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Veröffentlicht am 28.01.2026

Fabian Risk ist zurück

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Die Krimi-Reihe um den schwedischen Kommissar Fabian Risk von Stefan Ahnhem hatte mich begeistert. Aber „Meeressarg“, das ist lange her. Endlich erscheint, heiß ersehnt, „Wellengrab“, der siebte Fall ...


Die Krimi-Reihe um den schwedischen Kommissar Fabian Risk von Stefan Ahnhem hatte mich begeistert. Aber „Meeressarg“, das ist lange her. Endlich erscheint, heiß ersehnt, „Wellengrab“, der siebte Fall für Fabian Risk - und eindeutig der beste bisher. Worum geht es?
Der Prolog führt uns zurück in das Jahr 2000. Wir lernen Lennert Olin kennen. Sein kleiner Sohn Samuel wurde entführt - nun bekommt er ihn tot in einem alten Koffer zurück. Der Anfang einer Serie?
Teil 1 beginnt im September 2025. Wir begegnen Harald und Amanda Olsson. Ihre Tochter Emelie verschwindet aus ihrem Zimmer. Sie wurde ebenfalls entführt.
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Fabian und seiner Tochter Matilda. Sie sind mit einem Segelboot unterwegs und erleben von dort aus einen Stromausfall in Schweden. Seltsame Vorfälle häufen sich. Fabian, ein guter Beobachter und Kenner menschlicher Abgründe, entdeckt einen Zusammenhang…
Über das Wiedersehen mit Fabian und seiner Truppe, habe ich mich gefreut. Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängern. Daher empfehle ich, die Bücher chronologisch zu lesen, zumindest aber den Vorgängerroman. Wenn man hier die Personen, wie zum Beispiel Dunja, nicht zuordnen kann, lässt das wahrscheinlich Fragen offen.
„Wellengrab“ ist vielschichtig, komplex - und hochspannend. Nichts für Zartbesaitete. Denn es geht um Menschen mit fragwürdiger Gesinnung, die daran arbeiten, die Demokratie zu untergraben und auch vor Terroranschlägen nicht zurückschrecken. Es wird gefoltert und gemordet. Bis zum atemberaubenden Finale. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Fazit: Fall Nr. 7 für Fabian Risk. Brandaktuell!

Veröffentlicht am 16.01.2026

Langweilig und ermüdend

Verbrenn das Negativ
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Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Verbrenn das Negativ“, den Debütroman von Josh Winning abgebrochen.
Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen gruseligen Horrorthriller ...

Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Verbrenn das Negativ“, den Debütroman von Josh Winning abgebrochen.
Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen gruseligen Horrorthriller im Stil der 80er/ 90er Jahre hoffen. Doch ich wurde enttäuscht. Das Buch ist einfach nur langweilig und dröge. Doch worum geht es?
Journalistin Laura Warren fliegt nach L.A., um vom Set einer neuen Streaming-Horror-Serie zu berichten. Dort angekommen, sieht sie, wie ein Mann von einer Brücke springt und direkt hinter ihrem Wagen aufschlägt. Hat es wieder angefangen?
Die Serie, über die sie berichten soll, ist ein Remake von The Guesthouse, einem fiktiven Horrorfilm des Jahres 1993, in dem sie die Hauptrolle spielte: Ein kleines Mädchen mit der schrecklichen Gabe, den Leuten vorhersagen zu können, wie der Needle Man sie töten wird.
Zeitungsausschnitte, Ausschnitte aus dem Drehbuch und Web-Artikel zwischen den Kapiteln haben meinen Lesefluss gestört. Zudem war mir die Protagonistin nicht sympathisch. Und so habe ich nach ca. 100 Seiten aufgegeben und das Buch vorzeitig abgebrochen.

Fazit: Abgebrochen. Reine Zeitverschwendung!

Veröffentlicht am 14.01.2026

Das Jubiläum

Ostfriesenerbe
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Um es gleich zu sagen, „Ostfriesenerbe“ ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen. Ein Jubiläum - und das erste Buch dieser Reihe, das ich abgebrochen habe. Worum geht es?
Zwei Frauen werden ermordet. ...


