Platzhalter für Profilbild

mecobsi

Lesejury Star
offline

mecobsi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit mecobsi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

Gewohnt spannend bis zum Schluss

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
0

Der sechste Grenzfall-Krimi von Anna Schneider trägt den sehr passenden Titel "Ihr Grab in den Fluten" und weiß, wie gewohnt, mit viel Spannung zu überzeugen.

Dank einer flüssigen Sprache und einer guten ...

Der sechste Grenzfall-Krimi von Anna Schneider trägt den sehr passenden Titel "Ihr Grab in den Fluten" und weiß, wie gewohnt, mit viel Spannung zu überzeugen.

Dank einer flüssigen Sprache und einer guten Kapitellänge gelingt es der Autorin erneut, mich in den Bann eines Kriminalfalls zu ziehen, der während einer Flutkatastrophe spielt. Sie schafft es dabei gekonnt, sowohl die Auswirkungen der Naturkatastrophe als auch den Fall so zu beschreiben, dass ich mir alles vor meinem inneren Auge vorstellen konnte.

Hinzu kommen zwei für mich tolle Ermittlerduos, dies- und jenseits der Grenze. Und ein interessantes Vater-Tochter-Gespann, das sehr harmonisch agiert. Somit bleibt die Reihe stark, obwohl dies bereits das sechste Buch der Serie ist. Nur einen Stern muss ich bei der Bewertung abziehen, weil es mir zum Schluss hin etwas zu schnell ging und ich nicht alle Stränge der einzelnen Handlungen sinnvoll abschließend zusammenbringen konnte.

Es insgesamt gelungener Kriminalroman, der meiner Meinung nach die meisten Krimifans und Fans der Reihe zufriedenstellen sollte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2026

Der schleichende Verlust der Freiheit

Der letzte Sommer der Tauben
0

"Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider hat ein ruhig anmutendes Cover, was mein Gefühl beim Lesen dieses Romans sehr gut in einem Bild zusammenfasst.

Der Autor schafft es hervorragend, mit kurzen ...

"Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider hat ein ruhig anmutendes Cover, was mein Gefühl beim Lesen dieses Romans sehr gut in einem Bild zusammenfasst.

Der Autor schafft es hervorragend, mit kurzen Kapiteln und vollkommen unaufgeregt zu beschreiben, wie es ist, wenn ein autoritäres Regime die Macht ergreift. Aus Sicht des Jungen Noah erzählt er, wie Stück für Stück das Leben der Menschen in einem nicht genannten Land eingeschränkt wird.

Besonders gut hat mir in diesem Roman gefallen, wie Abbas Khider die Taubenzucht als Vehikel nutzt, mit der Noah seine Gefühle angesichts des schwer Begreiflichen kenntlich macht. Nebenbei habe ich auch noch einiges über Tauben und deren richtige Haltung und Zucht erfahren.

Sprachlich gewandt wurde ich durch diesen Roman geführt und spürte, wie Noah, eine wachsende Beklemmung beim Lesen, die von Seite zu Seite mehr wurde. Ein sehr guter Roman, der ein wichtiges Thema aufgreift und mich sehr nachdenklich zurückließ. Empfehlenswert für alle, die Romane mögen, die wichtige gesellschaftliche und politische Themen aufgreifen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2026

Für mich der schwächste Band der Reihe

Das Antiquariat am alten Friedhof
0

"Das Antiquariat am alten Friedhof" ist der vierte Band der Reihe "Die Geheimnisse des Graphischen Viertels" von Kai Meyer und für mich der schwächste Teil.

Band 4 hat, wie seine Vorgänger, ein schönes ...

"Das Antiquariat am alten Friedhof" ist der vierte Band der Reihe "Die Geheimnisse des Graphischen Viertels" von Kai Meyer und für mich der schwächste Teil.

Band 4 hat, wie seine Vorgänger, ein schönes Cover, das einen direkten Wiedererkennungswert bietet. Der Roman ist wie seine Vorgänger mit zwei Zeitebenen angelegt und weist mystische Anleihen auf. Er lässt sich flüssig lesen, die Sprünge zwischen den beiden Zeitebenen sind gelungen und ich konnte der Handlung gut folgen. Die angenehme Länge der einzelnen Kapitel half außerdem dabei.

