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Veröffentlicht am 12.06.2020

Spannender zweiter Band

Cyber Trips
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Band 1 war Anfang des Jahres schon ein absolutes Highlight für mich und hat mit einem miesen Cliffhanger geendet, sodass ich die Fortsetzung kaum erwarten konnte.
Schon auf den ersten Seiten des Buches ...

Band 1 war Anfang des Jahres schon ein absolutes Highlight für mich und hat mit einem miesen Cliffhanger geendet, sodass ich die Fortsetzung kaum erwarten konnte.
Schon auf den ersten Seiten des Buches war ich begeistert, denn zum schnell wieder in die Geschichte einfinden waren nicht nur die Charakterzeichnungen aus Band 1 nochmal abgebildet, sondern auch ein „was bisher geschah“ Kapitel enthalten, dass dafür gesorgt hat, dass ich sofort wieder in der Geschichte drin war.
Zunächst startet das Buch etwas ruhiger, was ich aber absolut passend fand, da man in Band 1 unglaublich viele Personen kennengelernt hat und das Buch aus wechselnden Perspektiven geschrieben ist, sodass man in der ersten Hälfte des Buches die Protagonisten nochmal besser kennenlernen konnte und sich auch die Beziehungen zwischen diesen festigen konnten. Dadurch, dass alle Protagonisten so besonders sind und sie mir alle schon im ersten Teil ans Herz gewachsen sind fand ich die Erzählweise aus so vielen Perspektiven wirklich gut, da man dadurch Geschehnisse von verschiedenen Seiten betrachten konnte und ich manches noch besser verstehen konnte.

In Band 1 gab es anfangs recht viele technische Erklärungen, das hat sich in Band 2 weitgehend gelegt und statt Erklärungen gibt es nun viel Handlung, spannende Wendungen und ein Ende, dass es wieder in sich hatte. Auch wenn es diesmal weniger waren als im ersten Teil, haben mir die eingestreuten Ausschnitte aus Personalakten und Militärberichten, sowie die Charakterzeichnungen wieder Hammer gut gefallen, da sie das Leseerlebnis angenehm auflockern und man unterstützend nochmal Bilder von den Protagonisten vor den Augen hat.

Der Schreibstil war einfach wieder der Hammer, sodass ich mich toll in die Atmosphäre des Buches einfinden konnte und mir die Schauplätze vorstellen konnte. Für einen Mittelband einer Trilogie war Cyber Trips wirklich stark, hat einige Wendungen geboten und mich wieder total packen können. Im Vergleich zu Band 1 fand ich ihn minimal schwächer, einfach weil sich die Spannung erst ab der Hälfte richtig aufgebaut hat, der erste Teil des Buches hat aber trotzdem so viele interessante Informationen über die Welt und die Protagonisten geboten und meine Theorien sind nie aufgegangen, sodass ich dem Buch trotzdem 4,75 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Leider sehr enttäuschend

Wildflower Summer – In deinen Armen
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Nachdem ich die Redwood-Reihe letztes Jahr geliebt habe, hatte ich sehr hohe Erwartungen an die neue Dilogie Wildflower Summer und wurde leider enttäuscht.

Das Setting des Buches auf der Ranch hat mir ...

Nachdem ich die Redwood-Reihe letztes Jahr geliebt habe, hatte ich sehr hohe Erwartungen an die neue Dilogie Wildflower Summer und wurde leider enttäuscht.

Das Setting des Buches auf der Ranch hat mir sehr gut gefallen. Die Landschaft und die Zusammenarbeit dort wurden schön beschrieben, sodass ich mich selbst dort hingewünscht habe. Der Schreibstil war wie in den vorherigen Büchern der Autorin wieder flüssig und leicht, sodass die inhaltlichen Probleme, die ich damit hatte etwas besser zu ertragen waren.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Nates und aus Olivias Perspektive erzählt, die ich jedoch beide etwas anstrengend fand.

