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Veröffentlicht am 02.01.2026

Interessanter Plot, zum 'Ende hin leider ein paar Längen

Ruf der Leere
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Im Buch "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga lernen wir als erstes Felix kennen, einen jungen Mann, der beim Beginn seines Medizinstudiums die Kommilitonin Laura kennen- und bald auch lieben lernt. Als ...

Im Buch "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga lernen wir als erstes Felix kennen, einen jungen Mann, der beim Beginn seines Medizinstudiums die Kommilitonin Laura kennen- und bald auch lieben lernt. Als sein bester Freund Ben nach einem Auslandssemester in Australien zurückkehrt, gibt Felix in einer abgelegenen Waldhütte eine Wiedersehensparty. Allerdings ist er nicht allzu begeistert, als sowohl Ben als auch Laura unangekündigt einige Gäste mitbringen, die nicht in Felix' Konzept zu passen scheinen. Als dann auch noch ein unbekannter alter Mann, der sich als "der Tod" vorstellt, auftaucht, droht die ohnehin schon brenzlige Stimmung vollends aus dem Ruder zu laufen. Alvarenga hat eine spannende Geschichte geschrieben, die mich von Beginn an komplett gepackt hat und in die Handlung hineingezogen. In einem sehr flüssigen packenden Schreibstil schildert er die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Clique der jungen Menschen. Eigentlich jeder scheint irgendeine Art von Geheimnis zu haben, das wir als Leser nach und nach erfahren. Nichts ist so wie es scheint, der Autor baut gekonnt einen Spannungsbogen auf, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ, weil ich wissen musste, wie alles zusammenhängt. Einzig im letzten Teil gibt es ein paar Längen, doch dies hat meinem Lesegenuss nicht wirklich einen Abbruch getan. Deshalb gibt es von mir trotzdem eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Ein wirklich faszinierendes Buch

Mr. Saitos reisendes Kino
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Annette Bjergfeldt nimmt uns in ihrem Buch "Mr. Saitos reisendes Kino" mit ins Jahr 1927. Wir lernen die Protagonistin kennen, die auf der Tanzfläche beim Tango, man kann es kaum glauben, ein Kind zeugt. ...

Annette Bjergfeldt nimmt uns in ihrem Buch "Mr. Saitos reisendes Kino" mit ins Jahr 1927. Wir lernen die Protagonistin kennen, die auf der Tanzfläche beim Tango, man kann es kaum glauben, ein Kind zeugt. Ihre so entstandene Tochter Lita steht mit ihr im Mittelpunkt der Geschichte. Die beiden verlassen gezwungenermaßen ihre Heimat, es verschlägt sie nach Neufundland. Hier finden sie zahlreiche neue Freunde, die ihnen quasi die Familie ersetzen. Die Autorin hat wunderbare teils skurrile Charaktere geschaffen, die man einfach ins Herz schließen muss. Als dann auch noch Mr. Saitos auftaucht, der sein reisendes Kino aufschlägt und alle mit seinen Filmen fasziniert, war für mich das Märchen perfekt. Das ganze wird in einem fast schon poetischen Schreibstil erzählt, der mich als Leser wirklich begeistert hat. Deshalb die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die sich hierauf einlassen können!

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Für mich ein absolutes Highlight

Die weiße Nacht
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Mit "Die weiße Nacht" hat Anne Stern, zugegebenermaßen eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen, mal wieder ein für mich persönliches Highlight abgeliefert. Zuallererst einmal danke dafür! Es handelt ...

