Einfach super!
Ein Alman feiert selten allein„Ein Almann feiert selten allein“ ist aus meiner Sicht ein gelungener Debütroman der Aylin Atmaca. Die Autorin hat in mir definitiv schon einen großen Fan, denn ich war und bin von der Lektüre total begeistert.
Der ...
„Ein Almann feiert selten allein“ ist aus meiner Sicht ein gelungener Debütroman der Aylin Atmaca. Die Autorin hat in mir definitiv schon einen großen Fan, denn ich war und bin von der Lektüre total begeistert.
Der Inhalt: Zu Weihnachten gehören ein geschmückter Baum, leckeres Essen, Geschenke und die Familie – das ist selbst Elif, die als Kind türkischer Gasteltern in Deutschland groß geworden ist, klar. Doch wie genau die Deutschen es mit ihren Weihnachtstraditionen und Bräuchen nehmen, wird deutlich, als Elif das erste Weihnachtsfest bei den Eltern ihres Freundes Jonas verbringt. Vom Planungswahnsinn in der Familien-Whats-App-Gruppe über Diskussionen um nachhaltige Nordmanntannen bis hin zum Bügeln des Geschenkpapiers aus dem letzten Jahr bleibt ihr nichts erspart. Und schnell stellt sich die Frage, ob das wirklich noch ein besinnliches Beisammensein ist – oder ob schon der nächste Erbschaftsstreit naht.
Wow! Einfach spitze! Ich habe jetzt noch ein Grinsen im Gesicht, wenn ich mir gewisse Szenen vor Augen führe. Und schon beim Aufklappen das Buches kommt die Frage: Wieviel Alman steckt in dir?
Und da fängt der Spaß ja schon an. Ich muss gestehen, ich selbst habe Tupperware im Schrank und schreibe mir gerne Listen. Aber nun zu unserer Protagonistin Elif, die ja schon mit gemischten Gefühlen mit Jonas zu seinen Eltern gefahren ist, um das Weihnachtsfest – dessen Planung ja bereits im September begonnen hat - zu feiern. Und Elif hat wirklich schon im Vorfeld geahnt, was auf sie zukommt. Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitzenmäßig. Ich hatte oft das Gefühl live dabei zu sein. Und Elif hätte ich gerne ab und an in den Arm genommen, denn wer hat geahnt, wie „schrecklich“ dieses Weihnachtsfest werden würde, obwohl sich Elif größte Mühe gab, aber Jonas Familie – ach die fand ich manchmal wirklich unmöglich. Ich konnte diese Lektüre einfach nicht mehr aus der Hand legen, und habe gehofft, dass alles noch ein gutes Ende nimmt und die Beziehung von Elif und Jonas nicht unter diesem Fest leidet. Aber lasst euch überraschen.
Ein toller Wohlfühlroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Roman der Autorin.