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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2021

Ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte

Feuchtes Grab: Ostsee
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„Feuchtes Grab: Ostsee“ von Karen Kliewe ist nach „Letzte Spur: Ostsee“ der 2. Band um die Journalistin Johanna Arnold. Worum geht es?
Johannas Freundin Denise wurde brutal ermordet. Ann verspricht an ...


„Feuchtes Grab: Ostsee“ von Karen Kliewe ist nach „Letzte Spur: Ostsee“ der 2. Band um die Journalistin Johanna Arnold. Worum geht es?
Johannas Freundin Denise wurde brutal ermordet. Ann verspricht an Dennis Grab, den Mörder zu überführen. Handelt es sich um Dennis Freund Kevin oder ist er nur der Sündenbock? Bei ihren Recherchen stößt die junge Journalistin auf ein grausames Vermächtnis.
Einem starken Einstieg folgt ein schwächerer Mittelteil. Denn da bekommt die Geschichte eine Wendung, die mir nicht gefallen hat. Es geht um die letzten Kriegsjahre, 1943 bis 45, und das KZ Stutthof. Dabei ist der Kriminalfall eigentlich spannend.
Mit Ann bin ich noch immer nicht warm geworden. Der Stimme in ihrem Kopf, die sie schon ihr ganzes Leben lang begleitet, hat sie einen Namen gegeben. Außerdem leidet sie seit den traumatischen Erlebnissen im Vorgängerband unter Panikattacken, die sie ohne oder mit zu vielen Tabletten kuriert. Anns „Ermittlungsmethoden“ sind eher unkonventionell. Und sie schreckt auch nicht davor zurück, alle, die ihr bei der Aufklärung behilflich sind, mit in den Abgrund zu ziehen.

Fazit: Anns bisher persönlichster Fall, der aber bei weitem nicht an den Vorgänger heranreicht.

Veröffentlicht am 24.04.2021

Tatort Nürnberg

Dem Tod verpflichtet
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„Dem Tod verpflichtet“ von Mark Franley ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Ruben Hattinger und Mike Köstner ermitteln in ihrem ersten gemeinsamen Fall. Leider war es so gar nicht meins. Doch ...


„Dem Tod verpflichtet“ von Mark Franley ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Ruben Hattinger und Mike Köstner ermitteln in ihrem ersten gemeinsamen Fall. Leider war es so gar nicht meins. Doch worum geht es?
Ein Psychopath verziert seine Opfer kurz vor ihrem Tod mit einem auffälligen Tattoo. Zwei Leichen wurden bereits aufgefunden. Dies ruft Sonderermittler Hattinger und sein Team auf den Plan. Die Zusammenarbeit mit Kommissar Köstner gestaltet sich schwierig…
Das Buch entwickelte sich in eine Richtung, die ich gar nicht mag. Es geht um perfide Spiele, spezielle Vorlieben, unappetitlich und krank. Opfer, die zu Tätern werden. Eine Richterin auf dem Rachetrip. Aber die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
An den Ermittlern liegt es nicht. Ruben, Eva und Schober sind mir ans Herz gewachsen und auch Mike kommt sympathisch rüber. Aber die Handlung fand ich einfach nur ekelerregend und abstoßend. Schockieren reicht eben nicht, um Spannung zu erzeugen.

Fazit: Hardcore-Schocker, in dem der Leser einen detaillierten Einblick in das Leben zu tiefst gestörter Menschen erlebt.

Veröffentlicht am 23.04.2021

Umwerfend, besonders, aufregend, aber auch humorvoll und mühelos zu lesen

Caldera
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Mit CALDERA hat V.S. Gerling einen Thriller vorgelegt, der den Leser mit einem perfekten Spannungsbogen bis zur letzten Seite fesselt. Der Autor braucht dabei keinen großen Anlauf, mit dem Mord an zwei ...


Mit CALDERA hat V.S. Gerling einen Thriller vorgelegt, der den Leser mit einem perfekten Spannungsbogen bis zur letzten Seite fesselt. Der Autor braucht dabei keinen großen Anlauf, mit dem Mord an zwei Computerfachleuten geht es gleich spannend los.
Es geht um eine gigantische Verschwörung, die die Weltherrschaft zum Ziel hat. Im Mittelpunkt stehen Iranische Terroristen. Doch wer ist der Drahtzieher? Wird es Nicolas Eichborn und seinem Team gelingen, die Durchführung des Plans zu verhindern?
Wer zu einem Buch von V.S. Gerling greift, der sollte schon wissen, was auf ihn zukommt. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der flüssige Schreibstil tut sein Übriges dazu, so dass man hier wirklich von Verschlingen statt Lesen sprechen kann.
CALDERA ist der vorerst letzte Band einer spannenden Thriller-Reihe und bietet alles, was sich der Thriller-Fan wünscht: ein Pageturner im wahrsten Sinne des Wortes, dessen Auflösung womöglich ebenso überrascht wie schockiert.
Über das Wiedersehen mit Nicolas, Helen & Co. habe ich mich sehr gefreut. Sie sind mir über die Jahre ans Herz gewachsen. Ich werde sie vermissen. Denn das Gefrotzel, das ist einfach Kult.