Um es gleich zu sagen, „Ostfriesenerbe“ ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen. Ein Jubiläum - und das erste Buch dieser Reihe, das ich abgebrochen habe. Worum geht es?
Zwei Frauen werden ermordet. Eine von ihnen hatte kurz vor ihrem Tod der Kult-Kommissarin ein Vermächtnis hinterlassen. Sie gehörte zum „Club der Wissenden“, einem geheimen Club innerhalb der Polizei.
Gibt es eine Verbindung? Ist der Täter möglicherweise derselbe, der in „Ostfriesennebel“ Zielfahnder Wollenweber vom BKA getötet hatte? Ist auch Ann Kathrin jetzt in Gefahr?
Man kann Klaus-Peter Wolf wohl durchaus als Vielschreiber bezeichnen: Denn neben der Ostfriesenreihe gibt es noch die Sommerfeldt- und die Weihnachtsmannkiller-Krimis, zudem Kinder- und Jugendbücher. Da leidet dann vielleicht doch einmal die Qualität.
Wie schon im Vorgänger ist die Geschichte am Anfang witzig, später nur noch albern. Ständig möchte man Weller und Ann Kathrin zurufen: „Wann man ihr endlich eure Fischbude in Norddeich auf?“
Alles in allem für meinen Geschmack etwas „too much“. Und so habe ich nach ca. 100 Seiten, als Sommerfeldt in das Geschehen eingreift, das Buch vorzeitig abgebrochen.

Fazit: Abgebrochen. Leider war es nicht meins.

Veröffentlicht am 07.01.2026

Ich weiß, was du getan hast

Fünf Fremde
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Die „Elbmarsch“-Krimis von Romy Fölck habe ich geliebt und auch „Fünf Fremde“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Schauplatz ist diesmal die kleine Insel Neuwerk in der Nordsee, ...


Die „Elbmarsch“-Krimis von Romy Fölck habe ich geliebt und auch „Fünf Fremde“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Schauplatz ist diesmal die kleine Insel Neuwerk in der Nordsee, die zu Hamburg gehört. Worum geht es?
Die Wellen peitschen gegen die Fähre, als fünf Passagiere an einem stürmischen Oktobertag Neuwerk erreichen. Für vier von ihnen, Annika, Mats, Sinje und Charlotte ist es die Rückkehr an einen Ort, der dunkle Erinnerungen wachruft. An einen Sommer vor dreißig Jahren, in dem zwei Teenager, Isa und Janosch, spurlos aus dem Schullandheim verschwanden.
Ein Sturm zieht auf. Neuwerk wird von der Außenwelt abgeschnitten. Seltsame Dinge geschehen…
„Fünf Fremde“ erinnert vom Titel her an die „Fünf Freunde“-Bücher von Enid Blyton. Aber Freunde sind oft die schlimmsten Feinde.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt: 1995 und 2025. Dazu ein klaustrophobisches Setting.
„Fünf Fremde“ vereint die Konfrontation zwischen Mensch und Natur mit einem überzeugenden Personal und einem klassischen Whodunit-Plot, der die Lesenden lange rätseln lässt.

Fazit: Ein spannender und atmosphärischer Krimi, der mich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 01.01.2026

Die dunkle Seite der Alpen

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Der sechste Grenzfall „Ihr Grab in den Fluten“ von Anna Schneider startet mit einem abenteuerlichen Prolog. Anschließend, in Kursivschrift, der geheimnisvolle Brief einer Mutter an ihre Tochter. Danach ...

Der sechste Grenzfall „Ihr Grab in den Fluten“ von Anna Schneider startet mit einem abenteuerlichen Prolog. Anschließend, in Kursivschrift, der geheimnisvolle Brief einer Mutter an ihre Tochter. Danach gibt es ein Wiedersehen mit Oberkommissarin Alexa Jahn und ihrem Kollegen Florian Huber von der Kripo in Weilheim.
Ein Sturm bahnt sich an mit heftigen Überschwemmungen. Menschen von der Außenwelt abgeschnitten, zahlreiche Opfer sind zu beklagen, Dutzende Menschen werden vermisst. Alles in nur zwei Tagen. Die Szenen erinnern an die Katastrophe im Ahrtal.
Alexas Vater, Chefinspektor Bernhard Krammer, vom LKA Tirol und seine Kollegin Roza Szabo sind ebenfalls wieder mit von der Partie. Auch in Österreich schüttet es. Eine Gruppe junger Leute ist unterwegs zu einer Hütte in den Bergen. Als wäre das nicht genug, bekommen die Ermittler es auch noch mit Mord und einer Familientragödie zu tun.
„Ihr Grab in den Fluten“ ist spannend. Manchmal schwer zu ertragen, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht. Aber am Ende ist alles stimmig aufgelöst. Und so freue ich mich schon auf den siebten Band, Die Wut in seinem Blick, der im Frühjahr 2027 erscheinen soll.

Fazit: Fall Nr. 6 für Alexa und Krammer. Harter Stoff. Für mich eines der besten Bücher dieser Reihe.