen am Ende des Buches kann ich erst im Spoilerteil etwas sagen. Ich fand es aber sehr merkwürdig und bin noch immer verwirrt davon.



Abschliessend bekommt das Buch wahnsinnig enttäuschende ⭐️.5 Sterne. Der Schreibstil war nicht von der Kiera Cass, die ich von Selection und Siren kannte. Mit flachen Protagonisten und Handlungen, unlogischen Szenen und Reaktionen und keiner grossen Spannung war das wohl leider einer der grössten Flops.



!Achtung, ab hier kommen Spoiler!



Dass sich Hollis in Silas verlieben wird, war schon in dem Augenblick klar, als er in den Thronsaal getreten ist. Nach dem Kuss die impulsive Entscheidung zu treffen, mit ihm abzuhauen, war aber sehr unlogisch für mich. Wie oben schon erwähnt, kannte sie ihn doch gar nicht! Dass sie da auch Jameson so einfach gehen liess, war ehrenhaft und dennoch etwas überraschend. In Deliah Grace Brief wurde dann schnell klar, dass der König wohl nicht allzu traurig darüber war. Allgemein hat Deliah Grace Hollis merkwürdige Verwürfe schon zuvor gemacht. Dass sie ihr quasi den König weggeschnappt hat und ihn doch Deliah Grace verdient hätte, konnte ich nicht verstehen. Direkt nach Hollis Verschwinden dann aber mit dem König zusammenzukommen, macht sie für mich zu keiner guten Freundin.



Die Nebengeschichte mit dem König des anderen Landes und ihrer Freundschaft mit der Königin mochte ich auch ganz gerne. Die Königin war mir auch wahnsinnig sympathisch mit ihrer liebevollen und freundlichen Art.



Die Hochzeit von Hollis und Silas war wahnsinnig schockierend. Erstmals habe ich nicht verstanden, warum Hollis Eltern dennoch zu der Hochzeit kamen. Sie waren dagegen, haben ihre Tochter verstossen und sind dann trotzdem ohne gute Erklärung gekommen. Der Angriff dieser schwarzen Ritter habe ich nicht erwartet und war schockiert von den Ereignissen. Als Silas wirklich tot war, konnte ich es nicht fassen! Ich dachte bis zum Ende, dass er doch noch entkommen konnte. Und dennoch war es so, dass es mir weder leid getan hat, noch bin ich traurig geworden. Das zeugt von den absolut fehlenden Gefühlen gegenüber den Personen. Normalerweise hätte ich so manch eine Träne vergossen. Dass Scarlet entkommen konnte bzw verschont wurde fand ich dann schon wieder sehr unrealistisch. Ich meine warum werden alle Gäste getötet, ausser gerade die Tochter dieser Familie, die hauptsächlich ausgelöscht werden sollte? Ihr Entkommen war zwar schön, für mich aber wieder sehr merkwürdig begründet.

Auch die Trauer von Lady Eastoffe, Scarlet, der Tochter und Hollis war sehr kurz, die Entscheidung danach, wieder zurück in die Heimat gehen und sich dem König, der diesen Befehl gegeben hat, zu unterwerfen, absurd. Warum machen die das?! So begeben sie sich automatisch wieder in die Gefahrenzone. Hollis möchte da natürlich auch folgen, da sie jetzt offiziell zur Familie gehört.

Leider, leider nicht überzeugend...

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Veröffentlicht am 10.06.2020

Nicht wie erwartet

1

Cover: ICH LIEBE ES!!! Wirklich, ich finde es einfach nur wunderschön. Die Farben, die Aufmachung… und es erinnert einfach so sehr an die Selection-Reihe, dass mein Herz gleich einen riesen Salto vollführt. ...

Cover: ICH LIEBE ES!!! Wirklich, ich finde es einfach nur wunderschön. Die Farben, die Aufmachung… und es erinnert einfach so sehr an die Selection-Reihe, dass mein Herz gleich einen riesen Salto vollführt. Natürlich passt es aber auch sehr gut zum Inhalt des Buches!

