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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

der Boss

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Ich war von "Love, Mom" absolut begeistert, weswegen ich auf das neue Buch von Iliana Xander sehr gespannt war. Leider reicht es nicht an das vorige heran, obwohl das Thema vielversprechend ist.

Worum ...

Ich war von "Love, Mom" absolut begeistert, weswegen ich auf das neue Buch von Iliana Xander sehr gespannt war. Leider reicht es nicht an das vorige heran, obwohl das Thema vielversprechend ist.

Worum geht es? Natalie Olsens beste Freundin Cara wird leblos aufgefunden, sie liegt im Koma. Am Abend zuvor waren die beiden feiern und Cara ist irgendwann mit ihrer Eroberung verschwunden. Natalie setzt alles daran aufzuklären, was mit ihrer Freundin passiert ist. Als sie den Mann auf dem Cover einer Illustrierten entdeckt nutzt sie die Chance und nimmt eine Stelle bei dem Millionär an.

Die Geschichte hat wirklich Potential, ist gut geschrieben, aber leider bin ich mit Natalie so gar nicht warm geworden. Wie unvorsichtig und naiv sie an die Sache herangeht ist unglaublich und nicht nachvollziehbar, kaum vorstellbar dass eine junge Frau tatsächlich so handelt.

Ich habe Spannung und Wendungen erwartet, aber die Story zieht sich und Spannung kommt wenig auf. Im Gegenteil, die Handlung ist vorhersehbar ohne größere Überraschungen.

Fazit: Kann man lesen, bleibt aber im Mittelfeld mit wenig Spannung.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Horrortrip

Verbrenn das Negativ
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Auf "Verbrenn das Negativ" war ich wirklich gespannt. Im Mittelpunkt steht Laura, die als Kinderstar in einem Horrorfilm die Hauptrolle gespielt hat. In einem Film, bei dem auf mysteriöse ...

Auf "Verbrenn das Negativ" war ich wirklich gespannt. Im Mittelpunkt steht Laura, die als Kinderstar in einem Horrorfilm die Hauptrolle gespielt hat. In einem Film, bei dem auf mysteriöse Weise mehrere Schauspieler unter ungeklärten Umständen starben. Laura lebt mittlerweile unter anderem Namen in Großbritannien und liebt ihren Job als Filmjournalistin. Ausgerechnet sie soll einen Artikel über eine Neuverfilmung schreiben. Dabei weiß niemand aus Lauras Umfeld, dass dieser Film ihre unbeschwerte Kindheit zerstört hat.

Die Geschichte um Laura und den Needle Man hätte spannend sein können, leider hat sie mich nicht abgeholt. Zu reißerisch, teils unlogisch, ich habe mich gefühlt als ob ich tatsächlich einen mittelklassigen Horrorfilm sehe bei dem es nur um Action geht und nicht darum, einen sinnvollen Plot zu stricken. Leider bleibt auch die Figurenzeichnung auf der Strecke.

Fazit: Leider nicht meins

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Fesselnder Krimi mit einem neuen Ermittler

Minnesota
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Schauplatz Minnesota: Holger Rudi reist nach Minnesota, um ein Buch über einen True-Crime-Fall zu schreiben, der sich 2016 ereignet hat. Damals wurden Männer aus dem Drogen- und Waffenmilieu ermordet, ...

Schauplatz Minnesota: Holger Rudi reist nach Minnesota, um ein Buch über einen True-Crime-Fall zu schreiben, der sich 2016 ereignet hat. Damals wurden Männer aus dem Drogen- und Waffenmilieu ermordet, der Ermittler der den Fall aufgeklärt hat ist Bob Oz. Ein kantiger, traumatisierter Charakter, der seinen eigenen Weg geht und sich gern über Anweisungen und Regeln hinwegsetzt. Er zieht seine eigenen Schlüsse und ist dem Mörder dicht auf den Fersen....

Jo Nesbø hat mich hier wieder einmal voll abgeholt. Nach Harry Hole ermittelt hier ein neuer Protagonist, der auf seine Art kaputt, vom Leben gezeichnet ist. Der mit seinen inneren Dämonen kämpft und nicht aufgibt. Auch nicht, als er vom Fall abgezogen und suspendiert wird.

Ich fand Bob Oz auf seine Art sympathisch und habe mit ihm mitgefiebert. Zieht er die richtigen Schlüsse? Kommt er dem Killer näher? Oder spielt dieser mit ihm? Neben Bob Oz gibt es noch einen Charakter, der sehr gut skizziert ist, die anderen bleiben etwas blasser.

