Eine langweilige Katz-und-Maus-Jagd
The IceKlappentext:
Die junge Exsoldatin Anna Aune begleitet eine wissenschaftliche Expedition zum Nordpol. Eines Nachts wird der pechschwarze Himmel plötzlich von einem Notsignal erhellt, das von einer chinesischen ...
Klappentext:
Die junge Exsoldatin Anna Aune begleitet eine wissenschaftliche Expedition zum Nordpol. Eines Nachts wird der pechschwarze Himmel plötzlich von einem Notsignal erhellt, das von einer chinesischen Forschungsbasis ausgelöst wurde. Auf der Station erwartet Anna ein Szenario wie aus einem Albtraum: Alle Wissenschaftler des Labors wurden brutal ermordet und sind mit einer Eisschicht bedeckt. Bald wird klar, dass sie einem internationalen Machtkampf um arktische Ressourcen zum Opfer gefallen sind. Und Anna gerät mitten zwischen die eisigen Fronten ...
Meine Meinung:
Am Anfang hatte ich richtig Lust auf diesen Thriller, weil mich die Location und der internationale Kampf um Ressourcen ganz heiß gemacht haben. Als ich dann aber angefangen habe zu lesen, wurde ich relativ schnell enttäuscht. Meine Erwartungen wurden nicht mal im geringsten Sinne erfüllt. Dabei hat das Buch eigentlich vielversprechend angefangen.
Der Leser wird sofort mitten in die Situation hineingeworfen. Es gibt keinen unnötigen langen Prolog, indem man die Charaktere erst einmal kennenlernt. Man befindet sich sofort am Nordpol und es beginnt sofort mit dem roten Notsignal, welches Anna entdeckt. Nachdem der Anfang bisschen Spannung mit sich gebracht hat, blieb die Spannung eine ganz lange Zeit aus. Knapp 300 Seiten lang sind immer wieder Dinge passiert, welche einfach nur aneinandergereiht wurden, um Spannung zu erzeugen. Geschafft hat der Autor es allerdings nicht. Mir war einige Seiten lang immer mal wieder ziemlich langweilig, da nichts Auschlaggebendes passiert ist.
Wenn man die Charaktere betrachtet, hat der Thriller nicht viel zu bieten. Die meiste Zeit geht es um Anna, den Wissenschaftler Daniel und zwei weitere Personen. Fast 400 Seiten lang muss man sich mit diesen vier Charakteren zufrieden, die einem nicht großartig viel bieten können. Mir waren die Charaktere zu flach. Das kann auch daherkommen, dass ein Er-Erzähler von Annas Perspektive aus erzählt. Somit kann man nur ihre Gefühle und Gedanken mitbekommen. Dadurch hat mir etwas gefehlt.
Trotz dessen finde ich Anna Aune als Protagonistin gut dargestellt Ihre Gedankengänge kann ich nur teilweise nachvollziehen, wobei diese mit der Zeit verständlicher werden. Der Autor hat viele Rückblenden eingebaut, denn Anna ist Ex-Soldatin. Durch die Rückblenden hat der Leser die Chance zu erleben, was Anna erlebt hat. Somit kann man nachvollziehen, wieso sie die Frau geworden ist, die sie nun ist.
Was mich wiederum sehr enttäuscht hat, war der politische Aspekt. Im Klappentext ist von einem internationalen Machtkampf die Rede. Davon bekommt der Leser kaum etwas mit. Erst wird über Mineralien geredet, dann wird über etwas vollkommen anderes gesprochen. Wieso die ganze Tragödie geschieht, ist zwar bis zum Ende unklar, aber mit dem, was im Klappentext steht, hat es gar nichts zu tun. Deshalb bin ich sehr enttäuscht von diesem Thriller. Ich hatte wirklich gehofft, dass es neben der blutigen Tragödie auch auf der politischen Ebene heiß her geht. Leider ist dies kaum vorgekommen.
Fazit:
Ein Thriller, bei dem sich flache Charaktere gegenseitig über das Eis des Nordpoles jagen, und der höchstens einen Funken Politik versprüht. Während das Leben einer Ex-Soldatin den Leser mit Rückblenden und interessanten Gedankengängen überzeugt, kann der Thriller nicht mit seiner Spannung punkten.