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Veröffentlicht am 18.02.2026

Intensives Leseerlebnis

Der andere Arthur
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Letztes Jahr ist man um Liz Moores Roman "Der Gott des Waldes" nicht herumgekommen und auch bei mir landete er unter den besten Büchern 2025.
Nun wurde das Debüt der Autorin ebenfalls auf Deutsch übersetzt ...

Letztes Jahr ist man um Liz Moores Roman "Der Gott des Waldes" nicht herumgekommen und auch bei mir landete er unter den besten Büchern 2025.
Nun wurde das Debüt der Autorin ebenfalls auf Deutsch übersetzt und ich durfte den Roman als Rezensionsexemplar vom C.H. Beck Verlag lesen.

Ich habe sowohl "Long Bright River" als auch "Der Gott des Waldes" gelesen und beide Geschichten sind völlig verschieden. Mit "Der andere Arthur" haben wir erneut eine ganz andere Geschichte vor uns, die aber ebenso fesselt.
Der titelgebende Arthur ist ein ehemaliger Literaturprofessor, der sein Haus seit einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen hat. Der Grund ist seine Fettleibigkeit. Selbst im Haus bewegt er sich nur mehr im Erdgeschoß und lässt sich von Lieferdiensten alles was er benötigt, zustellen.
Eines Tages erhält er einen Brief von Charlene Turner, mit der er eine rege Brieffreundschaft unterhält. Sie war einst Studentin an der Universität, wo er unterrichtet hat. In ihr erkannte er die eigene Einsamkeit wieder. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und kleine Verliebtheit. Als Charlene die Uni nach einem Semester verlässt, geht auch Arthur nicht mehr zurück und verschanzt sich in seinem Elternhaus in Brooklyn. Er flüchtet sich in die Fresssucht und auch Charlene bekommt ihr Leben nicht auf die Reihe. Als er nun nach einiger Zeit wieder Post von Charlene bekommt, ist er überrascht. Sie bittet Arthur ihrem Sohn Kel zu helfen und ihn zu unterrichten. Charlene und Kel möchten Arthur besuchen, was ihn leicht in Panik versetzt, denn er hat in seinem Briefen nicht immer die Wahrheit erzählt. Aber auch Charlene hat sich so einige Unwahhrheiten erlaubt....
Als er die blutjunge Yolanda engagiert, die sein Haus für den Besuch auf Vordermann bringen soll, erkennt sie schnell, wie einsam Arthur ist. Ihr fröhliches und optimistisches Naturell holt Arthur nach und nach aus seinem Schneckenhaus. Aber auch Yolandas Leben ist nicht einfach und so helfen sie sich gegenseitig.

Hier wechselt die Perspektive zu Kel als zweiten Ich-Erzähler. Für den nur mittelmäßigen Schüler steht Baseball an erster Stelle. Er möchte unbedingt Profispieler werden und schämt sich seiner alkoholkranken Mutter, die das Leben nicht meistert. Es gelingt ihr nicht, sich so um ihren Sohn zu kümmern, wie sie es gerne möchte. Das Leben hat sie desillusioniert.
Als ein Schicksalsschlag Kel völlig aus der Bahn wirft, erkennt er sehr schnell, wer wirklich seine wahren Freunde sind. Die Unsicherheiten und Ängste, die den jungen Mann begleiten, spürt man durch jede Zeile.

Liz Moore beschreibt die Charaktere sehr einfühlsam und ohne zu urteilen. Obwohl es sich um gesellschaftliche Randfiguren handelt, kann man sich in alle von ihnen einfühlen. Man leidet mit ihnen mit und möchte sie oftmals nur schütteln. Vor allem Arthur möchte man aus seiner Lethargie herausreißen.
Alle Figuren in diesem Roman sind in ihrer tiefen Einsamkeit gefangen. Am ehesten öffnet sich Kel gegenüber anderen Menschen und mit Dee und Lindsey hat er auch zwei Freunde gefunden, die ihm beistehen.
Beide Erzählstränge bleiben bis zum Ende hin isoliert. Deshalb fand ich es etwas schade, dass Arthur und Kel bis zum Ende der Geschichte nicht aufeinander treffen. Eigentlich hätte ich mir durch den Klappentext dies erwartet. Trotzdem kann man sich ein sehr schlüssiges Bild von beiden Figuren machen und das leicht offene Ende lässt Spielraum für den Leser und seiner Fantasie.


Fazit:
Liz Moore hat einen Roman über Vereinsamung, verpasste Chancen, Isolation, Trauer und unerfüllte Hoffnungen geschrieben, der unter die Haut geht. Dabei urteilt sie nicht, sondern bringt uns die Figuren sehr nahe. Ein ruhiger, aber intensiver Roman, der trotz des melancholischen Inhaltes Hoffnung versprüht.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Nach "Love, Mom" leider enttäuschend

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Nachdem mich letztes Jahr "Love, Mom" von Iliana Xander extrem begeistert hat, war es klar, dass ich auch ihren neuen Thriller lesen werde. Leider kann dieser so gar nicht mit dem Vorgänger mithalten. ...

Nachdem mich letztes Jahr "Love, Mom" von Iliana Xander extrem begeistert hat, war es klar, dass ich auch ihren neuen Thriller lesen werde. Leider kann dieser so gar nicht mit dem Vorgänger mithalten.

Nathalie und Cara sind beste Freundinnen, die sich gemeinsam eine WG in New York teilen. Nach einer ausgelassenen Nacht in einem Club wird Cara am nächsten Morgen bewusstlos an einer Bushaltestelle gefunden und liegt seitdem im Koma. Ihr wurde ein Nervengift verabreicht und Cara kämpft ums Überleben.
Nathalie möchte wissen, wer ihrer Freundin dies angetan hat und macht sich entschlossen auf die Suche nach dem rothaarigen "Hauptgewinn", wie Cara ihren Aufriss nannte. Als sie am Zeitungskiosk sein Bild auf dem Cover eines Magazins erkennt, ist sie wie elektrisiert. Es ist Geoffrey Rosenberg, ein Multimillionär, der mit Kryptowährung demnächst an die Börse gehen will. Sie fasst einen riskanten Plan und bewirbt sich als Aushilfskellnerin in seiner Villa. Sie möchte herausfinden, ob dieser Mann Cara in in diese Lage gebracht hat. Als sie erfährt, dass es noch zwei weitere Mädchen gibt, die mit demselben Gift im Körper im Krankenhaus liegen, reift ein Plan in ihr. Sie möchte dem Boss eine Falle stellen....

Ich habe die 337 Seiten im Flugzeug von Colombo nach Wien in kürzester Zeit weggelesen. Die Story liest sich einfach und ist wieder sehr temporeich. Man fällt in einem ähnlichen Sog, wie bei "Love, Mom" und dennoch konnte mich "Der Boss" nicht wirklich abholen.
Nach dem spannenden Epilog flachte die Story ab und der Zufall, wie Nathalie an den Job in der Villa kommt, war mir viel zu weit hergeholt. Hier muss man definitiv ein Auge zudrücken, um die restliche Story zu "genießen".
Von Beginn an ist klar, dass Nathalie in großer Gefahr schwebt. Die Atmosphäre in der Villa ist beängstigend und man hat das Gefühl, dass dort etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Die Angestellten sind zurückweisend und man bemerkt schnell, das sie Angst vor ihrem Boss haben. Jeder muss sich an bestimmte Regeln halten und Nathalie fällt dies ganz besonders schwer. Ihre Ideen, die oftmals sehr naiv gedacht sind, konnte ich nicht immer nachvollziehen. Manchmal stolpert man über Dinge, die mir seltsam oder unrund vorkamen.

Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Nathalie erzählt. Dazu gibt es noch Kapitel eines "Unbekannten", der noch etwas mehr Rätselraten beim Leser erzeugt. Die Autorin spielt gekonnt mit Misstrauen, Manipulation und psychologischer Spannung.
Obwohl man durch die Story nur so fliegt, hatte sie für mich zu wenig Thrill und ist arg überzogen. Die Figuren sind sehr schwarz-weiß gemalt und man kann sie perfekt in die üblichen Schablonen zuordnen. Der erwartete Plot-Twist kommt fast zu früh, doch dann wird es sehr spannend und die Handlung zieht rasant an. Vor allem zum Ende hin hatte ich jedoch das Gefühl in einem billigen Agententhriller gelandet zu sein.
Den Hintergrund und die Auflösung fand ich hingegen gelungen.


Fazit:
Nach "Love,Mom", welches von mir 5 Sterne bekommen hat, ist "Der Boss" leider eine Enttäuschung. Mich konnten weder die Charaktere, noch die Storyline wirklich überzeugen. Vieles war sehr überzogen dargestellt. Ich vergebe gerade noch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Die Nelkentochter

Die Nelkentochter (Die Blumentöchter 3)
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Normaler Weise mag ich es weniger, wenn ich einfach irgendwo in einer Reihe anfange, aber aus bestimmten Gründen habe ich mir den dritten Band der Blumentöchter Reihe von Tessa Collins aka Silke Ziegler ...

Normaler Weise mag ich es weniger, wenn ich einfach irgendwo in einer Reihe anfange, aber aus bestimmten Gründen habe ich mir den dritten Band der Blumentöchter Reihe von Tessa Collins aka Silke Ziegler gekauft. Da ich für zwölf Tage nach Sri Lanka gereist bin, wollte ich mich vor der Reise auch literarisch einstimmen. Da fiel mir dieses Buch in die Hände.....
Tatsächlich habe ich es dann ein bisschen vor meinem Urlaub, aber größtenteils während der beiden Flüge gelesen und mich auf die "Perle im Indischen Ozean" eingestimmt.

Lali ist Mitte zwanzig, lebt bei ihrem Vater und sucht verzweifelt nach ihrem Lebensinhalt. Ein Praktikum nach dem anderen und wieder nicht der Beruf, der in ihr das Feuer entbrennen lässt. Wann wird sie endlich etwas finden, was ihr Spaß macht? Auch ihr Singledasein scheint sich nicht ändern zu wollen, denn ihre Dates verlaufen ähnlich desaströs, wie die Jobsuche.
Lalis Mutter hat Cornwall verlassen, als Lali ein Kleinkind war. Besonderen halt ihr daraufhin ihre Großmutter Rose gegeben, die vor kurzem verstorben ist. Als sie in der Gärtnerei der Großeltern ein Büchlein mit Gedichten ihrer Mutter findet, wird in ihr der Wunsch wach, ihre Mutter in Sri Lanka zu besuchen. Sie möchte endlich wissen, warum sie ihr Kind damals einfach verlassen hat.
Doch die Ankunft auf der Teeplantage ist nicht, wie es sich Lali vorgestellt hat. Ihre Mutter begrüßt sie mit den Worten "Du hättest nicht herkommen sollen" und weckt in ihr tiefe Enttäuschung. Erst nach und nach entdeckt Lali warum ihre Mutter Isha diesen Satz zu ihr gesagt hat, die selbst ohne Mutter aufgewachsen ist und schlicht Angst um ihr Kind hat. Isha denkt, dass ihre Familie unter einem Fluch leidet, der besonders die Frauen der Familie betrifft. Lali beginnt ein bisschen in der Familiengeschichte zu graben. Dabei hilft ihr Santosh, der Geschäftsführer der Plantage, der ihr auch die Schönheit der Insel näher bringt.

