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Veröffentlicht am 07.05.2025

Psycho hoch 3

Aschesommer
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„Krähentage“ von Benjamin Cors hatte mir gefallen und auch „Aschesommer“, der zweite Fall für Jakob Krogh und Mila Weiss von der sogenannten „Gruppe 4“, zuständig für Serienstraftaten, habe ich gern gelesen.
Ein ...


„Krähentage“ von Benjamin Cors hatte mir gefallen und auch „Aschesommer“, der zweite Fall für Jakob Krogh und Mila Weiss von der sogenannten „Gruppe 4“, zuständig für Serienstraftaten, habe ich gern gelesen.
Ein gruseliger Prolog aus Tätersicht. Ein Serienkiller, wie es scheint.
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Mila und Jakob. Sie sind unterwegs zu einem verlassenen Bauernhof und machen dort eine schreckliche Entdeckung: Zwei Leichen in einem Eiskeller, ein Mann und eine Frau.
Doch das Sterben hat erst begonnen…
Schnell ist klar, wer hinter den Morden steckt und auch das Motiv bleibt nicht lange im Dunklen. Aber der Verdächtige sitzt in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Wer also ist sein Helfer?
Dem starken Anfang folgt ein schwacher Mittelteil. Ständige Wiederholungen (die Krähen!) gehen zu Lasten der Spannung. Dazu unsympathische Figuren: Jakob, der sich im Gestern suhlt und mit seiner toten Frau telefoniert. Mila ist immer noch traumatisiert: Die entführten Mädchen.
Während „Krähentage“ im Winter spielt, ist es in Aschesommer brütend heiß. Das kommt gut rüber.
Die Idee ist klasse: Sterben wie in der Geschichte unseres Planeten: Eis, Luft, Feuer, Wasser, Asche. Aber der Plot ist leider vorhersehbar und unglaubwürdig.
Die allerletzte Wendung am Ende ist dann doch etwas zu viel des Guten. Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt auf den nächsten Fall der „Gruppe 4“.

Fazit: Fall Nr. 2 für Mila, Jakob und ihr Team. Düster!

Veröffentlicht am 26.04.2025

Was für ein Albtraum!

Code Kill – Ein tödliches Spiel
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„Code Kill“ von Hendrik Klein ist nach „PAY“ mein zweites Buch des Autors. War „PAY“ schon sehr gut, ist „Code Kill“ noch besser, spannender als der Vorgänger. Ein Thriller, der an den frühen Fitzek erinnert ...


„Code Kill“ von Hendrik Klein ist nach „

PAY“ mein zweites Buch des Autors. War „

PAY“ schon sehr gut, ist „Code Kill“ noch besser, spannender als der Vorgänger. Ein Thriller, der an den frühen Fitzek erinnert oder an Arno Strobels „Offline“ und „Die App“. Worum geht es?
Maximilian Ryf, genannt Max, ist Manager des neuen Hotels Seewind Manor, das auf einer kleinen Insel vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns liegt. Ein Haus mit einem Smart Home-System, alles ganz einfach per Fingerabdruck und Sprache steuerbar. Und dazu absolut sicher. Oder etwa nicht?
Zur Eröffnung wurden fünf Gäste geladen. Seltsame Dinge geschehen. Als eine Mitarbeiterin brutal ermordet in ihrem Zimmer aufgefunden wird, bricht Panik aus. Wer ist der/ die Nächste?
Hendrik Klein beherrscht das Spiel mit der Angst. Ein einsames Hotel auf einer Insel ohne Verbindung zur Außenwelt, ein schwerer Sturm, das hat ein bisschen was von einem Locked Room Mystery. Der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden, denen eine Flucht unmöglich ist.
„Code Kill“ ist kein normaler Thriller, eher ein Horrorfilm, ein Killerspiel mit einem Setting, das nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern für die Handlung zwingend erforderlich ist.
Ab und zu sind Kapitel mit der Überschrift (Früher) sowie Abschnitte in Kursivschrift eingestreut, eine Stimme aus dem Off. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Hendrik Klein erzählt seine Geschichte in perfektem Tempo und mit stetig steigender Spannung bis zum überraschenden Ende. Was ist Realität und was ist Fiktion? Die Grenzen verschwimmen.
Mit „Code Kill“ präsentiert sich der Autor als Meister der Irrungen und Wendungen. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt er noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen…

Fazit: Spannend, wendungsreich und nie vorhersehbar. Eine Auflösung, die alles in den Schatten stellt. Gruselig!

Veröffentlicht am 21.04.2025

Geheimnisse, Lügen und Leichen

Die Bucht
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„Das Waldhaus“ von Liz Webb habe ich gern gelesen und auch „Die Bucht“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Nancy zieht mit ihrem Mann Calder auf eine kleine, ...


