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Veröffentlicht am 07.01.2025

Wenn Du mich tötest

Wenn du mich tötest
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Im Nordwesten von Schottland in einem kleinen Ort sitzen die Leute im Pub, als ein Mann zur Tür herein kommt und ein Einzelzimmer verlangt. Der Mann – Julian – ist ein deutscher Tourist. Komisch ist nur, ...

Im Nordwesten von Schottland in einem kleinen Ort sitzen die Leute im Pub, als ein Mann zur Tür herein kommt und ein Einzelzimmer verlangt. Der Mann – Julian – ist ein deutscher Tourist. Komisch ist nur, dass er eigentlich Urlaub mit seiner Frau gemacht und noch vor wenigen Tagen einen Bootsausflug unternommen hat. Doch dabei gab es Streit. Jetzt meldet sich der Mann bei der Polizei und seine Frau als vermisst. Bald glaubt der ermittelnde Detective nicht mehr an die Unschuld von Julian und dann wird auch noch die Leiche einer Frau angespült …

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung wird durchgehend hoch gehalten. Dabei passiert gar nicht so viel. Aber dieses ständige Spiel damit, ob Julian seine Frau getötet hat oder nicht, hält die Spannung hoch. Eigentlich ist er sympathisch, doch dann erfährt man etwas aus seiner Vergangenheit oder er verhält sich eigenartig und sofort zweifelt man wieder. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen. Wenn ich aufhören wollte, sagte ich mir – erst noch das Kapitel zu Ende. Und ehe ich mich versah, war ich schon beim nächsten oder übernächsten Kapitel. Ich konnte kaum aufhören. Die Figuren – vor allem die schottischen Bewohner – und die Landschaft sind sehr treffend beschrieben und ich hatte sofort wieder die Bilder meiner eigenen Reisen vor Augen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

In Liebe, Layla

In Liebe, Layla
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Layla ist die Tochter eines vermögenden Senators und musste noch nie in ihrem Leben arbeiten. Sie amüsiert sich, besucht eine Party nach der anderen und flirtet. Als sie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten ...

Layla ist die Tochter eines vermögenden Senators und musste noch nie in ihrem Leben arbeiten. Sie amüsiert sich, besucht eine Party nach der anderen und flirtet. Als sie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten Verlobten zu heiraten, kommt es zu einem Streit, bei dem der Vater ihr die finanzielle Unterstützung entzieht und sie zum Arbeiten zwingt. Über einen Onkel kommt sie in ein Projekt und in die Kleinstadt Macedonia in West Virginia. Dort soll sie anlässlich der 150-Jahr-Feier ein Buch über die Geschichte der Stadt schreiben. Anfangs findet sie alles grauenvoll und fühlt sich in der Familie, in der sie zur Untermiete wohnt, einfach nur unwohl. Doch dann lernt sie Felix kennen...

Mich hat das Buch nicht überzeugt. Den dauernden Wechsel der Erzähler fand ich anstrengend und anfangs auch verwirrend. Am besten gefielen mir die Teile, die als Brief geschrieben waren. Und die Teile, die die Buchkapitel der Stadtgeschichte waren, die waren sehr humorvoll. Ansonsten habe ich mich 400 der 600 Seiten teilweise durchgequält und oft gelangweilt. Alles wurde so breit gezogen und ausgewalzt. Hier hätte für meine Begriffe eine Straffung gut getan. Erst im letzten Drittel kam ein wenig Spannung auf und ich konnte flüssiger lesen. Das Ende wiederum fand ich nicht überzeugend. Keine der Figuren mit Ausnahme von Emmet war mir besonders sympathisch oder nähergehend. Am Schluss war ich einfach nur froh, dass das Buch zu Ende war.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Eins

Eins
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Tippi und Grace sind Zwillingsschwestern, aber keine gewöhnlichen. Sie sind siamesische Zwillinge, an der Hüfte zusammengewachsen. Jede hat einen eigenen Oberkörper, aber einen gemeinsamen Unterleib. Jahrelang ...

Tippi und Grace sind Zwillingsschwestern, aber keine gewöhnlichen. Sie sind siamesische Zwillinge, an der Hüfte zusammengewachsen. Jede hat einen eigenen Oberkörper, aber einen gemeinsamen Unterleib. Jahrelang wurden sie zu Hause unterrichtet, doch der Vater wird arbeitslos und das Geld reicht nicht. So bekommen sie ein Stipendium für eine private Schule. Wie erwartet, wird es dort nicht einfach, doch sie finden in den Außenseitern Yasmeen und Jon Freunde. Ihre Schwester „Dragon“ träumt vom Ballett. Ihre Mutter arbeitet zu viel, der Vater beginnt zu trinken. Und dann kommen noch die gesundheitlichen Probleme...

