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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ende einer langen Geschichte

Finale Curioso
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In einer vornehmen Bozener Villa werden vier unterschiedlich getötete Frauen gefunden. Wer macht so etwas?

Relativ schnell stellt sich heraus, dass in dem als Hotel gemeldeten Haus ein Edelbordell etabliert ...

In einer vornehmen Bozener Villa werden vier unterschiedlich getötete Frauen gefunden. Wer macht so etwas?

Relativ schnell stellt sich heraus, dass in dem als Hotel gemeldeten Haus ein Edelbordell etabliert ist. Und dort verkehrt die männliche Creme de la Creme von Bozen und Umgebung.

Fabio, Francesca und Eduard ermitteln in alle Richtungen, der Vicequestore Marzollo ist gar nicht erfreut und verhängt einen Informationsstop für die Presse. Was natürlich Fragen aufwirft.

Aus Innsbruck kommt der Mieter des Hotels und macht seine Aussage, er will helfen, den oder die Täter zu finden, ist doch seine Lebensgefährtin eine der Toten. Er vermutet ganz offen einen Bandenkrieg und die Morde sollten eine Warnung sein.

Der pensionierte Polizist Tommaso hingegen vertreibt sich seine nun reichliche Freizeit mit dem Hauen auf eine Pauke, vertretungsweise, aber er findet Gefallen an der Südtiroler Musikkapellenwelt.

Fabio, der von den Eltern Immobilien bekommen hat, schlägt sich mit Umbauplänen herum, kommt aber zeitlich wegen der anfallenden Ermittlungen nicht so recht weiter, auch ist er unsicher, was und wie er an die Sache herangehen soll. Er betreibt mittlerweile Yoga und es gefällt ihm sogar.

Im Mordfall allerdings haben die Ermittler inzwischen ordentlich umgerührt und die Unterwelt ins Rotieren gebracht.

Wer diesen Krimi, es ist der 12. und letzte der Reihe von Ralph Neubauer, liest, wird keine Anschlussprobleme haben, denn was man aus den vergangenen Büchern wissen muss, erfährt man.

Das Buch ist außerordentlich gut und leicht zu lesen, man will gar nicht aufhören.

Schade, dass es nicht weitergeht.

Das Cover ist wieder mit einem typischen Motiv geschmückt und hat hohen Wiedererkennungswert.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Das frühe Gemälde

Kirsten Bertram / Kunstgerecht
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Beate Baum weiß ganz genau, wie sie in ihren Krimis Realität und Einfallsreichtum mischen muss. Für Spannung ist also gesorgt.

Da gibt es einen Maler, Markus Zwönitz, der verhindern will, dass seine ehemalige ...

Beate Baum weiß ganz genau, wie sie in ihren Krimis Realität und Einfallsreichtum mischen muss. Für Spannung ist also gesorgt.

Da gibt es einen Maler, Markus Zwönitz, der verhindern will, dass seine ehemalige Freundin Marion Schneider, die das Geld wirklich benötigt, ein frühes Werk von ihm verkauft. Und dann ist da noch ein netter Nachbar, Victor, der vermitteln will. Er vertraut sich einer Journalistin, Kirsten Bertram, an, die für eine Zeitung über Kunst und Künstler berichtet.

Und diese Journalistin ist ihrerseits mit einem Kollegen, Andreas Rönn, verheiratet, der über die Jugend in der AFD einen Artikel schreibt, aber wegen eines Herzinfarktes in einer Klinik festsitzt.

Das Ehepaar wird bedroht und es kommt zu unschönen Vorkommnissen, weswegen Kirsten in die Wohnung eines Freundes umzieht.

Kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung in Dresden stirbt der Assistent des Künstlers und direkt nach der Beerdigung wird seine Frau ermordet.

Das und noch ganz viel mehr an Politik, Kriminalität und dem Versuch Andreas´, gesund zu werden und seinen Artikel fertig zu schreiben, wird jeden, der das Buch zur Hand nimmt, nicht mehr loslassen, bevor das Buch zu Ende gelesen ist.

Ein sehr schönes und passendes Cover rundet das Leseerlebnis ab.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Vor der Wende, knapp an der Grenze

Ewige Schuld
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Die Geschichte von Fritz Tiedemann, geschrieben von Arne Dessaul, beginnt im Jahr 1974 ganz normal. Junge Burschen an der Grenze zu Ostdeutschland, aber auch an der Grenze zum Erwachsenwerden.

Da kommt ...

Die Geschichte von Fritz Tiedemann, geschrieben von Arne Dessaul, beginnt im Jahr 1974 ganz normal. Junge Burschen an der Grenze zu Ostdeutschland, aber auch an der Grenze zum Erwachsenwerden.

Da kommt viel auf einen Burschen zu.

