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Veröffentlicht am 16.10.2022

Da wäre mehr drin gewesen

Freiheitsgeld
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Ich lese alle Eschbach-Bücher. Einfach, weil seine Themen immer hochinteressant sind und oft ist er der Einzige, oder zumindest der Erste, der so ein Thema anpackt. Wie der Titel schon kundtut, geht es ...

Ich lese alle Eschbach-Bücher. Einfach, weil seine Themen immer hochinteressant sind und oft ist er der Einzige, oder zumindest der Erste, der so ein Thema anpackt. Wie der Titel schon kundtut, geht es diesmal um ein Freiheitsgeld, soll heißen, dass ein Grundgehalt allen Deutschen die Freiheit gibt zu entscheiden, ob und was sie arbeiten möchten. Die Geschichte spielt 2064, also in einer nahen Zukunft. Durch das Freiheitsgeld hat sich aber so einiges in Deutschland verschoben und der Roman wirft die Fragen auf, die sich jeder stellen muss. Ist es sinnvoll und praktikabel, so ein Freiheitsgeld einzuführen.

Mehrere Handlungsstränge mit unterschiedlichen Akteuren beleuchten in typischer Eschbach-Manier nahezu alle Aspekte der Ausgangssituation.

Mit dieser Geschichte konnte der Autor mich leider nicht gänzlich abholen. Dafür benenne ich zwei Gründe. Zum einen die Protagonisten, die allesamt blass bleiben und für meinen Geschmack zu häufig willkürlich und unlogisch handeln. Auch die Liebesbeziehungen sind in dieser Story seltsam holprig und ich kann nicht spüren, was die Darsteller wirklich voneinander wollen.

Zum anderen werden zwar viele Fragen aufgeworfen, aber für meinen Geschmack dann doch zu wenig ausgearbeitet. Ja, es ist schön, wenn man sich selber Gedanken machen kann. Aber hier war doch zu vieles ungesagt, zu vieles in zusammenhanglos oder nicht erklärt.

Der Plot hat mich bis zum Ende nicht überzeugen können und lässt mich sehr unzufrieden zurück. Schade, denn da wäre wirklich mehr drin gewesen. Dem Buch ging relativ schnell die Luft aus.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
  • Cover
Veröffentlicht am 28.09.2022

solider Trilogieauftakt

Dark Sigils – Was die Magie verlangt
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Es handelt sich hier um den ersten Band einer Trilogie. Also wird man, wie erwartet - und erhofft - erst mal in eine fremde Welt hineingeschmissen und muss sich zurechtfinden. Vieles muss erklärt werden. ...

Es handelt sich hier um den ersten Band einer Trilogie. Also wird man, wie erwartet - und erhofft - erst mal in eine fremde Welt hineingeschmissen und muss sich zurechtfinden. Vieles muss erklärt werden. Viele noch unbekannte Charaktere treten auf und wollen Raum einnehmen. Und es gibt auch gleich eine Handvoll Rätsel und Geheimnisse, die auf ihre Auflösung warten.

Rayne ist die Heldin der Geschichte und muss erst mal akzeptieren, dass sie zu den Dark Sigils gehört und mehr Macht besitzt, als sie bisher wusste. Außerdem landet sie in einer Spiegelwelt, die ums Überleben kämpft.

Gefallen hat mir das Cover und der flotte Schreibstil. Allerdings hatte letzterer auch seine Tücken, denn so einige Male hätte ich mir etwas mehr Ruhe in den Erklärungen erhofft und etwas mehr Ausführlichkeit. So wird manchmal das Potential etwas verschenkt, was die durchaus interessanten Ideen der Autorin hergegeben hätten.

Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Ich hoffe, da gibt es noch etwas mehr Entwicklungen/Veränderungen aber sie sind nicht nur schwarz und weiß, das fand ich gut.

Für mich war es ein solider erster Band mit einer spannenden neuen Welt. Er hatte etwas Luft nach oben aber ich bin gespannt auf Band 2.

Veröffentlicht am 25.03.2022

Schöne Jugendfantasy

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
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„Die sechs Kraniche“ beruht in Ansätzen auf dem Märchen „Die sechs Schwäne“. Ich kenne die Geschichte und hatte also schon eine ungefähre Vorstellung, um was es geht. Ich mag Fantasy, die sich an alten ...