Olivia ist eine Frohnatur, obwohl sie bereits fast alle verloren hat die ihr Nahe standen, und versucht jedem zu helfen, der ihre Hilfe brauchen könnte. Dadurch, dass sowohl ihr bester Freund Nakos, als auch Nate jedoch überbeschützend sind und sie nie aus den Augen lassen, wird sie als naiv, tollpatschig und nicht alleine lebensfähig dargestellt. Mir gefällt es ehrlich gesagt nicht so gut, wenn es so dargestellt wird als würde eine Frau nicht ohne ihre männlichen Beschützer klarkommen, doch hat Olivia sich selbst bereits auf den ersten Seiten durch eine sehr unüberlegte Handlung gegenüber ihrem besten Freund recht unbeliebt bei mir gemacht.

Nate wiederum hat eine schwere Vergangenheit, eine riesige Statur und möchte Olivia beschützen, weil er es ihrem Bruder bei seinem Tod versprochen hat. Er ist geprägt von Schuldgefühlen, aber auch von den anderen Lasten, die er aus der Kindheit und der Armeezeit davongetragen hat. Trotzdem ist er eigentlich ein „sanftmütiger Teddy, der allen Menschen nur Gutes will.

Die Nebencharaktere Tante Mae, die bereits Olivia und ihren Bruder großgezogen hat und sich um Speis und Trank für die Ranchmitarbeiter kümmert, der Hund Bones und der Vorarbeiter Nakos haben toll in die Geschichte gepasst und waren für mich noch mit das Beste am Buch.

Kommen wir nun zu Olivia und Nates Beziehung, die mein großes Problem an der Geschichte war. Von der ersten Begegnung an bestand eine sexuelle Spannung zwischen den beiden, die rein auf Äußerlichkeiten beruhte. Von da an gab es kein Gespräch zwischen den beiden, dass nicht entweder von Dirty Talk durchzogen war oder in Sex endete. Dadurch konnte mich die Beziehung der beiden überhaupt nicht überzeugen und hat mich mehr an eine Affäre erinnert als an eine ernsthafte emotionale Bindung. Besonders genervt hat es, dass Nate in jedem zweiten Satz den Begriff „Baby“ benutzt und zudem immer wieder wiederholt, dass er „nicht gut genug für sie ist“. Auf der einen Seite sind seine Schuldgefühle natürlich ein wichtiger Teil der Handlung, manchmal ist weniger aber mehr. Auch die Umschreibungen beim Dirty Talk fand ich einfach nur cringy, ich weiß nicht ob sie der Übersetzung geschuldet sind doch Aussagen, wie „du könntest Unterhosen zum Schmelzen bringen“ (S. 78), „höschengefährdend“ oder die Fähigkeit „Höschen zu Staub zerfallen zu lassen“ (S. 215) fand ich eher abtörnend. Auch die zahlreichen Wiederholungen der Beschreibung von Olivias „kornblumenblauen Augen“ und die Kriegsvergleiche beim Dirty Talk haben mir nicht sehr zugesagt, sind aber zum Teil wohl auch dem amerikanischen Patriotismus geschuldet.

Insgesamt war das Buch wie man merkt leider gar nicht mein Fall. Wer gerne Bücher mit vielen Sexszenen und Dirty Talk liest, wird vermutlich mit diesem Buch glücklich werden. Wer aber mit der Erwartung an eine sanfte Liebesgeschichte a la Redwood Love herangeht könnte stark enttäuscht werden. Von mir gibt es daher 2.5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.05.2020

Absolutes Highlight

When We Dream
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New Adult Bücher lese ich immer besonders kritisch, denn der grobe Handlungsablauf und die Liebesgeschichte laufen ja im Grundgerüst immer sehr ähnlich ab. Um für mich aus der Masse herauszustechen muss ...

New Adult Bücher lese ich immer besonders kritisch, denn der grobe Handlungsablauf und die Liebesgeschichte laufen ja im Grundgerüst immer sehr ähnlich ab. Um für mich aus der Masse herauszustechen muss ein New Adult Buch daher ganz besonders tolle Protagonisten haben, einen langsamen, nachvollziehbaren Aufbau der Liebesgeschichte und Drama was passend und nicht übertrieben ist. All das hat when we Dream mir geboten.

