„Jeder verliert sich von Zeit zu Zeit in den Wellen“
Kein Sturm zu nah (Tales of Sylt, Band 2)Durch eine Verkettung verschiedener Ereignisse weiß Elisa nicht mehr, was sie in ihrem Leben wirklich möchte. Hals über Kopf flieht sie aus Australien in ihre Heimat nach Sylt. Dort trifft sie ausgerechnet ...
Durch eine Verkettung verschiedener Ereignisse weiß Elisa nicht mehr, was sie in ihrem Leben wirklich möchte. Hals über Kopf flieht sie aus Australien in ihre Heimat nach Sylt. Dort trifft sie ausgerechnet auf Jonah, dem seinen schlechten Ruf vorrauseilt. Doch Elisa hat das Gefühl, dass mehr hinter seiner Fassade steckt und keiner ihn wirklich sieht. Doch warum sollte er ausgerechnet Elisa an sich heranlassen?
Eine Liebe so stürmisch wie der Ozean. Die Beiden verbindet von Anfang an eine emotionale Gebrochenheit, dessen Ursprung sogar in einem gemeinsamen Ereignis der Vergangenheit zu finden ist. Man bekommt das Gefühl, dass sie sich gleichzeitig „hassen“ und zueinander hingezogen fühlen.
Alexandra hat so einen tollen Schreibstil, dass man sich emotional direkt im Geschehen wiederfindet. Es ist so tiefgründig geschrieben, dass es einem beim Lesen direkt zur Selbstreflexion verleitet.
Jonah liebt seine Schwester Hanni über alles. Seine Fürsorge ihr gegenüber ist riesig. Alles was er macht ist dafür, dass es ihr in der Zukunft besser ergeht als ihm selbst. Sein Vater hat damals sowohl den Ruf der Familie, als auch dessen Zusammenhalt nachhaltig geschadet. Er versucht verzweifelt hinter ihm aufzuräumen. Kiten ist sein Ventil alles zu verarbeiten. Und irgendwie ist Elisa es auch geworden.
Elisa ist ein super einfühlsamer Mensch und richtig gut im Zuhören. Sie findet immer die richtigen Worte, um ihre Mitmenschen wiederaufzubauen. Als Leser verfolgt man ihren Weg sich selbst zu finden.
Doch kann Elisa auch Jonah helfen und sich gleichzeitig selbst wieder auf den richtigen Weg bringen?
Eine tolle Geschichte, die einem selbst den Mut macht seinen Weg zu finden und sich von anderen nicht in die falsche Richtung drängen zu lassen.
Ich liebe einfach das Setting. Nach dem ersten Band hatte ich Sorge, dass der Zweite nicht mithalten kann, aber die war vollkommen unberechtigt. Ein weiteres Buchhighlight und eine klare Leseempfehlung!