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Veröffentlicht am 18.11.2025

Erschreckend, was in den kleinen Eifeldörfern damals los war

"Reichskristallnacht"
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Erschreckend, was in den kleinen Eifelgemeinden los war. Nicht nur Zülpich oder Bad Münstereifel sind in dem Buch erwähnt. Auch Kommern hat sich nicht gescheut, einen der besten Arbeitgeber zu demütigen ...

Erschreckend, was in den kleinen Eifelgemeinden los war. Nicht nur Zülpich oder Bad Münstereifel sind in dem Buch erwähnt. Auch Kommern hat sich nicht gescheut, einen der besten Arbeitgeber zu demütigen und sein Haus abzubrennen. Der Autor hat umfassend recherchiert und es gibt zudem viele Fotos und Zeitungsartikel zu lesen. Jeder, der sich für Historie der Eifel im Kreis Euskirchen interessiert, sollte das Buch lesen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Wie so oft trügt auch hier der Schein

Verlorene Spuren
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Caroline Crow ist glücklich verheiratet. Sie liebt ihren Mann und genießt das Leben an seiner Seite. Er ist zwar häufig unterwegs und sie oft alleine. Aus dem Grund hat sie sich einer Gruppe von Frauen ...

Caroline Crow ist glücklich verheiratet. Sie liebt ihren Mann und genießt das Leben an seiner Seite. Er ist zwar häufig unterwegs und sie oft alleine. Aus dem Grund hat sie sich einer Gruppe von Frauen angeschlossen, die sich regelmäßig zum Schwimmunterricht treffen. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung. Bis Caroline verschwindet. Sowohl ihr Ehemann als auch Bekannte wissen nicht, wo sie sein könnte.

"Verlorene Spuren" ist ein spannend konstruierter Krimi mit vielen Wendungen. Es gibt etliche Verdächtige und ein lebhaftes Hin und Her bei den Ermittlern. Die Autorin T. M. Payne war viele Jahre als Ermittlerin in der Abteilung „häusliche Gewalt“ tätig. Aufmerksame Leser erkennen diese Tatsache sofort und genau das macht ihre Bücher so authentisch. Für meinen Geschmack hätte der Thriller bedenkenlos kürzer sein können. Will sagen, dass es etliche Längen gibt. Eine Leseempfehlung gebe ich aber trotzdem. Wer spannende und kurzweilige Unterhaltung mag, der sollte das Buch lesen.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Ein wertvolles Buch, das viele Leser verdient

Balkan-Odyssee, 1933-1941
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Immer mehr Staaten verweigerten den Aufenthalt von Menschen, die vor den Nationalsozialisten fliehen mussten. Nur Jugoslawien duldete noch deren Durchreise. Alle Flüchtenden wollten nur das Eine: den rettenden ...

Immer mehr Staaten verweigerten den Aufenthalt von Menschen, die vor den Nationalsozialisten fliehen mussten. Nur Jugoslawien duldete noch deren Durchreise. Alle Flüchtenden wollten nur das Eine: den rettenden Hafen erreiche und nach Palästina ausreisen. Sogenannte Kulturjuden mussten Hals über Kopf aus Berlin fliehen. Ihre Kunst galt als entartete und so wurden auch sie als Person behandelt. Es spielte keine Rolle, dass sie bei ihren Theaterauftritten das Publikum begeisterten. Oder dass sie schon vor vielen Jahren konvertierten. Sie wurden als Juden geboren und als solche verfolgt. Die Gestapo war überall. Aber nicht nur Juden gehörten zu den Verfolgten. Auch Kommunisten, „Zigeuner“ und Behinderte sowie alle, die gegen Hitler agierten, gehörten zu den Feinden.

Den Fliehenden wurde viel versprochen. Sie mussten den Schleusern ihr Hab und Gut abgeben, um überhaupt die Chance zur Flucht zu bekommen. Leider wurden sie sehr oft betrogen, hinters Licht geführt. Und als Hitler massiven Einfluss auf den Statt Jugoslawien bekam, wurde den Hoffenden sogar diese Möglichkeit der Flucht genommen.

"Balkan Odyssee 1933-1941" ist viel mehr als ein Sachbuch. Es liest sich wie ein Schicksalsroman, ist aber leider keine ausgedachte Story. Es handelt sich um das tatsächliche Erleben so vieler Menschen, die aus Nazideutschland fliehen mussten. Immer mehr Tatsachen kommen nach so vielen Jahren ans Licht. Und es gibt unzählige Bücher zum Thema. Dieses setzt sich positiv ab. Obwohl ein Sachbuch, so lässt es sich gut lesen. Ist zu keinem Zeitpunkt langatmig und trotz des ernsten Themas abwechslungsreich und bildhaft geschrieben. Einen Sternenregen und ein absolute Leseempfehlung gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Das Hörbuch hat mich gut unterhalten

Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht
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Im virtuellen Lesezirkel trifft sich die Creme de la Creme verstorbener Ausnahmeautoren. Von Dostojewski über Mann bis Schiller, alle sind dabei. Herrlich, wie sie dargestellt werden. So stellte ich mir ...

Im virtuellen Lesezirkel trifft sich die Creme de la Creme verstorbener Ausnahmeautoren. Von Dostojewski über Mann bis Schiller, alle sind dabei. Herrlich, wie sie dargestellt werden. So stellte ich mir die hohen Herren immer vor. Besonders der russische Autor Dostojewski und Thomas Mann sind meiner Meinung nach perfekt nachgestellt. Aber auch Goethe als eingebildeter Gockel, passt.

Als ein Mord geschieht, wird Kommissar Jennerwein gerufen. Eigentlich wollte er ja gar nicht mehr ermitteln. Aber alleine sein Spürsinn wird dafür sorgen, dass der Täter bald überführt wird. "Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht" wird vom Autor vorgetragen. Auch wenn die Story mich nicht fesselte, die Lesung von Jörg Maurer gefiel mir sehr gut. Wer Krimis liebt, die nicht durch Brutalität und Blutvergießen punkten, sollte das Buch lesen oder, noch besser, hören.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Spannend und perfekt vorgetragen

Die Todesfalle - Ein Fall für Skalla und Krampe
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Vor einigen Jahren hat Mark Kreutzer Deutschland verlassen. Für ihn war klar, dass sein Vater für eine Tat verurteilt wurde, die er nicht begangen hat. Dass sowohl seine Mutter als auch seine Schwester ...

Vor einigen Jahren hat Mark Kreutzer Deutschland verlassen. Für ihn war klar, dass sein Vater für eine Tat verurteilt wurde, die er nicht begangen hat. Dass sowohl seine Mutter als auch seine Schwester den Vater beschuldigten, konnte er nicht nachvollziehen. Er brach alle Brücken ab. Der Anruf seiner Schwester, die ihn über den Tod der Mutter informierte, veranlasste ihn, noch einmal in seine Heimat zurückzukehren. Kurz entschlossen telefonierte er mit einem Freund aus vergangen Tage. Der lud ihn zu einer Party ein und hier lernte Mark eine Frau kennen. Dass sie sein bisheriges Leben auf den Kopf stellen sollte und auch seinem Vater Gerechtigkeit widerfahren könnte, das war zunächst kaum vorstellbar für ihn.

Das Buch überzeugte mich auf der ganzen Linie. Diese nachvollziehbaren Wendungen sowie der stetig straff gespannte Spannungsbogen; perfekt. Und dann die Realisierung durch den Sprecher Tim Gössler. Besser kann der Genuss eines Hörbuches nicht sein. Einen Sternenregen für Story und Sprecher gibt es daher von mir.

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