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Veröffentlicht am 25.05.2025

Eine besondere Fantasy Geschichte!

Die Schwarze Königin I
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Meine Meinung:

Das Cover hatte mich sofort in seinen Bann gezogen und mich auf die Geschichte der schwarzen Königin neugierig gemacht. Ich kannte bisher von dem Autoren nur andere Werke, wie zum Beispiel ...

Meine Meinung:

Das Cover hatte mich sofort in seinen Bann gezogen und mich auf die Geschichte der schwarzen Königin neugierig gemacht. Ich kannte bisher von dem Autoren nur andere Werke, wie zum Beispiel „Der Krieg der Zwerge“ und wollte mich gern an seinen Stil heran tasten.

Die ausführliche und wahrscheinlich enorm aufwändige Recherche ist mir sofort aufgefallen und hat mich positiv erstaunt. Ich habe selbst beim Lesen immer wieder nachgeschaut, ob einige Eckdaten stimmen und ob es manche Personen der Geschichte wirklich gab und habe mich dann gefreut, als ich mich selbst zu den Fakten von Barbara von Cili verlieren konnte. Auf dem Cover können die Lesenden auch das Wappen eben jener auf dem Thron erkennen (nur so als kleines Detail nebenbei über das ich mich sehr gefreut habe).

Die Handlung befindet sich in der Gegenwart und es dreht sich alles um Len, der eine Bustour macht und in Prag zum ersten Mal in unheimliche Berührung mit seiner Ahnengeschichte kommt. In diesem Zusammenhang springt die Handlung von Kapitel zu Kapitel immer zwischen der Gegenwart mit Len und der Vergangenheit mit Barbara und Vlad hin und her. Das war imVerlauf der Handlung ein wenig störend, da ich oft im Spannungsflow war und diese Höhepunkte mir dann durch die Zeitsprünge entrissen wurden. Mir hat der Umfang der Handlung gefallen, ich verstehe aber durchaus, dass sich einige Lesende bestimmt daran gestört haben, dass die Sprünge zu häufig vorgekommen sind. Dadurch war es im Spannungsbogen oft undurchsichtig und ich musste mich bei m Lesen auch sehr konzentrieren. Dennoch hat mir das Glossar am Ende sehr geholfen, mich mit den vielen Personen, Schauplätzen und Eckdaten zurecht zu finden.

Ich muss aber sagen, dass ich die „erwachsene“ Fantasy sehr mag, ich habe in letzter Zeit sehr viel Romantasy oder Fantasy für jüngere Lesende gelesen und habe mich in der brutalen Welt von Barbara von Cili sehr wohl gefühlt. Natürlich ist das nicht für jeden* Lesenden etwas und ich spreche hier eine Triggerwarnung aus für jene, die mit Brutalität und blutigen Passagen in Büchern nicht so gut umgehen können. Mental Health ist sehr wichtig, bitte achtet auf euch!

Fazit:

Die Geschichte um Barbara und Vlad fand ich viel spannender als die Handlung um Len, weshalb ich mich immer sehr auf die Kapitel in der Vergangenheit gefreut habe. Im Allgemeinen wurde ich mit den Charakteren leider nicht warm, so dass ich zu ihnen keine Verbindung aufbauen konnte. Der Umfang der Charaktere und deren Backstory hätte auf jeden Fall für zwei oder drei Bände gereicht, so kam es mir sehr zusammengequetscht vor. Mir hat die Geschichte für zwischendurch gefallen, hätte nur für mich noch mehr Potential gehabt, es hätte weiter gestreckt werden können.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

Yellowface
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Meine Meinung:

Das ist das knalligste Buch (farblich gesehen), das ich je in mein Regal einsortiert habe. Ich habe mich lange damit herum geschlagen, ob ich es lesen soll. Eigentlich lese ich zu 80 % ...

Meine Meinung:

Das ist das knalligste Buch (farblich gesehen), das ich je in mein Regal einsortiert habe. Ich habe mich lange damit herum geschlagen, ob ich es lesen soll. Eigentlich lese ich zu 80 % Fantasy, ich mag aber auch Ausflüge in andere Genres. Ich kann hier nicht sagen, dass das Cover mich gecatched hat (obwohl es definitiv ein Hingucker ist). In diesem Fall hat mich der Klappentext überzeugt, er versprach eine ganze andere Art von Story.