Schreibstil: Einfach, höfisch und angenehm. Irgendwie ist es eine Mischung aus diesen drei Worten. Beim Lesen hatte ich keine großen Probleme und es entstand schnell ein wirklich guter Lesefluss. Dadurch dass die Geschichte am Hof spielt, ist die wörtliche Sprache sehr hoch gestochen. Doch das gefiel mir hier sehr gut und hat einfach gepasst. Nur ab und an hatte ich das Gefühl das einzelne Figuren aus ihrer Rolle fielen und plötzlich ein unpassendes Wort aus der Umgangssprache auftauchte. Wahrscheinlich ist dies einfach der Übersetzung geschuldet. Gestört hat es mich trotzdem an einigen Stellen sehr, da es auffiel und einfach nicht passen wollte.

Meinung: Wie hatte ich mich gefreut, dass es endlich wieder etwas Neues von Kira Cass geben würde! Eine weitere Geschichte aus ihrer Feder, die der Selection-Reihe ein bisschen ähnlich klang. Und als absoluter riesen Fan dieser Reihe, musste ich das Buch natürlich unbedingt lesen.
Vielleicht waren dadurch auch meine Erwartungen etwas zu hochgesteckt, aber ganz zum Schluss konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Vieles war nicht rund, übereilt oder zu oberflächlich. Aber dazu gleich mehr.
SPOILERWARNUNG: Ab hier gehe ich ins Detail und lasse wichtige Punkte nicht aus!

Angefangen bei Hollis muss ich sagen, dass sie mir zwar sympathisch erschien, aber mehr auch nicht. Ich kam an sie als Figur nicht ran, spürte keine tiefere Verbindung zu ihr und ein ums andere Mal kam ich nicht drum herum sie als naiv und kindisch abzutun. Oftmals wirkte sie mir auch einfach zu sprunghaft. Das eine mal macht sie kindische Scherze, hält alles für ein Spiel und scheint nie über irgendwas nachzudenken und dann plötzlich sagt sie etwas wirklich Schlaues, handelt bedacht und wirklich bemerkenswert klug. Und das immer wieder im Wechsel. Das sorgte dafür, das ich nicht wirklich schlau aus ihr als Person wurde und vieles nicht nachvollziehen konnte, obwohl es erklärt wurde.
Genauso erging es mir mit den vielen anderen Figuren im Buch. Jede wurde nur angeschnitten, aber nicht tief genug skizziert. Eine langjährige Feindin wird plötzlich ohne großartige oder einleuchtende Erklärung zur Zofe. Eine langjährige Freundin und Zofe, offenbart aus heiterem Himmel ihr wahres Gesicht und Machenschaften, die so plötzlich kamen, dass ich sie immer noch nicht ganz verstanden habe. Viele Details wurden einfach nicht ausführlich oder einleuchtend erklärt. Sei es Beziehungen zwischen Figuren, deren Vergangenheit und Gefühlswert oder die Geschichte des eigenen Landes und der Länder ringsum. Vieles wurde nur angerissen, doch man hätte meiner Meinung nach so viel mehr rausholen können. Zum Beispiel wie viele Länder es wohl gibt (eine Karte wäre an dieser Stelle auch sinnvoll gewesen), wie man politisch zu Ihnen steht, wieso es Konflikte gibt, was es geschichtlich mit allem auf sich hat und und und…
Vieles wird angedeutet, aber kein Fakt weiter ausgeführt.
Was ebenfalls etwas seltsam war: Die Hochzeit zwischen Hollis und dem König streckt sich über mehrere 100 Seiten des Hin und Hers, mit Auf und Abs. Doch als sie dann plötzlich mit Silas durchbrennt, gibt es innerhalb weniger Tage eine Hochzeit. Keine im geheimen, sondern ein schönes Fest, ohne dass jemand dazwischenfunkt. Übereilt und nicht ganz nachvollziehbar aufgebaut meiner Meinung nach.
Doch alles was nach dieser Hochzeit kam, fand ich noch seltsamer. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und man wird mit einer Handvoll Informationen stehen gelassen. Eigentlich weis man gar nicht so richtig was passiert ist, hat tausend Theorien, aber eventuell sind diese zu hoch gegriffen als das sie stimmen könnten. Ich weis nämlich immer noch nicht, ob dieses Buch so groß gestrickt ist, wie ich es mir wünsche und alles sich erst später offenbart oder ob es so simpel und banal ist, wie es darrgestellt wurde. Es ist einfach irgendwie seltsam.
Auch Hollis Reaktion am Ende des Buches, fand ich unpassend. Genau an dieser Stelle hätte man nochmal so viel rausholen können, aber es kam nicht… Vielmehr blieb ich verwirrt und auch etwas enttäuscht zurück.
Jetzt habe ich hier aber auch erstmal nur das schlechte aufgezählt, ohne auf das Gute einzugehen und das ist auch nicht gerade fair!
Immerhin war es alles in allem kein schlechtes Buch. Es gab schöne, witzige und wirklich schlaue und durchdachte Momente. Hollis als Figur, konnte einen auch immer wieder überraschen und bewies mehr als einmal Köpfchen. Auch behielt die Handlung an sich, immer irgendwie einen roten Faden und war interessant skizziert.
Ich hätte mir nur mehr gewünscht und bin der Meinung, dass die Welt die Kiera Cass da geschaffen hat, noch viel viel mehr bereithält. Und das würde ich gerne alles erfahren. Denn potential hat die Geschichte in jedem Fall.

