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Veröffentlicht am 21.10.2022

Nur äußerlich ein Womanizer

Mr. Womanizer in Love
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„Mr. Womanizer in Love“ von Eva Perkics ist eine schöne Lovestory für zwischendurch, die viel Drama, aber auch viel Gefühl zu bieten hat.
Grace Middleton kämpft tagtäglich im Unternehmen ihres Vaters darum, ...

„Mr. Womanizer in Love“ von Eva Perkics ist eine schöne Lovestory für zwischendurch, die viel Drama, aber auch viel Gefühl zu bieten hat.
Grace Middleton kämpft tagtäglich im Unternehmen ihres Vaters darum, dass sie endlich von ihm als Geschäftsfrau ernst genommen wird. Im Laufe der letzten Jahre ist aus der fröhlichen und positiven jungen Frau eine verbitterte, unsichere und reizbare Furie geworden, die sich eigentlich selbst nicht mehr leiden kann. Als der attraktive Vincent Price ihren Weg kreuzt, zeigt sie sich leider von ihrer schlechtesten Seite und so geraten beide immer wieder aneinander. Vincent hat seine eigenen Dämonen, gegen die er kämpfen muss, aber sein Helfersyndrom macht auch vor der kratzbürstigen Grace nicht halt. Beide genießen einen kurzen Moment des Glücks, bevor sie von der Realität eingeholt werden.

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, denn der flüssige Schreibstil von Eva Perkics liest sich richtig gut. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptfiguren erzählt, was auch wichtig ist, um ihre jeweiligen Beweggründe zu verstehen.
Grace ist grundsätzlich eine nette und sympathische Protagonistin, die sich durch das Verhalten ihres Vaters irgendwie selbst verloren hat und keinen Weg zurück findet. Sie kämpft quasi gegen Windmühlen, doch sie weigert sich strikt, aufzugeben. Die Begegnung mit Vince eröffnet Grace kurzzeitig neue Perspektiven, aber leider geht auch hier schnell alles den Bach herunter.
Vince ist eigentlich überhaupt kein klassischer Womanizer, wie es der Titel vermuten lässt. Durch sein Helfersyndrom droht Vince sich selbst zu verlieren, eigentlich ganz ähnlich wie Grace. Ich konnte seine Entscheidungen nicht immer nachvollziehen und seine Meinungsumschwünge verursachen hin und wieder ein Schleudertrauma.
Die Story reißt viele unterschiedliche Themen an, die alle wichtig und emotional sind, aber in der Gesamtheit war mir das irgendwie zu viel. Ein paar Dramen weniger hätten es meiner Meinung nach auch getan und stattdessen hätte die Charakterentwicklung noch ein wenig tiefer gehen können. Insgesamt funktioniert die Geschichte jedoch gut und sorgt für unterhaltsame Lesestunden.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Fake-Boyfriend zum Verlieben

Spanish Love Deception – Manchmal führt die halbe Wahrheit zur ganz großen Liebe
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„Spanish Love Deception – Manchmal führt die halbe Wahrheit zur ganz großen Liebe“ von Elena Armas ist eine wunderschöne und humorvolle Enemies-to-Lovers-Romance, die mich von der ersten Seite an begeistern ...

„Spanish Love Deception – Manchmal führt die halbe Wahrheit zur ganz großen Liebe“ von Elena Armas ist eine wunderschöne und humorvolle Enemies-to-Lovers-Romance, die mich von der ersten Seite an begeistern konnte.
Lina hat sich selbst in eine fast ausweglose Situation manövriert, denn sie braucht dringend einen Fake-Freund für die Hochzeit ihrer Schwester in Spanien. Möglicherweise hat sie ihrer besorgten Großfamilie erzählt, dass sie einen Freund in New York hat, der mit ihr zur Hochzeit fliegt. Das könnte daran liegen, dass ausgerechnet ihr Ex, der Bruder des Bräutigams und gleichzeitig Trauzeuge, mit seiner Verlobten erscheinen wird. Lina ist in totaler Panik, aber trotzdem lehnt sie zunächst das Angebot ihres Arbeitskollegen Aaron ab, sie zu begleiten. Mit Aaron verbindet sie seit fast zwei Jahren eine leidenschaftliche Feindschaft, aber eine andere Option bleibt Lina leider nicht.