Ich war von Anfang an in der Geschichte, ich wusste nicht wirklich, wie ich zu der Hauptperson June stehen sollte, wollte aber unbedingt wissen wie es weiter geht. Die Handlung ist eigentlich nicht komplex, jedoch schafft es die Autorin hier unglaublich gut, ein vielschichtiges Konstrukt zu erschaffen. Ich war so gefesselt, da sich June immer mehr in ein Netz aus Lügen, Paranoia und Angstzuständen verstrickt. Auch wenn den Lesenden von Anfang an klar ist, dass June Hayward die Geschichte stehlen wird, hätte sich die Protagonistin anders entwickeln können, als sie es getan hat. Sie hätte mehrfach die Möglichkeit gehabt, das Richtige zu tun und über sich hinaus zu wachsen und aus der Situation zu lernen, sie verhält sich für mich absolut falsch (ich werde nicht spoilern).

Die Geschichte stellt die Welt des Verlags- und Autorenwesen überspitzt dar. Das Buch möchte aufrütteln, mehr Gedankenanregungen zu Alltagsrassismus und Cancel Culture geben und so die Lesenden ein wenig aufrütteln. Welchen Gedankenstoß ich sehr interessant fand war die Debatte, wem es erlaubt ist, welche Geschichte zu erzählen. Im Gegenzug erfahren wir in Yellowface auch die tiefe Liebe der Protagonistin zum Schreiben und welche Magie Wörter und Bücher beinhalten können.

Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen, obwohl es einige düstere Momente für die Hauptperson gibt, die viel vom Spannungsaufbau ausmachen.

Fazit:

Dieses Buch ist nicht für jeden Lesenden geeignet, jedoch für viele interessant, die sich mehr mit der Verlags- und Buchwelt beschäftigen möchten. Yellowface hatte für mich einige Längen und ich fand es am Ende nicht so spannend, wie ich es mir gewünscht hätte, jedoch war es ein gutes Buch für zwischendurch, über das ich noch eine Weile später nachgedacht habe.

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Es hatte Charme, leider ist der Funke nicht übergesprungen..

Tokioregen
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Meine Meinung:

Das Setting der Stadt hat mich bei diesem Buch fasziniert. Ich wollte unbedingt nach Tokio mitgenommen werden und mit der Hauptperson jeden Winkel davon entdecken. Malu lernt ihren neuen ...

Meine Meinung:

Das Setting der Stadt hat mich bei diesem Buch fasziniert. Ich wollte unbedingt nach Tokio mitgenommen werden und mit der Hauptperson jeden Winkel davon entdecken. Malu lernt ihren neuen Mitschüler Kentaro sehr schnell kennen und am Anfang kann sie ihn nicht leiden. Er ist frech und scheint in einer eigenen Welt zu leben. Das ändert sich schnell und Kentaro zeigt ihr sein Tokio inklusive Pokerrunden mit den Yakuza und der japanischen Mythologie. Diesen Teil des Buches mochte ich sehr sehr gern, da ich ein großer Fan der japanischen Sagen- und Götterwelt bin.

Malu ist sehr jung, in einem Schüleraustausch, sehr introvertiert und hat sich aber trotzdem zu dieser Reise durchgerungen. Ich habe mich richtig mit dem Charakter* gefreut, weil ich ihren Mutr sehr bewundert habe. Sie ist herzensgut und kann sich schnell Freunde machen. An manchen Stellen war sie mir ein bisschen zu naiv und teenie, in denen ich sie einfach nicht nachvollziehen konnte. Malu hat einen harten Schicksalsschlag hinter sich und als sie das im Buch zu erkennen gegeben hat, habe ich sehr mit ihr gelitten.

