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Veröffentlicht am 01.08.2025

Wind, Wellen und die Nähe zu England

Rückkehr nach St. Malo
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Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht, denn vor einigen Jahren war ich auf in St. Malo und mir hat die Stadt so gut gefallen. Von hier fahren auch die Fähren nach Jersey, was ich damals sehr ...

Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht, denn vor einigen Jahren war ich auf in St. Malo und mir hat die Stadt so gut gefallen. Von hier fahren auch die Fähren nach Jersey, was ich damals sehr interessant fand. Da habe ich gehofft, dass mir auch der Roman von Helene Gestern vielleicht das ein oder andere beschreibt, das mir bekannt vorkommt. So konnte ich mich schnell in das Buch einfinden und Erinnerungen kamen zwischenzeitig hoch. Die Geschichte ist sehr schön erzählt, ein roter Faden hält die Geschichte zusammen und die verschiedenen Charaktere, die der Geschichte das gewissen Extra verleihen. Sie kam ich durch den Erzähler Yann gut in das Buch hinein und lernte diesen Protagonisten, der aus der Ich-Perspektive erzählt besser kennen. Und so setzt sich die Geschichte nach und nach zusammen und der Lesende lernt die Familie besser kennen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ich gerne Familiengeschichten lese.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Auf dem Land ist nicht alles Idylle pur

Die Frau des Farmers
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Als ich den Klappentext des Buches "Die Frau des Farmers" gelesen hatte, war ich äußerst neugierig, wie man all die Arbeiten einer Farmersfrau in nur einem Tag erzählen kann.
Das ist gelungen, durch einen ...

Als ich den Klappentext des Buches "Die Frau des Farmers" gelesen hatte, war ich äußerst neugierig, wie man all die Arbeiten einer Farmersfrau in nur einem Tag erzählen kann.
Das ist gelungen, durch einen gut gewählten Inhalt und der tiefgründigen Sprache lernt der Lesende, Helen Rebanks, die Farmersfrau kennen. Aufgewachsen auf einer Farm, stand für sie fest, das ist nicht ihr Leben, sie will raus und was erleben. Doch wie so oft, hat das Leben etwas anderes mit einem vor. Und so auch mit Helen. Letztlich landet sie mit ihrem Mann auch auf einer Farm. Hier wartet eine Menge auf sie - Kinder, Haushalt, Landwirtschaft und Tiere müssen versorgt werden, so dass die ganze Arbeit selten Zeit für Pausen bietet. Das Schöne bleibt hinter den Stunden voller Arbeit zurück.
Der Autorin gelingt es aber trotzdem, immer auch den Blick auf das Schöne zu lenken, trotz der vielfältigen Arbeit, die Helen bewältigen muss.
So manchem Menschen, der in der Großstadt lebt und meint das Leben auf dem Land, sei pure Idylle, der sollte dieses Buch lesen. Hier gibt es keinen Sonntag, keinen Feiertag und nur in den seltensten Fällen ein paar wenige Tage frei, wenn die Arbeit auf dem Haus von jemandem anderes verrichtet werden kann. Mir hat das Buch vor Augen geführt, dass wir mit den Lebensmitteln, die auf dem Land erzeugt werden, viel behutsamer und wertschätzender umgehen sollten. Das Buch bleibt mir noch lange in Erinnerung.


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Veröffentlicht am 05.07.2025

Nie wieder ist jetzt - ein sehr besonderes Buch

Treppe aus Papier
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Unter dem Titel konnte ich mir anfangs überhaupt nichts vorstellen, aber nach dem Lesen der Leseprobe wurde ich so neugierig, dass ich die Geschichte lesen wollte.
Der Autor Henrik Szanto startet seine ...

