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Veröffentlicht am 25.11.2025

Alice, die Unerschrockene

Mord in besserer Gesellschaft
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Alice Beeton, die Protagonistin in Josie Lloyds neuem Cosy-Krimi, führt eine Agentur für Hauspersonal . Ihre Kundschaft ist die gehobene Klasse, reiche Grundbesitzer und alle, die sich Personal leisten ...

Alice Beeton, die Protagonistin in Josie Lloyds neuem Cosy-Krimi, führt eine Agentur für Hauspersonal . Ihre Kundschaft ist die gehobene Klasse, reiche Grundbesitzer und alle, die sich Personal leisten können.

Eines Tages erscheint eine gewisse Enya in der Agentur, sie hat erstklassige Zeugnisse und ist mehrsprachig. Und gerade wird eine Frau mit ihren Fähigkeiten dringend benötigt.

Also vermittelt Alice Enya an ein Ehepaar, das bekannt für seinen Lebensstil und seinen Reichtum ist. Aber zu Silvester kommt es dort im Haus während einer Feier zu einem Zwischenfall. Die traurige Nachricht: Enya ist tot. Alice, die sich Vorwürfe macht, nicht doch erst alles genauer überprüft zu haben, fährt zum Ort des Geschehens und ihre Hündin Agatha büxt aus und direkt an den Ort des geschehens, wird vom zuständigen Detective eingefangen, um keine Spuren zu zerstören und so lernt Alice den Detective kennen. Er gefällt ihr auf Anhieb.

Und dann nimmt das Geschehen seinen Lauf, Alice kann wegen eines Wasserschadens nicht mehr in ihre Wohnung, als die Familie, bei der Enya zu Tode kam, eine neue Hausdame anfordert.

Und eine gewisse Gerda, die sich als Freundin Enyas bei der Agentur vorstellt, lässt Alice nachdenklich werden.

Aber Alice, die mittlerweile Mord und Totschlag wittert, nimmt eine neue Identität an und stellt sich selbst als die " Neue" vor. Ab diesem Moment gibt es kein Halten mehr.

Ein äußerst turbulentes Treiben rund um die Familie, bei der Alice, nunmehr Caroline, spioniert auf Teufel komm raus ihre Herrschaft und deren Assistentin aus und mit Hilfe ihrer vielen Freunde aus allen Branchen gelingt es Alice, den Detective, der den Fall an "höhere Stellen" abgeben musste, doch von ihrem Verdacht zu überzeugen und in einem großartigen Verwirr - und Versteckspiel sogar den Fall zu lösen.

Wer sich gerne von Spannung, englischem Flair und alten überlieferten ( Isabella Beetons Buch der Haushaltsführung ) Rezepten verwöhnen lassen will, wird hier bestens bedient und unterhalten.

Das Cover zeigt eine englischen Villa samt Mrs. Beeton mit Hündchen.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Origami Mädchen

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Einen Roman von Cecelia Ahern zu lesen, ist für mich jedes Mal eine besondere Freude. Die irische Autorin unterhält mit Geschichten aus Irland und stellt so Land und Leute vor.
Auch mit ihrem ...

Einen Roman von Cecelia Ahern zu lesen, ist für mich jedes Mal eine besondere Freude. Die irische Autorin unterhält mit Geschichten aus Irland und stellt so Land und Leute vor.
Auch mit ihrem Roman " Ein Herz aus Papier und Sternen " ist das wunderbar gelungen.
Pip ist 16, als sie von ihrem Freund Jamie schwanger wird. Im erzkatholischen Irland eine wahre Schande - auch heute noch, jedenfalls für Pips Eltern. Es folgt eine lange, lange Zeit, in der Pip kaum etwas zu melden hat, ihre Mutter hat bei Isabella, von Pip und Jamie wurde der Name Bella gewünscht, die Mutterrolle übernommen und Pip spielt nur eine Nebenrolle, denn Jamie musste sogar seinen Heimatort Ballybeg verlassen und darf zwar regelmäßig, aber nur kurz mit seiner Tochter telefonieren. Mit ihm hat Pip kaum Kontakt, denn Josephine, die Oma-Mutter will es so. Ihr Mann Philip hat da nichts zu melden, er arbeitet im örtlichen Steinbruch als Sprengmeister und hat seiner Familie eigenhändig ein neues Wohnhaus gebaut.
Pip bewohnt ein winziges Zimmer, in dem sie ihre Erlebnisse in Form von kurzen Gedichten in Origami-Figuren aufbewahrt.
Sie arbeitet im Food-Bereich der Tankstelle des Ortes und belegt Brötchen.