In einem zweiten Handlungsstrang geht es zurück in die Achtziger Jahre, als in Sri Lanka der Bürgerkrieg zwischen den mehrheitlich auf der Insel lebenden Singhalesen und den Tamilen ausbrach. Die Tamil Tigers, die tamilischen Separatisten, wollten damals einen eigenen unabhängigen Staat gründen.
Zu dieser Zeit leben Isha und ihre Schwester Nashreen mit ihre Mutter Saliya und Vater Parmod auf der gut gehenden Teeplantage im Hochland. Doch der Bürgerkrieg kommt immer näher und wird zum Schicksal der Familie...
Dieser Strang hat mich emotional sehr bewegt, denn er erzählt über die schwierigen Zeiten in diesem Land und die Auswirkungen des Bürgerkrieges auf die Menschen, die darunter leiden mussten. Erst 2009 kam es zu einem endgültigen Waffenstillstand. Heute leben Tamilen und Singhalesen wieder friedlich zusammen. Neben einem buddhistischen steht unweit daneben ein tamilischer Tempel, sowie eine Moschee und eine Kirche. Das fand ich wirklich wunderbar!

Der Roman spielt Großteils im Hochland rund um Nuwara Eliya und in Colombo. Tessa Collins gelingt es die wunderschöne Landschaft des Hochlandes und auch die kulturelle Vielfalt der Insel
einzufangen. Ich war gespannt wie authentisch Tessa Collins uns diese vermitteln wird. Ich muss sagen, dass es ihr gut gelungen ist, auch wenn ich beim Lesen der Geschichte oftmals eine ganz andere Vorstellung hatte, als es dann tatsächlich aussah. Das liegt aber eindeutig an mir und meiner Fantasie.
Mich hat das Hochland von Sri Lanka richtig verzaubert. Als Liebhaber von nicht zu hohen Temperaturen empfand ich die etwas kühleren Temperaturen richtig angenehm und die bergige Landschaft wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht lesen und ist sehr bildhaft. Die einzelnen Figuren sind lebendig beschrieben. Auf der einen Seite hat mich Lalis Unsicherheit manchmal nur mehr den Kopf schütteln lassen, auf der anderen Seite imponierte mir ihre plötzliche Begeisterung und ihre bestimmende Art neue Dinge anzugehen. Sie hat sich deutlich weiterentwickelt.
Tessa Collins hat hier zwar nicht unbedingt das Rad neu erfunden, aber das soll sie auch gar nicht. Allerdings empfand ich doch einiges sehr vorhersehbar oder etwas unglaubwürdig (ich will hier nicht spoilern, aber jemanden, den man nur von alten Fotos kennt in einer Großstadt zu suchen und zu finden, erscheint mir etwas sehr unglaubwürdig). Oftmals lösen sich Konflikte auch etwas zu leicht und schnell. Dennoch finde ich, dass diese Art von Romanen besonders von den bildhaften Beschreibungen des Landes leben! Genau deshalb liest man diese Geschichten und genau DAS liebe ich auch daran.

Fazit:
Die Mischung aus Selbstfindung, kulturellen Eindrücken und einem Familiengeheimnis ist immer eine gute Option für spannende Lesestunden.
Wer die "Sieben Schwestern Reihe" von Lucinda Riley mochte, wird sich sicher genauso gerne von Tessa Collins in die weite Welt entführen lassen, um diverse Familiengeheimnisse aufzudecken.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Toller Vampirthriller

Die Kolonie
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Ein Thriller-Untergenre, welches ich bisher noch nicht gelesen habe. Ich muss gestehen, dass es mein erster VAMPIR-Thriller war und er hat mich sehr gut unterhalten.

In der Kleinstadt Deadhart in Alaska ...

Ein Thriller-Untergenre, welches ich bisher noch nicht gelesen habe. Ich muss gestehen, dass es mein erster VAMPIR-Thriller war und er hat mich sehr gut unterhalten.