Fazit: Ein erschreckend realistischer Thriller, der sich weg liest wie eine süffige Sangria!

Veröffentlicht am 21.04.2021

Cold Case Nr. 2 für Lupe und Otto

Der Lohn des Verrats
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So gut „Der Preis der Rache“ von Mathias Berg auch war, „Der Lohn des Verrats“ ist noch besser, spannender. Die junge forensische Psychologin Lupe Svensson und ihr Partner, der erfahrene Kommissar Otto ...

So gut „Der Preis der Rache“ von Mathias Berg auch war, „Der Lohn des Verrats“ ist noch besser, spannender. Die junge forensische Psychologin Lupe Svensson und ihr Partner, der erfahrene Kommissar Otto Hagedorn vom LKA Düsseldorf, ermitteln in ihrem zweiten Fall. Worum geht es?
Ein geheimnisvoller Prolog, danach gibt es ein Wiedersehen mit Lupe und Otto. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: 1993 und 2003. Damals verschwand der 20-jährige Fabian. Zehn Jahre später gibt es endlich ein Lebenszeichen. Also rollen Lupe und Otto den Cold Case neu auf.
Bei ihren Recherchen stoßen sie auf den ebenfalls ungeklärten Fall der getöteten Bianca, einer Mitschülerin des verschwundenen Fabian. Wurde sie das Opfer des sogenannten »Anhalter-Killers« aus derselben Zeit?
„Der Lohn des Verrats“ ist spannend und unterhaltsam. Schon früh wird die Tätersicht eingeführt, und so ist der Leser den Ermittlern immer einen Schritt voraus. Ab und zu sind Rückblenden in die Vergangenheit eingestreut. Daher erfährt man nach und nach, was 1993 geschah. Immer mal wieder finden sich Bezüge zum Vorgänger. Das macht Lust auf mehr für die, die den ersten Band (noch) nicht kennen.
Mathias Berg setzt in seiner Geschichte eher auf die leisen Töne. Akribische Polizeiarbeit, ohne viel Action, das ist genau mein Fall. Der Autor präsentiert dem Leser immer neue Fakten und Wendungen. Unerbittlich dreht er somit an der Spannungsschraube. Am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst. Und so bin ich schon gespannt auf den nächsten Fall.

Fazit: Fall Nr. 2 für das ungleiche, aber sehr erfolgreiche Ermittlerpaar Lupe und Otto. Noch besser als der Vorgänger!

Veröffentlicht am 19.04.2021

Die Wahrheit über den Fall Tone Vaterland

Wisting und der See des Vergessens
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„Wisting und der See des Vergessens“ ist der vierte und letzte Band des sogenannten „Cold Case Quartetts“ von Jørn Lier Horst, der 15. Fall für William Wisting, „den besten Kommissar Norwegens“ und hat ...


„Wisting und der See des Vergessens“ ist der vierte und letzte Band des sogenannten „Cold Case Quartetts“ von Jørn Lier Horst, der 15. Fall für William Wisting, „den besten Kommissar Norwegens“ und hat mich erneut überzeugt.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: 1999 und heute:
Damals verschwand die 17-jährige Tone auf dem Heimweg von der Arbeit. Kurz darauf wurde ihre Leiche gefunden. Ihr Ex-Freund Danny beteuerte zwar seine Unschuld, wurde jedoch zu siebzehn Jahren Haft verurteilt. Seit 2 Jahren ist er wieder frei. Und ausgerechnet jetzt hält das Verschwinden der 30-jährigen Agnete das Land in Atem. Ein Fall mit erschreckenden Parallelen zu Tones Ermordung. Gleichzeitig findet Wisting in seinem Briefkasten einen mysteriösen Brief, der nur eine Ziffernfolge enthält. Schnell ist klar, dass sich die Zahlen auf den alten Fall beziehen.
William Wisting, Ermittlungsleiter bei der Polizeidirektion in Larvik, und Adrian Stiller, Leiter der Abteilung für alte und ungelöste Kriminalfälle in Oslo, ermitteln wieder gemeinsam. Obwohl Wisting eigentlich im Urlaub ist, verbeißt er sich in den Fall. Es geht darum, die Wahrheit heraus zu finden.
Jørn Lier Horst hat seinen Kriminalroman packend inszeniert. Neue Ermittlungsmethoden werden angewandt, z.B. die Stromanalyse. Das fand ich sehr interessant. Der Autor setzt in seiner Geschichte eher auf die leisen Töne. Akribische Polizeiarbeit, ohne viel Action, das ist genau mein Fall. Jørn Lier Horst präsentiert dem Leser immer neue Fakten und Wendungen. Unerbittlich dreht er somit an der Spannungsschraube. Und am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst.

Fazit: Furioser Abschluss der Cold Case-Reihe. Wisting
hat es einfach drauf!