Als Io dort auftaucht, ändert sich Pips Leben langsam, aber ständig zum Besseren, sie gewinnt sehr an Selbstbewusstsein und weigert sich gegen eine Verbindung mit Sammy, dem Chef ihres Vaters.
Als sie dann an den Wänden ihres Hauses Risse bemerkt, die schnell breiter und länger werden, muss sie handeln. Auch Jamie, der nach Ballybeg wegen seines störrischen Vaters, der nicht mit dem Torfstechen aufhören will und deswegen angezeigt wurde, gekommen ist, schaut sich das an und auch die Nachbarn haben gegen die viel zu oft stattfindenden Sprengungen schon Protest eingelegt.

Io dagegen wartet auf ein nicht näher bestimmtes Signal, er lehrt Pip das Autofahren und fliegt mit ihr über ihren Wohnort, wobei ihm auffällt, dass der Steinbruch schon zu nahe an das Wohngebiet heranrückt.
Pip gesteht sich ein, immer noch Jamie zu lieben und möchte ihm ermöglichen, mehr Zeit mit seiner Tochter zu verbringen, was nur geht, wenn sie ihre Mutter anschwindelt.
Alles in allem eine sehr schöne Geschichte von der Wandlung Pips von einer verschreckten, unsicheren 16jährigen zur selbstsicheren, selbstbestimmten Frau von 32 Jahren, die weiss, was sie will.
Das Cover mit Sternen und Herzen aus Papier passt punktgenau zum Titel.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Krimödie vom Feinsten

Mumien morden mittwochs nie
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Tatjana Kruse, die Autorin des vorliegenden Buches hat sich wohl vorgenommen, auch in der Kosmetikbranche ihr Geld zu verdienen, denn gegen die Lachfalten, die beim Lesen ihres Buches entstehen, kann man ...

Tatjana Kruse, die Autorin des vorliegenden Buches hat sich wohl vorgenommen, auch in der Kosmetikbranche ihr Geld zu verdienen, denn gegen die Lachfalten, die beim Lesen ihres Buches entstehen, kann man nie genug Creme kaufen.

Sie lässt ihre Protagonisten samt nicht vorhandener Mumie in einem sehr modernen Museum agieren.

Dr. Apollonia (Polly ) Obermoser, freie Kuratorin, frischgebackene Ägyptologin, 30, verlobt mit

Timothee de Monbattaile, ebenfalls 30, reicher Sohn und Erbe

Daphne Gamser, It-Girl, ebenfalls reiche Erbin, ebenfalls 30,

Heribald Pucci ( freut sich, wenn jemand Puccini sagt) 50, eigenwilliger Museumsdirektor

sowie

eine nicht vorhandene Mumie samt Fluch,

zwei Herren von der Polizei, zwei Anubis-Darsteller, eine Sicherheitschefin, ein Historiker und Kurator im Angestelltenverhältnis, ein ägyptischer Kurator, ein Banksy-Verschnitt, ein Pizzabote, ein Aura-Chirurg , Pharao Teti der Dritte und noch einige Personen.

Und eine Sandrattenskulptur.

Diese bunte Gesellschaft trifft beim Versuch, einige hochinteressante Artefakte der alt-ägyptischen Kultur im Rahmen einer recht schrägen Veranstaltung der Presse und damit der Öffentlichkeit vorzustellen, aufeinander, und aneinander und durcheinander und auseinander. Denn es gibt Tote. Zuerst nur einen, dann häuft es sich, trotz strenger Sicherheitsmassnahmen und viel grünem Licht.

Polly ist not amused, aber couragiert und macht sich auf die Suche nach dem Mörder, assistiert von Daphne, der neuen Freundin ihres Verlobten Timothee. Aber sie finden nur Halbtote und ganz Tote und immer wieder die Skulptur einer ägyptischen Sandratte.

