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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Glaube und Alltag

Backen und Beten
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Das Buch “Backen und Beten” von Kendall Vanderslice ist das ungewöhnlichste Backbuch, dass ich bislang gelesen habe. Das ist verständlich, schließlich ist es so viel mehr als nur ein Backbuch. Das hauptsächliche ...

Das Buch “Backen und Beten” von Kendall Vanderslice ist das ungewöhnlichste Backbuch, dass ich bislang gelesen habe. Das ist verständlich, schließlich ist es so viel mehr als nur ein Backbuch. Das hauptsächliche Augenmerk liegt auf dem Beten, genauer gesagt dem Beten während des Brotbackens und dem Entwickeln einer eigenen Liturgie.
Nach einigen einleitenden Informationen, finden sich hier sechs Lektionen, die jeweils einen anderen Aspekt des Backens beleuchten und eine Backliturgie zu einem geistlichen Aspekt vorstellen. Man wird durch den kompletten Prozess des Backens geleitet (auch als Anfänger gelingt das Rezept!) und dabei zu verschiedenen Gebeten angehalten.
Daran anschließend folgen viele verschiedene Brotrezepte, mit denen man sich durch das Kirchenjahr backen kann, wie beispielsweise ein Osterlamm.
Wie Eingangs erwähnt, handelt es sich hierbei um ein außergewöhnliches Buch. Aus diesem Grund braucht es etwas Zeit, sich auf diese Form des Backens und Betens einzustellen. Das Brot hat allen gut geschmeckt und ist schon beim ersten Versuch gelungen. Trotzdem ist der Aufwand nicht zu immens, sodass es gut im Alltag integriert werden kann. Nicht immer kann man die vorgeschlagene Liturgie für sich umsetzen, das ist aber ganz natürlich, denke ich. Dennoch werden hier viele tolle Anregungen gezeigt, wie Backen und Beten verbunden werden kann und wie es in besonderen Situationen beispielsweise als Fürbitte eingesetzt werden kann. Die Verknüpfung von Alltag und Glaube gefällt mir einfach gut, genauso kann man es auf andere Bereiche wie Wäsche falten o.ä. übertragen.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Gott wohnt in meinem Alltag

Gott wohnt in deinem Alltag
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In “Gott wohnt in deinem Alltag” von Tisch Harrison Warren nimmt sie uns mit in ihren Alltag und zeigt auf, wie sie Gott dort begegnet. Außerdem greift sie immer wieder den sonntäglichen Gottesdienst auf ...

In “Gott wohnt in deinem Alltag” von Tisch Harrison Warren nimmt sie uns mit in ihren Alltag und zeigt auf, wie sie Gott dort begegnet. Außerdem greift sie immer wieder den sonntäglichen Gottesdienst auf und verbindet Alltagselemente mit liturgischen Elementen.

Das Buch habe ich bereits zum zweiten Mal gelesen. Mein Alltag hat sich in der Zwischenzeit komplett gewandelt (von allein lebender Studentin zu Mama von zwei Kids). Beide Male konnte ich viel aus dem Buch für meinen Alltag mitnehmen.
Die Struktur des Buches gefällt mir sehr gut: In jedem Kapitel greift sie einen Aspekt des Alltags (Zähne putzen, Tee trinken, mit einer Freundin telefonieren) auf und führt anhand dessen ihre Gedanken aus. Das macht es leicht, das Buch in Abschnitten zu lesen und sich jeweils auf einen Aspekt zu fokussieren.
Ganz besonders gut gefällt mir natürlich die Nähe zum Alltag. Hier gibt es nicht nur theologischen Input, man kann die Gedanken schnell auf das eigene Leben beziehen.
In unserer heutigen Zeit, die so schnelllebig ist, ist es überhaupt nicht leicht und schon gar nicht selbstverständlich, sich in Ruhe mit einer Tasse Tee hinzusetzen. Doch genau dazu ruft Warren beispielsweise auf und zeigt, wie wir in einem solchen Moment der Ruhe Gott nahe kommen können. Wie gut, dass sie an diesem Punkt nicht aufhört, sondern auch stressige Aspekte des Alltags wie streiten, Schlüssel suchen oder Mails beantworten aufgreift und einen Blick aus geistlicher Perspektive darauf wirft.

Ich kann das Buch einfach nur jedem empfehlen, denn egal ob Studentin, Mama oder Vollzeitatrbeitender - der Alltag ist uns allen bekannt. Wie schön ist es, zu verstehen, dass ich Gott genau hier suchen kann.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Familiendrama auf Gotland

Die verborgene Erinnerung
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In “Die verborgene Erinnerung” von Michaela Abresch kann man eine Reise nach Gotland unternehmen. Mella, zwar mit schwedischen Eltern, ist in Deutschland aufgewachsen und soll eine Dienstreise nach Schweden ...

