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Veröffentlicht am 20.09.2025

Konnte mich nicht so richtig überzeugen

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Mimi kann es nicht fassen. Da denkt sie, dass sie im Paradies wohnt und dann das. Nur wenige Minuten entfernt lebt eine Erpresserin. Und Mimi war sich sicher, dass sie die Fehler der Vergangenheit erfolgreich ...

Mimi kann es nicht fassen. Da denkt sie, dass sie im Paradies wohnt und dann das. Nur wenige Minuten entfernt lebt eine Erpresserin. Und Mimi war sich sicher, dass sie die Fehler der Vergangenheit erfolgreich hinter sich bringen konnte. Jetzt ist sie 77 Jahre alt und lebte die letzten 23 Jahre zufrieden und ohne Sorgen auf der Insel Mackinac. Sollte das jetzt vorbei sein? Nein, das darf nicht sein. Wie soll sie auf diesen unsäglichen Erpresserbrief reagieren? Es ist nicht nur ein Brief, sondern eine Einladung zur Party mit etlichen Gästen.

Mimi ist eine taffe ältere Dame. Sie lebt ohne Geldsorgen alleine in einem großen Haus. Ihre einzige Familie ist ihre Enkelin Addie. Leider hatten die beiden eine heftige Auseinandersetzung und seitdem keinen Kontakt. Tja, nicht nur daran merken Außenstehende, dass sie verwandt sind. Ihre Sturheit wirkt sich oft nachteilig auf ein Zusammenleben aus. Mimi springt über ihren Schatten und kontaktiert ihre Enkelin. Beide folgen der Einladung und besuchen das Fest der Erpresserin. Leider wird diese schon nach wenigen Stunden ermordet. Und es bleibt an diesem Abend nicht bei einer Toten.

„Die Einladung“ konnte mich nur mäßig überzeugen. Zu viele Namen verwirrten und die Suche nach dem Täter oder der Täterin hätte nicht so ausgedehnt erfolgen müssen. Interessant fand ich das Verdeutlichen von Zusammenhängen. Wer war mit Jane, der Gastgeberin, verwandt? Wer gut oder nur flüchtig bekannt? Im Verlauf der Ermittlungen gibt es einige Überraschungen, die so nicht vorhersehbar waren.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Ein mäßig gelungener "Ausflug" in die Psychiatrie

Station 22. Wo bist du sicher?
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Ida arbeitet mit Freuden auf einer Station für psychische Erkrankungen. Sie ist empathisch und die Patienten sprechen gerne mit ihr. Sie merken wohl, dass Ida als Kind traumatisiert wurde und vielleicht ...

Ida arbeitet mit Freuden auf einer Station für psychische Erkrankungen. Sie ist empathisch und die Patienten sprechen gerne mit ihr. Sie merken wohl, dass Ida als Kind traumatisiert wurde und vielleicht auch aus diesem Grund so zugewandt ist. Lange konnte sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen und hatte nur noch sehr selten Alpträume. Als aber eine junge Frau verschwindet, werden ihre Traumata wieder wach. Nicht das, sie hat auch eine Befürchtung, die sie nicht zur Ruhe kommen lässt.

"Station 22 Wo bist du sicher" zeigt, wie Psychiater mit ihren Patienten arbeiten. Ida kennt sich also bestens aus und nutzt ihre Arbeit, um das Mittel der Hypnose zu testen. Falls sie in die Vergangenheit geführt werden kann so denkt sie, wird sie auch den Menschen finden, der ihr und anderen Kindern Leid angetan hat. Nicht nur Ida leidet noch immer. Auch ihre Mutter. Die wurde zur Alkoholikerin und kann ebenfalls die Ängste und Sorgen vergangener Tage nicht vergessen.

Das Highlight dieses Hörbuches war für mich die Sprecherin Sarah Dorsel. Bei der Story fehlte mir immer wieder der Bezug zur Realität. Sie kam mir ein wenig zu abgehoben vor. Spannung war gleichbleibend und kurz vor der Lösung stieg sie nochmals kräftig. Wer Psychothriller mag, wird auch diesen gerne hören.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Der Austausch über den Inhalt von Büchern verbindet

Das Glück der Bücher
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Endlich ist es soweit. Lilos Traum geht in Erfüllung. Sie kann ihr Hobby zum Beruf machen und übernimmt eine Buchhandlung. Glücklich und zufrieden geht sie ihrer Berufung nach. Bis zu dem Tag als die Miete ...

Endlich ist es soweit. Lilos Traum geht in Erfüllung. Sie kann ihr Hobby zum Beruf machen und übernimmt eine Buchhandlung. Glücklich und zufrieden geht sie ihrer Berufung nach. Bis zu dem Tag als die Miete für ihren Laden drastisch erhöht wird. Obwohl sie immer wieder hin und herrechnet, sie kann sich ihre Selbstständigkeit nicht mehr leisten. Muss die Buchhandlung abwickeln und steht plötzlich ohne Einnahmen da. Sie wird gezwungen, die Hilfe des Staates in Anspruch zu nehmen. Welch eine Katastrophe.