Man wird gleich mit dem ersten Satz mitten in die Story katapultiert, was mir absolut gefallen hat. Der lockere und leichte Schreibstil von Elena Armas und ihre sympathische und etwas chaotische Heldin Lina haben sofort mein Herz erobert. Die gesamte Handlung wird aus Linas Perspektive erzählt, aber glaubt mir, Aaron kommt keinesfalls zu kurz.
Lina ist nach ihrem traumatischen Beziehungsende in die USA gegangen und hat es satt, von ihrer Familie bemitleidet und bevormundet zu werden. Ob ein falscher Freund die richtige Lösung für ihr Problem ist, muss sich jedoch erst noch zeigen. Ich mag Linas offene, freundliche und lebenslustige Art, die sich von misogynen Einflüssen nicht unterkriegen lässt. Ihre knisternde Hass-Beziehung zu ihrem Kollegen Aaron garantiert witzige Schlagabtausche, aber man spürt gleichzeitig die unterdrückten Emotionen.
Aaron ist einfach nur zum Verlieben, auch wenn sein Start mit Lina komplett danebenging. Wer ihm im Laufe der Geschichte nicht verfällt, dem ist auch nicht zu helfen. Er erfüllt alle Kriterien für den perfekten Bookboyfriend und sorgt für funkelnde Herzchen in den Augen.
Die turbulente und romantische Lovestory steckt voller Humor, Warmherzigkeit und Emotionen, aber sie enthält auch ernste Untertöne, in denen die Autorin leider immer noch aktuelle Missstände thematisiert. Ich bin jetzt schon neugierig auf den nächsten Band und hatte jede Menge Spaß mit Lina und Aaron.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und das volle Sternchenfeuerwerk!

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Weihnachten mal anders

Das Fest der Liebe
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„Das Fest der Liebe“ von Jean Meltzer erzählt eine turbulente Weihnachtsstory, die eigentlich gar keine Weihnachtsstory ist.
Margot Cross ist das Pseudonym einer äußerst erfolgreichen Autorin von weihnachtlichen ...

„Das Fest der Liebe“ von Jean Meltzer erzählt eine turbulente Weihnachtsstory, die eigentlich gar keine Weihnachtsstory ist.
Margot Cross ist das Pseudonym einer äußerst erfolgreichen Autorin von weihnachtlichen Liebesromanen. Niemand ahnt, dass ausrechnet Rachel Rubenstein-Goldblatt, die Tochter des berühmten New Yorker Rabbis dahintersteckt, die selbst niemals Weihnachten feiern durfte. Trotzdem ist Rachel der wohl größte heimliche Weihnachtsfan, worüber nur ihr bester Freund Bescheid weiß. Doch jetzt möchte ihr Verlag eine neue Story, die sich diesmal um das jüdische Chanukka-Fest drehen soll. Rachel sucht verzweifelt nach Inspiration, die sie auf der glamourösen und exklusiven Chanukka-Party von Jacob Greenberg sammeln könnte. Aber Jacob ist nicht nur ihre erste unglückliche Liebe, sondern seit dem jüdische Ferienlager mit zwölf Jahren auch ihr schlimmster Erzfeind.

Wenn man das Nachwort liest, wird klar, wie viel Jean Meltzer von ihrer eigenen Lebensgeschichte in dieses Buch gepackt hat. Durch diesen Kontext konnte ich einiges besser bewerten und verstehen.
Der Schreibstil liest sich leicht und locker, auch wenn ich manchmal ein wenig über die Fülle an religiösen Informationen und Begriffen gestolpert bin. Für Laien ist das stellenweise etwas überfordernd, auch wenn es sich für die Charaktere authentisch und natürlich anfühlt.
Rachel, ihr besonderer familiärer Hintergrund und ihre chronische Krankheit stehen im Fokus der Geschichte, was die romantischen Verwicklungen oft in den Hintergrund drängt. Ich fand gut, dass die Autorin mit Vorurteilen über diese spezielle und ernste Erkrankung aufräumt und die alltäglichen Schwierigkeiten ungeschönt beschreibt. Doch Rachel kämpft nicht nur mit ihren gesundheitlichen Schwierigkeiten, die sie vor ihrem Umfeld verbirgt, sondern auch mit den streng-konservativen Ansichten ihres Elternhauses, die sie zu weiteren Lügen zwingen. Weihnachten ist ihr guilty pleasure, was ich irgendwie niedlich und liebenswert fand. Manchmal war es jedoch ein wenig übertrieben, wie fest Rachel als erwachsene Frau in den Mustern ihrer Kindheit gefangen ist.
Jacob ist kein schlechter Kerl, aber einige seiner Aktionen waren echt too much. Dass man mit zwölf die Liebe fürs Leben findet, konnte ich den Charakteren leider nicht komplett abnehmen, vor allem, dass man mit 30 nahtlos wieder an der Beziehung ansetzt. Die gefühlt unzähligen religiösen Rituale und Pflichten überlagern die romantischen Funken ein wenig und nehmen der Story etwas die Leichtigkeit. Dafür ist die Auflösung am Schluss fast schon zu easy.

Mein Fazit:
Die Lovestory ist durchaus unterhaltsam und voller interessanter Informationen. Wer mal eine alternative Weihnachtsgeschichte versuchen möchte, der ist bei diesem Buch gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Gelungene Fortsetzung

Der Klang von Sommerregen
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„Der Klang von Sommerregen: Alaina und Dean“ ist der zweite Band der Klang-Reihe von Anne Naumann und erzählt die emotionale Lovestory von Alaina und Dean zu Ende.
Alaina steckt mitten in einem riesigen ...

