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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2025

Langweilig und ermüdend

Die Festung
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Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Die Festung“ von L. D. Smithson abgebrochen.

Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen spannenden Thriller hoffen. Doch ich wurde enttäuscht. ...


Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Die Festung“ von L. D. Smithson abgebrochen.

Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen spannenden Thriller hoffen. Doch ich wurde enttäuscht. Das Buch ist einfach nur langweilig und dröge.

Auch Clara, die eigentlich Bonnie heißt, war mir nicht sympathisch. Und so habe ich nach ca. 100 Seiten aufgegeben und das Buch vorzeitig abgebrochen.

Fazit: Abgebrochen. Leider war es so gar nicht meins.

Veröffentlicht am 05.06.2025

Spannend und atmosphärisch

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei ...


„Der Ausflug“ von Ulf Kvensler hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Die Insel“ überzeugt. Worum geht es?
Als er sechs Jahre alt war, hat Isak seine Mutter und seine kleine Schwester bei einem Brand verloren. Sein Großvater hat ihn großgezogen. Denn sein Vater war dazu nicht in der Lage.
Nach vielen Jahren sucht Fredrik, ein berühmter Künstler, nun wieder den Kontakt zu Isak. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt. Und so reisen Isak und seine Freundin Madde trotz Großvaters Warnungen nach Gotland.
Es kommt wie es kommen muss, der Vater drängt seinen Sohn zu Alkohol und Drogen. Und schon bald hat Isak Albträume, wird von der Vergangenheit eingeholt.
„Die Insel“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Immer wieder sind Szenen aus Isaks Untersuchungshaft eingestreut. Wie konnte er in diese prekäre Lage kommen?
„Die Insel“ ist ein Slow Burner, der erst langsam Atmosphäre aufbaut, bis die Achterbahn dann richtig loslegt. Mit Figuren, in die man mit jedem Kapitel mehr emotional involviert ist.
Isak war mir sofort sympathisch. Er hat viel Empathie. Sein Vater dagegen ist ein skrupelloser Manipulator. Ein selbstverliebtes Ego-Monster. Hemmungslos und abgründig.
Eine Wendung jagt die nächste. Unerbittlich nähert sich die Geschichte dem Höhepunkt - bis zum überraschenden Ende. Eine Geschichte, die Erinnerungen weckt. Denn auf Gotland und in Visby war ich selbst schon mal.

Fazit: Ein echter Pageturner, genauso spannend wie „Der Ausflug“!

Veröffentlicht am 02.06.2025

Wo ist Sofia?

Wem du traust
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„Wem du traust“ ist mein fünfter Spannungsroman von Petra Johann, der erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung überzeugt. Worum geht es?
Eva Kramer und Susanne Ziemiak sind seit der ...


„Wem du traust“ ist mein fünfter Spannungsroman von Petra Johann, der erneut mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung überzeugt. Worum geht es?
Eva Kramer und Susanne Ziemiak sind seit der Schulzeit beste Freundinnen. Sie haben jahrelang zusammengewohnt und Susannes Tochter Sofia großgezogen.
Als Eva mit Daniel zusammenkommt, ziehen sie in ein Haus am Stadtrand. Inzwischen sind sie mit ihrem kleinen Sohn Linus zu dritt. Susanne ist mit Sofia und ihrem Partner Axel in ein schickes Penthouse gezogen.
Oft hilft Sofia als Babysitterin bei den Kramers aus. Eines nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist Sofia spurlos verschwunden. Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal und ihr Team ermitteln…
„Wem du traust“ ist spannend und unterhaltsam. Dazu ein flüssig zu lesender, sprachlich gewandter Schreibstil. Wechselnde Perspektiven, vor allem aus der Sicht von Eva, sorgen für Dynamik. Es geht um Lügen und Vertrauen. Aber auch um Gewalt gegen Frauen.
Unerbittlich dreht die Autorin an der Spannungsschraube, eine Wendung jagt die nächste. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst.