„Das Waldhaus“ von Liz Webb habe ich gern gelesen und auch „Die Bucht“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Nancy zieht mit ihrem Mann Calder auf eine kleine, abgelegene Insel vor der Westküste Schottlands. Er ist hier aufgewachsen und hat das Haus seiner Mutter geerbt.
Die Idylle trügt. Der Einstieg ist makaber: eine Kiste mit der Asche der Mutter und dann noch Arran, der Pastor. Was will er von Nancy?
Eines Tages treibt Calder regungslos im eiskalten Wasser. Er wird von Nancy und Arran gerettet. Dass er überlebt, gleicht einem Wunder.
Calder scheint nach diesem Vorfall nicht mehr derselbe. Er hat viele Bluttransfusionen bekommen. Gibt es so etwas wie ein „Zellgedächtnis“?
Die Entdeckung einer Leiche führt zu weiteren Morden. Langer, eine Insel, wo die Menschen noch eine verschworene Gemeinschaft bilden. Fast jeder hat ein Geheimnis.
„Die Bucht“ ist spannend und unterhaltsam. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Nancy, die mit lange verdrängten Schuldgefühlen aus ihrer Kindheit und neuen Schuldgefühlen aufgrund einer Affäre kämpft. Aber auch Calder hat eine dunkle Seite.
Nancy ist Drehbuchautorin und schreibt an einer Neufassung von Frankenstein. Ein Horrortrip vor düsterer Kulisse. Überall Schiefer! Eine Wendung jagt die nächste. Bis zum überraschenden Ende.

Fazit: Atmosphärischer Thriller. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Neues aus Ägypten

Echnatons Fluch
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„Kleopatras Grab“ von Constantin Schreiber hatte mich begeistert und auch der zweite Fall für Kommissarin Theodora Costanda und ihren Kollegen Fadi, „Echnatons Fluch“, habe ich gern gelesen. Worum geht ...


„Kleopatras Grab“ von Constantin Schreiber hatte mich begeistert und auch der zweite Fall für Kommissarin Theodora Costanda und ihren Kollegen Fadi, „Echnatons Fluch“, habe ich gern gelesen. Worum geht es?
Theo erholt sich nach der Kleopatra-Sache in einem Yoga-Retreat in der Wüste. Auf dem nahegelegenen Markt begegnet sie gelb gewandeten Personen, Mitglieder einer obskuren Sekte, die dem Sonnengott Aton huldigen. Eine junge Frau bittet um Hilfe.
Als sie bei einem Besuch von Echnatons Grab einen versteckten Altar mit Blutflecken entdeckt, ist Theos Ermittlerinstinkt geweckt. Unterstützt wird sie von Fadi, der nach dem letzten Fall degradiert wurde, und nun undercover in der Glaubensgemeinschaft ermittelt…
„Echnatons Fluch“ ist spannend und unterhaltsam. Ein gut recherchiertes Buch über ein wichtiges Thema. Der Autor liefert immer wieder geschichtliche Hintergründe. Das ist informativ und lehrreich. Nur das Sekten-Gedöns ging mir ein wenig auf den Keks.
Was wie ein Krimi beginnt, entwickelt sich zu einer Horrorgeschichte um womöglich illegale Experimente. Das hat mich überrascht. Also, gut gemacht, Herr Schreiber.

Fazit: Theodora Costanda ermittelt im heutigen Ägypten. Gut, aber nicht ganz so gut wie der Vorgänger.

Veröffentlicht am 14.04.2025

Quid pro quo

Devil's Kitchen
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Die Romane von Candice Fox haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Devil's Kitchen“ ist äußerst unterhaltsam. Schauplatz ist New York. Worum geht es?
Die Autorin geht gleich in medias res: Andy, eine ...


Die Romane von Candice Fox haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Devil's Kitchen“ ist äußerst unterhaltsam. Schauplatz ist New York. Worum geht es?
Die Autorin geht gleich in medias res: Andy, eine Undercover-Spezialistin, und Ben, ein Feuerwehrmann, in einer prekären Situation.
Drei Monate vorher: Ben und seine Kollegen wollen während eines Feuerwehreinsatzes ein Juweliergeschäft ausrauben - nicht ihr erster Coup.
Ben hatte einen Brief an die Polizei geschrieben, weil er seiner Mannschaft nicht mehr traut. Denn seine Lebensgefährtin und ihr kleiner Sohn sind verschwunden. Quid pro quo. Andy soll die Bande infiltrieren und überführen. Aber Andy hat ihre eigene Agenda…
„Devil's Kitchen“ ist spannend und unterhaltsam. Dazwischen harte Action. Ob Andy und Ben aus der Nummer (der Prolog!) wieder rauskommen?
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Andy und Ben. Die Sprache ist hart und heftig. Realistisch ist das alles sicher nicht. Egal, Hauptsache spannend - bis zum überraschenden Ende.
Die Figurenzeichnung ist gelungen. Andy ist - trotz eines traumatischen Erlebnisses in der Vergangenheit - eine starke Frau, ähnlich wie Eden aus der Hades-Trilogie. Und natürlich ist Andy nicht ihr richtiger Name.

Fazit: Ein Thriller, den man wirklich nicht mehr aus der Hand legen mag.