Besser, aber erneut hinter meinen Erwartungen
Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält Band 3 der Vergissmeinnicht-Reihe von Kerstin Gier
Inhalt
Eigentlich sollten sich alle auf den bevorstehenden Schulball freuen, doch wie immer bekommen es Quinn, Mathilda und ihre Freunde mit einigen ...
Band 3 der Vergissmeinnicht-Reihe von Kerstin Gier
Inhalt
Eigentlich sollten sich alle auf den bevorstehenden Schulball freuen, doch wie immer bekommen es Quinn, Mathilda und ihre Freunde mit einigen übernatürlichen Herausforderungen zu tun. Kurz vor dem Sternentorritual taucht plötzlich ein weiterer Auserwählter auf, ein Orakel wirft mit fragwürdigen Prophezeiungen um sich, alte und neue Bösewichte sorgen für Ärger und die ein oder andere Überraschung. Wird Quinn es schaffen, das Ritual zur Rettung der Welt zu bestehen? Und welche Rolle spielt Mathilda dabei?
Mein Eindruck
Ein kurzer Rückblick und das Glossar am Ende haben geholfen, wieder in die Geschichte reinzukommen. Auch in Band 3 lesen wir abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Protagonisten.
Nachdem die beiden Vorgänger meine Erwartungen leider wenig erfüllen konnten, ging ich dementsprechend an das Finale heran. Für mich war es dann der beste Teil, aber hauptsächlich deshalb, weil nun endlich alles aufgelöst wurde.
Leider nahm jedoch das Sternentorritual, auf das so lange hingefiebert wurde und über dessen Prüfungen gerätselt wurde, im Endeffekt gar keinen so großen Anteil ein, wie erwartet. Stattdessen gab es im Voraus einige Szenen oder Handlungsstränge, die so in ihrer Form vielleicht gar nicht notwendig gewesen wären.
Die Sprache und einige Themen in der Story sind wie bereits gewohnt der Zielgruppe angepasst, meiner Meinung nach aber oft zu kindlich und naiv. Man hat meist nicht das Gefühl, dass es sich um 18-Jährige handelt und es fehlte mir an Ernsthaftigkeit (auch bzgl. der Beziehung zwischen Quinn und Mathilda). Wieder wurden gefährliche Situationen und Figuren irgendwie abgeschwächt, da sie auch von den Protagonisten heruntergespielt und nicht wirklich ernst genommen wurden. Die ständigen humorvollen Bemerkungen/Gedanken nahmen einiges an Spannung raus.
Vor allem mit Mathilda bin ich daher die ganze Reihe über einfach nicht richtig warm geworden. Im Endeffekt fand ich die magischen Nebenfiguren interessanter, da es noch verschiedene Enthüllungen gab und man mehr über deren Hintergründe erfahren hat.
Immerhin bot dieser Teil für mich die meiste Action und es war abwechslungsreich durch die vielen verschiedenen Charaktere und Handlungsorte. Das Ende war schön gelöst.
Fazit
Für mich der beste Teil, aber auch hier hatte ich wieder das Gefühl, dass das Potenzial dieser eigentlich interessanten Saumwelt nicht ganz ausgeschöpft wurde. Vieles erschien mir unglaubwürdig, wurde zu einfach/schnell gelöst oder war vorhersehbar. Vielleicht hatte ich auch falsche Vorstellungen, weil ich nicht der Zielgruppe entspreche, aber insgesamt habe ich von der Reihe einiges mehr erwartet.