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Veröffentlicht am 14.04.2018

Ein toller Sommer-Sonnen-Urlaubsroman von der Amalfi-Küste

Ein Sommer wie Limoneneis
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Marco ist erfolgreicher Immobilienanwalt und lebt mit Frau und Kindern in München. Seine italienischen Wurzel interessieren ihn wenig und noch weniger kümmert er sich um seine Familie in Amalfi, die dort ...

Marco ist erfolgreicher Immobilienanwalt und lebt mit Frau und Kindern in München. Seine italienischen Wurzel interessieren ihn wenig und noch weniger kümmert er sich um seine Familie in Amalfi, die dort seit Generationen eine Limonen-Plantage betreibt.

Als er im größten beruflichen Stress steckt, verschwindet seine Frau, hinterlässt ihm ihre Scheidungsabsicht und lässt ihn mit den beiden Kindern allein. Als sein Vater sich auch noch ein Bein bricht, reist Marco kurzerhand nach Amalfi, um mal auf die Schnelle alles zu regeln. Doch so einfach wie er sich das denkt ist das nicht. Und ob er will oder nicht, schnell nimmt ihn seine wunderschöne Heimat und das italienische Lebensgefühl gefangen. Außerdem sieht er seine Jugendliebe Lisabetta wieder, der Zauber Italiens vereinnahmt ihn mehr und mehr.


Die Bücher von Marie Matisek haben stets einen Wohlfühleffekt und verleihen sommerliche Urlaubsgefühle. Auch mit diesem Buch gelingt ihr das erneut und man findet sich schnell in der zauberhaften Küstenlandschaft bei Amalfi wieder. Das italienische Flair schwappt förmlich auf den Leser über und man sieht sich gemeinsam mit dem Protagonisten die Limonenplantage und die wunderschönen Schauplätze an.


In diesem Buch findet Marco seinen Weg zurück zu seinen Wurzeln. Jahrelang hat er für seine Karriere gelebt und dabei Frau und Kind zwar luxuriös versorgt, aber das Seelenleben und die familiäre Gemeinschaft mussten darunter leiden.

Erst ein Besuch bei seinem kranken Vater in Amalfi, das Wiedersehen mit alten Jugendfreunden und die Schmetterlinge im Bauch als er auch seine erste große Liebe Lisabetta wiedertrifft, machen ihm einiges im Leben klar.


Mit dieser Geschichte verzaubert Marie Matisek den Leser mit italienischem Lebensgefühl und kulinarischen Köstlichkeiten, sie zeigt aber auch die Sorgen im Zitronenanbau und erklärt, wie vorbildlich die Amalfitanos Nachbarschaftshilfe betreiben. Die Limonenplantage bringt viel Arbeit und intensives Kümmern mit sich. Zeit, die der Anwalt Marco für den geringen Ertrag nicht erbringen möchte.

Ich konnte ganz in das italienische Flair eintauchen, kenne die Gegend und die wunderbaren Ausblicke an italienischer Küsten und ließ mich gern davon verzaubern.


Mir haben auch die Charaktere gut gefallen, man liest von ihnen und meint sie alle zu kennen, so detailgenau und treffend werden sie beschrieben.

Die Schauplätze und Stimmungen erscheinen lebendig und wunderschön. Die Liebesgeschichte hätte ich persönlich gar nicht gebraucht.


Es ist ein Wohlfühlroman, der den nächsten Urlaub in Italien herbeisehnen lässt. Aber er lässt auch innehalten und nachdenken über die wahren Ziele im Leben.

Was braucht man im Leben? Kann man mit Wohlstand alles erreichen, was das Leben lebenswert macht?


Für sommerliche Urlaubslektüre ist dieser Roman sehr gut geeignet, aber auch zum Träumen für Daheim sorgt er für schöne Lesestunden und macht Lust auf Limoneneis und Limoncello.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Dieses Buch muss man einfach gelesen haben

Der Hahn ist tot
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Hab ein bißchen Erbarmen mit einer alten Jungfer, die vor Liebe brennt!" Zitat Seite 92


Wie bei Ingrid Noll üblich, ist dieser Roman eine fesselnde Mischung aus der bitteren Lebensansicht einer alten ...

