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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Anders als erwartet

Pen Pal
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Pen Pal von J. T. Geissinger ist mir unter die Haut gegangen, da der Schreibstil der Autorin sehr intensiv und oft beklemmend ist. Der Schreibstil ist auch angenehm flüssig und emotional. Erzählt wird ...

Pen Pal von J. T. Geissinger ist mir unter die Haut gegangen, da der Schreibstil der Autorin sehr intensiv und oft beklemmend ist. Der Schreibstil ist auch angenehm flüssig und emotional. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus Kaylas Sicht, weshalb man ihre Trauer um ihre verstorbene Liebe sehr stark spürt. Außerdem nimmt man alle ihre Erinnerungen und Wahrnehmungen intensiv wahr. Durch die Briefe von Dante baut sich auch immer weiter eine unterschwellige Spannung auf.
Die Protagonistin Kayla ist verletzlich und ich fand sie total authentisch, weil ihre Trauer und ihre Einsamkeit, aber auch ihr Wunsch nach Nähe so nachvollziehbar sind. Aidan fand ich irgendwie ein bisschen widersprüchlich, aber die Dynamik zwischen den Protagonisten mochte ich gerne. Dante und seine Briefe bleiben lange ein Rätsel, was ich sehr spannend fand.
Insgesamt war die Geschichte, vor allem das Ende, irgendwie ganz anders als ich es erwartet hätte. Sie ist sehr düster und viel emotionaler als ich vorher dachte. Ich habe nach dem Beenden des Buchs noch tagelang an die Geschichte zurückgedacht. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Toller Schreibstil

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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In Verlorenes Herz von Vanessa Le geht es um Nhika, eine junge Frau, die sich mit einer einzigartigen Gabe auseinandersetzen muss. Sie ist stark, eigenständig und reflektiert. Allerdings ist sie auch manchmal ...

In Verlorenes Herz von Vanessa Le geht es um Nhika, eine junge Frau, die sich mit einer einzigartigen Gabe auseinandersetzen muss. Sie ist stark, eigenständig und reflektiert. Allerdings ist sie auch manchmal distanziert, was sie als Person sehr interessant macht, aber nicht immer greifbar. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Pflicht, Moral und Selbstschutz zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Die Beziehung zu Ven Kochin ist von Misstrauen, Anziehung und unausgesprochenem Schmerz geprägt. Dadurch war die Dynamik zwischen ihnen aber sehr interessant. Der Schreibstil hat die Gefühle der Figuren auch richtig gut rübergebracht. Ansonsten war der Schreibstil sehr detailliert und fesselnd. Ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch gelesen und denke, dass es auch vielen anderen so gut gefallen könnte.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Empfehlenswert

Eisnebel
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„Eisnebel“ hat mich von Anfang bis Ende gepackt. Am Anfang wirkt alles harmonisch: Theo und Connor sind frisch verliebt und sicher in ihrer Entscheidung füreinander. Doch kaum kommen sie in Idlewood an, ...

„Eisnebel“ hat mich von Anfang bis Ende gepackt. Am Anfang wirkt alles harmonisch: Theo und Connor sind frisch verliebt und sicher in ihrer Entscheidung füreinander. Doch kaum kommen sie in Idlewood an, spürt man, wie brüchig dieses Kartenhaus ist. Connors Familie begegnet Theo mit Distanz und unterschwelliger Ablehnung, und er selbst scheint zwischen Loyalität und Unsicherheit zu schwanken.
Theo dagegen ist eine Figur, die man sofort ernst nimmt. Ihre Kindheit war alles andere als leicht, und man merkt, wie sehr sie versucht, ein stabiles Leben aufzubauen. Als die ersten Nachrichten auftauchen, die sie vor Connor warnen, wird schnell klar, dass ihre Unsicherheit berechtigt ist, aber nicht unbedingt so, wie man zuerst denkt. Ihre Flashbacks bringen eine zusätzliche emotionale Ebene hinein und man fühlt extrem mit ihr mit.
Die Geschichte lebt definitiv vom Kontrast zwischen Nähe und Misstrauen, Liebe und Angst. Eine ganz große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Tolle Dynamik

Off to the Races
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Das Cover des Buchs hat mich direkt angesprochen, weil es mir vor allem farblich sehr gut gefällt.
Elsie Silver hat einen lebendigen, modernen Schreibstil, der stark von direkter Sprache, Ironie und Emotionen ...