Zuerst der Abstand, was Bildung betrifft, Mädchen spielen ebenfalls bald eine Rolle, dann kommt die erste Erfahrung mit Liebe ins Spiel und plötzlich ist man erwachsen, trägt Verantwortung, fühlt sich sogar schuldig, wenn man in fremden Revieren gewildert hat. Da stürzt die ganze Welt auf einen ein.

Auch Fritz Tiedemann entgeht diesen Vorgängen nicht, er versinkt sogar etwas tiefer darin. Er liebt Freda, fühlt sich körperlich aber sehr zu seiner " Ersten", Elke, hingezogen, die aber mit seinem besten Freund Helmut verlobt ist. Also Schuldgefühle.

Irgendwann beginnen Fritz und Freda sich für Vergangenes zu interessieren und befragen Leute aus dem Dorf, die etwas darüber wissen könnten. Denn zwei Gräber, die sehr gepflegt sind und in denen zwei russische " Erntehelfer ", die angeblich beim Einsturz einer Scheune ums Leben gekommen sind, erwecken ihre Neugier.

Das passt nicht allen.

Schließlich, als Fritz sich von Elke lösen will, geschieht ein Mord.

Und nun fragt sich Fritz, ob es richtig war, diese ganze Geschichte zu hinterfragen.

Und das tut er auch noch, als er 40 Jahre später an den Ort zurückkommt.

Ein sehr schönes Cover macht Lust aufs Lesen.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Einfach leben und Spaß daran haben

Pinguine fliegen nur im Wasser
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Die Autorin Henriette Krohn hat mit ihrem Roman voll ins Leben getroffen.

Mit sehr viel Gespür für Unterschwelliges und einer ordentlichen Handvoll feinem Humor beschreibt sie die Verwandlung eines abgehobenen ...

Die Autorin Henriette Krohn hat mit ihrem Roman voll ins Leben getroffen.

Mit sehr viel Gespür für Unterschwelliges und einer ordentlichen Handvoll feinem Humor beschreibt sie die Verwandlung eines abgehobenen Beraters , Vincent, der, nachdem ihm gekündigt wurde, plötzlich ohne Wohnung, ohne Auto, ohne Freunde dasteht.

Aber da gibt es eine Taxifahrerin namens Greta, die es sich zum Lebensziel gemacht hat, genau solchen Leuten zu helfen.

Und so kommt es, dass Vincent in das sehr renovierungsbedürftige Haus von Gretas Großeltern einzieht und dafür bei der Renovierung Hand anlegt. Das macht ihm von Tag zu Tag mehr Spaß und er bekommt Helfer, die ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, dass Vincent sein " Berater-Leben" hinterfragt. Denn Spaß hatte er bislang nicht daran. Außerdem gibt es noch eine ehemalige Affäre, auf die er gar nicht stolz ist, nachdem er den gehörnten Ehemann kennen gelernt hat, eine benachbarte Gräfin mit preisgekrönten Hühnern, Väter und Mütter, die durchaus ihre Mängel haben und hatten und eben diese Villa, die immer wohnlicher wird und eigentlich verkauft werden soll, aber das ist eine andere Geschichte.

Das Cover mit den " Pinguinen " versteht man, wenn man das Buch gelesen hat. Lesegenuss ist garantiert.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Schöner Roman

Schattengrünes Tal
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Die Autorin Kristina Hauff versetzt ihre Leser in den Schwarzwald. Genauer gesagt in einen fiktiven Ort, aber dort geht es ganz schön rund.
Ein altes, etwas aus der Zeit gefallenes Hotel, eine ...

Die Autorin Kristina Hauff versetzt ihre Leser in den Schwarzwald. Genauer gesagt in einen fiktiven Ort, aber dort geht es ganz schön rund.
Ein altes, etwas aus der Zeit gefallenes Hotel, eine zerfallene Familie, Vater, Carl, Hotelier alter Schule, Sohn, Felix, hat sich von all dem entfernt, obwohl der Vater immer noch glaubt, er würde das Hotel einmal übernehmen, Ehefrau, Rosa, lebt in einem Heim, ist dement und enttäuscht vom Leben, Tochter, Lisa, Helfersyndrom, verheiratet mit Simon, Förster, eine gemeinsame Tochter, Emilia, sie studiert momentan in Kanada.
Johanna, eine Freundin Lisas, alleinerziehende Mutter zweier Söhne mit mehreren Jobs und einem pflegebedürftigen Vater.
Ein Chor, eine Freundesrunde.
Margret, hilfreiche Mitarbeiterin im Hotel, eigentlich die Managerin und halboffizielle Freundin von Carl, der ja immer noch mit Rosa verheiratet ist.
Und Daniela, eine Fremde, die sich im Hotel einmietet und versucht, sich mit allen anzufreunden.
Dass Daniela alle benutzt, vor Bosheit strotzt, alle gegeneinander ausspielt und Lisas Ehe massiv gefährdet, wird allen beinahe zu spät klar.

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