Hab ein bißchen Erbarmen mit einer alten Jungfer, die vor Liebe brennt!" Zitat Seite 92


Wie bei Ingrid Noll üblich, ist dieser Roman eine fesselnde Mischung aus der bitteren Lebensansicht einer alten Jungfer und ihrem Wunsch nach spätem Lebensglück und einer Menge schwarzem Humor. Wie sich Rosi über geltendes Recht und Moral, über Leben und Tod hinweg setzt, nur um sich ihren Traummann zu angeln, ist vergnüglich zu lesen. Fast fühlt man sogar eine Art von Sympathie und bekommt Mitleid mit Rosi und entschuldigt ihre üblen Machenschaften. Aber das hat auch mit der locker fröhlichen Erzählweise der Geschichte zu tun. Genüsslich folgt man dem Handlungsverlauf und hat nur die eine Sorge, dass Rosi nicht von der Polizei erwischt wird.

Denn sie hatte nicht viel Freude im Leben und als "die alte Scheune brennt", wie sie es so treffend formuliert, ist es um ihren Verstand geschehen. Sie benimmt sich wie ein junges Ding, ändert ihr Äußeres, intrigiert, stalkt im Garten des Begehrten und schaltet mit drastischen Maßnahmen alle Gegenspielerinnen nacheinander aus.

Es ist das enthüllende Psychogramm einer Frau, die mit allen Mitteln ihr Glück versuchen will. Am Ende hat sie Glück und Pech zugleich, so viel sei schon einmal verraten. Es ist eine beklemmende Bitterheit, die zeigt, wie sich dieser Kampf letztendlich auswirkt.



Dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Ingrid Noll ist eine grandiose Schriftstellerin!

Veröffentlicht am 13.04.2018

Nicht der beste Krimi um Klufti, aber er unterhält wieder mit seinem typischen Charme und Humor!

Erntedank
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Auch dieser Krimi hat mich wieder gut unterhalten und ich hatte viel Spaß mit der originellen Person Klufti. Er hat keine Ahnung von Computern und moderner Technik, ist vergesslich und konfus und macht ...

Auch dieser Krimi hat mich wieder gut unterhalten und ich hatte viel Spaß mit der originellen Person Klufti. Er hat keine Ahnung von Computern und moderner Technik, ist vergesslich und konfus und macht ob mit Badehose oder Kniebundhose einfach keine gute Figur: aber gerade das macht ihn so herrlich normal und sympathisch.

Man muss ihn einfach gern haben und geniesst die lustigen Szenen des unkonventionellen Ermittlers, der im entscheidenden Moment immer noch den klaren Durchblick hat und seine Kriminalfälle auflöst.

Gerade die Kapitel, in denen Klufti bei den Langhammers einen Spieleabend mitmacht und den Besuch im Spaßbad habe ich besonders genossen. Es sind die totalen Gegensätze dieser Person, die ihn zu einer einzigartigen Figur machen. Einerseits schlägt er sich als Chef seiner Truppe, der Soko Erntedank, mit der Suche nach einem grausamen Mörder herum, andererseits aber ist er privat ein Hasenfuß, der sogar Angst vor dem Fliegen und Schwimmen hat. Von seinem Geiz und seiner Unsicherheit beim Saunabesuch ganz zu schweigen. Doch er ist wie er ist, und das ist auch gut so! Solche Unikate liest man gern!


Die Handlung ist wie immer mit bayrischem Lokalkolorit gespickt. Dabei wir die mysteriöse Allgäuer Sagenwelt genauer beleuchtet, es gibt landestypische Leberkässemmeln und Kässpatzn und es wird in tiefstem Dialekt geredet. Schön ist aber auch der sächselnde Ton von Sekretärin Sandy, die es von Dresden ins Allgäu verschlagen hat.

Die Aufklärung an sich ist mir in diesem Fall etwas zu umständlich angelegt und recht langwierig, nur sehr schwer kommt man bei diesen Morden dem Täter auf die Spur. Die Sagenwelt ist auch nicht gerade mein Lieblingsthema. Aber das macht Klufti mit seiner Art als unterhaltsames Original wieder wett und er zeigt sogar echten Körpereinsatz und fängt den Täter.

Klufti muss man gelesen haben! Ein Kommissar mit dem Herz auf dem rechten Fleck! Herrlich!

Veröffentlicht am 13.04.2018

Oma Else zeigt, wie aktiv man auch im Alter noch sein kann!