Fazit: Ich werde weiterlesen, aber nur weil ich hoffe, dass einige Fragen noch aufgeklärt werden.

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Veröffentlicht am 08.06.2020

Zu hohe Erwartungen

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Mich konnte Promised nicht so überzeugen,dabich von Selection höhere Erwartungen hatte und die hatte sie mit diesem Buch nicht erfüllt. Zum einen war es so, dass da keine Emotionen aufgekommen sind und ...

Mich konnte Promised nicht so überzeugen,dabich von Selection höhere Erwartungen hatte und die hatte sie mit diesem Buch nicht erfüllt. Zum einen war es so, dass da keine Emotionen aufgekommen sind und das Verhältnis von Hollis und Silas für mich nicht so wirkte, als würden sie eine Beziehung haben sondern eher ein freundschaftliches Verhältnis. Dafür das im ganzen Buch Recht wenig passierte, passierte am Ende zu viel. In meinen Augen machte das komplette Ende kein Sinn und ich weiß auch nicht was im zweiten Buch passieren soll. Alles in allem bereue ich es 17€ für dieses Buch ausgegeben zu haben.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Konnte in wenigen Fällen, meine Erwartungen erfüllen

1

Hollis kommt ihren großen Traum immer näher. Bald wird König Jameson ihre Verlobung verkünden. Wäre da doch nicht der geheimnisvolle "Fremde" mit den strahlend blauen Augen, der ihr das Herz gestohlen ...

Hollis kommt ihren großen Traum immer näher. Bald wird König Jameson ihre Verlobung verkünden. Wäre da doch nicht der geheimnisvolle "Fremde" mit den strahlend blauen Augen, der ihr das Herz gestohlen hat....

Klingt doch eigentlich ganz interessant, oder? (habe ich zumindest gedacht) Die Selection-Reihe von Kiera Cass hat einen großen Platz in meinem Herz, einfach weil sie mich sehr berührt hat. Umso mehr war ich aufgeregt auf das neue Buch von der Autorin und auch das Cover hat mir sehr gefallen. Doch weiß ich nicht wirklich was ich dort in den 350 Seiten gelesen habe.

Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Er ist einfach und sehr angenehm, zu lesen. Aber hier hat mir doch einiges missfallen am Schreibstil. Beim Lesen kamen immer mal wieder Lücken auf, wo Handlungen nicht deutlich genug beschrieben wurden, oder eine Person auf einmal ganz woanders stand als eine Sekunde davor. Das hat das Buch für mich noch weniger glaubwürdig und unrealistisch gemacht.