„Der Klang von Sommerregen: Alaina und Dean“ ist der zweite Band der Klang-Reihe von Anne Naumann und erzählt die emotionale Lovestory von Alaina und Dean zu Ende.
Alaina steckt mitten in einem riesigen Gefühlschaos. Ihre Band, die sich gerade richtig gefunden hatte und auf einem aussichtreichen Erfolgskurs war, ist völlig auseinandergebrochen. Ihre engsten Freunde befinden sich im Streit. Und Dean, dem sie nach ihrem eindrucksvollen Silvesterauftritt endlich näher gekommen ist, will mehr als nur eine Nacht. Alaina will das auch und beide sind unglaublich glücklich zusammen. Dean findet durch Alaina zurück zur Musik, die ihn seit fast einem Jahr verlassen hatte. Aber über allem schwebt ein Ablaufdatum, denn Deans altes Leben spielt sich New York ab und die Schatten der Vergangenheit holen ihn unaufhaltsam ein.

Man sollte den ersten Band der Reihe unbedingt gelesen haben, denn die Geschichte von Alaina und Dean ist als Dilogie ausgelegt. Die Handlung setzt unmittelbar nach dem emotionalen Ende des Vorgängerteils ein und ordnet das Chaos, welches dort hinterlassen wurde. Der leichte und flüssige Schreibstil lässt den Einstig nicht schwer fallen und ich war schnell wieder in der mitreißenden Rockstar Romance gefangen.
Alaina ist deutlich selbstbewusster und stärker als zu Beginn der Geschichte. Die Beziehung zu Dean tut ihr echt gut, auch wenn sie nicht klar definiert ist. Es ist schön zu sehen, wie sie ihre eigene Vergangenheit aufarbeitet und sich endlich über ihre Gefühle klar wird.
Dean bekommt im zweiten Band einen deutlich größeren Anteil als bisher, denn nun steht seine Entwicklung im Mittelpunkt. Er ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, dessen Entscheidungen und Aktionen ich zugegebenermaßen nicht immer toll fand.
Die Lovestory der beiden gleicht einer Gefühlsachterbahn, die von Intrigen, Manipulationen und jeder Menge Drama durchgeschüttelt wird. Ob die beiden am Ende doch noch zusammenfinden, sollte jeder unbedingt selbst im Buch herausfinden.

Mein Fazit:
Der zweite Band ist eine gelungene Fortsetzung und bekommt von mir gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.10.2022

Mut zur Veränderung

Winterwünsche in Willowbrook
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„Winterwünsche in Willowbrook“ von Sophie Claire versprüht jede Menge Adventsstimmung und beweist, dass sich Gegensätze durchaus anziehen können.
Mitten in der englischen Provinz liegt das zauberhafte ...

„Winterwünsche in Willowbrook“ von Sophie Claire versprüht jede Menge Adventsstimmung und beweist, dass sich Gegensätze durchaus anziehen können.
Mitten in der englischen Provinz liegt das zauberhafte Städtchen Willowbrook, in welchem die 30-jährige Liberty schon immer zuhause ist. Liberty liebt ihre Routinen und Gewohnheiten, vor allem seitdem ihre beste Freundin nach einem Unfall im Koma liegt. Doch ihr 30. Geburtstag gibt ihr zu denken und so beschließt Liberty, im Dezember jeden Tag etwas Neues und Mutiges auszuprobieren. Die erste Maßnahme ist, einen fremden Mitbewohner in ihr Cottage aufzunehmen. Doch der attraktive Rennfahrer Alex treibt die freundliche und mitfühlende Liberty mit seiner mürrischen und abweisenden Art an ihre Grenzen. Aber das sind wohl die Nebenwirkungen, wenn man aus der sicheren Routine ausbricht.

Sophie Claire kehrt zurück ins idyllische Willowbrook, wo im letzten Buch Evie und Jake ihr Glück fanden. Diesmal ist Evies Angestellte Liberty dran und die süße Kleinstadt hat auch in der Fortsetzung nichts von ihrem Charme eingebüßt. Der leichte Schreibstil lässt einen fast durch die Seiten fliegen, während man Liberty bei der Abarbeitung ihrer Dezember-Bucketlist begleiten darf.
Liberty ist einfach nur zuckersüß und absolut liebenswert. Es ist traurig, dass sie sich nach dem Unfall ihrer besten Freundin derart zurückgezogen hat, aber auch nachvollziehbar. Ihre Idee ist mutig und sorgt für einige witzige aber auch berührende Situationen. Und auf jeden Fall erreicht sie ihr Ziel und durchbricht ihre eingefahrenen Gewohnheiten.
Alex hat seine eigene Sinnsuche, die ihn nach Willowbrook führt. Von der fürsorglichen Liberty ist er zunächst total überfordert, aber nach und nach schleicht sie sich in sein Herz und lässt seine Bitterkeit hinwegschmelzen.
Die Annäherung der beiden total gegensätzlichen Charaktere ist wunderschön, humorvoll und berührend erzählt, so dass man sich dem Zauber gar nicht entziehen kann. Die vorweihnachtliche Wohlfühlstory ist genau richtig für gemütliche Lesestunden in der Adventzeit.

Mein Fazit:
Winterliche Romantik in Willowbrook funktioniert immer wieder und ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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