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Veröffentlicht am 09.02.2025

Ein Paukenschlag von einem Buch

Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut
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Hamburg kämpft gegen eine gewaltige Sturmflut an, als Tom Bendixen noch dazu mit einer in der Elbe gefundenen männlichen Leiche konfrontiert wird, die den Arbeitsoverall eines Containerschiffes trägt. ...

Hamburg kämpft gegen eine gewaltige Sturmflut an, als Tom Bendixen noch dazu mit einer in der Elbe gefundenen männlichen Leiche konfrontiert wird, die den Arbeitsoverall eines Containerschiffes trägt. Jedoch vermisst auf der "Global Endeavor" niemand ein Crewmitglied. Während der Vernehmungen an Bord fehlt jedoch von der Offiziersanwärterin Annika Mittermaier jede Spur. Hängt ihr verschwinden mit dem Mord zusammen?

Das Autorenehepaar Angelique und Andreas Kästner hat mich wieder einmal mit ihrem Krimi rund um die Hamburger Wasserschutzpolizei begeistert. Mit "Tod im Schatten der Elbflut" erlebt man hier eine Sturmflut mit ihrer Gewalt hautnah. Die Autoren fügen immer wieder Radiodurchsagen und Funksprüche in ihre Handlung ein, die verdeutlichen, welch immense Maßnahmen und welch Logistik dazugehören, Hamburg, den Hafen und die Elbanlieger im Falle einer Sturmflut zu schützen. Man kann vor den Helfern nur den Hut ziehen und merkt hier deutlich, daß Andreas Kästner selbst bei der Hamburger Wasserschutzpolizei gearbeitet hat und nun auf seine Erfahrungen zurückgreifen kann. Dies merkt man aber auch, wenn es um Containerschiffe, ihren Aufbau und die dort herrschenden Regeln und Gesetze geht. Ich konnte sehr viel interessantes aus diesem Buch für mich mitnehmen! Auch Angelique Kästner als Psychotherapeutin läßt hier ihr Wissen einfließen - ihren Einfluß findet man in Charlotte wieder. Dies alles verleiht dem Krimi Glaubwürdigkeit und es macht dadurch unendlich Spaß, der Handlung zu folgen. Der Krimi ist extrem spannend. Man fiebert mit dem Einschleicher Tarik auf seiner Flucht mit, wünscht ihm, daß für ihn alles gut endet. Dazu das Geheimnis um die Morde - immer bekommt man einen neuen Verdacht geliefert und erfährt erst ganz zum Schluß die Wahrheit. Aber auch die Hauptcharaktere Tom Bendixen und Charlotte haben ihre Sorgen und Nöte, gerade mit Tom konnte ich mitfühlen - seine Situation war so unglaublich nervenaufreibend.

Ich bin von diesem Krimi restlos begeistert und freue mich extrem, daß Band 3 schon angekündigt wurde!

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Vielseitig

Midas Spielverderber
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Der spielsüchtige Theo spielt um das Leben seiner drei Kinder. Er merkt schnell, daß er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Er erzielt den Gewinn seines Lebens - und findet am nächsten Tag die Todesanzeigen ...

Der spielsüchtige Theo spielt um das Leben seiner drei Kinder. Er merkt schnell, daß er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Er erzielt den Gewinn seines Lebens - und findet am nächsten Tag die Todesanzeigen seiner Kinder in der Zeitung...

"Midas - Spielverderber" ist ein Thriller, der eine gewisse Anlaufzeit benötigt. Nach dem reißenden Prolog erzählt Susanne Grußler die Geschichte Theos von der Vergangenheit an. Man erlebt Theos Gefühle, durchlebt mit ihm Höhen und Tiefen und erfährt sehr viel über die Geschichte seiner Familie. Theo wird regelrecht vetraut. Nach und nach baut sich hier die Spannung auf und die Fäden verweben sich zu einem Gefüge, daß den Leser nicht mehr innehalten läßt. Die Spielsucht und daraus resultierende Handlung wird hier sehr lebhaft dargestellt, man spürt die innere Zerrissenheit hautnah. Statt eines glücklichen Familienlebens führt Theo eine Ehe aus Geheimnissen und Verrat, ein Labyrinth, aus dem er nicht mehr herauskommt und das sein Leben zerstört. Mitleid kam bei mir jedoch nicht für ihn auf, im Gegenteil.

Dieses Buch benötigt etwas Zeit, um sich zu entwickeln - dran bleiben lohnt aber!

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Warmherzig und humorvoll

Die Zweisteins – Familie formt den Charakter
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Juna Zweistein erbt das alte heruntergekommene Hotel ihrer Tante im kleinen Dorf Tulpenboom an der Nordsee. Während sie von dem Erbe begeistert ist, stößt sie damit bei ihrer Familie auf Ablehnung. Ehemann ...

Juna Zweistein erbt das alte heruntergekommene Hotel ihrer Tante im kleinen Dorf Tulpenboom an der Nordsee. Während sie von dem Erbe begeistert ist, stößt sie damit bei ihrer Familie auf Ablehnung. Ehemann Matthis und Tochter Leonie wollen nicht in dieses Kaff ziehen, nur Sohn Friedrich findet das Dorf aufgrund seiner Geschichtsbegeisterung spannend. Auch die Tulpenboomer sind nicht begeistert davon, daß Juna das Hotel wiederbeleben will. Juna setzt sich jedoch durch und erlebt so manche Überraschung!