In der Kleinstadt Deadhart in Alaska wird ein Teenager tot aufgefunden. Alles erinnert an einem ähnlichen Fall vor 25 Jahren, als ein Teenager-Vampir ebenfalls einen Jungen getötet hat. Die Einwohner von Deadhart sind aufgebracht und möchten die Vampir-Kolonie vertreiben. Diese leben an der Seite der Menschen, verließen jedoch nach dem letzten Vorfall die Nachbarschaft. Seit einiger Zeit sind sie wieder in die ehemalige Bergbausiedlung zurückgekehrt. Nach dem neuerlichen Todesfall wünschen die Einwohner von Deadhart die völlige Ausrottung der Kolonie.
Vampirantrophologin und Detective Barbara Atkins wird daraufhin nach Deadhart geschickt, um den Fall genau zu untertsuchen. Sie lehnt die Keulung ohne stichhaltige Beweise ab und muss bald Anfeindungen der Einwohner spüren, die größtenteils für die Ausrottung sind. Dann wird ein weiterer Teenager ermordet.....

In C.J. Tudors Vampirthriller haben wir es nicht mit wunderschönen (glitzernden) und reichen Vampiren zu tun, sondern mit einer eher armseligen Kolonie, die laufend der Willkür der Menschen ausgesetzt sind. Sie werden ausgegrenzt und verfolgt. Der Rassismus ist allgegenwärtig.

Der Beginn ist etwas langsam und es werden einige Figuren erst eingeführt. Erzählt wird aus aus verschiedenen Perspektiven. Zusätzlich gibt es Rückblenden und einen weiteren Strang um ein gefangenes Mädchen, welches beim Lesen von Beginn an Fragen aufwirft.
Der Schreibstil ist fesselnd und bildhaft. Zahlreiche Wendungen lassen einem an der Geschichte dran bleiben und miträtseln. Man spürt die bedrohliche Stimmung im Dorf auf jeder Seite. Etwas Kritik gibt es an einigen Übersetzungsfehlern, die einem größeren Verlag eigentlich nicht passieren sollte.

Vampirantrophologin Barbara ist sympathisch, humorvoll und intelligent. Sie ist bereits über 50 und von kerniger Statur, eher unsportlich und hat keine angenehme Kindheit hinter sich. Mit dem Einsiedler und ehemaligen Debuty Jensen Tucker, der vor 25 Jahren an dem damaligen Fall gearbeitet hat, versteht sie sich gut. Die beiden ergänzen sich perfekt und akzeptieren einander. Tucker hat Kontakte zur Kolonie und glaubt diesmal nicht an einem Mörder aus dessen Reihen.
Auch die übrigen Charaktere, vor allem die Einwohner von Deadhart, sind sehr lebendig und facettenhaft beschrieben. Trotz der vielen Figuren kann man diese sehr gut zuordnen und hat sie lebhaft vor Augen. Die Autorin hat diese wirklich großartig ausgearbeitet.

Tudor zeigt perfekt auf, was Hetze und Selbstjustiz erzeugen können und lässt einem manchmal ganz schön gruseln. Die Beschreibungen der Jagd auf die Vampire ist grausam und wird nicht beschönigt. Dazu passt das düstere und kalte Setting, welche ich als sehr atmosphärisch erzählt empfand. Die winterliche Kulisse und die Abgeschiedenheit, die durch den Schneesturm noch verstärkt wurde, ließ mich bei den klirrenden Minustemperaturen hier in Österreich noch mehr frieren. Vielleicht sollte ich diese Art von Bücher doch eher im Sommer zur Abkühlung lesen ;)
Einzig das Ende war fast etwas zu schnell abgehandelt.