Mit Kentaro hat sie eine ganz eigene Dynamik und ich habe die beiden zusammen sehr gemocht. Er hat ihr viele Dinge beigebracht, obwohl die Beschreibungen und Situationen sehr klischeebehaftet waren. (Bei dem Pokerspiel mit der Yakuza Truppe war es für mich ein wenig vorbei). Im zweiten Teil des Buches hat sich alles für mich leider nur noch gezogen. Die Handlung kam nicht voran, manche Begegnungen waren mir einfach viel zu unrealistisch, als dass sie einem Teenager aus Deutschland in Japan einfach so passieren könnten…

Fazit:

Tokio Regen hat mir an ein paar Stellen gefallen, aber überwiegend mein Herz leider nicht berührt. Ich weiß, wie viel Hingabe in einem Buch steckt, in das vor allem eigene Erfahrungen mit eingeflossen sind. Ich mochte Kentaro richtig gern und auch das Ende war für mich stimmig und gut gemacht, aber leider haben mich viele Passagen gestört.

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Ein zweiter Band, der dem ersten in nichts nachsteht!

Berlin Monster - Ein Dieb kommt selten allein
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Meine Meinung:

Ich liebe das Cover, das nur mal so vorweg (aber das ist auch verwunderlich, da ich das Cover des ersten Bandes schon sehr mochte).

Die Autorin schafft es, in unser geliebtes (manchmal ...

Meine Meinung:

Ich liebe das Cover, das nur mal so vorweg (aber das ist auch verwunderlich, da ich das Cover des ersten Bandes schon sehr mochte).

Die Autorin schafft es, in unser geliebtes (manchmal auch verhasstes) Berlin eine Fantasywelt zu integrieren, die uns als Lesende den grauen Alltag vergessen lässt. Ich mag es sehr, wenn Bücher in dem Land spielen, in dem ich aufgewachsen bin und wo ich mich dann an einigen Stellen die Orte sehr gut vorstellen kann, da ich dort selbst schon war. Das Berlin um die Privatdedektivin Lucy ist ein einzigartiges und magisches und manchmal zweifle ich daran, ob das Berlin, welches die Autorin hier beschreibt nicht auch der Wahrheit entspricht.

Die Hauptperson Lucy hat mir schon im ersten Teil gefallen und ihr Humor und ihr Zynismus hat sich nicht verändert, so dass es sich wie ein „nach Hause kommen“ angefühlt hat. Aki ist mal mein Schwarm und Cosima ist einfach ein Schatz. Von so einer tollen WG träumt doch jeder Mensch irgendwie…Die anderen Nebencharaktere haben genauso viel Seele, wie die Hauptpersonen. Dieser Band war jedoch von Lucys Gefühlen ausgehend etwas düsterer als der erste, was aber nicht verwunderlich war, angesichts ihrer Gedanken um ihre Situation und sich selbst. Das Geheimnis um Aki lässt auf einen weiteren Teil hoffen und ich hoffe, dass mich mein Gefühl nicht täuscht.

Da fällt mir noch ein weiterer Aspekt ein, den ich sehr mochte: in den Romanen kommen nicht die typischen Wesen vor, über die wir Lesende schon sehr viel gelesen haben. Die Wesen hier sind anders, sie stammen aus Mythen, Sagen und Märchen, wie zum Beispiel die Regentrude oder Til Eulenspiegel, der hier auch eine größere Rolle spielt. Dazu kommt, dass einige Stifs (die Wesen) im Berliner Dialekt sprechen, was sie für mich sehr herzlich gemacht hat, ich mochte sie sofort lieber und habe mir die Aussprache dann belustigt im Kopf vorgestellt.

Die Geschichte lebt von verschiedenen Handlungssträngen, die alle ineinander verworren sind und am Anfang kurz ein wenig überfordern können. Aber genau das ist ja der Sinn eines Kriminalromans; wenn ich von Anfang an erahnen könnte, wer der Böse ist, wäre das Buch direkt vorbei. Dieser Fall war in keinem einizigen Moment langweilig und ich habe mit allen, die daran beteiligt waren mitgefiebert.