Die Charaktere waren...oberflächlich. Anders könnte ich sie gar nicht beschreiben. Mit der Hauptprotagonistin Hollis konnte ich mich kein bisschen anfreunden. Sie war so oberflächlich und einfach ungreifbar. Es hat mir der Bezug zu ihr gefehlt. Kaum hat man ein Einblick in ihre Gefühlswelt bekommen, was nicht gerade dazu beigetragen hat, dass man ihre Handlungen verstehen kann. Jameson war nett und Silas, der "geheimnisvolle Fremde", auch. Aber mehr auch nicht. Alle Gespräche waren sehr oberflächlich und eigentlich nur reiner Smalltalk, weshalb ich auch die Wandlung des Buches keines Wegs nachvollziehen kann. Die Freundin von Hollis, Delia Grace, mochte ich auch nicht. Ich frage mich sogar, wie man so eine Person als Freundin bezeichnen kann. Die einzige Persönlichkeiten, die mir gefallen haben waren Königin Valentina und Scarlett. Mehr aber auch nicht.

Am enttäuschtesten für mich war aber auch die "Welt" in der sich die Geschichte abspielt. Ich habe kein Bild in meinem Kopf von ihr. Gefühlt habe ich auch nichts davon erfahren. Sowie sich überhaupt die ganze Geschichte entwickelt hat. Am Anfang fällt man einfach in die Geschichte rein und weiß gar nicht wo man ist. Auch fand ich es schade, dass die Vorgeschichte von Hollis und Jameson gar nicht so richtig erzählt wurde, oder wie es überhaupt dazu kam, obwohl es einmal kurz erwähnt wurde. Zudem kann ich mit dem Ende nichts anfangen. Kiera Cass hat versucht hier nochmal ein erschrockendes Ende hinzulegen. Für mich war es noch mehr ein Grund, den zweiten Teil nicht zu lesen.

Fazit: Leider für mich ein kompletter Reinfall der Geschichte. Sie klang sehr interessant, hat aber in wenigen Fällen meinen Erwartungen gerecht werden können. Für mich gibt es wahrscheinlich keinen zweiten Teil, so leid es mir auch tut.

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Veröffentlicht am 10.05.2020

Leider, leider, leider enttäuschend. Eine oberflächliche, stellenweise pubertäre und auch oftmals langatmige Geschichte, die nur von dem angenehmen Schreibstil am Leben gehalten wird.

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Ich bin ein ziemlich emotionaler Mensch, ehrlich. Ich genieße es sogar, glaube ich. Es freut mich, dass ich mich aus vollem Herzen in ein Buch fallen lassen kann und wohl einen Großteil von dem spüren ...

