Cover-Bild Der Retter der Mütter
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 08.01.2026
  • ISBN: 9783455020281
Péter Gárdos

Der Retter der Mütter

Eszter Toldi (Übersetzer)

Ignaz Semmelweis revolutionierte die Medizin. Der junge ungarische Arzt entdeckte im 19. Jahrhundert die Grundlagen der Hygiene, womit er unzähligen Frauen in den Geburtskliniken das Leben rettete. Péter Gárdos wollte einen Film über diesen faszinierenden Mann drehen, doch dieses Unterfangen wurde ihm in seiner Heimat Ungarn untersagt. So schrieb Gárdos diesen Roman, der erstmals die faszinierende Lebensgeschichte eines genialen Mannes erzählt, der zahllosen Müttern das Leben rettete und dabei selbst wie ein Teufel bekämpft wurde. Ein einzigartiges, mitreißendes und bewegendes Buch, das eine ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte erzählt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2026

Das Portrait eines Mannes, der seiner Zeit weit voraus war

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An welcher geheimnisvollen Infektion sterben die Frauen auf der Entbindungsabteilung. Sie kommen gesund und sind wenige Tage später tot. Qualvoll von einer Infektion getötet. Und warum passiert das in ...


An welcher geheimnisvollen Infektion sterben die Frauen auf der Entbindungsabteilung. Sie kommen gesund und sind wenige Tage später tot. Qualvoll von einer Infektion getötet. Und warum passiert das in der Abteilung, in welcher keine Ärzte, sondern nur Hebammen arbeiten nicht.
Dies Frage lässt den jungen Arzt Ignaz Semmelweiß nicht los. Er beginnt zu forschen und macht sich dabei im Kollegenkreis äußerst unbeliebt. Nimmt er doch die herrschenden Zustände nicht als gegeben hin. Leider fehlt ihm in seinem Eifer diplomatisches Vorgehen und so hat er neben den Vorgesetzten auch einen seiner Freunde als Gegner (vom restlichen Personal ganz zu schweigen). Traurig zu lesen, wie dieser Mann, der so viele Menschenleben rettete Neid, Missgunst und übler Nachrede ausgesetzt war. Ein sehr gut geschriebenes und recherchiertes Buch über „schmutzige Verhältnisse“. Ich kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein Leben für die Mütter

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Klappentext:
Ignaz Semmelweis revolutionierte die Medizin. Der junge ungarische Arzt entdeckte im 19. Jahrhundert die Grundlagen der Hygiene, womit er unzähligen Frauen in den Geburtskliniken das Leben ...

Klappentext:
Ignaz Semmelweis revolutionierte die Medizin. Der junge ungarische Arzt entdeckte im 19. Jahrhundert die Grundlagen der Hygiene, womit er unzähligen Frauen in den Geburtskliniken das Leben rettete. Péter Gárdos wollte einen Film über diesen faszinierenden Mann drehen, doch dieses Unterfangen wurde ihm in seiner Heimat Ungarn untersagt. So schrieb Gárdos diesen Roman, der erstmals die faszinierende Lebensgeschichte eines genialen Mannes erzählt, der zahllosen Müttern das Leben rettete und dabei selbst wie ein Teufel bekämpft wurde. Ein einzigartiges, mitreißendes und bewegendes Buch, das eine ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte erzählt.

„Der Retter der Mütter“ ist ein biografischer Roman über den Arzt Ignaz Semmelweis von Péter Gárdos.

Im 19. Jahrhundert sind noch viele Frauen am Kindbettfieber gestorben. Das machte sich der Arzt Ignaz Semmelweis, der später als Retter der Mütter in die Geschichte einging zur Aufgabe. Es war revolutionär, als er entdeckte, dass man mit der richtigen Hygiene viele Mütter retten kann. Nach langem untersuchen und forschen kam er dahinter, dass man mehr auf Hygiene achten muss. Von Kollegen und Krankenschwestern wurde der Arzt nicht ernst genommen und es dauerte einige Zeit, bis sich seine Ratschläge umsetzen ließen.