Ich knittere nicht, ich lache nur
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Else ist eigentlich keine echte Oma, denn sie hat weder Kinder noch Enkel. Aber sie fühlt sich wie eine, denn sie hat ein Herz für Kinder.
In diesem Buch geht es aber nicht um Kinder, sondern um Elses ...

Else ist eigentlich keine echte Oma, denn sie hat weder Kinder noch Enkel. Aber sie fühlt sich wie eine, denn sie hat ein Herz für Kinder.
In diesem Buch geht es aber nicht um Kinder, sondern um Elses späte Liebe Rudolf. Ihr gemeinsames Leben mit Pflegehündin Tyra könnte so harmonisch und friedlich sein, wenn sich Rudolf nicht so merkwürdig benehmen würde.
Else spioniert ihm nach, denn sie vermutet eine weibliche Konkurrenz als Grund. Sie wird eifersüchtig wie ein Teenager und begibt sich in Schwierigkeiten, die den Leser gut unterhalten.

Als dann noch Rudolfs Bruder auftaucht, ein Dandy mit Rolls Royce und elegantem Auftreten, und ihr den Hof macht, ist sie völlig verwirrt. Die jugendlichen Schmetterlinge flattern auf einmal wieder und Else erlebt aufregende Abenteuer. Dabei bringt sie sich in schräge Situationen, die mich schmunzeln lassen. Ihre Autofahrt ist allerdings schon grenzwertig, gerade solche Fahrer braucht man im Straßenverkehr nicht.

Else spricht den Leser persönlich an, das schafft eine gewisse Vertraulichkeit, als ob man sie schon länger kennt. Dadurch bekommt die Sprache aber auch einen locker, flapsigen Ton, der zwar zu Elses sympathischer Art passt, mir aber etwas zu seicht erscheint.

Dieses Buch ist eine nette, leichte Geschichte über die Liebe im Alter und wie man trotz aller Hindernisse optimistisch bleibt. Denn wenn man an etwas glaubt, kann man alles schaffen.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Ein turbulenter Familienroman

Ziemlich unverhofft
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Dieser Roman hat mir vergnügliche Stunden geschenkt und ich habe ihn an nur einem einzigen Tag verschlungen.
Dabei sind mir die Protagonisten regelrecht ans Herz gewachsen und der flotte Schreibstil sorgte ...

Dieser Roman hat mir vergnügliche Stunden geschenkt und ich habe ihn an nur einem einzigen Tag verschlungen.
Dabei sind mir die Protagonisten regelrecht ans Herz gewachsen und der flotte Schreibstil sorgte für einen regelrechten Flug durchs Buch.

Wie es Nikola auf ihrem Balanceakt zwischen Job, Verantwortung für ihre Kinder und den reichlich vorhandenen Verehrern schafft, die Nerven zu behalten, hat mir sehr imponiert. Sie fegt turbulent mit Elan und einer Menge Humor und Organisationstalent durch die Handlung, dass mir als Leser fast schwindelig wurde.

Es kommt zu einigen romantisch geplanten Treffen, die dann aber meistens nicht wie gehofft enden. Auch mit Tiziano hat Nikola so ihre Probleme, denn seine italienische Mamma Felice wünscht sich endlich eine Schwiegertochter.

Dabei dreht sich die Handlung um die alltäglichen Probleme vieler beruftstätiger Frauen, es sind die Liebesdramen und die berufliche Einbindung, die diesen Roman so außergewöhnlich und unterhaltsam machen.
Denn Frauke Scheunemann, selbst ausgebildete Anwältin, zeigt deutlich auch juristische Grundsätze im Scheidungs- und Versorgungsrecht auf. Das gibt der Geschichte eine solide realistische Grundlage und man erkennt die beschriebenen Probleme aus dem Blickwinkel der Betroffenen. Der Roman bekommt damit eine durchdachte und stimmige Rahmenhandlung, die einfach überzeugt.

Sprachlich gesehen legt die Autorin kein Juristendeutsch an den Tag, hier kann man herrlich lockere Unterhaltung erwarten.


Ein turbulenter Familienroman, der mit beruflicher Problematik, Kinderversorgung und zu bändigenden Verehrern aufwartet. Ein toller mitreißender Sommerroman, der mich schnell überzeugt hat.