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Veröffentlicht am 01.09.2020

Zerstörte Träume

An Ocean Between Us
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„An Ocean Between Us“ von Nina Bilinszki bildet den Auftakt ihrer Between-Us-Reihe.
Avery Cole hat nur einen Lebensinhalt: Ballett. Doch ihr Traum von einer Karriere als Balletttänzerin wird für immer ...

„An Ocean Between Us“ von Nina Bilinszki bildet den Auftakt ihrer Between-Us-Reihe.
Avery Cole hat nur einen Lebensinhalt: Ballett. Doch ihr Traum von einer Karriere als Balletttänzerin wird für immer zerstört, als sie bei einem Autounfall schwer am Rücken verletzt wird. Avery hat nie an eine Alternative gedacht und beginnt eher widerwillig ein Studium am LaGuardia Community College. Gleich am ersten Tag sorgt eine verletzende Bemerkung von Theo Jemison, dem Star-Schwimmer des Colleges, für schlechte Laune bei Avery. Als sich auch noch herausstellt, dass er die Schwimmgruppe trainiert, in der Avery den ihr einzig möglichen Sport ausüben will, würde sie am liebsten weglaufen. Aber je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr revidiert sie ihren ersten schlechten Eindruck von ihm.

Gleich im Prolog darf oder muss man Averys schlimmsten Moment miterleben, der ihr Leben für immer verändern wird. Sie tut mir unsagbar leid und es ist absolut nachvollziehbar, dass sie sich innerlich nicht so einfach von ihrem Traum verabschieden kann und einfach weitermachen. Zum Glück steht ihr ihre beste Freundin Lizzy zur Seite, die sie in depressiven Phasen auffängt.
Theo ist nicht so gedankenlos und unsensibel, wie es seine spontane Bemerkung zu Averys Zustand vermuten lässt. Avery ist die Erste, die ihn nicht anhimmelt oder sich wie ein Groupie benimmt. Gerade das zieht ihn an, denn ihm gefällt, wie sie ihm Kontra gibt.
Bei beiden Protagonisten bröckeln nach und nach die Schutzmauern, die sie um sich errichtet haben. Doch gerade als sich beide gefühlsmäßig näherkommen, ändert sich plötzlich alles.
Ich will gar nicht spoilern, aber mir persönlich war anhand einiger Bemerkungen relativ früh klar, worauf die Geschichte hinausläuft. Bei mir ist der letzte Funke für Avery und Theo nicht so ganz übergesprungen. Ich könnte gar nicht festmachen, woran das genau lag, aber es war leider so.
Insgesamt hat mir die gefühlvolle Geschichte trotzdem gut gefallen. Das Ende ist stimmig und auch die Entwicklungen im Buch sind für mich nachvollziehbar.

Mein Fazit:
Der Schreibstil liest sich gut und auch wenn die Story etwas vorhersehbar ist, hat sie mich bis zum Ende gut unterhalten. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und ich bin gespannt auf Lizzys Geschichte.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Liebe auf den ersten Blick

Until Love: Asher
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„Until Love: Asher“ von Aurora Rose Reynolds ist der Auftaktband ihrer gleichnamigen Reihe um die vier attraktiven Mayson Brüder.
November zieht von New York ins ruhigere Tennessee zu ihrem Vater. Nach ...

„Until Love: Asher“ von Aurora Rose Reynolds ist der Auftaktband ihrer gleichnamigen Reihe um die vier attraktiven Mayson Brüder.
November zieht von New York ins ruhigere Tennessee zu ihrem Vater. Nach einem brutalen Überfall auf sie, dem sie nur knapp entkam, fühlt sie sich in der Großstadt nicht mehr sicher. Bei ihrem eher ungewöhnlichen Job als Buchhalterin im Strip Club ihres Vaters trifft sie gleich am ersten Tag auf Asher Mayson. Asher ist unglaublich attraktiv und ein stadtbekannte Frauenheld. Aber er ist auch ein liebevoller Familienmensch und erfolgreicher Geschäftsmann. Mit November hat er die Frau ins Auge gefasst, die ihm auf den ersten Blick das Herz gestohlen hat. Jetzt muss er ihr dies nur klarmachen.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und jedes Mal verzaubern mich ihre liebenswerten Protagonisten aufs Neue.
November hatte bisher eher kein schönes Leben bei ihrer lieblosen Mutter in New York. Nach dem Überfall und ihrer geplatzten Verlobung hält sie dort nichts mehr. Der Umzug zu ihrem Vater entpuppt sich als Glücksfall, auch wenn nach kurzer Zeit feststeht, dass ihr die Gefahr aus ihrer alten Heimat offenbar bis hierhin gefolgt ist.
Asher war noch nie verliebt und hatte nicht das Bedürfnis nach einer festen Beziehung. Als er November zum ersten Mal sieht, schlägt es wie der Blitz ein. Er ist sich sofort sicher, dass sie die Eine für ihn ist. Und auf seine charmant beschützerische Art gelingt es ihm auch, November davon zu überzeugen. Die beiden sind ein total süßes Paar und die Funken fliegen im Dauerflug.
Auch bei mir hat die Autorin mit dieser wunderschönen Lovestory einen Volltreffer gelandet. Ich mag den humorvollen und unterhaltsamen Schreibstil und die liebenswerten Charaktere. Dieses Buch zaubert definitiv ein Lächeln auf das Gesicht.