Jo Nesbøs Schreibstil lässt sich super lesen, er schafft Atmosphäre und baut Gesellschaftskritik ein. Themen, die nachdenklich machen. Ein Twist am Ende war für mich der Aha-Effekt, absolut gelungen.

Fazit: Fesselnder Krimi mit einem neuen Ermittler

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Veröffentlicht am 17.01.2026

britischer schwarzer Humor

Down Cemetery Road
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Die Slow-Horses-Reihe von Mick Herron ist bekannt, ich habe einige Teile der Reihe gelesen. Umso gespannter war ich auf "Down Cemetery Road", sein Romandebüt.

Sarah Tucker ist seit einiger Zeit ohne Arbeit ...

Die Slow-Horses-Reihe von Mick Herron ist bekannt, ich habe einige Teile der Reihe gelesen. Umso gespannter war ich auf "Down Cemetery Road", sein Romandebüt.

Sarah Tucker ist seit einiger Zeit ohne Arbeit und führt ein Leben als Nur-Hausfrau an der Seite ihres Mannes Mark. Mark wiederum ist in seinem Job als Banker erfolgreich, zum vollkommenen Glück der beiden fehlt nur noch ein Kind.

Sarahs Vorstadtidylle wird jäh unterbrochen, als in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Haus in die Luft fliegt, während Sarah und Mark für ihre Freunde und einen potentiellen Investor ein Dinner geben. Zwei Menschen sterben, ein kleines Mädchen überlebt. Offiziell ist ein Gasleck für die Explosion verantwortlich, doch Sarah hat ihre eigene Theorie. Zudem entwickelt sie eine Obsession für das überlebende Kleinkind Dinah. Als es ihr nicht gelingt Dinah zu besuchen, engagiert sie einen Privatdetektiv, nichtsahnend in welches Wespennest sie mit ihren Nachforschungen sticht.

Wie bei den Slow Horses besticht die Story durch den typisch britischen Humor und einen eingängigen Schreibstil. Sarah ist als gelangweilte und frustrierte Hausfrau super beschrieben. Sie steigert sich in die Suche nach Dinah hinein, obwohl sie sie nicht mal persönlich kennt. Die Story mag etwas überspitzt sein, mir hat sie trotzdem gut gefallen. Ich mag den britischen, teils schwarzen Humor und habe Sarahs Roadtrip gespannt verfolgt. Zoë Boehm nimmt leider nur einen kleinen Teil der Story ein, sie erscheint ziemlich spät auf der Bildfläche.

Fazit: Gelungener Krimi mit dem typischen britischen Humor.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Luxushotel mit Geheimnissen

The Woman in Suite 11
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Nach den schlimmen Erlebnissen auf einem Kreuzfahrtschiff hat Lo Blacklock in den USA ein neues Leben. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und will in ihrem Beruf neu durchstarten. Die Einladung zur Eröffnung ...

Nach den schlimmen Erlebnissen auf einem Kreuzfahrtschiff hat Lo Blacklock in den USA ein neues Leben. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und will in ihrem Beruf neu durchstarten. Die Einladung zur Eröffnung eines Luxushotels in der Schweiz kommt wie gerufen für den Neueinstieg. Ihre Reise beginnt mit einer angenehmen Überraschung auf dem Flug, sie erhält ein Upgrade in die 1. Klasse. Doch die nächste Überraschung trifft sie ins Mark: In der Schweiz trifft sie im Hotel auf drei alte Bekannte, die damals ebenfalls auf dem Kreuzfahrtschiff waren. Die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Ich habe natürlich "The woman in cabin 10" gelesen und war auf die Fortsetzung gespannt. Doch so ganz überzeugt hat sie mich nicht. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass Lo inzwischen erwachsen und gereift ist, doch im Verlauf der Handlung fällt sie in alte Muster zurück und agiert wie damals. Ihre Handlungen konnte ich großteils nicht nachvollziehen, habe nur den Kopf geschüttelt über so viel Naivität und Leichtgläubigkeit.

Der Schreibstil lässt sich zwar flott lesen, Los Gedanken, Gefühle, Überlegungen nehmen viel Raum ein, während nicht wirklich viel passiert. Ich habe die Hochspannung vermisst, den Drang unbedingt wissen zu wollen, wie die Geschichte ausgeht. In meinen Augen war der Ausgang vorhersehbar.

Fazit: Eher spannungsarmer Thriller, der meine Erwartungen nicht erfüllt hat.

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