Slow Burn Romanze auf Hawaii
This could be homeNach ein paar eher schwereren Themen, war ich froh, dass ich auf den zweiten Teil der "Hawaii Love Trilogie" zurückgreifen und ein bisschen leichtere Kost zum Entspannen lesen konnte. Alleine schon das ...
Nach ein paar eher schwereren Themen, war ich froh, dass ich auf den zweiten Teil der "Hawaii Love Trilogie" zurückgreifen und ein bisschen leichtere Kost zum Entspannen lesen konnte. Alleine schon das Setting auf Hawaii lädt zum Träumen ein. Mir hat dieser zweite Teil sogar besser gefallen, als der Start der Reihe.
Ehrlich gesagt musste ich vor der Rezension googeln, was die Beschreibung "forced proximity" heißt :), die bei Amazon zum Inhalt angeführt wurde. Ja, all diese neuen Bezeichnungen bei Genres, die ich nicht so oft oder gar nicht lese, sind oftmal "spanische Dörfer" für mich. Nun bin ich wieder etwas klüger geworden und weiß, dass es sich um eine Situation handelt, wo zwei Charaktere unfreiwillig Zeit miteinander verbringen müssen. Für mich war "This could be home" einfach eine sehr nette Liebesgeschichte mit tollem Setting.
Bereits im ersten Band der Trilogie haben wir Laurie kennengelernt, die Schwester von Vince. Sie hat ihr Studium unterbrochen, um ihren Bruder beim Umbau und der Eröffnung des Hostels zu unterstützen. Nach einem Vorfall, bei dem sie beinahe ertrunken wäre, hat sich Laurie in den Kopf gesetzt Rettungsschwimmerin zu werden und anderen Menschen ebenfalls zu helfen. Die kleine und zierliche Laurie wird jedoch weder von Vince, noch von seinem Freund Chip ernst genommen. Um ihr zu zeigen, wie anstrengend dieser Job ist, nimmt Chip sie mit zu seinem Vater zu "Ocean Safety". Dort versucht Laurie ein Praktikum zu bekommen, welches sie tatsächlich erhält. Sie wird Chips Bruder Tristan zugeteilt, der alles andere als erfreut darüber ist. Von Anfang an verhält er sich gegenüber Laurie äußerst unhöflich und mürrisch. Er findet dieses kleine zarte Mädchen total ungeeignet für diesen harten Job. Doch Laurie gibt nicht so schnell auf, auch wenn sie noch einiges zu tun hat, um wirklich fit genug für die Prüfung zur Rettungsschwimmerin zu werden. Mit der Zeit merkt Laurie, dass Tristan auch zu sich selbst viel zu hart ist und hinterfragt seine Verhaltensweisen....
Im Gegensatz zum ersten Teil, haben wir hier eine Slowburn Romanze, was ich generell lieber lese. Die vorerst gegenseitige Abneigung wird langsam zu Interesse und Zuneigung. Das Tempo passte für mich perfekt. Man erkennt, wie Tristan mit etwas hadert und sich ein weicher Kern hinter seiner harten Fassade versteckt. Laurie gibt hingegen nie auf und kämpft für ihre Ziele. Bis sich die beiden eingestehen, dass sie mehr füreinander empfinden, erzählt Lilly Lucas gefühl-, aber auch humorvoll, wie sich die beiden näher kommen. Man fühlt sich beim Lesen einfach wohl und lebt mit den Figuren mit. Sie wachsen einem sehr schnell ans Herz, auch wenn es bei Tristan etwas länger dauert... Zusätzlich hat man auch Begegnungen mit alten Bekannten aus dem ersten Teil.
Auch diesmal hat mich wieder die atemberaubende Kulisse von Hawaii träumen lassen - von weißen Stränden, Palmen, Wasserfällen, Schildkröten und Delphinen....hach.
Nun freue ich mich im August auf den letzten Teil der Trilogie, der sicher wieder emotional wird.
Fazit:
Die Slowburn Romanze besticht durch sympathische Figuren, tollen Landschaftsbeschreibungen und einer richtig netten Geschichte, die mich hat träumen und das momentan schwierige Weltgeschehen ausblenden hat lassen.