Mit "Die weiße Nacht" hat Anne Stern, zugegebenermaßen eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen, mal wieder ein für mich persönliches Highlight abgeliefert. Zuallererst einmal danke dafür! Es handelt sich hier um perfekte Leseunterhaltung genau nach meinem Geschmack. Aber ich greife vor! Wir befinden uns im sogenannten Hungerwinter 1946/47 in meiner Heimatstadt Berlin. Die junge Hobbyfotografin Lou findet im Schnee eine Leiche und lernt in diesem Zusammenhang den Kriminalkommissar König kennen. Die beiden verbindet von Beginn an etwas, wobei der Leser noch nicht konkret weiß, worum es sich hierbei handelt. Die Leiche wirkt drapiert, sie hat auf eindringliche Art und Weise die Hände gefaltet, was steckt dahinter. König steht unter Druck, zumal bald weitere Leichen auftauchen. Lou wird mehr oder weniger unfreiwillig in die Ermittlungen mit einbezogen, da sie Fotos von der Toten geschossen hat. Anne Stern hat wieder einmal perfekte Recherchearbeit geleistet und die Atmosphäre und Gegebenheiten kurz nach Kriegsende in der deutschen Hauptstadt großartig wiedergegeben. Auch das verwendete Lokalkolorit ist genial gelungen, für mich als gebürtige Berlinerin war allein schon aus diesem Grund die Lektüre ein Hochgenuss, alle Schauplätze sind überzeugend wieder gegeben. Aber auch der Kriminalfall ist überaus spannend, man fliegt nur so durch die Seiten, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Gott sei Dank wird es (hoffentlich bald!) ein Wiedersehen mit König und Lou Faber geben, denn es handelt sich bei "Die weiße Nacht" um den Auftakt einer Reihe. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil! An dieser Stelle aber erstmal eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Gelungenes Portrait einer einmaligen Künstlerfamilie

Wenn die Sonne untergeht
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Seit meiner Schulzeit, die tatsächlich schon recht lange zurückliegt, bin ich bekennender Fan der Familie Mann, allen voran natürlich über allen stehenden Vater Thomas. Für mich sind sie eine Ausnahmephänomen, ...

Seit meiner Schulzeit, die tatsächlich schon recht lange zurückliegt, bin ich bekennender Fan der Familie Mann, allen voran natürlich über allen stehenden Vater Thomas. Für mich sind sie eine Ausnahmephänomen, gibt es so etwas überhaupt noch ein zweites Mal? Solch zahlreiche individuelle unterschiedliche sich aneinander reibende Persönlchkeiten, die jeder für sich großartige meist literarische Kunst hervorgebracht haben? Und so war auch dieses neuste Werk von Florian Illies, das uns eine Art neuen Blickwinkel auf eben diese Familie Mann beschert, für mich ein absolutes Muss! Mit großem Genuss und Interesse bin ich von Anfang an im Buch versunken, Illies’ brillanter Schreibstil macht‘s möglich! Wir folgen den Manns im Jahr 1933 nach Südfrankreich ins Exil, anfangs noch ins Hotel, später in ein Haus. Viele kleine Momentaufnahmen führen uns zudem das Zeitgeschehen nochmal detailliert vor Augen, wir treffen Bekannte und Freunde der Familie. Mich hat die Lektüre fasziniert, auch wenn ich schon so einiges über diese Ausnahmetalente wusste. Von mir gibt es hierfür natürlich eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Interessanter Plot, für mich jedoch insgesamt zu mystisch

Unbeugsam wie die See
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Aufmerksam geworden war ich auf "Unbeugsam wie die See" auf jeden Fall durch das wunderschön gestaltete Cover, das ein unglaublicher Eyecatcher ist. Auch der Klappentext verheißt eine tolle spannende Geschichte ...

Aufmerksam geworden war ich auf "Unbeugsam wie die See" auf jeden Fall durch das wunderschön gestaltete Cover, das ein unglaublicher Eyecatcher ist. Auch der Klappentext verheißt eine tolle spannende Geschichte und hatte mich neugierig gemacht. In dem neuen Buch von Emilia Hart lernen wir eine junge Frau namens Lucy kennen, die nach einem dramatischem Ereignis in ihrer Beziehung zu ihrer Schwester Jess flieht. Als sie diese zu Hause nicht antrifft, fängt sie an, über deren Leben zu recherchieren. Dies stellt den zweiten Erzählstrang dar, der zwanzig Jahre zurückliegt. Wir erfahren über eine seltene Hautkrankheit, eine Art Allergie, unter der Jess litt und was sich dahinter wohl verborgen hat. In Träumen entwickelt sich die dritte zeitliche Ebene, u. wir lernen die Schwestern Mary und Eliza, die sich auf einem Sträflingsschiff Richtung Australien befinden. Der Schreibstil von Emilia Hart ist sehr angenehm und die Geschichte leicht und flüssig zu lesen. Trotzdem waren mir die Zusammenhänge insgesamt zu verwirrend, und vor allem die fantastischen Elemente der Handlung zu dominant. Ich hatte mir tatsächlich mehr versprochen und vergebe deshalb nur drei Sterne.

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