Lilo liebt Bücher und vermisst ihr Geschäft sehr. Auch wenn sie sich ehrenamtlich um einen offenen Bücherschrank kümmert, sie muss Geld verdienen. Die Sachbearbeiterin des Arbeitsamtes setzt sie unter Druck und Lilo fühlt sich gegängelt. Keine Frage, sie weiß, dass sie Geld verdienen muss. Aber ihre Bewerbungen führen nicht zum erhofften Ergebnis. Sie hat dennoch Glück im Unglück. Ihre Sorge um den Bücherschrank lässt sie Menschen kennenlernen und es entwickeln sich Freundschaften. "Das Glück der Bücher" zeigt, was gemeinsame Interessen bewirken können.

Karin Joachim, die Autorin, musste die Flut im Ahrtal miterleben. Sie zog ins Münsterland und hier spielt auch dieser Roman. Es ist Buch, das sich gut zwischendurch lesen lässt. Literatur verbindet und führt Menschen zusammen, die eigentlich völlig verschieden sind. Aber gerade das macht den Austausch über Bücher so spannend und lebendig.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Auch dieser 5. Band der Reihe konnte mich überzeugen

Verschworen
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Zurück aus der Elternzeit freut Elma sich, dass sie wieder ermitteln darf. Ihr Mann Saevar versorgt die kleine Adda und wird dabei von Elmas Mutter unterstützt. Auch wenn er sich zuweilen bevormundet fühlt, ...

Zurück aus der Elternzeit freut Elma sich, dass sie wieder ermitteln darf. Ihr Mann Saevar versorgt die kleine Adda und wird dabei von Elmas Mutter unterstützt. Auch wenn er sich zuweilen bevormundet fühlt, kleine Auszeiten genießt er. Nicht alle Umzugskartons sind ausgepackt, aber die kleine Familie verfällt nicht in Hektik. Sie nehmen sich Zeit. Zumal Elma es sofort mit einem Mord zu tun hat, der ihre volle Aufmerksamkeit beansprucht. "Verschworen" lässt bereits nach wenigen Seiten erkennen, dass der junge Mann aus Rache getötet wurde.

Ich las alle Bücher, bei denen Elma die Hauptfigur ist. So toll, wie sich die Hauptpersonen entwickeln. Besonders Elma fällt durch ihre Charakterstärke und ihre Fähigkeit, sich bei schwierigen Ermittlungen nicht ablenken zu lassen, auf. Jedes Buch kann aber auch ohne Vorkenntnis gelesen werden. Bei den neuesten Ermittlungen stoßen Elma und ihre Kollegen auf einen Fall, der 25 Jahre zurückliegt. Die Frage ist, ob tatsächlich Rache das Motiv für den Mord ist. Nach so vielen Jahren? Und was hat Elmas Mann damit zu tun?

Spannend und mit etlichen Wendungen, so kennen wir die Bücher der isländischen Autorin. Auch dieser 5. Band konnte mich fesseln. Ohne brutale Szenen und durchaus realistisch, das sind Fakten, die für mich einen Krimi lesenswert machen. Hundertprozentige Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein Highlight meines Lesejahres 2025

Die Rheinreise
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Das kann nicht wahr sein. Er steht tatsächlich unten und schaut zu ihr hinauf. Ihre einzige Liebe, die leider nicht sein durfte, da ihr Bruder mit der Verbindung absolut nicht einverstanden war. Desmond ...

Das kann nicht wahr sein. Er steht tatsächlich unten und schaut zu ihr hinauf. Ihre einzige Liebe, die leider nicht sein durfte, da ihr Bruder mit der Verbindung absolut nicht einverstanden war. Desmond Farmer schaut hoch zu ihr. Sein Anblick lässt ihre Tränen fließen und sie muss laut schluchzen. Eigentlich wähnte sie sich über den heftigen Herzschmerz hinweg. Aber weit gefehlt. Charlotte atmet auf als sie erkennt, dass es doch nicht ihre verlorene Liebe ist, die unten im Hafen steht. Dass sie allerdings im Tagesverlauf mit ihren Gedanken nicht bei ihrer Familie ist, fällt nicht nur ihr selber auf. Dabei freute sie sich so sehr auf diese Reise.

„Die Rheinreise“ von Ann Schlee spielt im Jahr 1851 und ist eine Wiederentdeckung. Der Roman wurde vor 40 Jahren geschrieben und schildert die Reise von vier Menschen. Diese leben im viktorianischen England und so verhalten sie sich auch. Mich beeindruckte die Sprache, welche so recht in diese Zeit passt. Dann das geschwollene Verhalten der Akteure, herrlich amüsant. Die Reise ging von Koblenz nach Köln und sowohl Ehrenbreitstein als auch Remagen finden Erwähnung. Damals gab es noch nicht so viel Schiffsverkehr auf dem Rhein und die Fahrten mit Dampf waren üblich.

Nein, es ist kein nullachtfünzehn Roman. Das zeigt alleine die Aufmachung des Buches. Das Cover wurde wertig gestaltet und ein rotes Lesebändchen gehört zwingend dazu. Im Anhang gibt Lauren Groff interessante Hintergrundinformationen. Für mich ein Juwel und literarisch ein Genuss. Meine Leseempfehlung gilt also ohne Einschränkung.

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