Das Cover des Buchs hat mich direkt angesprochen, weil es mir vor allem farblich sehr gut gefällt.
Elsie Silver hat einen lebendigen, modernen Schreibstil, der stark von direkter Sprache, Ironie und Emotionen geprägt ist. Die Kapitel wechseln zwischen den Protagonisten Billie und Vaughn. Man sieht dadurch, wie beide dieselben Situationen auf ganz unterschiedliche Weise erleben und bekommt zugleich Einblicke in ihre verletzlichen, unausgesprochenen Gedanken. Der Schreibstil ist außerdem pointiert und dialogreich. Es gibt selten lange Beschreibungen, sondern eher kurze Szenen mit Beobachtungen und Sinneseindrücken. Humor spielt auch eine große Rolle. Er entsteht oft aus Situationskomik, sarkastischen Kommentaren oder den bissigen Schlagabtauschen zwischen den Figuren. Es gibt außerdem mal mehr mal weniger subtile Andeutungen von körperlicher Anziehung, die mit Ironie gebrochen werden. Auch der Gebrauch von Alltagsfloskeln, Schimpfwörtern und inneren Kommentaren macht die Sprache und die Geschichte selbst authentisch und modern.
Billie ist von Anfang an eine Figur, die auffällt. Durch ihre Energie, ihre Eigenständigkeit und ihren Humor. Sie wirkt geerdet, praktisch veranlagt und lässt sich von Autoritäten nicht einschüchtern. Sie ist direkt, manchmal frech, aber nie respektlos, Außerdem hat sie eine klare Vorstellung davon, was sie kann und was sie will. In den Beschreibungen merkt man, dass sie mit ihrer Umgebung, den Pferden, der Ranch und der Arbeit, stark verbunden ist.
Vaughn ist auf den ersten Blick das Klischee des reichen, arroganten Erben. Er ist kontrolliert, zynisch und hat eine Spur Verachtung für alles, was nicht in sein Weltbild passt. Aber die Autorin schreibt ihn nicht als eindimensionalen Bad Boy . Schon in der früh zeigen seine inneren Monologe, dass er müde von der Öffentlichkeit, dem Druck der Familie und der eigenen Rolle ist. Er ist verletzlich, aber überspielt es mit Härte. Der Tod seines Großvaters, der Skandal um die Rennpferde und das Gefühl, ständig beobachtet zu werden, haben ihn verbittert gemacht. In seinen Momenten der Wut oder Gereiztheit klingt immer ein Rest Trauer mit. Man merkt, dass er eigentlich nach etwas Echtem sucht und genau das verkörpert Billie. Sie ist das Gegenteil von all den glattpolierten Menschen in seiner Welt. Die beiden müssen jedoch zusammenarbeiten und wohl oder übel lernen, einander zu vertrauen.
Ich habe die Dynamik zwischen den beiden richtig gerne gemocht und die Autorin hat die Geschichte wunderbar aufgebaut. Ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Bände der Reihe.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Viele Wendungen

Love, Mom
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„Love, Mom“ hat mich komplett überrascht. Ich lese gerne und viele Thriller, aber selten welche, die mich so konsequent in die Irre geführt haben. Die Geschichte beginnt direkt emotional. Mackenzie ist ...

„Love, Mom“ hat mich komplett überrascht. Ich lese gerne und viele Thriller, aber selten welche, die mich so konsequent in die Irre geführt haben. Die Geschichte beginnt direkt emotional. Mackenzie ist auf der Beerdigung ihrer Mutter. Außerdem entsteht sehr schnell ein Soggefühl, aus dem man nicht mehr rauskommt. Die Briefe, die wie aus dem Nichts auftauchen, sorgen für viel Spannung und jede neue Seite, jedes neue Detail reißt eine weitere Schicht der Familienfassade ein.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und gleichzeitig präzise. Kein Kapitel zieht sich, keine Szene ist überflüssig.
Die Beziehung zwischen Kenzie und EJ hat mir richtig gut gefallen, weil sie ehrlich, warm und manchmal humorvoll ist. Außerdem bringt sie eine schöne Balance in all die düsteren Enthüllungen.
Es gibt sehr viele Wendungen. Manche kommen subtil, andere schlagen ein wie eine Bombe. Ich hatte ständig das Gefühl, alles verstanden zu haben, nur um wenige Seiten später wieder komplett falsch zu liegen. Genau so muss ein Thriller für mich sein. Klare Empfehlung!

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