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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Ergreifende Geschichte

Lebensbande
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"Lebensbande" ist der erste Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe. Das Cover sagte mir nicht so zu und trifft auch nicht so recht den Kern der Geschichte. Den Inhalt wiederum fand ich ergreifend ...

"Lebensbande" ist der erste Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe. Das Cover sagte mir nicht so zu und trifft auch nicht so recht den Kern der Geschichte. Den Inhalt wiederum fand ich ergreifend und berührend.

Der Roman ist sehr gut geschrieben, sodass ich der Handlung schnell folgen konnte und das Buch sehr schnell gelesen hatte. Die Hauptfiguren sind der Autorin sehr authentisch gelungen und ihr Schicksal ließ mich beim Lesen nicht kalt. Borrmann ordnet die Schicksale der drei Frauen gut in den historischen Kontext ein, wobei es mir an manchen Stellen, angesichts der politischen und kriegerischen Umstände, etwas zu "glatt" lief. Was mir ebenfalls nicht ganz so gut gefiel, war, dass manche Geschehnisse im folgenden Kapitel noch mal aus anderer Sicht beschrieben wurden, was für meinen Geschmack unnötige Längen erzeugte. Dennoch ist der Inhalt des Romans wichtig, weil er die Schicksale von Frauen zur damaligen Zeit in den Mittelpunkt rückt und den Wert von Freundschaft und Moral hervorhebt.

Insgesamt ein solider Roman mit wichtigen Themen für Fans von historischen Romanen mit weiblichen Hauptfiguren.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Berührender Abschluss der Jahrhundertgeschichten

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder hat ein schönes Cover und passt sehr gut zum Inhalt des Buchs. Ich habe bereits die beiden vorhergehenden Werke der Autorin gelesen, ...

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder hat ein schönes Cover und passt sehr gut zum Inhalt des Buchs. Ich habe bereits die beiden vorhergehenden Werke der Autorin gelesen, in denen einige der Hauptfiguren ebenfalls vorkommen.

Alena Schröder ist eine sehr begabte Autorin, die es schafft, Emotionen durch Sprache darzustellen und greifbar zu machen. Im vorliegenden Buch erzählt sie in zwei Zeitebenen, die kaum Berührungspunkte miteinander haben, aber beide ihre eigenen, innewohnenden Gefühlswelten aufweisen. Die Nachkriegszeit setzte dabei andere Zwischentöne als die Geschichte, die in Berlin im Jahr 2023 spielt. Mich haben beide daher auch unterschiedlich berührt. Marlen und Wilma waren mir von Beginn an sympathischer als Hannah, die ich beim Lesen nicht selten schütteln wollte, um sie dazu zu bringen, für sich einzustehen. Letztlich konnte ich mich aber dank des gekonnten Sprachstils der Autorin in alle Figuren, ihre Emotionen, Konflikte und Zerrissenheit einfühlen. Der Roman ist berührend, regt zum Nachdenken an und verhandelt, wie bei Alena Schröder üblich, die Rolle der Frau zu unterschiedlichen Zeiten. Das gelingt ihr insgesamt sehr gut, wobei die Nachkriegsgeschichte stärker ist als die von 2023. Ich konnte in beide Erzählstränge sehr gut abtauchen und die Welt um mich her kurzzeitig vergessen. Dank dieser Sogwirkung hatte ich das Buch binnen weniger Tage fertig gelesen.

Insgesamt hat mir "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" gut gefallen, auch wenn mir die beiden Vorgänger noch ein bisschen mehr zusagten. Empfehlenswert für alle, die gerne berührende Romane lesen, in deren Mittelpunkt Frauenfiguren stehen.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Perfekt für Erstleser und Fans von Lilo & Stitch

Disney Lilo & Stitch: Auf die Plätze, fertig, Stitch! - Erstlesebuch zum Lesenlernen
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"Lilo & Stitch: Auf die Plätze, fertig, Stitch!" ist ein kleines, aber feines Büchlein für Erstleserinnen und Erstleser mit einem hohen Unterhaltungswert.

Was ich an diesem Buch besonders gelungen finde: ...

"Lilo & Stitch: Auf die Plätze, fertig, Stitch!" ist ein kleines, aber feines Büchlein für Erstleserinnen und Erstleser mit einem hohen Unterhaltungswert.

