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Veröffentlicht am 02.05.2023

schöne Auszeit

Sommerfest der Liebe
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Lizzie ist nach London gekommen um dort in einem Kurs auf ihr Leben als perfekte Hausfrau vorbereitet zu werden. Dort lernt sie Alexandra und Meg kennen und die drei werden Freundinnen. Und sie verliebt ...

Lizzie ist nach London gekommen um dort in einem Kurs auf ihr Leben als perfekte Hausfrau vorbereitet zu werden. Dort lernt sie Alexandra und Meg kennen und die drei werden Freundinnen. Und sie verliebt sich, allerdings ist Hugh eigentlich schon vergeben und seine Verlobung steht kurz bevor.

Die Geschichte rund um Lizzie und ihre Freundinnen spielt in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Man merkt hier recht deutlich wie sich die Gesellschaft wandelt. Lizzie möchte ihr Leben genießen und nicht gleich heiraten, während ihre Mutter sie lieber gestern als heute verheiratet sehen möchte. Und auch die Standesdünkel sind damals noch sehr deutlich zu merken. In ihrem Kurs sind viele Adelssprösslinge, die auf Lizzie und Meg herabschauen, weil sie aus bürgerlichem Haus stammen. Und auch die Familie von Hugh ist der Meinung, dass Lizzie ja nur ein Emporkömmling ist. Von daher hat Katie Fforde ihre Geschichte genau in der richtigen Zeit angesiedelt, die Story würde in der heutigen Zeit so nicht mehr funktionieren.

Das Buch war wieder toll zu lesen, ich habe das erste Viertel am Stück verschlungen und auch für den Rest nicht lange gebraucht. Der Autorin gelingt es Bilder im Kopf zu erzeugen und dabei auch eine Wohlfühlstimmung zu verbreiten. Es ist zu schön, wie die drei Freundinnen zusammen leben und sie gemeinsam ihre Probleme lösen. Manch einem wird das Buch sicher zu zuckersüß sein, aber ich freue mich immer wieder ein Buch der Autorin zu lesen, da ihre Geschichten immer eine Auszeit vom Alltag bedeuten. Gute englische Cosy-Literatur eben.

Daher kann ich auch dieses Buch wieder empfehlen und hoffe sehr, dass die Autorin uns noch lange mit weiteren Büchern aus ihrer Feder beschenkt.

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Veröffentlicht am 30.04.2023

zurück im Inselssalon

Goldene Zeiten im Inselsalon
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Endlich geht die Geschichte rund um Frieda Fisser, nun verheiratete Merkur weiter. Ihre Tochter Lissy spielt nun die zweite Hauptrolle in diesem Buch. Doch zuerst begleiten wir Frieda durch die Anfangszeit ...

Endlich geht die Geschichte rund um Frieda Fisser, nun verheiratete Merkur weiter. Ihre Tochter Lissy spielt nun die zweite Hauptrolle in diesem Buch. Doch zuerst begleiten wir Frieda durch die Anfangszeit ihrer Ehe mit Paul, die erstaunlich harmonisch verläuft. Die beiden verstehen sich gut und durch den Ehevertrag kann Frieda sich auch den Wunsch der Teilnahme an Friseurwettbewerben erfüllen, bei denen sie recht erfolgreich ist. Auch Grete und Max finden in ihrer Ehe Glück und nach einigen Anfangsschwierigkeiten ergibt sich eine Möglichkeit auf Norderney bleiben zu können.

Lissy wird langsam erwachsen, sie lernt im Salon, aber eigentlich ist ihr Norderney zu klein, sie hat Fernweh. Nach Berlin soll es gehen, dort will sie etwas erleben. Sie geht zur weiteren Ausbildung dorthin und macht nicht nur einen Abschluss sondern findet auch Freunde und die Liebe. Doch nicht alles ist Gold was glänzt und die goldenen Zwanziger neigen sich dem Ende zu.

Ich habe mich sofort wieder wohlgefühlt in diesem Buch. Man ist sofort wieder mitten in der Geschichte und erinnert sich an das was im Vorgängerband passiert ist. Frieda und Greta sind immer noch fest befreundet und auch Schwierigkeiten bringen sie nicht auseinander. Greta ist Lissy oft eine Freundin, wenn diese mal wieder Probleme mit ihrer Mutter hat. Ich mag diese Art der Geschichte einfach. Es passieren kleinere Dramen, aber man hat nicht das Gefühl, dass andauernd das Unheil über den Protagonisten schwebt. Man erlebt ganz einfach den Alltag mit ihnen. Das empfinde ich als sehr angenehm, das Leben besteht ja nicht nur aus lauter Aufregungen. Die Charaktere sind toll beschrieben und ich habe gerade Frieda, Greta und auch Lissy sehr ins Herz geschlossen. Doch auch Jakomina bekommt wieder ihren Auftritt, auch für sie ändert sich einiges im Leben.