Das Buch hat mich beeindruckt. Es ist ungewöhnlich. Zum einen vom Stil her. Kurze Sätze und Abschnitte, geschrieben wie ein Gedicht. Die Geschichte wird aus Sicht von Grace erzählt und so erhält man einen Eindruck in das Leben der Zwillinge und in ihre Gefühle. Was für sie normal ist, kann man als Außenstehender nicht immer gleich nachvollziehen. Sie sind beeindruckend in ihrem Zusammenhalt, in ihren gemeinsamen Entscheidungen und wie sie das Leben meistern. Umso trauriger ist das tragische und unerwartete Ende. Doch bis dahin gibt das Buch viel Stoff zum Nachdenken. Ich kann es nur uneingeschränkt weiter empfehlen.
Dazu trägt ebenfalls das außergewöhnlich gestaltet Cover bzw. der Umschlag bei. Hier hat sich jemand richtig gute Gedanken gemacht und die Entscheidung „Eins oder Zwei“ gut umgesetzt.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Gute Gesellschaftsstudie

Was ich euch nicht erzählte
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Amerika in den 1970er Jahren. Eine Familie mit drei Kindern. Eines Morgens wird am Frühstückstisch die mittlere Tochter Lydia vermisst. Ist sie ausgerissen, wurde sie entführt? Die Polizei sucht sie und ...

Amerika in den 1970er Jahren. Eine Familie mit drei Kindern. Eines Morgens wird am Frühstückstisch die mittlere Tochter Lydia vermisst. Ist sie ausgerissen, wurde sie entführt? Die Polizei sucht sie und findet sie ertrunken im See. Mord oder Selbstmord?

Die Geschichte ist kein Krimi oder Thriller, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Trotzdem ist sie spannend. Spannend, weil man wissen möchte, wie es dazu kam. Das Buch erzählt die Geschichte der Familie, die reichlich 20 Jahre früher begann. Die Mutter ist eine unangepasste junge Frau. Sie soll gemäß der damaligen Zeit gut heiraten. Doch sie will studieren und Ärztin werden. Dann lernt sie an der Universität ihren späteren Mann kennen. Er ist Amerikaner, doch stammt von chinesischen Einwanderern ab. Die Ehe ist für die damalige Zeit fast ein Skandal. Er bekommt nur in einer Kleinstadt Arbeit, sie schnell 2 Kinder und damit hat sich der Traum vom Studium erledigt. Sie bleiben immer Außenseiter und das bleibt auch bei ihnen Kindern so. So transportiert vor allem die Mutter ihre Träume auf Lydia und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wehrt diese sich nicht dagegen. Stattdessen hält sie eine Fassade aufrecht. Doch irgendwann funktioniert das Ganze nicht mehr.
Auch wenn sich das alles vor vielen Jahren zugetragen hat, ist vieles auch auf die heutige Zeit übertragbar. Wenn man nicht miteinander redet, entstehen viel zu viele Missverständnisse, falsche Entscheidungen und Fehler. Das Buch gibt viele Anregungen zum Nachdenken, aber dazu ist es noch eine gute Geschichte und gleichfalls gut lesbar.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Nicht ganz überzeugend

Mörderische Wahrheiten
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In Wien werden mehrere Jugendliche mit 21 Messerstichen ermordet. Sie tragen gelbe T-Shirts, graue Hosen und pinken Nagellack. Alles ist gleich wie bei einer Mordserie vor rund 20 Jahren. Nur der damalige ...

In Wien werden mehrere Jugendliche mit 21 Messerstichen ermordet. Sie tragen gelbe T-Shirts, graue Hosen und pinken Nagellack. Alles ist gleich wie bei einer Mordserie vor rund 20 Jahren. Nur der damalige Mörder sitzt im Gefängnis und stirbt, kurz bevor der 1. neue Mord passiert. Damals war Konrad stark in die Ermittlungen eingebunden und als er jetzt endlich aus dem Koma erwacht, kann er sich an nichts erinnern und trotzdem soll er zusammen mit Carlotta der Polizei helfen.

Das 2. Buch um Carlotta und Konrad. Man kann es auch gut lesen und verstehen, ohne das 1. zu kennen. Auch hier für mich wieder viel zu viel Nebenhandlung. Für mich ist es eher ein Roman mit ein paar Ermittlungen nebenbei. Eine gewisse Spannung ist vorhanden, doch speziell Carlotta wirkt auf mich nicht sympathisch. Es ist für mich auch nicht wirklich glaubwürdig, dass Carlotta mit ein paar Anrufen und Besuchen so einen großen Ermittlungsvorsprung gegenüber der Polizei haben soll. Und auf mich wirkt es auch überhaupt nicht glaubwürdig, dass der Mörder so wenig in die Ermittlungen einbezogen wird, obwohl das für mich naheliegend war und das Ende dann doch sehr dramatisch wurde.
Alles in allem ist das Buch gut lesbar und spielt zumindest teilweise an ungewöhnlichen Orten und mit ungewöhnlichen Personen. Für mich persönlich ist es eher Durchschnitt.

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