Fazit:
Ein etwas anderer Thriller, der in der gemeinsamem Leserunde viel Spaß gemacht hat. Besonders gemocht habe ich die tolle winterliche und düstere Atmosphäre, die dem Thriller noch das gewisse Etwas gibt. Es ist definitiv kein Vampirroman, sondern eine düstere Mörderjagd in einem abgelegenen Dorf in Alaska.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Spannender Abschluss

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Der dritte und letzte Band der Reihe um die schwedische Ermittlerin Maya Topelius hat mir wieder sehr gut gefallen, nachdem ich den zweiten Band etwas schwächer fand.
Nach dem frostigen Winter in Nordschweden ...

Der dritte und letzte Band der Reihe um die schwedische Ermittlerin Maya Topelius hat mir wieder sehr gut gefallen, nachdem ich den zweiten Band etwas schwächer fand.
Nach dem frostigen Winter in Nordschweden und dem Mittsommerfest auf einer der vielen schwedischen Schäreninseln, sind wir diesmal im Herbst auf Öland. Maya hat sich ein paar freie Tage genommen, um ihre Eltern zu besuchen. Sie möchte ihnen ihren Freund Christoffer vorstellen, der noch am Wochenende anreisen soll. Außerdem will Maya endlich wieder mit ihrer Freundin Clara plaudern, die neben Emily und Sanna zum Freundinnen-Kleeblatt gehört. In einem letzten Telefonat hat Clara Maya erzählt, dass sie die lang verschollene Schulkameradin Ingrid gesehen hat. Maya kann das nicht glauben und will mehr darüber wissen.
Sehr lange währt die Ruhe nicht, denn Johann, ein Sonderling und Einzelgänger, findet in der Schlossruine von Borgholm eine Leiche. Das Opfer, eine Journalistin, wurde professionell hingerichtet und das Muster der Hinrichtung ist ident mit einem weiteren Toten. Maya und ihr Stockholmer Kollege Pär sollen die Ermittlungen in Kalmar übernehmen, was manchen ansässigen Polizisten nicht wirklich schmeckt. Die Spuren führen zu einem rechtsradikalen Netzwerk.....

Standen neben Maya in den letzten beiden Bänden Sanne und Emily im Mittelpunkt, ist es diesmal Clara, die dritte Freundin des Kleeblattes. Sie macht sich Sorgen um ihren Sohn, der sich sehr verändert hat. Seit er einen neuen Sporttrainer hat, zieht er sich zurück und zeigt sich Clara gegenüber feindselig.
Geschickt verbindet Sandra Åslund den aktuellen Mordfall um die Journalistin mit der Handlung rund um das Verschwinden der Klassenkameradin von Clara und Maya vor achtzehn Jahren. Dadurch werden die Ermittlungen für Maya diesmal sehr persönlich. Bis sie bemerkt, dass der Mord an der Journalistin und ihre Nachforschungen zu Ingrid zusammenhängen, ist es fast zu spät.

Der Schreibstil der deutschen Autorin, die in Schweden lebt, ist sehr fesselnd. Wechselnde Perspektiven und Einblicke in die Vergangenheit halten den Spannungsbogen aufrecht.
Schon im ersten Band war ich begeistert vom bildhaften Erzählstil der Autorin, der mich an die Seiten gefesselt hat. Nachdem ich den zweiten Band etwas schwächer empfand, konnte mich "Dann ruhest auch du" wieder überzeugen und ich habe den Krimi in einem Rutsch durchgelesen.
Neben den privaten Einblicken, die sich perfekt mit den Ermittlungen ergänzen, beschreibt Sandra Åslund ein brisantes und sensibles Thema mit viel Feingefühl. Sie zeigt die Gefahr auf, wie rechtsextreme Gruppierungen Kindern gegenüber vorgehen und sie beeinflussen. Das hat mir beim Lesen oftmals Gänsehaut bereitet.
Alle Figuren sind sehr lebendig und authentisch gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten. Das schwedische Setting habe ich ebenfalls wieder sehr genossen.

Fazit:
Für mich ist der dritte Band ein toller Abschluss der Trilogie, der mir spannende Lesestunden beschert hat. Schade, dass es keine weiteren Bände geben wird.

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