Ich kann auch diesen dritten Band der Reihe wieder empfehlen und freue mich sehr auf Band 4, der Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 30.04.2023

Musikgeschichte

On Air
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Peter Urbans Stimme ist wohl jedem bekannt, der in den letzten Jahren den ESC verfolgt hat. Er ist derjenige, der die Veranstaltung fürs deutsche Fernsehen moderiert und mit Anekdoten würzt. Dieses Jahr ...

Peter Urbans Stimme ist wohl jedem bekannt, der in den letzten Jahren den ESC verfolgt hat. Er ist derjenige, der die Veranstaltung fürs deutsche Fernsehen moderiert und mit Anekdoten würzt. Dieses Jahr wird er den ESC zum letzten Mal moderieren und zu diesem Anlass erscheint auch seine Autobiographie.

Urban wurde 1948 in Bramsche geboren und dann in Quakenbrück aufgewachsen, zieht zum Studium nach Hamburg und macht auch dort dann sein ersten Erfahrungen im Radio. Seine Musikleidenschaft bringt ihn nach England, er nutzt die Zeit seines Auslandsaufenthalts während des Studiums auch um dort die Musikszene zu erforschen. So trifft er bereits früh auf Musikgrößen, deren Namen man auch heute noch kennt, wie Joe Cocker, Jimi Hendrix und auch seine Idole, die Beatles.

Urban berichtet nicht nur, er macht auch selbst Musik und lernt daher das Business auch von der anderen Seite kennen. Das erleichtert ihm den Kontakt auf Augenhöhe ungemein.

Ich fand das Buch interessant, allerdings muss ich sagen, dass es mir teilweise mehr wie ein Musiklexikon vorkam. An vielen Stellen zählt Urban satzweise Musiker auf, die auf irgendeine Art miteinander in Verbindung stehen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es gerade im Teil Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre bei mir da am eigenen Erleben fehlte. Viele Namen, die damals vielleicht durchaus bekannt waren, sind heute nicht mehr bekannt und sagten mir daher leider gar nichts. Daher war es dann auch schwierig solche Passagen einzuordnen. Etwas besser wurde das dann als es in die Achtziger ging, da habe ja auch ich angefangen mich mit Popmusik zu beschäftigen. So waren die Erzählungen zu Live Aid und dem Mandela Tribute Konzert sehr interessant. Am besten hat mir dann jedoch der Rückblick auf die ESC gefallen, die Urban selbst moderiert hat

Deutlich besser gefallen haben mir daher die Stellen in denen Urban aus seinem eigenem Erlebten erzählt. Anekdoten, in denen er Musiker trifft, die man selber kennt oder eben einfach wie sein Leben damals ablief. Davon hätte es gerne deutlich mehr sein dürfen.

Alles in allem war es ein durchaus interessantes Buch, bei dem man ganz viel über die europäische Musikgeschichte gerade der sechziger und siebziger Jahre lernt. Allerdings hätte ich mir mehr Urban und weniger Musikgeschichte gewünscht. Das Buch ist mittlerweile auch als Hörbuch erschienen, vom Autor selbst gelesen. Ich denke, da kommt es dann noch einmal ganz anders rüber.

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Veröffentlicht am 29.04.2023

chinesische Familiengeschichte

Der Pfirsichgarten
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Meilin muss mit ihren Sohn Renshu Ende der dreißiger Jahre ihre Heimatstadt verlassen, als diese im chinesisch-japanischen Krieg angegriffen wird. Ihr Mann ist bereits gefallen und sie ist auf die Hilfe ...

Meilin muss mit ihren Sohn Renshu Ende der dreißiger Jahre ihre Heimatstadt verlassen, als diese im chinesisch-japanischen Krieg angegriffen wird. Ihr Mann ist bereits gefallen und sie ist auf die Hilfe seines Bruders Longwei angewiesen. Damit beginnt eine Odyssee quer durch China, immer wieder müssen sie flüchten und ein neues Leben beginnen, bis sie schließlich nach dem zweiten Weltkrieg vor den Kommunisten nach Taiwan flüchten. Hier kommt etwas Ruhe in das Leben von Mutter und Sohn und hier hat Renshu die Möglichkeit seinen Wissensdurst zu stillen.