Fazit: Abgründiger, emotionaler Kriminalroman, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

Veröffentlicht am 02.06.2025

Kein Entkommen

Der Stau
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Locked-Room-Mysterys interessieren mich immer. Und so hat „Der Stau“ von Jo Furniss sofort mein Interesse geweckt. Ein Locked-Car-Thriller, was für eine originelle Idee!
Belinda «Billy» Kidd, Kommissarin ...


Locked-Room-Mysterys interessieren mich immer. Und so hat „Der Stau“ von Jo Furniss sofort mein Interesse geweckt. Ein Locked-Car-Thriller, was für eine originelle Idee!
Belinda «Billy» Kidd, Kommissarin kurz vor dem Ruhestand, ist auf dem Weg vom Flughafen in die Londoner Innenstadt. Sie war in Australien und will einfach nur noch nach Hause - als der Verkehr plötzlich zum Erliegen kommt. Grund dafür: eine Explosion in einem Tunnel. Geschätzte Wartezeit: mehrere Stunden.
Als Billy sich die Beine vertritt, entdeckt sie in einem der Autos eine Leiche. Erstochen mit einer Fahrradspeiche. Der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden. Denn es gibt kein Entkommen. Also beginnt sie zu ermitteln, bevor der Stau sich auflöst und die Tatperson auf Nimmerwiedersehen verschwindet.
Wie sich herausstellt, hat (fast) jeder etwas zu verbergen. Aber wer ist der Mörder/ die Mörderin? Wer hat ein Motiv?
„Der Stau“ ist spannend und unterhaltsam. Allerdings hat es etwas gedauert, in die Geschichte rein zu kommen. Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig, was aber auch an der Übersetzung liegen mag.
Wechselnde Perspektiven, vor allem aus der Sicht von Billy, sorgen für Dynamik. Später kommen andere Ich-Erzähler und ihre Fahrzeuge hinzu: Charlotte alias Strafzettelfrau, Audi Q7; Kerry alias die Mutter, Toyota Sienna; Heathcote alias Silberfuchs, BMW 3er-Reihe etc.
Billy war mir sofort sympathisch. Sie gibt wirklich alles. Dabei hat sie nichts zur Verfügung: keine Uniform, keinen Dienstausweis, kein Equipment - und sie muss ganz dringend. Das hatte ich in einem Roman noch nie!

Fazit: Fesselnder Thriller voller Überraschungen!

Veröffentlicht am 27.05.2025

Was ist passiert?

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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„Die Influencerin“ von Rebecca Russ habe ich gern gelesen. Und auch „Der Weg“ überzeugt. Worum geht es?
Julia und Nicki sind beste Freundinnen, haben sich aber aus den Augen verloren. Julias Hochzeit ...


„Die Influencerin“ von Rebecca Russ habe ich gern gelesen. Und auch „Der Weg“ überzeugt. Worum geht es?
Julia und Nicki sind beste Freundinnen, haben sich aber aus den Augen verloren. Julias Hochzeit mit Lars steht kurz bevor. Statt eines Hochzeitsgeschenks überrascht Nicki ihre Freundin mit einer Einladung zu einer Wanderung in Schweden.
Doch eines Morgens ist Nicki verschwunden. Was ist mit ihr passiert? Schon bald kämpft Julia nicht nur gegen die Natur, Kälte und Regen, sondern auch ums Überleben…
Rebecca Russ hat einen spannenden und atmosphärischen Thriller geschrieben. Die Geschichte hat mich sofort an „Der Ausflug“ von Ulf Kvensler erinnert. Auch wenn vieles vorhersehbar ist, ist das Buch interessant.
Die Geschichte wird überwiegend in der Ich-Perspektive aus Sicht von Julia erzählt. Zwischendurch sind Kapitel in Kursivschrift eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Die Autorin präsentiert den Lesenden immer neue Fakten und Wendungen. Aber manchmal drückt sie so sehr auf die Tränendrüse, dass die Handlung in Kitsch abzugleiten droht.
Und wie das so ist mit einer naiven Protagonistin, bringt Julia sich immer wieder selbstverschuldet in Situationen, die zu weiteren Problemen führen.

Fazit: Packender Thriller mit rührseligem Ende.