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Veröffentlicht am 01.10.2020

Völlig anders

Bad At Love
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„Bad at Love“ von Morgane Moncomble ist völlig anders als ihre bisherigen Romane, aber unglaublich berührend.
Azalée kehrt kurz nach dem Tod ihrer Mutter gezwungenermaßen in ihre alte Heimatstadt Charleston, ...

„Bad at Love“ von Morgane Moncomble ist völlig anders als ihre bisherigen Romane, aber unglaublich berührend.
Azalée kehrt kurz nach dem Tod ihrer Mutter gezwungenermaßen in ihre alte Heimatstadt Charleston, die sie vor Jahren ohne Abschied verlassen hat. Sie hatte ihre Gründe und eine Rückkehr war nie vorgesehen. Eigentlich will sie nur das geerbte Haus verkaufen und so schnell wie möglich wieder zurück nach New York. Aber die Geister der Vergangenheit holen sie schneller ein als gedacht und auch wenn sie stärker ist als früher, prallt nicht alles spurlos an ihr ab. Einzig ihrem neuen Nachbarn Eden gelingt es, ihre Schutzmauern langsam zum Bröckeln zu bringen.

Das Vorwort der Autorin und die Triggerwarnung weisen deutlich darauf hin, dass man keine sommerleichte französische Beziehungskomödie erwarten darf. Mir haben ihre bisherigen Romane sehr gut gefallen und so war ich total neugierig auf dieses Buch.
Die Handlung ist definitiv keine leichte Kost und es werden viele schwierige und oft verschwiegene Themen angesprochen, die aber leider überaus aktuell sind. Mobbing, Missbrauch, Gewalt und die daraus resultierenden Folgen werden schonungslos aufgezeigt und lassen einen an manchen Stellen einfach nur sprachlos werden. Mit welchen Vorurteilen und wie scheinheilig die Menschen im näheren Umfeld der Protagonistin darauf reagieren, ist teils schockierend, aber furchtbarerweise ziemlich realistisch. Die Story zeigt die menschlichen Abgründe, die hinter unscheinbaren Fassaden verborgen sind, aber sie macht auch Mut, dagegen anzugehen.
Azalée ist nicht so stark, wie sie vorgibt. Sie ist vor ihren Dämonen geflohen und nun wird sie erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Zum Glück hat sie auch echte Freunde, die weiterhin zu ihr stehen und die echte Azalée kennen und lieben. Die Beziehung zu Eden gibt ihr Hoffnung auf ein Stück Normalität und ein Zukunft. Aber auch diese Annäherung ist fragil und leicht zerbrechlich. Der Fokus liegt nicht unbedingt auf der Lovestory der beiden gebrochenen Hauptcharaktere, sondern auf ihrer persönlichen Entwicklung, die hier sensibel und emotional erzählt wird. Die Charaktere sind tiefgründig und haben mich in all ihren Facetten unglaublich bewegt.

Mein Fazit:
Ich finde es gut und wichtig, dass die Autorin diese Geschichte erzählt. Man sollte keine rosarote Romanze erwarten und das Vorwort und die Triggerwarnung ernst nehmen. Mich hat die Story sehr berührt und sie wird definitiv noch eine Weile nachwirken. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.10.2020

Leo & Georgia

The Brooklyn Years - Was von uns bleibt
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„The Brooklyn Years – Was von uns bleibt“ ist der Auftaktband der neuen Reihe von Sarina Bowen.
Für Leo Trevi ist einer seiner größten Wünsche in Erfüllung gegangen. Er wurde von der Eishockey Minor League ...

„The Brooklyn Years – Was von uns bleibt“ ist der Auftaktband der neuen Reihe von Sarina Bowen.
Für Leo Trevi ist einer seiner größten Wünsche in Erfüllung gegangen. Er wurde von der Eishockey Minor League endlich in ein Team der NHL berufen. Doch sein erster Tag bei seinem neuen Verein, den Brooklyn Bruisers, läuft ganz anders als erwartet. Nicht nur, dass ihn sein neuer Coach am liebsten wieder verkaufen würde, sondern die Pressesprecherin des Teams entpuppt sich ausgerechnet als seine große High School Liebe Georgia, die ihm einst das Herz gebrochen hat und über die er seit sechs Jahren immer noch nicht hinweg ist.