Mit "Die Zweisteins - Familie formt den Charakter" hat Regine Kölpin wieder einen wunderbaren Familienroman geschrieben. Voller Humor und Warmherzigkeit erzählt sie die Geschichte von Familie Zweistein, die sich in einem kleinen Nordseedorf ansiedeln möchte. Dabei ist es gar nicht hilfreich, daß die Hälfte der Familie eigentlich gar nicht dort leben will und die Dorfbewohner sie und ihr Hotelprojekt gar nicht wollen. Hier sind einige humorvolle Szenen vorprogrammiert! Auch bei der Namensauswahl der Dorfbewohner beweist Regine Kölpin viel Humor. So heißt der Bestatter Kaltfinger und die Nachbarinnen Müller-Meyer und Schulze-Schmidt. Ihre Charaktere hat die Autorin richtig gut dargestellt. Tochter Leonie z. B. mit ihrer ausgeflippten Art und ihrer Abneigung gegen Tulpenboom schlägt alles - bis sie dem Sohn des Bestatters gegenüber steht. Auch die Dorfbewohner werden hier lebendig und ihre Abneigung ist richtig spürbar. Auch ihre Beschreibungen der Region sind so richtig liebevoll. Man sieht Tulpenboom vor sich und spürt die frische Seeluft um sich herum.

Mit diesem Roman hat Regine Kölpin wieder einen herrlich frischen Familienroman geschrieben, der großen Spaß bereitet!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Zeitler kann nicht aus seiner Haut

Salute - Die letzte Fahrt
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Paul Zeitler, Ex-Kommissar und Neu-Barista in Bardolino, wird frühmorgens Zeuge, wie ein Hundebesitzer eine Leiche aus dem Wasser zieht. Um die Leiche herum schwimmt sehr viel Bargeld. Es handelt sich ...

Paul Zeitler, Ex-Kommissar und Neu-Barista in Bardolino, wird frühmorgens Zeuge, wie ein Hundebesitzer eine Leiche aus dem Wasser zieht. Um die Leiche herum schwimmt sehr viel Bargeld. Es handelt sich um den Bootsbauer Vincenzo Morelli. Für Commissario Lanza ist sofort klar, daß hier kein Unfall vorliegt. Morelli hatte immense Spielschulden. Doch liegt das Motiv wirklich darin?

Mit 'Salute - Die letzte Fahrt" nimmt Friedrich Kalpenstein seine Leser mit nach Bardolino an den Gardasee. Paul Zeitler hat sich so gut in Bardolino eingelebt, wie ich mich in den zweiten Teil dieser Serie. Paul ist Teil der Dorfgemeinschaft geworden, wird bestens mit Insiderwissen versorgt - da bleibt es nicht aus, daß seine Kommissarenspürnase auch in diesem Fall aktiv wird! Sogar Commissario Lanza ist eigentlich froh für die Unterstützung. Die Charaktere sind hier einer liebenswerter als der andere. So richtig herzlich und alle sind füreinander da. Besonders mochte ich Ricardo und Davide, ihre kleinen neckischen Zankereien sind einfach allerliebst. Friedrich Kalpenstein schreibt wieder locker und leicht und streut immer wieder ein klein wenig feinen Humor ein. Er beschreibt die Region so gut und bildhaft, daß man hier meint, selbst am Ufer des Gardasees zu spazieren. Dieser Krimi überzeugt aber auch durch seine Spannung. Man bekommt einige Verdächtige präsentiert und wird am Ende tatsächlich sehr überrascht.

Ich kann diese Serie absolut empfehlen und mag sie genauso gern wie die Brunngries-Serie!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Fesselnd

Liebste Tochter – Du lügst so gut wie ich
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Saffys Verhältnis zu ihrer Mutter Lorna ist schon lange schwierig. Als bei Renovierungsarbeiten im Garten des Familienanwesens zwei Leichen entdeckt werden, finden sie jedoch wieder zusammen. Alles deutet ...

Saffys Verhältnis zu ihrer Mutter Lorna ist schon lange schwierig. Als bei Renovierungsarbeiten im Garten des Familienanwesens zwei Leichen entdeckt werden, finden sie jedoch wieder zusammen. Alles deutet auf einen jahrelang zurückliegenden Doppelmord hin. Journalisten belagern das Haus und Saffy sieht nur ein Chance - sie muß die Ermittlungen selbst in die Hand nehmen! Doch ist sie wirklich bereit, das dunkelste Geheimnis ihrer Familie ans Tageslicht zu holen?

"Liebste Tochter – Du lügst so gut wie ich" von Claire Douglas hat mich total begeistert. Die Autorin schafft es von Beginn an, den Leser tief in die Geschichte eintauchen zu lassen. Sie erzählt die Geschichte in verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven, ein Handlungsstrang ist spannender als der andere. Zum guten Schluß ergeben sie alle zusammen Sinn und bilden ein Ganzes. Bis dahin kommt man der Wahrheit Stück für Stück auf die Spur und rätselt gebannt mit. Der Spannungsbogen wird kontinuierlich hoch gehalten. Claire Douglas spielt hier förmlich mit unvorhersehbaren Wendungen und einer Atmosphäre, die so düster ist, wie das Geschehen. Dabei kommt Claire Douglas ohne Action aus - sie arbeitet viel mehr mit psychologischer Spannung. Beeindruckt hat mich die gefühlvolle Art und Weise, wie hier mit dem Thema Alzheimer umgegangen wird. Ein wirklich schweres Thema und trotzdem drückt die Autorin nicht auf die Tränendrüse.

Dieser Thriller bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

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