Fazit:

Ich habe das Buch zweimal gelesen, einmal im letzten Jahr und jetzt 2024 noch einmal, da ich leider im Rausch meines Lebens meine Rezension nicht geschrieben habe. Ich bin beide Male durch das Buch geflogen und würde es jedes Mal wieder lesen (ja, obwohl ich schon weiß was passiert). Diese Wesen in Berlin bringen mich der ganzen Geschichte näher und es hat unglaublichen Spaß gemacht, Lucy in ihrem zweiten großen Fall begleiten zu dürfen. ich würde es jedes Mal wieder tun!

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Ein spannender Auftakt!

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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Meine Meinung:

First of all: ich mag das Cover! Ich bin sonst gern der verspielte Typ mit vielen Elementen und ein bisschen Jugendstil. Dieses Cover macht Lust auf mehr und verrät ein nettes Detail der ...

Meine Meinung:

First of all: ich mag das Cover! Ich bin sonst gern der verspielte Typ mit vielen Elementen und ein bisschen Jugendstil. Dieses Cover macht Lust auf mehr und verrät ein nettes Detail der Geschichte, aber trotzdem nicht zu viel davon.

Ich habe, während ich „Honesty“ gelesen habe, einmal mehr festgestellt, dass ich Dystopien sehr mag. Dazu muss ich aber sagen, dass die Vorstellung einer solchen Welt für mich doch ziemlich beängstigend ist. Ich würde in einer solchen Unterdrückung nicht leben wollen, was ich aber auch nicht wirklich vergleichen kann, da die Charaktere keine andere Welt als diese kennen. Der Weltenaufbau hat mich ein wenig an die „Tribute von Panem“ erinnert, wobei die Welt hier auf einem ehemaligen Deutschland basiert und auch dessen Grenzen beibehalten hat. Die Eingrenzungen in verschiedene Ringe und deren einhergehenden Stände fand ich zu der Handlung auch sehr passend! Das ganze System der Veri-Tabs hat die Story für mich sehr spannend gemacht und ich wollte immer wissen, wie sich dieses Gefühl wohl für Mae und die anderen Charaktere ausbreitet.

Ich mochte Mae von Anfang an, auch ihren vollen Namen Maeander fand ich speziell und außergewöhnlich. Alle ihre Geschwister haben so tolle Namen und Nick und Cora fand ich sehr sympathisch. Ich fand es erfrischend, dass ich die Hauptperson sehr mochte und auch die Nebencharaktere mich in ihren Bann gezogen haben. Grayson fand ich am Anfang undurchsichtig (aber das war ja auch beabsichtigt), mochte ihn aber sofort. Dazu finde ich klasse, dass er aschblonde Haare hat, das habe ich bisher eher weniger gelesen!

Der Schreibstil von der Autorin hat mich durch das Buch getragen. Er war leicht verständlich und doch schön bildhaft, so dass ich mir die Welt in weiter fiktiver Zukunft sehr gut vorstellen konnte. Es gab nicht zu viele detaillierte Beschreibungen, sie waren alle in dem richtigen Maß, so dass es mir Spaß gemacht hat. Zum Anfang hatte mich die Geschichte sofort in Beschlag genommen, ich wollte mehr über die Menschen, die Umstände erfahren und konnte kaum aufhören, zu lesen. Im mittleren Teil hat sich die Handlung für mich ein wenig gezogen, da sie nur an einem Ort gespielt hat und ich es immer schwierig finde, die Spannung dabei zu behalten. Durch einige Ereignisse hat die Handlung wieder an Fahrt aufgenommen und zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse und ich saß fassungslos vor dem beendeten Buch. Dazu gab es einen echt miesen Cliffhanger und wir müssen uns leider noch gedulden, eh wir den zweiten Teil der Trilogie lesen dürfen (was ziemlich fies ist).

Fazit:

Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil, weil ich Mae echt in Herz geschlossen habe und ich nicht erwarten kann, weiter zu machen, da ich unbedingt wissen muss, wie sich ihre Geschichte und auch sie als Charakter weiter entwickelt! Ich ziehe ein wenig in der Wertung ab, da ich mir in der Mitte des Buches ein wenig mehr Spannung gewünscht hätte. Dieser tolle Auftakt bekommt von mir eine klare Leseempfehlung, da die Autorin hier eine ganz besondere Welt geschaffen hat, die es weiter zu erkunden gilt.

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