Das Buch konnte mich einfach von Grund auf überzeugen. Ella und ihre beiden Schwestern waren zuckersüß und jeder für sich besonders. Ella liebt das Zeichnen und Bücher, hat aber das Gefühl, ihr Studium durchziehen zu müssen um ihre Schwester finanziell nicht zu belasten, die jüngere Liz ist ein absolutes Kpop Fangirl und liebt es zu tanzen und die ältere Schwester Mel arbeitet bis zum umfallen um das Leben der drei finanzieren zu können.
Jae-Yong hat mir als männlicher Protagonist ebenfalls unglaublich zugesagt, denn er ist endlich mal kein Bad-Boy, nicht durch seinen Ruhm abgehoben und hat eine tolle Beziehung zu seinen Bandkollegen.
Mit KPop muss man vorher auch nicht viel anfangen können, das wichtigste erfährt man während des Buches und es war interessant mal mehr darüber zu erfahren.
Ansonsten haben mich der langsame Aufbau der Liebesgeschichte und das Drama was zwar existierte, aber nicht überzogen war, einfach überzeugt. Der Cliffhanger am Ende ist aber sehr böse und ich fiebere jetzt schon sehnsüchtig auf den August hin.

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Schönes, aber recht vorhersehbares Jugendbuch

Feuer & Gold
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Endlich mal wieder ein Jugendbuch mit Drachen! Ich war wirklich unheimlich motiviert darauf, langsam habe ich es satt, dass sich fast jedes Fantasybuch um Elfen dreht, da ist das mal eine willkommene Abwechslung ...

Endlich mal wieder ein Jugendbuch mit Drachen! Ich war wirklich unheimlich motiviert darauf, langsam habe ich es satt, dass sich fast jedes Fantasybuch um Elfen dreht, da ist das mal eine willkommene Abwechslung gewesen.

Der Schreibstil des Buches ist sehr jugendlich, was aber gut zum Alter der Protagonistin gepasst hat. Durch die leichte, humorvolle Sprache und das schnelle Tempo der Geschichte habe ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen.

Für Sky ist ihre Familie das wichtigste, besonders nachdem sie von den anderen Wyvern geächtet wurden und niemand mehr mit ihnen redet. Doch jedes Mal wenn sie nach ihrer Mutter fragt blocken sie ab und bitten sie es einfach darauf beruhen zulassen, sodass Sky sich allein auf die Suche nach Antworten macht. Auf ihrer Suche findet sie einige Unterstützer, muss aber auch über sich selbst hinauswachsen. Sky verhält sich genauso wie man es von einer 16-jährigen erwarten würde. Sie ist etwas trotzig, hat ein gebrochenes Herz nachdem ihr Freund sie verlassen hat und ist wütend, dass ihre Freunde nicht mehr mit ihr reden.

Als Alibi für ihre Nachforschungen freundet sie sich mit Gabriela an, die ein Mensch ist, dafür aber völlig fasziniert von allem ist was mit Drachen oder Magie zu tun hat. Durch ihre leicht naive Art und ihren Wunsch sich alles an Wissen anzueignen, war sie mir aber sehr sympathisch.

Handlungstechnisch war das Buch ziemlich vorhersehbar, aber trotzdem gut. Meistens war mir beim Lesen völlig klar, was als nächstes passieren wird, aber es hat trotzdem Spaß gemacht über die Welt der Drachen und die Raubzüge zu lesen. Dadurch fehlte es aber leider auch ein wenig an Spannung. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte eigentlich Stoff für eine Dilogie geboten, dann wäre auch Platz für ein paar Wendungen gewesen, so war die Story dann doch eher linear und keine große Überraschung. Obwohl ich die Nebencharaktere, insbesondere auch Skys Brüder, wirklich gern mochte, blieben sie bis zum Ende eher blass, aber bei einem unter 400 Seiten langen Einzelband kann man wohl auch nicht erwarten am Ende die Lebensgeschichte und Gefühle von jeder Figur zu kennen.

