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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Spannung pur, aber das Ende kam abrupt!

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Die Psychologin Evelyn muss den unaufgeklärten Verlust ihres Bruders Fabian verarbeiten, der mitsamt seiner Frau während eines Wohnmobil-Trips spurlos verschwand.
Zwei Jahre später taucht ...

𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Die Psychologin Evelyn muss den unaufgeklärten Verlust ihres Bruders Fabian verarbeiten, der mitsamt seiner Frau während eines Wohnmobil-Trips spurlos verschwand.
Zwei Jahre später taucht in einer aktuellen Mordserie ein Phantombild auf, das ihrem vermissten Bruder erschreckend ähnlich sieht.
Evelyn gerät in einen Strudel aus Ermittlungen, Misstrauen und Selbstzweifel.
Ist ihr Bruder ein Mörder?
Oder spielt ihr ihre Psyche einen brutalen Streich?

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Spannungsfaktor: Arno Strobel liefert hier einen echten Pageturner ab, der mich von der ersten Seite an fesseln konnte.
• Der Schreibstil: Dieser ist, wie von ihm gewohnt, super leicht und direkt.
• Die Kapitelstruktur: In Kombination mit den extrem kurzen und knackigen Kapiteln fliegt man förmlich durch das Buch. Man kann es kaum aus der Hand legen!
• Die Wendungen: Strobel schafft es meisterhaft, eine konstante Spannung aufrechtzuerhalten und mit gut platzierten, unerwarteten Twists immer wieder für Überraschungen zu sorgen.
• Der Psycho-Aspekt: Das Spiel mit der Psyche der Protagonistin funktioniert hervorragend und macht die Geschichte unvorhersehbar.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Abruptes Ende: So herausragend die Spannung und das Leseerlebnis über weite Strecken auch waren, leider muss ich einen Stern abziehen und das liegt ausschließlich am Ende.
• Verschenktes Potenzial: Nachdem der Spannungsbogen über Hunderte von Seiten perfekt aufgebaut wurde, fühlte sich die Auflösung auf den letzten 5 Seiten viel zu abrupt präsentiert.
Das Ende blieb gefühlt weit unter den Möglichkeiten und hinterließ einen leicht unbefriedigten Eindruck, als wäre die Luft plötzlich raus.

𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
Wer intensive und wendungsreiche Spannung liebt, wird bei "Der Trip" definitiv auf seine Kosten kommen.
Das Buch ist ein fesselnder, leicht zu lesender Thriller.
Trotz des kleinen Mankos, dass das Finale nicht jeden zu 100% glücklich stimmen wird, ist es eine klare Leseempfehlung für alle Psychothriller-Fans.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2026

Seltsam ehrlich, herzzerreißend echt!

Seltsame Sally Diamond
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𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Was würdest du tun, wenn dein Vater stirbt und seine letzten Worte lauten: „Bring mich einfach mit dem Müll raus“?
Für Sally Diamond ist die Antwort klar:
Sie tut genau das.
Sally ist anders, ...

𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Was würdest du tun, wenn dein Vater stirbt und seine letzten Worte lauten: „Bring mich einfach mit dem Müll raus“?
Für Sally Diamond ist die Antwort klar:
Sie tut genau das.
Sally ist anders, sie nimmt alles wörtlich, versteht weder Sarkasmus noch Ironie und lebt in einer Welt, in der die Zwischentöne der Menschen für sie oft ein unlösbares Rätsel darstellen.
Doch der Tod ihres Vaters ist erst der Anfang eines emotionalen Erdbebens.
Als die Polizei vor der Tür steht und die Medien sich auf die „seltsame“ Frau stürzen, beginnt eine Reise in eine Vergangenheit, die dunkler und grausamer ist, als Sally es sich in ihren kühnsten Träumen hätte vorstellen können.
Ein Roman über Identität, tiefsitzende Traumata und die Frage, ob man jemals wirklich frei von seiner Kindheit sein kann.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Sprachliches Chamäleon: Der Schreibstil ist nicht nur super leichtfüßig und flüssig, er passt sich auch perfekt dem jeweiligen Charakter an.
• Sally: Ihre neurodiversen Züge sind so authentisch und sympathisch gezeichnet, dass man sie sofort ins Herz schließt. Oft dachte ich: „Hach, es müsste mehr Menschen geben, die ihr Herz so trocken auf der Zunge tragen.“ Sie ist einfach sie selbst, mit all ihren Stärken und Schwächen, ganz ohne den Hintergedanken, wie andere das werten könnten. Diese Unmittelbarkeit ist einfach herrlich ehrlich.
• Wichtige Repräsentation: Es war so spannend, einen authentischen Einblick in ein Leben auf dem autistischen Spektrum zu bekommen.
• Ehrliche Trauma-Bewältigung: Das Buch beschönigt nichts. Es zeigt schmerzhaft real, dass Trauma nicht aufhört, nur weil das akute Grauen vorbei ist. Wie Kindheitserfahrungen die Identität und das Vertrauen bis ins Erwachsenenalter prägen, ist hier meisterhaft und tiefgründig aufgearbeitet.
• Bittersüße Realität: Auch wenn das Ende mich zwiegespalten zurücklässt, fand ich es stark, dass kein künstliches "Friede-Freude-Eierkuchen-Finale" erzwungen wurde.
Die Botschaft ist klar: Trauma prägt Leben, aber Vertrauen ist lernbar.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Ernüchternder Realismus: So authentisch das Ende auch ist, es ist eben auch hart und bedrückend. Als Leser hofft man immer auf das perfekte Happy End für alle, aber das Leben schreibt leider oft andere Geschichten.
• Der Hype-Fluch: Durch die extremen Lobeshymnen im Netz waren meine Erwartungen gigantisch. Es war für mich zwar ein wirklich gutes Buch, aber vielleicht bin ich durch andere, noch belastendere Lektüre schon etwas zu abgehärtet, um es als mein persönliches „Lebenshighlight“ zu bezeichnen.

𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
Eine absolute Leseempfehlung mit 4,25 von 5 Sternen!
Wer „awkward“ Charaktere liebt und einen tiefgründigen Blick hinter die Kulissen menschlicher Traumata werfen will, kommt an dieser Geschichte nicht vorbei.
Besonders Fans von psychologisch dichten Romanen, die eine authentische und ungeschönte Stimme suchen, werden Sally Diamond lieben.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2026

Thriller-Pflichtlektüre - Old but Gold

Die Blutlinie
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𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
In „Die Blutlinie“ geht es um die FBI-Agentin Smoky Barrett, die nach einem schweren persönlichen Schicksalsschlag zurück in den Dienst kehrt.
Ihre beste Freundin wurde grausam ermordet ...

𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
In „Die Blutlinie“ geht es um die FBI-Agentin Smoky Barrett, die nach einem schweren persönlichen Schicksalsschlag zurück in den Dienst kehrt.
Ihre beste Freundin wurde grausam ermordet und der Täter, der sich selbst „Jack Junior“ nennt, behauptet, ein direkter Nachfahre von Jack the Ripper zu sein.
Er beginnt ein krankes Spiel mit Smoky, bei dem sie an ihre absoluten Grenzen gehen muss, um ihn und seine „Blutlinie“ zu stoppen.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Die Ich-Perspektive: Das hat mir hier richtig gut gefallen, man fühlt sich durch die tiefen Einblicke in Smokys Gedankenwelt, als wäre man mittendrin im Geschehen.
• Der Spannungsaufbau: Es dauerte nicht lange, bis es spannend wurde, denn schon am Anfang wird man direkt in das blutige Geschehen reingerissen. Gänsehaut pur!
• Der Einstieg: Man braucht nicht erst 100 Seiten oder mehr, bis es losgeht, was den Lesefluss extrem steigert.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Hier gibt es eigentlich kaum etwas auszusetzen, außer dass man für diesen Thriller definitiv starke Nerven braucht, da er sehr intensiv und stellenweise wirklich brutal ist.

𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
Muss man gelesen haben!
Ich kann mir vorstellen, dass sich dieses Buch perfekt für eine Leseflaute eignet, da es sofort packend ist.
Eine klare Empfehlung für alle Thriller-Fans, die es gerne etwas härter mögen.
Ich bin gespannt auf die weiteren Bände der Reihe um Smoky Barrett.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ein Koffer voller Spannung - aber hat das Ganze auch Hand und Fuß?

Das Fundstück
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𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Mitten in der Vorweihnachtszeit beginnt ein wahrer Albtraum für Reisende: In einem Bus wird ein herrenloser Koffer entdeckt.
Der Inhalt ist grauenhaft, eine abgetrennte Hand und ein Fuß.
Kurz ...

𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Mitten in der Vorweihnachtszeit beginnt ein wahrer Albtraum für Reisende: In einem Bus wird ein herrenloser Koffer entdeckt.
Der Inhalt ist grauenhaft, eine abgetrennte Hand und ein Fuß.
Kurz darauf taucht in einer anderen Stadt ein weiterer Koffer mit ähnlichem Inhalt auf.
Beigefügt ist jedes Mal eine hämische Notiz: „Ich packe meinen Koffer und auf die Reise geht...“.
Kommissar Olav Thorn muss sich mit Kollegen aus anderen Städten zusammentun, um die makabere Mordserie zu stoppen, bevor der nächste Koffer gepackt wird.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Die Grundspannung: Frank Kodiak (alias Andreas Winkelmann) liefert hier einen handwerklich wirklich soliden Thriller ab, der durchgehend spannend bleibt.
• Kurze Kapitel: Die knackige Struktur sorgt für ein ordentliches Tempo innerhalb der Szenen.
• Der Final-Twist: Die Auflösung am Ende war für mich absolut stimmig und hatte, passend zum Kofferinhalt, im wahrsten Sinne des Wortes „Hand und Fuß“.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Überladener Start: Wie so oft bei Winkelmann starten auch hier zwei vermeintlich unterschiedliche Fälle parallel. Das bedeutet: Zwei komplette Ermittlungen mit zwei verschiedenen Teams.
• Zuviele Charaktere: Für mein Empfinden ist das gerade am Anfang einfach zu viel, wenn man eigentlich sanft in die Story starten möchte. Man verliert durch die Masse an Personen schnell den Überblick.
• Der „Slow-Burn“-Effekt: Obwohl es spannend ist, brauche ich für seine Bücher erstaunlich lange. Ich glaube, dieses ständige Puzzeln und Sortieren der Personen verhindert, dass der Funke zu 100% überspringt und ich richtig warm mit der Erzählung werde.

𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
Mit 3,75 von 5 Sternen ist „Das Fundstück“ ein solider Thriller.
Wer Winkelmanns Stil und komplexe Personenkonstellationen liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Für mich war es eine spannende Leseerfahrung für zwischendurch, die mich aber aufgrund der vielen Charaktere nicht vollends packen konnte.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Warum dieser Thriller mein bisheriges Jahreshighlight ist!

Krähentage
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𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Stell dir vor, du stehst vor einer Leiche und erfährst kurz darauf, dass das Opfer Stunden nach seinem Tod noch lebend gesehen wurde.
Wie ist das möglich?
Genau vor diesem bizarren Rätsel ...

𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Stell dir vor, du stehst vor einer Leiche und erfährst kurz darauf, dass das Opfer Stunden nach seinem Tod noch lebend gesehen wurde.
Wie ist das möglich?
Genau vor diesem bizarren Rätsel steht das neue Ermittlerteam um Jakob Krogh und Mila Weiss an ihrem ersten gemeinsamen Tag.
Sowohl eine ältere Frau als auch ein Student scheinen nach ihrem Ableben munter weiter am Leben teilgenommen zu haben.
Als an den Tatorten dann noch ausgehungerte Krähen mit unheilvollen Botschaften auftauchen, beginnt eine Jagd gegen die Zeit.

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Plottwist als Startschuss: Was diesen Thriller so besonders macht: Er beginnt quasi direkt mit dem ersten großen Plottwist. Man erfährt als Leser sofort, wie das scheinbar Unmögliche möglich gemacht wird. Das nimmt aber keineswegs die Spannung, ganz im Gegenteil, die Story nimmt dadurch erst so richtig an Fahrt auf!
• Die 'Gruppe 4': Ich bin schockverliebt in dieses Ermittler-Team! Es ist eine unfassbar bunte Truppe aus sechs völlig verschiedenen Charakteren, die so lebendig gezeichnet sind, dass ich am liebsten sofort selbst Teil des Teams wäre.
• Geheimnisvolle Vergangenheiten: Fast jedes Teammitglied trägt ein Päckchen mit sich herum. Diese kleinen Einblicke werden perfekt dosiert und machen extrem neugierig auf die Entwicklung in der weiteren Reihe.
• Dichte Atmosphäre: Die Stimmung im Buch ist meisterhaft. Es fühlte sich beim Lesen wie ein düsterer, verregneter Tag an, diese beklemmende Kulisse hat den Fall für mich so richtig greifbar und intensiv gemacht.
• Schreibstil & Cliffhanger: Benjamin Cors schreibt fantastisch und hält das Tempo extrem hoch. Das Buch endet mit einem genialen, wenn auch fiesen Cliffhanger. Mein Tipp: Legt euch Band 2 direkt bereit, ihr werdet ihn sofort aufschlagen wollen!

𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Hier gibt es tatsächlich kaum etwas auszusetzen. Wenn man überhaupt etwas suchen möchte, dann höchstens die Tatsache, dass die Wartezeit auf Band 3 (erscheint im Mai) jetzt schon zur Geduldsprobe wird!

𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
"Krähentage" ist mein bisheriges Jahreshighlight! Dieser Thriller ist perfekt für alle, die sofortige Spannung ab Seite 1 wollen und Lust auf einen hochspannenden, atmosphärischen Thriller haben.
Eine absolute Leseempfehlung, aber legt euch Band 2 ("Aschesommer") am besten direkt bereit!

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