Unter dem Titel konnte ich mir anfangs überhaupt nichts vorstellen, aber nach dem Lesen der Leseprobe wurde ich so neugierig, dass ich die Geschichte lesen wollte.
Der Autor Henrik Szanto startet seine Geschichte auf eine besondere Art, an die ich mich gewöhnen musste. Im Nachhinein war dieser Anfang ganz toll, da ja die Geschichte aus der Sicht der Wände des Hauses erzählt wurde. Und diese Wände haben sehr viel erlebt, Gefühle, Gedanken und natürlich die Geschichten der Menschen, die die Zeit dort verbracht haben. Doch alles das beginnt, als sich Irma, eine ältere Dame, und Nele, ein junges Mädchen, auf der Treppe treffen. Irma erzählt Nele, wie es damals in ihrer Familie zu der Zeit war, als sie jung war. Doch dies nicht in einer Tour, sondern die beiden treffen immer mal wieder zusammen. Nele versteht plötzlich die Zusammenhänge, stellt Irma Fragen und ist in der Lage auch die Geschichte zu verstehen. Bei Nachfragen bei ihren Eltern stößt sie jedoch auf Widerstand. So nimmt das Buch den Lesenden mit in die schreckliche Zeit des Hitler-Regimes, den Umgang mit den Juden und wie sich die eingeschüchterten Menschen gegen diese fürchterlichen Handlungen verhalten haben. Was mich sehr bewegt hat, war die Tatsache, auch, wenn die Zeit schon lange vorbei ist und die Menschen versucht haben, sie zu verdrängen, reicht meist eine Gelegenheit und schon sind diese fürchterlichen Begebenheiten wieder da. Irma ist von ihrer Geschichte gefangen und traumatisiert.
Die Kapital sind nicht zu lang und bieten dem Lesenden immer wieder Zeit, zu reflektieren und durchzuatmen. Und wie wichtig ist es, dass die Familien über die Zeit des Hitler Regimes den Nachfahren zu berichten.
Für mich ist es ein wichtiges und sehr interessantes Buch und ich frage mich, was könnten die Wände der Häuser alles erzählen. Unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Die Natur bewirkt Wunder

Der Garten der kleinen Wunder
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Schon das Cover macht einfach Lust auf die Geschichte "Der Garten der kleinen Wunder".
Erzählt wird die Geschichte der beiden Viktorias, die zufällig nebeneinander wohnen und so viel gemeinsam haben, ...

Schon das Cover macht einfach Lust auf die Geschichte "Der Garten der kleinen Wunder".
Erzählt wird die Geschichte der beiden Viktorias, die zufällig nebeneinander wohnen und so viel gemeinsam haben, was auf den ersten Blick nicht direkt sichtbar wird.
Da ist Toja, damals ein stilles introviertiertes Kind, das so garnicht zu den Gegebenheiten der Gesellschaft passt. Zufällig trifft sie auf Wille und Bär und lernt bei einem Besuch im Aquarium nicht nur diese beiden besonderen Menschen sondern auch Quallen, die leicht durch das Wasser schweben, kennen und schätzen. Zwischen den drei Menschen entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft und nach Willes Tod bleiben Toja und Bär in ihrem Haus und dem wunderschönen Garten wohnen.
Und diesen wunderschönen Garten bewundert das Nachbarskind Vika. Der Garten um das Haus ihres Vaters ist sehr gepflegt mit viel Rasenfläche und wenigen Blumen. In Toja findet sie schnell eine Verbündete, mit der sie auch im Laufe der Zeit ihren Vater ändern kann.
Ein so wunderbares leises Buch, ich hatte oft das Gefühl mit in diesem außergewöhnlichen Garten zu sitzen. Meine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Eine berührende Geschichte, die zurück ins Leben führt

Noch fünfzig Sommer mehr
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Das schön gestaltete Cover hatte mich auf diese Geschichte aufmerksam gemacht und ich rechnete mit einer doch recht leichten Sommergeschichte. Doch die Leseprobe sagte eigentlich schon etwas anderes. Ich ...

Das schön gestaltete Cover hatte mich auf diese Geschichte aufmerksam gemacht und ich rechnete mit einer doch recht leichten Sommergeschichte. Doch die Leseprobe sagte eigentlich schon etwas anderes. Ich war gespannt.
Gerade diese leise Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Inmitten der bretonischen Landschaft - das Land mit salziger Meerluft und Kräuterdüften - lebt Eleni mit ihren Großeltern und wächst behütet und mit vielen Freunden auf. Doch sie erlebt Schicksalsschläge, die erst so nach und nach erzählt werden. Eleni immer sprühend voller Lebensfreude und Tatendrang versinkt in Melancholie und zieht sich vom Leben zurück. Das Kaninchen Anemone wird ihr bester und beständigster Freund.
Doch dann, eines Tages, findet Eleni Blumen- und Briefbotschaften vor der Tür. Diese Botschaften locken sie zurück ins Leben und der einst vernachlässigte Garten wird zu neuem Leben erweckt. Und die leuchtend blühenden Blumen und die Kräutertöpfe zeigen Eleni, dass es trotz der fürchterlichen Schicksalsschläge auch immer etwas Schönes gibt.
Durch einen Zufall kommt dann auch Pierre, ihr Kinderfreund und ihre erste große Liebe, wieder in ihr Leben. Doch es ist alles andere als eine übersprühende Zuwendung der beiden, sondern zaghafte Versuche an die alte Kinderfreundschaft anzuknüpfen.
Was für eine wunderbare leise Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken gebracht hat und wie schön, dass es Freundschaften aus der Kinderzeit gibt, die auch längerer Distanz trotzen. Das Buch wird mich bestimmt noch lange begleiten.

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