Leo und Georgia kennen Fans der Autorin spätestens aus dem letzten Band der Ivy Years. Dort wird ihre komplizierte Geschichte bereits angedeutet, für die sie nun eine zweite Chance erhalten.
Mir tat Leo die meiste Zeit im Buch unglaublich leid. Er hat nichts falsch gemacht und trotzdem muss er den ganzen Hass von Georgias Vater, seinem neuen Coach, aushalten. Es ist bewundernswert mit welcher Stärke und Beharrlichkeit er das alles aushält und immer freundlich bleibt. Er ist der absolute Traum-Book-Boyfriend und hoffentlich wird Georgia dies auch noch erkennen.
Georgia hat in ihrem letzten High School Jahr Schreckliches erlebt, weswegen sie sich auch von Leo getrennt hat. Sie glaubt, ihr Leben wieder im Griff zu haben, aber die Begegnung mit Leo zeigt ihr, dass dies nicht zu 100% der Fall ist. Die beiden sind so süß zusammen, dass man ihnen gern einen Schubs geben würde, damit sie endlich wieder zusammenfinden. Wenn diese Zwei nicht füreinander bestimmt sind, dann weiß ich auch nicht weiter. Sie harmonieren perfekt und in den gemeinsamen Szenen kann man die Herzchen und die Funken nur so fliegen sehen. Die Autorin schildert die sensiblen Themen sehr berührend und zeigt, wie verletzlich beide immer noch sind.

Mein Fazit:
Diese wunderschöne Lovestory ist total romantisch und hat viele bewegende Momente, die richtig ans Herz gehen. Ich habe bis zum Ende mit den beiden mitgehofft und mitgefiebert und vergebe deshalb eine klare Leseempfehlung und die volle Sternchenzahl.

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Veröffentlicht am 01.10.2020

Wundersamer Imagewandel

Das Weihnachtswunder von Westwood
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„Das Weihnachtswunder von Westwood“ ist ein weihnachtlicher Wohlfühlroman von Susan Mallery.
Der Milliardär Duncan Patrick hat ein Imageproblem. Er selbst sieht das nicht so, aber sein Vorstand legt ihm ...

„Das Weihnachtswunder von Westwood“ ist ein weihnachtlicher Wohlfühlroman von Susan Mallery.
Der Milliardär Duncan Patrick hat ein Imageproblem. Er selbst sieht das nicht so, aber sein Vorstand legt ihm nahe, für ein paar positive Schlagzeilen zu sorgen. Die Zufallsbekanntschaft mit der Kindergärtnerin Annie McCoy bietet sich als spontane Lösung an. Die nette und bodenständige Annie soll bis Weihnachten seine verliebte Freundin spielen und ihn so besser dastehen lassen. Er hat nur nicht damit gerechnet, dass er an ihrer selbstlosen und liebenswerten Art so großen Gefallen finden könnte. Sein eiskaltes Herz fängt an zu schmelzen und vielleicht gibt es für ihn tatsächlich ein Weihnachtswunder.

Die Geschichte ist selbstverständlich vorhersehbar und wohl auch zuckersüß und kitschig, aber auf die gute Art. Schließlich erwartet man zu Weihnachten ein wunderschönes Happy End mit Schneesternen und Plätzchenduft. Und das bekommt man hier auch.
Annie ist einfach nur sympathisch und herzig. Sie denkt immer nur an andere und hilft wo sie kann. Und damit bildet sie den kompletten Gegensatz zum verbitterten und rücksichtslosen Duncan, der nur seinen Profit sieht und seine Gefühle streng abschottet. Aber selbst er hat gegen Annies Charmeoffensive keine Chance und so nähern sich die beiden auf sehr humorvolle Art und Weise langsam an. Der Weihnachtszauber tut sein übriges und die Magie kann wirken.
Die Autorin zaubert hier ein glückliches Lächeln auf die Gesichter der Leser und als Bonus kann man sich noch auf eine weitere kleine Weihnachtsgeschichte „Wo Wintersterne leuchten“ freuen, über die sich vor allem ihre Fans freuen werden.

Mein Fazit:
In diesem Buch gibt es die volle Dröhnung Romantik und Wohlfühlatmosphäre, der sich wohl auch der größte Grinch nicht entziehen könnte. Genau das Richtige für gemütliche Lesestunden auf der kuscheligen Couch!

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Veröffentlicht am 01.10.2020

Diesmal kein Sportler

Ice Breakers - Jameson
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„Ice Breakers – Jameson“ ist der vierte Band der gleichnamigen Reihe von Jillian Quinn.
Im Gegensatz zu den ersten drei Teilen steht diesmal kein Eishockey-Profi im Rampenlicht, sondern der attraktive, ...