„Die sechs Kraniche“ beruht in Ansätzen auf dem Märchen „Die sechs Schwäne“. Ich kenne die Geschichte und hatte also schon eine ungefähre Vorstellung, um was es geht. Ich mag Fantasy, die sich an alten Sagen und Fabeln entlang hangelt. Und ich bin auch immer sehr gespannt, in welchen Punkten die AutorINNen vom Ursprungsplot abweichen und wo sie dem Märchen mehr Raum und Tiefe geben.

Das Buch ist schon optisch eine Augenweide und mit seinem angenehmen Erzählstil eindeutig etwas für junge Leser und solche, die jung geblieben sind. Die Hauptdarstellerin, Prinzessin Shiori, ist sympathisch und macht eine gute Entwicklung vom naiven Teenager zu einer jungen Erwachsenen durch. Es gibt die ein oder andere Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hatte und ein Ende, welches zufrieden aber auch neugierig auf die Fortsetzung zurücklässt.

Zur vollen Punktzahl war meiner Meinung nach noch etwas Luft nach oben. Gerne darf der zweite Band noch magischer und phantastischer werden. Ich habe das Buch gerne gelesen und werde sicher auch die Fortsetzung auf meine Wunschliste setzen. Ein schöner Jugendfantasyroman der sich im Regal wirklich gut macht.

Veröffentlicht am 02.01.2022

die Anfänge des großen Kinos

Der Traumpalast
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Cover - passt perfekt und ist einfach nur schön.
Titel - sehr vielversprechend und ebenfalls passend, denn es geht ums ganz große Kino und die Anfänge der UFA.
Historische Fakten - Kinofakten wurden gut ...

Cover - passt perfekt und ist einfach nur schön.
Titel - sehr vielversprechend und ebenfalls passend, denn es geht ums ganz große Kino und die Anfänge der UFA.
Historische Fakten - Kinofakten wurden gut recherchiert und auf unterhaltsame Weise in die Geschichte eingebracht.
Charaktere - sehr facettenreich und durchaus mit einer Entwicklung

Plot - Die Geschichte um einen Bankierssohn und eine junge Journalistin beginnt nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Sowohl die Aufbruchsstimmung als auch schon die ersten Andeutungen wirtschaftlicher und politischer Umbrüche sind spürbar. Da Rahel Jüdin ist, weiß der Leser auch, dass es hier wohl im zweiten Band noch Probleme geben wird. Die zwei jungen Leute sind etwas sperrig, was ich eigentlich ganz gerne mag. Und sie haben leichte Probleme damit, sich ganz aufeinander einzulassen. Der erste Band findet zu einem vorläufig zufriedenstellenden Ende. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 02.01.2022

volle Punktzahl

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher
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Nach dem Nele-Neuhaus-Krimi ein weiterer Roman, der im Verlagsmillieu spielt. Diesmal historisch und diesmal der Ullstein-Verlag.

Das Buch liest sich einfach herrlich. Das Liebespaar, welches man hier ...

Nach dem Nele-Neuhaus-Krimi ein weiterer Roman, der im Verlagsmillieu spielt. Diesmal historisch und diesmal der Ullstein-Verlag.

Das Buch liest sich einfach herrlich. Das Liebespaar, welches man hier kennenlernt, ist etwas unkonventionell. Er ist der Chef im Verlag und mit 60 bereits Witwer. Sie ist halb so alt wie er und geschiedene Autorin. Ihre Liebe wird von Familie und Freunden skeptisch bis ablehnend beäugt. Gegen alle Widerstände heiraten die beiden und müssen dann erfahren, dass seine Familie sich damit nicht abfinden will. Erst werden Gerüchte geschürt, dann Gerichte bemüht, um das Glück der beiden zu verhindern. So was hält die beste Liebe nicht lange durch. Diese Ehe beruht auf realen Geschehnissen also gab es für die Autorin nur begrenzten Spielraum im Lauf der Story.

In einem fiktiven Handlungsstrang hat Frau Rygiert mehr Möglichkeiten und wir lernen einen jungen Fotografen und eine ihm zugetane Schreibkraft kennen, die sich gerne als Autorin versuchen möchte.

Wie gesagt. Ich habe das Buch einfach so verschlungen. So unterhaltsam und schön geschrieben. Volle Punktzahl