Was ich an diesem Buch besonders gelungen finde: Die Texte auf den einzelnen Seiten sind kurz und in einer angenehmen Schriftgröße. Dank der kurzen Sätze lässt sich die Geschichte leicht lesen und die Motivation geht so schnell nicht verloren. Weiterhin gibt es beim Lesen einiges zum Schmunzeln und der Freundschaftscharakter der beiden Hauptfiguren wird gut hervorgehoben. Die dazu passenden Illustrationen unterstreichen den Inhalt der Geschichte perfekt.

Meine Nichte ist sechs Jahre alt und ein großer Stitch-Fan. Das Buch hat sie von vornherein begeistert. Neben der aufregenden Geschichte und der schönen grafischen Gestaltung des Buchs stellen vor allem die Rätsel und die Bilder zum Ausmalen für uns einen echten Gewinn dar. Diese spielerischen Elemente finde ich gerade für Erstleser besonders wichtig, um sie bei der Stange zu halten.

Insgesamt ein tolles Buch für Kinder ab sechs Jahren, die mit dem Lesen beginnen. Das Buch eignet sich ebenfalls gut als Vorlesebuch.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Ungeschönter Nachkriegskrimi

Die weiße Nacht
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"Die weiße Nacht" von Anne Stern hat nicht nur ein Cover, das mich sofort in den Bann zog, sondern auch eine spannende und interessante Krimihandlung. Ich kannte Anne Stern bereits von den "Hulda Gold"-Romanen, ...

"Die weiße Nacht" von Anne Stern hat nicht nur ein Cover, das mich sofort in den Bann zog, sondern auch eine spannende und interessante Krimihandlung. Ich kannte Anne Stern bereits von den "Hulda Gold"-Romanen, von denen ich einige gelesen habe. Wie "Fräulein Gold" spielt auch dieser Roman in Berlin, aber nicht in den 1920er Jahren, sondern Ende 1946.

Berlin in der Nachkriegszeit liefert an sich schon genügend Stoff für einen Roman, der in diesem Fall noch um einen Kriminalfall ergänzt wird. Dabei gelingt es der Autorin einerseits, die Situation in der zerstörten Stadt sehr gut zu beschreiben (ich konnte den Schnee förmlich unter Lous Schritten knirschen hören) und andererseits, die beiden Hauptfiguren des Romans, einen Polizisten und eine Fotografin, vielschichtig zu charakterisieren. Eine, wie ich finde, gelungene Mischung, die dem Roman eine weitere, durchaus anspruchsvolle Ebene hinzufügt. Hinzu kommt die flüssige Sprache der Autorin, die sich in Kapitel von angenehmer Länger gliedert, sodass ich der Handlung des Romans mühelos folgen konnte.

Insgesamt ein toller Auftakt einer neuen, historischen Krimireihe, der hoffentlich viele weitere Bücher folgen.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Gelungener Krimi mit gut umgesetztem Thema

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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"Dann ruhest auch du" von Sandra Åslund ist der dritte und letzte Band der Reihe um die deutsch-schwedische Ermittlerin Maya Topelius. Ich habe Band 1 der Reihe gelesen, Band 2 aber ausgelassen, da mich ...

"Dann ruhest auch du" von Sandra Åslund ist der dritte und letzte Band der Reihe um die deutsch-schwedische Ermittlerin Maya Topelius. Ich habe Band 1 der Reihe gelesen, Band 2 aber ausgelassen, da mich die Thematik des zweiten Buchs nicht gereizt hatte. Der dritte Band ist für mich ein rundum gelungener Krimi.

Der Krimi ist sehr gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen und hält die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht. Besonders gelungen finde ich, dass stets, wenn die Spannung zu verschwinden drohte, wieder ein neuer interessanter Aspekt auftauchte, der mich an die Lektüre fesselte.

Das Ermittlerteam ist außerdem sehr sympathisch und harmoniert sehr gut. Weiterhin nehmen die privaten Verwicklungen weder zu viel noch zu wenig Raum ein.

Der Krimi behandelt zudem ein aktuelles Thema: Rechtsextremismus. Die Thematik wird für meinen Geschmack sehr gut in die Geschichte eingeflochten. Die Autorin verzichtet dabei auf plakative Darstellungen, sondern beleuchtet Aspekte, die zeigen, welch schleichende Bedrohung Extremismus für eine Gesellschaft sein kann.

Für mich ein rundum gelungener Krimi, der jeden Krimiliebhaber erfreuen dürfte.

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