„Ice Breakers – Jameson“ ist der vierte Band der gleichnamigen Reihe von Jillian Quinn.
Im Gegensatz zu den ersten drei Teilen steht diesmal kein Eishockey-Profi im Rampenlicht, sondern der attraktive, aber eher nerdige Softwareprogrammierer James O´Connor. Jamie ist der beste Freund der Sportmanagerin Charlotte, die man vielleicht bereits aus dem ersten Band kennt. Bei einem Spiel, zu dem Jamie Charlie begleitet, trifft er Regan, die als Tochter einer Eishockey-Legende bei Sportlern eher misstrauisch ist. Auch bei Jamie ist Regan zunächst vorsichtig, aber da er nicht in ihre Ausschlusskriterien fällt, stimmt sie einem Date zu. Schnell kommen sich beide näher, aber leider haben nicht nur Sportler Beziehungsprobleme.

Ich war erst überrascht, aber eher positiv, dass im vierten Band ein Computer-Nerd der gutaussehende Held sein darf.
Jamie war mir von Anfang an sympathisch und vor allem seine enge Beziehung zu Charlotte geht ans Herz. Er stürzt sich in seine Rolle als Brautzeuge, obwohl er sich dort weit außerhalb seiner Komfortzone bewegen muss. Das sorgt natürlich für einige witzige Szenen und jede Menge Spott bei seinen Eishockey-Kumpels.
Regan ist ebenfalls total liebenswert und authentisch. Mit Jamie ist es Liebe auf den ersten Blick und die Zwei passen einfach perfekt zusammen. Die Konflikte in der Beziehung kommen hier nicht mit künstlichen Dramen oder irgendwelchen Intrigen oder Spielchen, sondern eher sehr realistisch daher. Das hat mir gut gefallen. Überhaupt ist die Dynamik der beiden Protagonisten erfreulich entspannt und natürlich. Ich mag ihre Schlagabtausche und ihre nerdigen Insiderwitze.

Mein Fazit:
Man muss nicht viel nachdenken und kann sich von der amüsanten Lovestory einfach schön unterhalten lassen. Dafür ist sie wirklich perfekt geeignet, denn sie hinterlässt am Ende kein emotionales Schlachtfeld, sondern ein Lächeln. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.10.2020

Tyler & Everly

Dealbreaker
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„Dealbreaker“ ist der dritte Band der Harbor City Reihe von Avery Flynn.
Tyler Jacobson ist ein mega erfolgreicher Unternehmensberater, der nichts in seinem Leben dem Zufall überlässt. Er handelt stets ...

„Dealbreaker“ ist der dritte Band der Harbor City Reihe von Avery Flynn.
Tyler Jacobson ist ein mega erfolgreicher Unternehmensberater, der nichts in seinem Leben dem Zufall überlässt. Er handelt stets kontrolliert und überlegt und daher ist es für ihn selbst höchst verwunderlich, zu welchen irrationalen Äußerungen und Handlungen ihn seine neue Nachbarin Everly Ribinski treibt. Die selbstbewusste Galeriebesitzerin fasziniert ihn, aber gleichzeitig weiß er, dass sie nicht die Frau ist, mit der er sich eine Zukunft vorstellen könnte. Sich von ihr fernzuhalten ist aber auch keine Option, denn sie ist der Schlüssel zu einem lukrativen Deal, auf den er schon ewig hingearbeitet hat.

Tyler kennt man bereits aus den vorangegangenen beiden Bänden, wenn auch nur oberflächlich. Im dritten Band erfährt man endlich mehr zu seinem Hintergrund und den Dingen, die ihn im Leben antreiben. Er hatte eine harte Kindheit und ist quasi auf der falschen Seite der Stadt geboren. Aber er hat seine Chancen genutzt und sich eisern bis an die Spitze hochgekämpft. Trotzdem fühlt er jeden Tag noch den vermeintlichen Makel seiner Herkunft.
Everly stammt ebenfalls aus ärmlichen Verhältnissen. Im Gegensatz zu Tyler hat sie aber kein Problem damit und steht offen dazu. Ihre toughe und furchtlose Art zieht ihn total an und macht ihn verrückt. Die Aktionen, zu denen sie ihn treibt, sind überaus witzig. Besonders seine beharrlichen Kochversuche machen ihn sehr sympathisch.
Mir haben die ersten beiden Bände mit Sawyer und Hudson richtig gut gefallen. Bei Tyler und Everly ist für mich der Funke nicht komplett übergesprungen. Bei beiden blieben die Emotionen fast bis zum Ende irgendwie unter dem Deckel. Die beschriebene gegenseitige Anziehung konnte ich nicht immer nachempfinden.
Auch die große Lady Carlyle bekommt in diesem Buch ihre Lovestory. Doch auch hier wirkt alles irgendwie unterkühlt und kann mich nicht wirklich berühren.

Mein Fazit:
Der dritte Band rundet die Reihe ab und alle haben ihr Happy End bekommen. Auch wenn ich diesmal nicht ganz überzeugt wurde, vergebe ich für Fans der Reihe gern eine Leseempfehlung.

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