Ich bin ein ziemlich emotionaler Mensch, ehrlich. Ich genieße es sogar, glaube ich. Es freut mich, dass ich mich aus vollem Herzen in ein Buch fallen lassen kann und wohl einen Großteil von dem spüren kann, was die Protagonisten zwischen den Seiten selbst erleben. Umso enttäuschter bin ich, dass „Promised“ es nicht geschafft hat, mich in irgendeiner Art und Weise zu berühren. Es war seit langem das erste Buch, das ich ohne nennenswerte oder überhaupt von mir selbst bemerkte Gefühlsregung gelesen habe – naja, zumindest, wenn man von meiner Enttäuschung absieht.
Hollis ist kurz davor, etwas zu erreichen, von dem die meisten Mädchen in ihrem Heimatland träumen: Einen Antrag von König Jameson, welcher ihr regelrecht zu Füßen liegt. Zunächst kann Hollis kaum glauben, dass sich ihre Hoffnungen tatsächlich erfüllen sollen, doch dann kommt es zu einer unerwarteten Ablenkung – denn es stolpert ein Mann in ihr Leben, den sie nicht mehr so schnell vergessen wird.
Ich weiß gar nicht, wo ich bei diesem Buch anfangen soll. Vielleicht ist es leichter, mit dem Positiven zu starten. Mit der Tatsache, dass Kiera Cass erneut mit ihrem Schreibstil glänzen kann, der die Seiten nur so verfliegen lässt. Nur leider… wars das dann auch schon mit den positiven Punkten. Es kann doch nicht richtig sein, wenn das einzig wirklich gute, das einem zu einem Buch einfällt, die Tatsache ist, dass man sich nicht lange damit beschäftigen musste, oder? Ich sage schon mal vorab, dass das aber immerhin der Grund dafür ist, dass das Buch von mir 1,5 Sterne bekommt. 1,5 Sterne, die einzig und allein der Tatsache geschuldet sind, dass mir das Lesen durch den angenehmen Schreibstil versüßt wurde. Zu meinem Leidwesen hatten die Charaktere und die Handlung damit rein gar nichts zu tun – die sind eher für die fehlenden 3,5 Sterne verantwortlich. Und auch der Schreibstil hatte meiner Meinung nach ein paar Mängel: Zum Beispiel finde ich es unpassend, dass einerseits „altertümlichere“ und klassischere Begriffe sowie Aspekte in der Geschichte aufgegriffen werden, die Charaktere aber andererseits so etwas wie sagen „Nee, im Ernst."
Die Protagonistin Hollis war mir von Anfang an unsympathisch. Während ich zunächst noch glaubte, dass sich das sicherlich ändern würde und vielleicht sogar so geplant sei, muss ich nun nach Abschließen des Buches gestehen, dass es sich nicht geändert hat. Mir erschien sie reichlich egoistisch, oberflächlich und auch ziemlich naiv. Ihre Einstellung zur Rolle einer Königin und die Gegensätze ihrer großen Erwartungen und kaum vorhandenen Bemühungen haben mich genauso den Kopf schütteln lassen, wie ihre Sprunghaftigkeit in Bezug auf ihre Gefühle. Kurzzeitig kam bei mir die Überlegung auf, dass es vielleicht daran liegt, dass ich zu alt bin für diese Art von Geschichte – allerdings habe ich den ersten Teil der Selection-Reihe erst letzten Monat gelesen und der hat mir durchaus gefallen. Außerdem glaube ich, dass auch jüngere Leser*innen verstehen, dass der Prozess des Verliebens nicht so abläuft, wie er in diesem Buch dargestellt wird. Die Handlung ist in meinen Augen fernab von jeder Realität. Weiterhin fand ich es regelrecht niederschlagend, wie schlecht die weiteren Komponenten in die Geschichte eingebaut wurden. Aspekte, die wohl eigentlich für etwas Spannung sorgen sollten, fühlten sich für mich beinahe schon erzwungen an. Als hätte man versucht, neben der Dreiecksgeschichte noch etwas mehr aus dem Buch zu machen, was es vielleicht reifer und ausgeklügelter hätte erscheinen lassen sollen – in Wahrheit aber dann für mich nur unterstrich, dass die Charaktere keinen Tiefgang, die Handlung keine Leidenschaft und die Geschichte keinen Kern hatte.
Und auch abgesehen von den Punkten, die sich wirklich an das Buch an sich richten, möchte ich noch etwas sagen: Wie schade ist es, dass die Autorin in der Vorstellung am Anfang des Buchs lediglich von „Leserinnen“ spricht – und bei ihrer Danksagung auch nur weibliche Personen anspricht? Natürlich könnte man sagen, dass „Promised“ ein Buch ist, das sich größtenteils an Mädchen oder Frauen richtet, aber sollten wir nicht gerade in der heutigen Zeit darüber hinweg sein? Ob dieser Punkt tatsächlich der Autorin selbst oder der Übersetzung geschuldet ist, kann ich natürlich nicht sagen. So oder so ist es in meinen Augen aber ein ziemlicher Fauxpas.