Péter Gárdos bring den Arzt Ignaz Semmelweis noch einmal in Erinnerung. Es ist erstaunlich, wie unaufhaltsam der Arzt nach dem Grund für die hohe Sterblichkeit der frisch entbundenen Frauen gesucht hat. Es ist kaum zu glauben wie verbohrt seine Kollegen und die Krankenschwester waren, die sich wegerten mehr auf Hygiene zu achten.

Péter Gárdos beschreibt das Leben von Ignaz Semmelweis sehr eindrucksvoll. Semmelweis hat praktisch sein Leben für die Frauen gegeben. Denn er wurde, durch den anhaltenden Kampf gegen Windmühlen psychisch krank und verstarb früh.

Man spürt bei Lesen, dass Péter Gárdos akribisch recherchiert hat. Der Schreibstil des Autos ist flüssig und gut verständlich. Die Charaktere werden gut beschrieben und sind lebendig. Auch begegnen die Leser*innen einigen historischen Persönlichkeiten, was die Geschichte um so authentischer macht.

„Der Retter der Mütter“ ist eine interessante Geschichte, die ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Tolle Biografie über einen Pionier

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"Der Retter der Mütter" von Péter Gárdos hat mich als medizinisch sehr interessierten Mensch fasziniert und entsetzt zugleich! Nicht wegen Semmelweiß, sondern wegen des Umgangs mit ihm.

Gárdos beschreibt ...

"Der Retter der Mütter" von Péter Gárdos hat mich als medizinisch sehr interessierten Mensch fasziniert und entsetzt zugleich! Nicht wegen Semmelweiß, sondern wegen des Umgangs mit ihm.

Gárdos beschreibt in seinem Roman sehr eindringlich das Leben von Ignaz Semmelweiß, einem Arzt, der erst posthum von Robert Koch Anerkennung gefunden hat.

Ignaz Semmelweiß (1818-1865) hat die Medizin revolutioiniert, sehr zum Missfallen seiner ärztlichen Kollegen. So hat er den Zusammenhang zwischen unhygienischem Umgang besonders mit werdenden und frisch gebackenen Müttern erkannt, ohne jemals etwas von Bakterien gehört zu haben. Er stellt den Zusammenhang her zwischen dem Kindbettfieber, seiner extrem hohen Mortalität in Krankenhäusern und den obduzierenden Ärzten, die sich anschließend direkt aus dem Sektionssaal an die Untersuchung der Mütter machten. Während die ihn verteufelnden Ärzte die Entzündungen als kosmisch und zusammenhängend mit der Wetterlage (!) in Verbindung brachten, blieb Semmelweiß hartnäckig und ließ das Krankenhauspersonal die Hände mit Chlorkalk waschen. Mit Erfolg! Er erntet dafür noch mehr Feindschaft...

Diese Roman schildert auf leicht verständliche Weise die großartige Leistung von Semmelweiß, sein Leben bis zu seinem Tod. Die Sprache ist der damaligen Zeit angepasst, so mietet man sich z.B. keine Droschke, sondern eine Komfortable. Gárdos transportiert die Gefühle der im Roman vorkommenden Personen hautnah, die Lesenden sind sofort "mittendrin". Dass Semmelweiß Depressionen bekommen hat, wundert nicht! Den Begriff gab es damals noch nicht, es wurden alle Patienten als Irre bezeichnet.

Der Roman hat mich berührt, zumal Semmelweiß kein Einzelfall ist. Pioniere in damaligen Zeiten wurden von den Kollegen angefeindet und wenn möglich ruiniert.

Vielen Dank Peter Gárdos für diese Biografie eines herausragenden Mediziners! 5sehr gute Sterne und eine absolute Leseempfehlung für ein Buch das zeigt, wie wichtig Hygiene ist. Nicht nur zu Coronazeiten!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Leider wurde Ignaz Semmelweis von vielen Kollegen verkannt

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Stolz steht draußen und grübelt. Er wartet auf seinen Freund Semmelweis. Wann hat sich das Verhältnis zu seinem besten Freund so sehr verändert? Warum ist Naz so furchtbar wissbegierig und muss jede Frage ...