Ein total vergnügliches Leseerlebnis, für Leser völlig ungefährlich und unterhaltsam bis der Arzt kommt, dank ausgefallener Wortschöpfungen und ganz viel Humor.

Das Cover verspricht, was das Buch hält.

Absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Wo die Liebe hinfällt

Die kleine Inselbibliothek
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Der Debütroman von Savannah Carlisle ist sehr gelungen.
Sie beschreibt darin, wie sich die Besitzerin des Buchladens und Betreiberin der Inselbücherei, Lucy, und der Projektentwickler Logan, ...

Der Debütroman von Savannah Carlisle ist sehr gelungen.
Sie beschreibt darin, wie sich die Besitzerin des Buchladens und Betreiberin der Inselbücherei, Lucy, und der Projektentwickler Logan, der der kleinen Stadt Heron Isle ein Konzept vorlegen soll, um der Stadt zu den dringend nötigen Geldern zu verhelfen, kennen lernen und was aus ihnen wird.
Und da fängt das Problem bereits an. Lucy ist dafür, den Tourismus sanft anzukurbeln, mehr auf die Schönheit und Besonderheit der Stadt zu setzen, aber weil die Stadt ja schnell Geld braucht, denkt sie, dass Logan mit irgend einem Hotelprojekt daherkommt, das sich allerdings mit ihrem und dem Bestreben ihrer Freundesgruppe kaum vereinbaren lassen wird.
Ausßerdem hat sich in ihrer Little Free Library eingebürgert, Bücher mit Notizen zu kennzeichnen, wenn man sie weiterempfehlen möchte. Dabei gibt man nicht seinen richtigen Namen an, sondern einen erfundenen. So nennt sich Lucy zum Beispiel Inselfee. Und seit einiger Zeit ist da ein Gatsby-Fan, der ebenfalls tolle Tipps weitergibt und andererseits ihre Empfehlungen annimmt.
Aber zwischen Lucy und Logan spinnt sich etwas an, beide wehren sich dagegen, weil sie meinen, nicht füreinander geschaffen zu sein.
Und so gibt es zu den obligaten Meinungsverschiedenheiten auch noch einiges an Missverständnis, falschem Verstehen und geheimen Wünschen.
Ob sich das alles miteinander vereinbaren lässt und ob das Städtchen aus finanziellen Nöten gerettet werden kann, sollte man unbedingt lesen.
Das Cover zeigt eine Strandszene mit viel Sand und blauem Himmel, die gut zur Geschichte passt.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Erinnerungen der schönsten Art

Autos - mi amore!
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Da ist mir ein richtiges Kleinod in die Hände gefallen.

Luca de Meo hat auch der bestpassendsten Titel dafür ausgesucht.

Schon gleich auf den ersten Seiten kamen bei mir schöne Erinnerungen auf. Da wurde ...

Da ist mir ein richtiges Kleinod in die Hände gefallen.

Luca de Meo hat auch der bestpassendsten Titel dafür ausgesucht.

Schon gleich auf den ersten Seiten kamen bei mir schöne Erinnerungen auf. Da wurde die Dyane von Citroen beschrieben, mein allererstes Auto.

Das hat gleich einmal für nasse Augen gesorgt, habe ich doch in diesem Auto meine Kinder und die restliche Familie durch die Gegend kutschiert, und es war jedes Mal ein lustiges Ereignis. Das typische Schaukeln in den Kurven, das " Fetzendachl", die Schaltung, das Aussehen, das Schnurren des Motors, alles war ein bisschen anders als bei anderen Marken.

Aber die Reise geht weiter, zu jeder der tollen italienischen Marken, von denen heute nur noch in Liebhaberkreisen geredet wird, zu jeder renommierten Marke, die es teils auch heute noch gibt, oder auch nicht mehr, zu Fusionen, Fehlschlägen und interessanten Neuerungen auf den zu jener Zeit noch durchaus ausbaufähigen Techniken in der Automobilbranche gibt es Wissenswertes zu lesen.

Der Autor hat alles alfabetisch geordnet, so dass man auch einmal ein Kapitel überspringen oder nochmals durchlesen kann.

Ich weiss jedenfalls schon genau, wem ich das Buch zu Weihnachten schenken werde.

Auch das Cover ist sehr schön gestaltet und spricht für sich.

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