In “Die verborgene Erinnerung” von Michaela Abresch kann man eine Reise nach Gotland unternehmen. Mella, zwar mit schwedischen Eltern, ist in Deutschland aufgewachsen und soll eine Dienstreise nach Schweden antreten. Ihre Mutter ist gar nicht begeistert, kann das wirklich nur daran liegen, dass Mellas Vater vor ihrer Geburt tödlich verunglückt ist? Außerdem erfährt man von Siri, einer Gotländerin, in deren Leben auf einmal viele Veränderungen anstehen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Frauen?

Anfangs kam ich nicht sehr gut in das Buch rein - man wird schnell mit vielen Personen, Orten und Zeitpunkten konfrontiert. Doch nach einiger Zeit hatte ich mich eingefunden und so langsam auch mitgefiebert.
Michaela Abresch hat einen schönen Schreibstil, der einen in die Geschichte mit reinnimmt und nach Schweden entführt. Auch das Innenleben der Charaktere schildert sie anschaulich. Manches Mal erschien es mir leicht überzogen, im Großen und Ganzen aber stimmig, sodass man sich hineinversetzen und mitgehen kann.
Gleich zu Beginn lernt man Siri mit ihrer Holzmarionette kennen - was für eine besondere Idee, die hier verarbeitet ist!

Das Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen. Eine schöne und berührende Familiengeschichte, die einen nach Gotland mitnimmt und schwedische Luft schnuppern lässt.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Hier fliegen die Sprüche!

Wild Love
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Milliardär Ford Grant will gerade seine Scheune renovieren, um ein Aufnahmestudio für Musiker einzurichten, ein echtes Herzensprojekt. Plötzlich steht ein Mädchen vor der Tür - seine Tochter, von der er ...

Milliardär Ford Grant will gerade seine Scheune renovieren, um ein Aufnahmestudio für Musiker einzurichten, ein echtes Herzensprojekt. Plötzlich steht ein Mädchen vor der Tür - seine Tochter, von der er bislang nichts wusste, benötigt seine Hilfe. Kurz entschlossen nimmt er Hilfe von Rosie Belmont an, um alle Projekte unter einen Hut zu kriegen. Als Kinder und Teenager haben sie sich geärgert, doch wie sagt man so schön? Was sich neckt das liebt sich!

Besonders gut gefällt mir an Elsie Silvers Schreibstil, wie sie die Vergangenheit und Rückblenden einbezieht. Das hat sie hier auf sehr kreative Weise gemacht, aber ich meine auch im normalen Textfluss. So ist der Roman sehr ansprechend und abwechslungsreich zu lesen. Die Charaktere sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, mit teils sehr besonderen starken Ausprägungen von Eigenschaften. Alle gemeinsam haben sie ein scheinbar sehr starkes Selbstbewusstsein. Nicht alle, die ich kenne, treten auch so auf…
Spannend sind natürlich die Interaktionen zwischen Ford und Elsie, da kann einem schon das ein oder andere lachen entwischen. Aber auch Cora, Fords Tochter, steht ihnen in keinster Weise etwas nach.
Gut gefallen hat mir auch der Einsatz, den die Figuren füreinander zeigen und somit auch dem Leser ganz klar vermitteln, dass es Situationen gibt, die niemand so dulden muss. Einen Bruder wie West und einen Liebhaber wie Ford kann man jedem nur wünschen.

Wer spicy Liebesromane und Kleinstadtgeschichten mag, kommt hier definitiv auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Eine Urlaubsfamiliengeschichte

OTTO fährt los – Ein Sommer in den Bergen
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“Otto fährt los: Ein Sommer in den Bergen” von Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich ist ein schön illustriertes Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren. Man begleitet die Familie von Luzie und Klara mit ...

“Otto fährt los: Ein Sommer in den Bergen” von Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich ist ein schön illustriertes Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren. Man begleitet die Familie von Luzie und Klara mit ihrem ganz besonderen Bus in den Urlaub.

Das Buch ist schön illustriert und voller lebendiger Farben und Zeichnungen. Gemeinsam mit der Familie erlebt man die verschiedensten Dinge, die eben zu einem Urlaub in den Bergen gefallen.
Besonders gut gefallen mir die kurzen kursiv geschriebenen Texte - diese sind immer an das Kind gerichtet, enthalten spannende Fakten oder Fragen, sodass selbst darüber nachgedacht werden kann.
Hier wird (neben einer schönen Geschichte) auch schon einiges Wissenswertes an die Kinder vermittelt. Das finde ich immer besonders schön , da Kinder so kleine Fakten ja oft wie ein Schwamm aufsaugen und sich merken.
Außerdem lernen die Kinder auch, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu helfen. Und auch Gefühle, und dass diese in Ordnung sind, werden hier thematisiert.

Ein tolles Buch für Kinder und Familien zum lesen, staunen und lernen. Besonders empfehlenswert vor einem Bergurlaub, denke ich :)

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