Trotzdem ist es ein tolles Buch für jüngere Leser, bei dem der Fokus auf den Charakteren und dem Humor liegt.
Wer eine einfache, lustige Fantasygeschichte über Drachen und Raubzüge sucht ist hier gut beraten, für komplexes Worldbuilding, Twists und tiefgründige Charaktere ist man hier aber eher an der falschen Adresse. Von mir gibt es 3.75 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.05.2020

Schöner Liebesroman der anderen Art

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Die Idee des Buches fand ich Hammer, sodass ich schon Monate auf das Buch hingefiebert habe.

Mir hat es total gefallen, dass das Buch sich mit einigen typischen Beziehungsproblemen befasst hat und im ...

Die Idee des Buches fand ich Hammer, sodass ich schon Monate auf das Buch hingefiebert habe.

Mir hat es total gefallen, dass das Buch sich mit einigen typischen Beziehungsproblemen befasst hat und im ganz normalen Alltag der Familie gespielt hat. Ich persönlich mag Bücher über „Berühmtheiten“ nicht so gerne und war daher unheimlich erleichtert, dass seine Karriere zwar ein Teil von ihm ist, die eigentliche Handlung sich aber nicht um Geld, den Sport und seine Fans gedreht hat, sondern nur von ihrem Familienleben handelte.

Thea, die mit den anderen Spielerfrauen nicht wirklich klarkommt, sich rührend um die kleinen Zwillingsmädchen kümmert, aber auch eine Karriere haben will, hat mir durch ihre sarkastische Art gut gefallen, hatte aber auch Lasten aus der Vergangenheit zu tragen, die sich auf ihr Beziehungsleben ausgewirkt haben.

Gavin hingegen hat sich wirklich niedlich verhalten, sein Handeln wirkte oft etwas tollpatschig, aber es war schön zu lesen, wie er um die Liebe seiner Frau kämpft. Gut, manchmal hat er sich wirklich doof angestellt, aber die Szenen konnten mich immer wieder zum Lachen bringen.

Die Sache mit dem Buchclub hatte ich mir vor dem Lesen etwas anders vorgestellt. Irgendwie hatte ich mir zahlreiche Treffen und wechselnde Lektüre vorgestellt. Im Endeffekt drücken die Jungs ihm aber ein von ihnen ausgewähltes Buch in die Hand und er liest es dann im Verlauf der Geschichte. Das war zwar etwas anders als ich es erwartet hatte, hat mir aber gut gefallen, da diese historische Liebesgeschichte ebenfalls einige Kapitel des Buches gefüllt hat und man dadurch zwei Liebesgeschichten in einem Buch lesen konnte, die oft starke parallelen hatten.

Bei den Nebencharakteren stachen natürlich die kleinen Zwillinge total hervor, die logischerweise eine große Rolle im Leben der zwei und dadurch natürlich auch im Buch spielen. Die beiden waren einfach zuckersüß beschrieben und mir hat auch die Art und Weise gut gefallen, wie die Männer des Buchclubs mit den Kindern umgegangen sind.

Theas Schwester Liv, die vorrübergehend bei Thea eingezogen ist konnte echt anstrengend sein. Natürlich will sie nur das Beste für ihre Schwester, stand dem Liebesglück aber immer wieder im Weg. Ihre Liebesgeschichte mit einem weiteren Mitglied des Buchclubs wird im zweiten Band erzählt, sodass ich sehr gespannt bin ob mein Herz sich noch für sie (und besagtes Buchclubmitglied) erwärmen kann.

Nachdem ich erstmal ein bisschen gebraucht habe um in die Geschichte rein zu finden hat mich das Buch ab der Hälfte richtig gepackt. Ich habe herzlich gelacht, fand Gavin einfach unglaublich süß und bin richtig in der Geschichte versunken. Das Ende war mir dann aber mal wieder etwas zu kitschig. Da ist weniger manchmal einfach mehr. Trotzdem war es eine süße Geschichte, die mal anders aufgebaut ist als die meisten New Adult Romane und ein lustiges und schönes Leseerlebnis bietet. Von mir gibt es 4 Sterne.

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