Unterhaltsame Heiratsvermittlung
Mayfair Ladys - Drei Junggesellen für Lady Beatrice„Mayfair Ladies – Drei Junggesellen für Lady Beatrice“ von Freda MacBride ist eine unterhaltsame und leichte Regency Romance, in der ein Verkupplungsplan ungeahnte Folgen hat.
Lady Beatrice ist bereits ...
„Mayfair Ladies – Drei Junggesellen für Lady Beatrice“ von Freda MacBride ist eine unterhaltsame und leichte Regency Romance, in der ein Verkupplungsplan ungeahnte Folgen hat.
Lady Beatrice ist bereits 27 und gilt damit in Gesellschaftskreisen als alte Jungfer. Eine große Narbe, die nicht nur ihre Wange zeichnet, hat dafür gesorgt, dass es niemals einen echten Heiratskandidaten gab. Doch Bea hat sich damit abgefunden und ist zwischenzeitlich erfolgreich darin, ihren Freundinnen die passenden Partner zu vermitteln. Das bringt ihr den Auftrag der Dowager Marchioness of Bayne ein, die für ihre drei unverheirateten Söhne Ehefrauen sucht. Der Älteste war bereits zweimal verlobt und wurde verlassen, der Mittlere ist als Geistlicher besonders anspruchsvoll und der Jüngste scheint an Frauen überhaupt nicht interessiert. Dabei täuscht dieser Eindruck von Francis, denn seit seiner ersten Begegnung mit Bea hat er nur Augen für sie. Jetzt muss er sie nur noch davon überzeugen, dass sein Werben absolut ernst gemeint ist.
Der Einstieg in diese leichte und unterhaltsame Regency Romance fällt überhaupt nicht schwer, denn der Schreibstil von Freda MacBride liest sich locker und flüssig. Also fühlen wir schnell mit Lady Beatrice mit die nicht nur von ihrer strengen Mutter, sondern von der gesamten Londoner Gesellschaft bereits abgeschrieben wurde.
Die Oberflächlichkeit und die albernen Kriterien, die hier bei der Suche nach einer Ehefrau angelegt werden, sind typisch für die Regency Zeit und keine Überraschung. Leider sind Männer wie Francis ziemlich selten, die nicht nur nach dem ersten äußerlichen Eindruck entscheiden, sondern auch einen zweiten Blick riskieren.
Bea hat es also wirklich nicht leicht und sie tat mir in einigen Situationen echt leid. Es ist aber bewundernswert, mit welcher Stärke sie den mehr oder weniger versteckten Beleidigungen begegnet. Es knistert gewaltig zwischen ihr und Francis, dessen Annäherung sie trotzdem nicht ernstnimmt. Ich mag die humorvolle und flirtende Dynamik der beiden, die immer für Abwechslung sorgt. Ich hatte Spaß beim Lesen, vor allem, wenn sich gegen Ende der älteste Bruder einschaltet, was zu witzigen Situationen führt.
Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!