Schließlich kann Renshu nach Amerika gehen, da er ein Stipendium bekommen hat. Dort nimmt er den Namen Henry an und muss lernen, dass er auch dort den Konflikten seiner Heimat nicht entkommen kann. So kapselt er sich immer mehr von der chinesischen Gemeinde ab und auch seine Tochter Lily erfährt nichts über seine Geschichte oder die seines Landes.

Lily kommt mit diesem nicht-Wissen nicht gut klar, hat sie doch das Gefühl, das ihr etwas fehlt. Erst durch ein gemeinsames Erlebnis öffnet sich Henry und erzählt Lily seine Geschichte.

Das Buch umfasst einen Zeitraum von gut 60 Jahren. Der Autorin gelingt es in diesem Zeitraum völlig unterschiedliche Welten lebendig werden zu lassen. Man taucht ein in ein China, das es heute nicht mehr gibt, als es noch nicht von der kommunistischen Partei regiert wurde. Die Flucht nach Taiwan bringt zwar Ruhe ins Leben, Heimat finden Meilin und Renshu hier aber auch nicht wirklich, da die Festlandschinesen eigentlich nicht lange bleiben wollen und sich Anfangs nicht wirklich integrieren. Ich fand es sehr interessant hier auch mehr über die Politik von Chiang Kai-Shek zu erfahren.

Renshus Aufbuch nach Amerika bildet dann auch einen Schnitt in der Geschichte. Hier merkt man dann, wie unterschiedlich die Lebensweisen in Ost und West dann doch waren. Dass der Regimekampf auch innerhalb der USA Auswirkungen auf Chinesen hatte wurde mir erst hier klar. Jede Äußerung konnte Repressalien der Verwandtschaft zu Hause führen.

Mich hat das Buch sehr berührt und mitgenommen. Ich habe viel gelernt und ich muss sagen, dass ich Meilin sehr bewundert habe für ihre Stärke. Renshu / Henry dagegen hätte ich manchmal schütteln können für seine Art der Verweigerung. Anstatt mit seiner Familie offen zu sprechen zieht er sich immer weiter zurück, bis er seine Familie in Amerika fast verliert.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es ist berührend geschrieben, man lernt unglaublich viel über die chinesische Lebensart und Geschichte. Die Charaktere sind vielschichtig und ich habe sie ins Herz geschlossen. Für mich ist es auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights.

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Veröffentlicht am 21.04.2023

interessant und spannend

Die Bahnhofsmission
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Alice entdeckt durch einen Zufall die Bahnhofsmission am Schlesischen Bahnhof in Berlin. Da ihre Eltern sie weder als Krankenschwester arbeiten lassen wollen, noch ein Medizinstudium erlauben, ergreift ...

Alice entdeckt durch einen Zufall die Bahnhofsmission am Schlesischen Bahnhof in Berlin. Da ihre Eltern sie weder als Krankenschwester arbeiten lassen wollen, noch ein Medizinstudium erlauben, ergreift sie hier die Chance anderen Menschen zu helfen. Dabei trifft sie auf Natalie, die dort ihrem Leben eine neue Wendung gegeben hat. Als jedoch ein Mädchen erst verschwindet und dann schwer verletzt wieder auftaucht, machen sich die Frauen der Bahnhofsmission daran die Hintergründe aufzuklären. Doch dabei stechen sie auch in ein Wespennest und Natalie kommt ihrer Vergangenheit näher als sie es will.

Veronika Rusch nimmt uns mit in ein Berlin vor dem ersten Weltkrieg, geprägt von Ständeunterschieden und teilweise großer Armut. Am Schlesischen Bahnhof treffen die Welten aufeinander und die Bahnhofsmission ist eine Anlaufstelle für all die, die in Berlin gestrandet sind und Hilfe benötigen. Hier bekommt man einen Einblick in die Arbeit der Bahnhofsmission und auch in die Schwierigkeiten, die dort aufgetreten sind. Denn nicht jeder sieht die Arbeit der Frauen dort immer positiv.

Mir hat das Buch gut gefallen. es lies sich flüssig lesen und hat Bilder im Kopf erzeugt. Durch die beiden sehr unterschiedlichen Protagonistinnen Alice und Natalie bekommt man ganz unterschiedliche Einblicke in die Lebenswelten Berlins. Am Ende wird es dann auch noch einmal sehr spannend und dramatisch, da fliegen die Seiten nur so dahin.

Ich kann das Buch also nur empfehlen. es war mein erstes von der Autorin wird aber nicht das letzte bleiben. Nächstes Jahr wird es dann auch noch einen zweiten Band über die Bahnhofsmission geben.

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