Die Hauptfiguren des Romans blieben für mich leider etwas blass. Ich konnte manche Entscheidungen und Handlungen nur bedingt nachvollziehen. Zudem wurden einige Schicksale nur am Rand, teilweise in Erzählungen Dritter, angerissen. So fiel es mir schwer, eine richtige Verbindung zu den handelnden Personen aufzubauen.

Weiterhin war für mich der Spannungsbogen in diesem Roman, ungewohnt bei Kai Meyer, relativ flach und ein paar Seiten bzw. Kapitel weniger hätten dem Buch meiner Meinung nach keinen Abbruch getan.

Insgesamt ein für mich durchschnittlicher historischer Roman, der eher etwas für eingefleischte Fans des Autors sein dürfte als für Menschen, die den Autor für sich entdecken möchten. Letzteren empfehle ich die ersten Bände der Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Ergreifende Geschichte

Lebensbande
0

"Lebensbande" ist der erste Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe. Das Cover sagte mir nicht so zu und trifft auch nicht so recht den Kern der Geschichte. Den Inhalt wiederum fand ich ergreifend ...

"Lebensbande" ist der erste Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe. Das Cover sagte mir nicht so zu und trifft auch nicht so recht den Kern der Geschichte. Den Inhalt wiederum fand ich ergreifend und berührend.

Der Roman ist sehr gut geschrieben, sodass ich der Handlung schnell folgen konnte und das Buch sehr schnell gelesen hatte. Die Hauptfiguren sind der Autorin sehr authentisch gelungen und ihr Schicksal ließ mich beim Lesen nicht kalt. Borrmann ordnet die Schicksale der drei Frauen gut in den historischen Kontext ein, wobei es mir an manchen Stellen, angesichts der politischen und kriegerischen Umstände, etwas zu "glatt" lief. Was mir ebenfalls nicht ganz so gut gefiel, war, dass manche Geschehnisse im folgenden Kapitel noch mal aus anderer Sicht beschrieben wurden, was für meinen Geschmack unnötige Längen erzeugte. Dennoch ist der Inhalt des Romans wichtig, weil er die Schicksale von Frauen zur damaligen Zeit in den Mittelpunkt rückt und den Wert von Freundschaft und Moral hervorhebt.

Insgesamt ein solider Roman mit wichtigen Themen für Fans von historischen Romanen mit weiblichen Hauptfiguren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Berührender Abschluss der Jahrhundertgeschichten

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
0

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder hat ein schönes Cover und passt sehr gut zum Inhalt des Buchs. Ich habe bereits die beiden vorhergehenden Werke der Autorin gelesen, ...

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder hat ein schönes Cover und passt sehr gut zum Inhalt des Buchs. Ich habe bereits die beiden vorhergehenden Werke der Autorin gelesen, in denen einige der Hauptfiguren ebenfalls vorkommen.

Alena Schröder ist eine sehr begabte Autorin, die es schafft, Emotionen durch Sprache darzustellen und greifbar zu machen. Im vorliegenden Buch erzählt sie in zwei Zeitebenen, die kaum Berührungspunkte miteinander haben, aber beide ihre eigenen, innewohnenden Gefühlswelten aufweisen. Die Nachkriegszeit setzte dabei andere Zwischentöne als die Geschichte, die in Berlin im Jahr 2023 spielt. Mich haben beide daher auch unterschiedlich berührt. Marlen und Wilma waren mir von Beginn an sympathischer als Hannah, die ich beim Lesen nicht selten schütteln wollte, um sie dazu zu bringen, für sich einzustehen. Letztlich konnte ich mich aber dank des gekonnten Sprachstils der Autorin in alle Figuren, ihre Emotionen, Konflikte und Zerrissenheit einfühlen. Der Roman ist berührend, regt zum Nachdenken an und verhandelt, wie bei Alena Schröder üblich, die Rolle der Frau zu unterschiedlichen Zeiten. Das gelingt ihr insgesamt sehr gut, wobei die Nachkriegsgeschichte stärker ist als die von 2023. Ich konnte in beide Erzählstränge sehr gut abtauchen und die Welt um mich her kurzzeitig vergessen. Dank dieser Sogwirkung hatte ich das Buch binnen weniger Tage fertig gelesen.

Insgesamt hat mir "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" gut gefallen, auch wenn mir die beiden Vorgänger noch ein bisschen mehr zusagten. Empfehlenswert für alle, die gerne berührende Romane lesen, in deren Mittelpunkt Frauenfiguren stehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere