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Veröffentlicht am 18.03.2025

Der Abschied

Teure Täuschung
0


Ich danke Eva Ehley für zwölf spannende Sylt-Krimis um das Ermittlertrio Blanck, Kreuzer und Winterberg sowie Fred und seine Staatsanwältin. Ich hatte sie alle begeistert verschlungen und auch „Teure ...


Ich danke Eva Ehley für zwölf spannende Sylt-Krimis um das Ermittlertrio Blanck, Kreuzer und Winterberg sowie Fred und seine Staatsanwältin. Ich hatte sie alle begeistert verschlungen und auch „Teure Täuschung“ hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?
Eine Frau verschwindet, eine wird tot aufgefunden. Handelt es sich um ein und dieselbe? Bastian kann seine Exfrau nicht erreichen und die sterblichen Überreste der Wasserleiche sind schwer entstellt. Tod durch Ertrinken, ein Suizid oder ein Tötungsdelikt bzw. ein Unfall außerhalb des Wassers? Das ist die Frage.
Die Kommissare ermitteln in der Sylter High Society. Auch Journalist Fred Hübner und Staatsanwältin Elsbeth von Bispingen sind wieder mit von der Partie.
„Teure Täuschung“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Bis zum emotionalen Schluss. Es geht um Erpressung, enttäuschte Liebe und Rache. Nichts ist, wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint.
Blanck, Kreuzer, Winterberg & Co, eine sympathische Truppe, die mir in 15 Jahren ans Herz gewachsen ist. Ich werde sie vermissen. Mit dem Ausblick aus dem Abspann hätte es doch locker weitergehen können. Schade…

Fazit: Band 12 und krönender Abschluss der besten Sylt-Krimi-Reihe ever.

Veröffentlicht am 17.03.2025

Tod eines Bibliothekars

Kalt wie die Nacht
5

„Kalt wie die Nacht“ von Bernhard Stäber habe ich mit großer Freude gelesen. Denn dem Autor folge ich schon lange. Seine Reihe um den Psychologen Arne Ericksen hatte ich verschlungen, aber auch Stand-alones ...

„Kalt wie die Nacht“ von Bernhard Stäber habe ich mit großer Freude gelesen. Denn dem Autor folge ich schon lange. Seine Reihe um den Psychologen Arne Ericksen hatte ich verschlungen, aber auch Stand-alones wie „Raubtierstadt“ und „Dunkles Abbild“. Worum geht es?

Der Prolog erzählt von Jan Tore Kjerstad. Er lebt 2009 in Oslo und ist drogensüchtig. Zufällig wird er Zeuge eines Raubüberfalls.

Vierzehn Jahre später lernen wir den ehemaligen Osloer Kommissar Rolf »Wolf« Larsen kennen. Seine verstorbene Frau Anne hat ihm ihren Anteil an einem Haus in der Telemark vererbt, das er sich nun mit seiner Schwägerin Nora teilen muss.

Kaum angekommen, erhält er einen Anruf. Sein erster Auftrag als Privatdetektiv: Er soll herausfinden, ob Robert, der Ehemann von Sofia Jacobsen, sie betrügt. Doch während der Observierung wird der Bibliothekar getötet. Wolf nimmt die Verfolgung des Täters auf und wird niedergeschlagen.

In einem weiteren Handlungsstrang begegnen wir der Journalistin Sanna Bjørnstad. Sie ist sehr speziell, denn sie leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS). In ihrer Kindheit haben sie und ihre Schwester Elin eine schwere Traumatisierung erlebt.

„Kalt wie die Nacht“ ist spannend und unterhaltsam, lässt sich auch flott und flüssig lesen. Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Wolf und Sanna, ein ungleiches Paar, das sich dennoch perfekt ergänzt: Wolf und Bär!

Am Ende ist alles stimmig aufgelöst. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Stumm wie der Schnee“, die im November 2025 erscheinen soll.

Fazit: Atmosphärischer Auftakt einer Krimi-Reihe, die in der norwegischen Provinz Telemark verortet ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.03.2025

Wer ist der Axtmörder?

Der Nachtgänger
5

„Der Nachtgänger“ von Lars Kepler ist bereits der zehnte Fall für Joona „Superstar“ Linna, also ein Jubiläum! Worum geht es?

Schon der Einstieg, der Schlaf und Schlafwandeln thematisiert, ist sehr interessant. ...

„Der Nachtgänger“ von Lars Kepler ist bereits der zehnte Fall für Joona „Superstar“ Linna, also ein Jubiläum! Worum geht es?

Schon der Einstieg, der Schlaf und Schlafwandeln thematisiert, ist sehr interessant. Danach ein Prolog, der bizarr anmutet.

Auf einem Campingplatz wurde ein Mann zerstückelt. Hat der 17-jährige Hugo im Schlaf tatsächlich einen Menschen ermordet, ohne zu merken, was er tat?

Weitere Leichen werden gefunden. Haben die Opfer im Internet bzw. Darknet Sex gekauft? Findet der Täter dort seine Opfer? Wo liegt das Motiv?

Über das Wiedersehen mit Joona und Erik Maria Bark, dem Hypnotiseur aus Band 1, habe ich mich gefreut. Schade, dass Saga diesmal (fast) nicht dabei ist.

„Der Nachtgänger“ ist spannend und unterhaltsam. Aber auch blutig und brutal, mit Slasher-Szenen, die an „Psycho“ erinnern. Dazu viel Sex - und Drogen.

Die Jagd nach dem „Axtmörder“ mündet in einen rasanten, actionreichen Showdown und am Ende ist alles schlüssig aufgelöst.

Ich empfehle dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern.

Mein Lieblingssatz: »Ich ziehe einen Schleier aus Tränen darüber, um Henning Mankell zu zitieren«

Fazit: Typisch Lars Kepler. Hart und brutal.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 15.03.2025

Sommer, Sonne, Meer

The Surf House
0


Nach Griechenland (One of the Girls) und Norwegen (The Hike) führt uns Lucy Clarke mit „The Surf House“ diesmal nach Marokko. Worum geht es?
Bea lässt ein Foto-Shooting in Marrakesch platzen. Und wie ...


Nach Griechenland (One of the Girls) und Norwegen (The Hike) führt uns Lucy Clarke mit „The Surf House“ diesmal nach Marokko. Worum geht es?
Bea lässt ein Foto-Shooting in Marrakesch platzen. Und wie das so ist mit einer naiven Protagonistin, wird sie prompt überfallen. Marnie, die Betreiberin eines Surf Houses kommt ihr zur Hilfe. Im Tumult ersticht Bea einen der Räuber, der andere entkommt mit ihrem Rucksack samt Ausweis und Geld.
Marnie nimmt Bea mit an die Küste. Dabei geraten sie in eine Polizeikontrolle, die Mordwaffe wird entdeckt und Bea daraufhin erpresst.
Die Idylle von Freunden, Wellen und Sonnenschein ist trügerisch. Denn vor einem Jahr verschwand hier eine Urlauberin spurlos. Als es eines Tages einen Toten gibt, eskaliert die Situation…
„The Surf House“ ist spannend und unterhaltsam. Es geht um Lügen und falsche Entscheidungen. Nichts ist wie es scheint. Ab und zu sind Abschnitte in Kursivschrift eingestreut. Sie erzählen vom Schicksal der verschwundenen Savannah, ein Jahr zuvor.
Was wie ein Frauenroman mit Spannungselementen anfängt, entpuppt sich als astreiner Thriller. Was wie eine entspannte Auszeit beginnt, mündet in eine gefährliche Suche nach der Wahrheit. Gegen Ende jagt eine Wendung die nächste. Aber das Finale fand ich etwas zu theatralisch.

Fazit: Rasanter Pageturner vor atemberaubender Kulisse.

Veröffentlicht am 07.03.2025

Neues aus Würzburg

Mainsturm
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„Mainsturm“ von Anja Mäderer ist mein fünfter Frankenkrimi der Autorin, der vierte aus der „Main-Reihe“ um die Kommissare Nadja Gontscharowa und Peter Steiner, den ich mit Freude gelesen habe. Worum geht ...


„Mainsturm“ von Anja Mäderer ist mein fünfter Frankenkrimi der Autorin, der vierte aus der „Main-Reihe“ um die Kommissare Nadja Gontscharowa und Peter Steiner, den ich mit Freude gelesen habe. Worum geht es?
An einem geschichtsträchtigen Ort in der Würzburger Altstadt wird ein weiblicher Leichnam entdeckt, dem schon bald weitere folgen sollen. Schnell steht fest, es handelt sich um Emily, eine Doktorandin der Geschichte.
Das Opfer scheint auf der Suche nach einer verschollenen Figur von Tilman Riemenschneider gewesen zu sein und forschte zu seiner Rolle im Bauernkrieg. In Würzburg fanden die kämpferischen Auseinandersetzungen ab Mai 1525 statt, also vor 500 Jahren. Riemenschneider war damals ein bedeutender Künstler, Bürgermeister und Freiheitskämpfer. Ein faszinierendes Gedankenspiel, denn diesen Fund gibt es natürlich nicht.
Die Story wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Der Krimi ist akribisch recherchiert und strotzt vor fachlichen Details. Das geht ein bisschen zu Lasten der Spannung.
Über das Wiedersehen mit Nadja und Peter habe ich mich gefreut. Auch die Rechtsmediziner Lars und Nepomuk, genannt Mukki, sind wieder mit von der Partie.
Schließlich ist die Tatperson überführt und zwei mögliche Epiloge beenden die Geschichte.

Fazit: Fall Nr. 4 für Nadja Gontscharowa und Peter Steiner. Atmosphärischer Krimi mit viel Lokalkolorit.