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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2019

Spannend, vielschichtig, unvorhersehbar

Liebes Kind
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Eines der Dinge, die mir am Romy Hausmanns "Liebes Kind" am besten gefallen, sind die verschiedenen Perspektiven. Es wird einerseits zwischen verschiedenen Personen umhergewechselt, aber andererseits auch ...

Eines der Dinge, die mir am Romy Hausmanns "Liebes Kind" am besten gefallen, sind die verschiedenen Perspektiven. Es wird einerseits zwischen verschiedenen Personen umhergewechselt, aber andererseits auch zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. So erhält der Leser einen umfassenden Überblick und kann sich nach und nach vieles zusammenreimen.

Das erste Drittel des Buches ist wie eine Menge an versteckten Puzzelteilen, die nach und nach aufgedeckt werden und sich im Verlaufe des Buches zusammensetzen. Das Buch wirft ständig neue Fragen, Fakten und Vermutungen auf, die den Spannungsbogen mächtig ansteigen lassen.

Auch die Figuren sind super konstruiert. Total glaubwürdig, vielschichtig und unvorhersehbar.

Das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht und war von Anfang an ein richtiger Page-Turner!

Veröffentlicht am 10.03.2019

Kritische Diskussion zum Thema Digitalisierung

I can see U
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Das Buch birgt ein Geheimnis, das im Laufe des Buches nach und nach aufgeklärt wird. Das verrate ich an dieser Stelle jedoch nicht, da es eine Überraschung bleiben soll.

Einer der größten Pluspunkte ...

Das Buch birgt ein Geheimnis, das im Laufe des Buches nach und nach aufgeklärt wird. Das verrate ich an dieser Stelle jedoch nicht, da es eine Überraschung bleiben soll.

Einer der größten Pluspunkte dieses Buches ist die äußerst kritische Betrachtung der Digitalisierungen, also dem Umgang sowie den Folgen der Nutzung verschiedener digitaler Gerätschaften, sozialen Netzwerken, und und und. Als Leser wird man dazu angeregt, sich mit seinem eigenen Konsum sozialer Netzwerke oder seinem Nutzungsverhalten des Internets oder anderweitiger angebotener Service im Internet, auseinanderzusetzen. Besonders für Jugendliche ist das sehr sinnvoll.
Jedoch werden in dem Buch auch "normale" Jugendprobleme und -herausforderungen so wie die Selbstwahrnehmung und -darstellung, Zugehörigkeit, erste Liebe, Sexualität und viele weitere Dinge thematisiert.

Leider finde ich, dass das Buch sehr stark auf eine jugendliche Leserschaft ausgerichtet ist. Ja, es wird als Jugendroman deklariert, jedoch sprechen viele Jugendromane auch erwachsene Leser an und werden somit als All-Age-Literatur bezeichnet. Das ist bei "I can see U" meiner Meinung nach nicht der Fall.

Auch das Ende hat mir nicht ganz so gut gefallen, da es sehr viele Fragen offen lässt.

Veröffentlicht am 17.01.2019

Erwartungen nicht erfüllt

Bad Girls don't love
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Mit den ersten Seiten stiegen meine Erwartungen noch stetig und ich war in freudiger Erwartung auf den Rest des Buches, doch leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden und ich wurde mehr oder ...

Mit den ersten Seiten stiegen meine Erwartungen noch stetig und ich war in freudiger Erwartung auf den Rest des Buches, doch leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden und ich wurde mehr oder weniger enttäuscht.

Die Darstellung der Protagonistin Hallie als unabhängige und taffe Frau, die sich an der Männerwelt rächen will, schwindete von Seite zu Seite, bis sie irgendwann nur noch eine im Selbstmitleid versinkende, jammernde Frau war. Aber nicht nur Hallies Charakter war unauthentisch, sondern auch der von Chris, denn er beschreibt sich als "anders als die anderen Männer", lügt und betrügt aber genauso.