Mein Fazit:
Sympathische Protagonisten, jede Menge Romantik und einige Spannungsmomente sorgen für perfekte Lesestunden. Von mir gibt es die volle Sternchenzahl und ich freue mich schon auf die anderen Brüder!

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Dunkler Ritter

Gentleman Sinner
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„Gentleman Sinner“ von Jodi Ellen Malpas führt zwei gebrochen Seelen zueinander, damit sie wieder heilen können.
Izzy White ist Krankenschwester und gerade auf dem Nachhauseweg, als sie in einer dunklen ...

„Gentleman Sinner“ von Jodi Ellen Malpas führt zwei gebrochen Seelen zueinander, damit sie wieder heilen können.
Izzy White ist Krankenschwester und gerade auf dem Nachhauseweg, als sie in einer dunklen Gasse eine verletzte Frau findet. Doch der Angreifer ist noch nicht verschwunden. In letzter Minute wird Izzy von einem düsteren Fremden gerettet, der ihr auf seine dominante Art klar macht, dass er sie unbedingt wiedersehen will. Izzy hat nicht die geringste Lust, sich auf den attraktiven, aber offensichtlich gefährlichen Theo Kane einzulassen. Schließlich ist sie vor Jahren genau dieser Welt entflohen und hat mit den Schrecken ihrer Vergangenheit abgeschlossen.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass diese Geschichte in mir oft widersprüchliche Gefühle geweckt hat. Das Flirtverhalten von Theo Kane als stalkerhaft zu beschreiben, wäre eine maßlose Untertreibung. Aber die Story ist ja Fiktion und so erobert er hier natürlich das Herz von Izzy, während in der realen Welt eher eine einstweilige Verfügung und ein Kontaktverbot gedroht hätten. Daher war es für mich stellenweise nicht möglich, mich in die grundsätzlich sympathische Izzy hineinzuversetzen. Die Chemie zwischen den beiden ist spürbar, aber Theos Art ist oft grenzwertig. Der schmale Grat zwischen Kontrollieren und Beschützen verschwimmt hier ständig und für mich persönlich hätte Izzy noch viel mehr Kontra geben können.
Im Laufe der Handlung werden zumindest die offenen Fragen geklärt und dann konnte ich Theos Verhalten zumindest in einigen Punkten nachvollziehen. Die Entwicklung seines Charakters am Ende hat mich überrascht und dort besitzt er zum ersten Mal alle meine Sympathien. Obwohl diese komplette Wandlung wahrscheinlich auch unrealistisch ist. Aber mir hat es gefallen.
Die Story ist mit einigen Herzschlagmomenten gespickt und es bleibt bis zum Schluss spannend. Izzy hat jede Menge zu tun, hinter die Geheimnisse ihres düsteren und gefürchteten Freundes zu kommen. Aber auch Theo wird es nicht leicht gemacht, Izzys uneingeschränktes Vertrauen zu bekommen. Letztendlich sind sie ein tolles Paar, dessen tiefe Verbindung beim Lesen spürbar ist.

Mein Fazit:
Auch wenn ich mit der männlichen Hauptfigur in diesem Buch nicht immer auf einer Wellenlänge liege, ist die dunkle Lovestory trotzdem absolut lesenswert. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Emotional und bewegend

Hells Raiders MC Teil 2: Redemption Road - Vergebung
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„Redemption Road: Vergebung“ von Katie Ashley ist der zweite Band ihrer Hell Raiders MC Reihe.
Annabel Percy kommt ein einziger spontaner Impuls teuer zu stehen. Sie lässt sich auf ein Date mit einem attraktiven ...

„Redemption Road: Vergebung“ von Katie Ashley ist der zweite Band ihrer Hell Raiders MC Reihe.
Annabel Percy kommt ein einziger spontaner Impuls teuer zu stehen. Sie lässt sich auf ein Date mit einem attraktiven Biker ein, was sich in kürzester Zeit in ihren schlimmsten Alptraum verwandelt. Zwei Monate später kann sie mit Hilfe von Rev Malloy, dem Präsidenten des Hell Raiders MC entkommen, aber der Weg in ihr altes Leben scheint unmöglich. Rev kümmert sich aufopferungsvoll um die traumatisierte junge Frau, aber er weiß auch, dass sie als Tochter eines einflussreichen Politikers überhaupt nicht in seine Welt passt. Daran ändern auch die aufkeimenden gegenseitigen Gefühle nichts.