Stolz steht draußen und grübelt. Er wartet auf seinen Freund Semmelweis. Wann hat sich das Verhältnis zu seinem besten Freund so sehr verändert? Warum ist Naz so furchtbar wissbegierig und muss jede Frage beantwortet haben? Und noch schlimmer, warum ist er der Lieblingsschüler des Professors? Fragen über Fragen beschäftigen Stolz und er hat zu keiner eine Antwort parat.

So viele Frauen sterben am sogenannten Kindbettfieber und kein Arzt hat eine schlüssige Erklärung dafür. Auch Ignaz Semmelweis ist ratlos. Bis, ja bis er eine zündende Idee hat. Er ist überzeugt davon, dass einzig das ausgiebige Händewaschen mit Desinfektionsmitteln dazu führt, dass viele Frauen nach der Geburt überleben. Leider gibt es nur wenige Fachleute, die Semmelweis unterstützten.

Die Biographie des großen Semmelweis zeigt genau das, was bis heute Fakt ist. „Der Prophet im eigenen Lande gilt nicht.“ Neben kleinlichen Eifersüchteleien sind es die falschen Ratgeber, welche das Schicksal dieses großen Mannes verursachen. #DerRetterderMütter ist ein kurzer Abriss über Leben und Werk Semmelweis´. Nach seinem Tod wurden Denkmäler errichtet und seine Erkenntnis für die hohe Sterblichkeit von Wöchnerinnen gilt bis heute. Gäbe es sonst die strengen Hygienevorschriften?

Ignaz Semmelweis wurde zur Zeit seines Lebens verkannt. Sei es aus Eifersucht oder Desinteresse. Seine Erkenntnisse bekamen keine Beachtung. Seine Kollegen taten seine Erkenntnisse als spektakulären Unfug ab. Dass es nach seinem Tod Briefmarken mit seinem Konterfei gab. Was hatte er davon? Oder dieses monumentale Grabmal? Wem nutzt es? Leider ist es nicht nur Semmelweis, der niemals die Anerkennung erhielt, die er verdiente.

Das Buch konnte mich zwar nicht fesseln, es animierte mich allerdings dazu, dass ich mich im www über seine Forschungen informierte. Etliche Fakten gibt es über Semmelweis zu lesen und ich werde mit Sicherheit auch die weiterführende Literatur zu seinem Leben und Wirken studieren.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Recht anspruchslos und zu langatmig

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KURZREZENSION - Die Romanbiografie "Der Retter der Mütter" über den ungarischen Frauenarzt und Chirurgen Ignaz Semmelweis (1818-1865), das zweite Buch des ungarischen Dokumentarfilmers Péter Gárdos (77), ...

KURZREZENSION - Die Romanbiografie "Der Retter der Mütter" über den ungarischen Frauenarzt und Chirurgen Ignaz Semmelweis (1818-1865), das zweite Buch des ungarischen Dokumentarfilmers Péter Gárdos (77), hat mich entgegen meiner Erwartung leider sehr enttäuscht. Der Roman ist stilistisch recht anspruchslos, hat inhaltlich einige Wiederholungen und darüberhinaus auch verzichtbare Szenen. Der Autor hätte sein 350-Seiten-Werk gut und gern um 100 Seiten kürzen können, um (vielleicht) mehr Tempo und Dramatik zu erzielen. Trotz des so tragischen Todes des heute weltberühmten, zu Lebzeiten aber stark angefeindeten Mediziners schafft es das Buch nicht über das Niveau eines durchschnittlichen Unterhaltungsromans, den man - ohne gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen - mal so nebenher zur Auflockerung lesen kann, ohne sich groß Gedanken machen zu müssen. Wer diese Romanbiografie nicht liest, hat nichts versäumt. Der ausführliche Artikel auf Wikipedia reicht völlig aus, will man sich mit dem Leben dieses verdienten Mediziners beschäftigen.