Auch passen das Cover und der Titel nicht wirklich zu dem Inhalt, denn so erotisch wie es dargestellt wird, ist es nicht. Es ist eher ein Liebes- als ein Erotikroman.

Es gibt zwar eine Fortsetzung des Romans, jedoch ist dieser in sich abgeschlossen und die Reihe geht aus der Sicht von Hallies Freundin weiter.

Das Buch war sehr kurz, dafür leicht und flüssig zu lesen.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Einfach nur großartig und wunderschön!

Zwischen uns die Sterne
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Ich hatte zuvor noch keinen Roman von Tara Sivec gelesen, doch "Zwischen uns die Sterne" wird jetzt mit Sicherheit nicht der letzte Roman gewesen sein, den ich von ihr lese!

Zuerst einmal ist der Buchtitel ...

Ich hatte zuvor noch keinen Roman von Tara Sivec gelesen, doch "Zwischen uns die Sterne" wird jetzt mit Sicherheit nicht der letzte Roman gewesen sein, den ich von ihr lese!

Zuerst einmal ist der Buchtitel fantastisch! Die wahre Bedeutung erfährt man erst im Laufe des Buches und spielt auf der einen Seite eine so kleine Rolle, die aber tausendmal so viel Bedeutung trägt. Auch das gesamte Cover ist einfach nur wunderschön.

Ein Punkt, der mir am Buch mit am meisten gefallen hat, sind die Figuren. Sie sind so unglaublich authentisch und liebevoll konstruiert, so dass sie wie echte Menschen mit Ecken, Kanten und Problemen rüberkommen. Die Entwicklung, die die Figuren im Laufe der Buches durchlaufen ist für den Leser so unmittelbar und "spürbar", dass man den Schmerz, die Trauer und auch die Liebe quasi mitfühlen kann.

In dem Buch ist mehr Erotik, als ich es erwartet hatte, aber auf eine niveauvolle und angemessene Art und Weise, sodass deutlich wird, dass es nicht nur um Sex geht.

Ich persönlich bin hellauf begeistert und würde mich über eine Fortsetzung freuen, glaube aber nicht, dass es eine geben wird. (Vielleicht muss ich es auf einen sternenförmigen Zettel schreiben und in einen Schuhkarton legen )

Veröffentlicht am 14.12.2018

Lyrische Sprache

Vielleicht tanzen wir morgen
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Ruth Hogans "Vielleicht tanzen wir morgen" ist ein sehr ernstes Buch. Es befasst sich mit der Trauerverarbeitung sowie mit dem Leben der Angehörigen nach dem Tod einer geliebten Person.

Von Beginn an ...

Ruth Hogans "Vielleicht tanzen wir morgen" ist ein sehr ernstes Buch. Es befasst sich mit der Trauerverarbeitung sowie mit dem Leben der Angehörigen nach dem Tod einer geliebten Person.

Von Beginn an ist mir aufgefallen, dass die im Buch verwendete Sprache sehr gehaltvoll ist. An vielen Stellen würde ich sie sogar als lyrisch bezeichnen. Die Autorin spielt viel mit mehrdeutigen und unterschwelligen Aussagen und regt den Leser somit viel zum Nachdenken an.
An Detailreichtum mangelt es dem Roman nicht. An einigen Stellen ist das Geschehen oder eine Szenerie sogar zu detailreich erzählt, sodass es sich sehr in die Länge zieht.

Durch die Thematik der Trauerverarbeitung herrscht in dem Buch eine sehr intensive manchmal soar drückende oder düstere Atmosphäre vor, die sich auch auf den Leser überträgt. Jedoch verändert diese sich, vor allem zum Ende hin, auch zu einer eher hoffnungsvollen und erleuchtenden Atmosphäre.

Wer jedoch auf der Suche nach Spannung und Action ist, ist hier an der falschen Stelle!