Die Handlung schließt nahtlos an den ersten Band an, denn auf der dortigen Hochzeit seines Bruders erhält Rev den Anruf, der ihn wie vom Schicksal eingefädelt zu Annabel führt. Meiner Ansicht nach sollte man zum besseren Verständnis die Vorgeschichte vielleicht kennen.
Rev ist der Präsident des MC und grundsätzlich ein ruhiger und besonnener Anführer. Seine Gefühle behält er lieber für sich und so ist es sehr ungewöhnlich, dass er sich ausgerechnet Annabel öffnet, die er erst ganz kurz kennt. Beide haben auf Anhieb ein tiefes Vertrauen zueinander, da sie ein ähnlich schweres Trauma verbindet.
Katie Ashley erzählt sensibel und gefühlvoll, wie ihre beiden Hauptfiguren sich gegenseitig Halt geben, um die grausamen Schrecken der Vergangenheit zu überwinden. Dabei ist es nicht nur Annabel, die Rev braucht, sondern auch umgekehrt. Ich mag die Direktheit von Annabel, die schwierige Themen konkret anspricht. Aber auch Rev mit seiner eher zurückhaltenden Art ist mir sehr sympathisch.
Nachdem gelungenen Auftakt setzt die Autorin die Reihe spannend fort. Man darf bis zum Ende mitzittern, ob die im Hintergrund brodelnde Gefahr eine gemeinsame Zukunft der beiden verhindern wird. Dabei zeigt sich einmal mehr, welche toughen Ladys sich die Biker herausgesucht haben.

Mein Fazit:
Für mich ist der zweite Band genauso gelungen wie der Auftakt. Ich freue mich jetzt schon auf den dritten Bruder der Malloys und gebe eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Bindungsängste

Distant Love: Immer wenn wir uns sehen
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„Distant Love: Immer wenn wir uns sehen“ von Nicole Knoblauch erzählt eine spannende Lovestory, in der die üblichen Rollen einmal vertauscht sind.
Miri will es zum Studienstart in Mainz eigentlich ruhig ...

„Distant Love: Immer wenn wir uns sehen“ von Nicole Knoblauch erzählt eine spannende Lovestory, in der die üblichen Rollen einmal vertauscht sind.
Miri will es zum Studienstart in Mainz eigentlich ruhig angehen lassen. Aber als sie Win auf einer Party zum ersten Mal sieht, kann sie nicht widerstehen. Win wollte sich nur einen Abend davon ablenken, dass er vor dem Traualtar sitzen gelassen wurde. Bis er Miri sieht. Beide wollen nur eine heiße Nacht, aber als sie sich dann doch wieder über den Weg laufen, geben sie ihren Gefühlen eine Chance. Doch am Ende stehen nur zwei gebrochene Herzen. Drei Jahre später führt sie das Schicksal erneut zueinander und sie können der gegenseitigen Anziehung nicht widerstehen.

Miri war mir am Anfang echt sympathisch. Ihre Einstellung zu Beziehungen kann ich voll respektieren und würde ich nie verurteilen. Sie öffnet Win ihr Herz, aber bei der kleinsten Irritation macht sie komplett dicht und schließt ihn aus. An dieser Stelle konnte ich ihr nicht mehr folgen. Ihre Reaktionen haben mich beim Lesen fast schon wütend gemacht. Zum Glück hat sie einige Personen in ihrem Umfeld, die ihr den Spiegel vorhalten, aber bis dahin muss Win unter ihrem toxischen Verhalten sehr leiden. Sie sieht in ihrer egoistischen Verblendung überhaupt nicht, welche Schneise der Verwüstung sie hinterlässt.
An Win kann ich überhaupt nichts Negatives finden. Er ist total liebenswert und ist fast schon zu gut für diese Welt. Es tut mir richtig leid, wie extrem er Miris Launen ausgesetzt ist. Trotzdem gibt er nicht auf, obwohl ihm mehrfach das Herz bricht.
Ich mag den Schreibstil der Autorin. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man als Leser die Gefühle der Protagonisten hautnah mit. Die üblichen Rollen sind hier vertauscht und es ist spannend bis zum Ende, ob die umeinander kreisenden Hauptfiguren irgendwann einmal in der gleichen Umlaufbahn enden werden. Auch wenn Miri keine Sympathiepunkte sammelt, ist sie ein hochspannender Charakter und ihre Entwicklung im Buch ist sehr gut beschrieben.

Mein Fazit:
Die Lovestory ist ungewöhnlich, emotional, löst vielleicht Kontroversen aus und fesselt bis zum Schluss. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und sehr gute vier von fünf Sternen.

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