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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2021

Besondere Freundschaft

Fremde Freundin
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Inhalt:
Elisabeth ist erfolgreich in ihrem Job und hat eine kleine Familie. Doch sie ist auf Unterstützung angewiesen und so stellt sie Sam als Babysitterin für ihren kleinen Sohn ein. Schnell verbindet ...

Inhalt:
Elisabeth ist erfolgreich in ihrem Job und hat eine kleine Familie. Doch sie ist auf Unterstützung angewiesen und so stellt sie Sam als Babysitterin für ihren kleinen Sohn ein. Schnell verbindet die beiden Frauen mehr als ein Arbeitsverhältnis.

Meine Meinung:
Bereits auf den ersten Seiten konnte mich J. Courtney Sullivan mit ihrem leicht zu lesenden und doch sehr authentischen Schreibstil begeistern. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten Elisabeth und deren Babysitterin Sam erzählt.
Dabei hatte ich das Gefühl, die beiden tiefgehend kennenlernen zu können. Anfangs wird viel zeitraffend aus ihrem vergangenen Leben geschildert, was jedoch nicht die gewünschten Emotionen in mir hervorrief. Vielmehr wirkte es wie eine Notwendigkeit, die vor der Haupthandlung erzählt werden müsse.
Ist dieser Teil überstanden, wird man Teil der Begegnungen zwischen Sam und Elisabeth. Oft wird die Stimmung über Dialoge transportiert, doch auch das Ungesagte setzt die Autorin bewusst ein.
Die Geschichte bringt Amerika und dessen Gesellschaft ein Stück näher, denn die beiden Frauen sind das klassische Abbild von Arm und Reich. Dabei ist es keineswegs klischeebehaftet, denn auch die “Reichen” erfreuen sich nicht in allen Aspekten an einem tollen Leben und umgekehrt.


Fazit:
Eine sehr authentische Geschichte über zwei Frauen, die eine besondere Freundschaft verbindet.

Veröffentlicht am 13.10.2021

Schreibtalent

Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers
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Als Finn und seine Schwester Hannah sich eines Tages zu weit in den Nachtschattenwald gewagt hatten, schafften sie es nicht mehr vor der Dunkelheit nach Hause. Der berüchtigte Mondwandler hat Hannah geholt, ...

Als Finn und seine Schwester Hannah sich eines Tages zu weit in den Nachtschattenwald gewagt hatten, schafften sie es nicht mehr vor der Dunkelheit nach Hause. Der berüchtigte Mondwandler hat Hannah geholt, denkt man, als sie auch am nächsten Tag nicht mehr nach Hause kommt. Ist die Sage über den Mondwandler also wirklich wahr?

Meine Meinung: Mit dem Nachtschattenwald hat Kathrin Tordasi eine grandiose Geschichte für Jung und Alt geschrieben. Auf den ersten Seiten eröffnet sie eine dystopische Welt, die mit einem wild wuchernden Wald Gestalt annimmt. Das Setting wird durch sämtliche Sinne erlebbar. Der Autorin gelingt es, die Magie dieses Ortes in ihren Beschreibungen festzuhalten.
Die Protagonisten Finn und Samira, welche beste Freunde sind, zeigen sich für ihr Alter sehr reif und rational denkend. Durch ihre Neugier beginnt das Abenteuer in den Wäldern sehr schnell. Zudem treten andere Figuren auf, die der Leser bis zum Ende hin nicht eindeutig in die Kategorie Gut oder Böse einteilen kann.
Auf ihrem Weg erleben sie zahlreiche magische Momente und die Spannung nimmt besonders im letzten Drittel stark zu. Unerwartetes geschieht Seite für Seite, sodass der Leser in einen Sog der Geschichte gerät.


Fazit: Kathrin Tordasi findet stets genau die richtigen Worte für die besondere Welt, die sie schöpft. Kluge Figuren und Überraschungsmomente sorgen dafür, dass das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen ist.

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Veröffentlicht am 13.10.2021

Eine Welt voller Gefahr

Euphoria City
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Nora verbringt viel Zeit in Euphoria City. Seit sie ihren Bruder Mika vor Jahren daran verloren hat, ist sie darauf fixiert, ihn wiederzufinden und Euphoria zu zerstören. Doch das kann sie nicht alleine, ...

Nora verbringt viel Zeit in Euphoria City. Seit sie ihren Bruder Mika vor Jahren daran verloren hat, ist sie darauf fixiert, ihn wiederzufinden und Euphoria zu zerstören. Doch das kann sie nicht alleine, sie braucht Hilfe. Doch reicht das, um gegen einen mächtigen Gegenspieler anzukommen?


Meine Meinung: Anika Beer entführt den Leser mit dieser Geschichte in die virtuelle Realität Euphoria City. Euphoria ist unheimlich komplex und es gibt viel zu entdecken und viel Erklärungsbedarf. Über die Handlung hinweg ergeben einzelne Puzzleteile ein schlüssiges Gesamtkonzept.
Aus den abwechselnden Sichten der Protagonisten Nora und Sami bildet sich zügig ein Gesamtbild. Die Figuren sind unterschiedlich, haben ihre Differenzen und agieren dennoch zusammen. Das ist es, was sie ausmacht. Der Autorin ist es ebenfalls sehr gut gelungen, die Gegenspieler von Nora in Szene zu setzen, sodass die Gefühle schonmal hochkochen.
An zwei Stellen lag ich mit Vermutungen richtig, doch das nimmt der Geschichte nicht die Spannung. Durch die Komplexität der Geschichte ist es nicht mit einer Auflösung getan. Ständig darf mit gerätselt werden, damit die Autorin im Anschluss wiederum unerwartete Seiten der Figuren und der virtuellen Realität zeigt.
Die Welt sowie die Handlung wurden mühsam auf hunderten von Seiten aufgebaut, da kam der Höhepunkt und das Ende Schlag auf Schlag. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass mehr auserzählt wird.


Fazit: Die virtuelle Realität wird sehr differenziert dargestellt und lädt zu einem Abenteuer mit einer starken Protagonistin ein.

Veröffentlicht am 06.10.2021

Zauberhaftes Venedig

Aribella und die Feuermaske
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Als in der Öffentlichkeit plötzlich Flammen in Aribellas Händen züngeln, muss sie fliehen. Mit ihrem Freund Theo fährt sie mit dem Boot in ein mystisches Abenteuer.

Meine Meinung: Anna Hoghton nimmt ...

Als in der Öffentlichkeit plötzlich Flammen in Aribellas Händen züngeln, muss sie fliehen. Mit ihrem Freund Theo fährt sie mit dem Boot in ein mystisches Abenteuer.

Meine Meinung: Anna Hoghton nimmt den Leser mit auf einer Reise in das zauberhafte Venedig. Sie beschreibt den Ort mit der Liebe zum Detail und lässt die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen. Ein wichtiges Ereignis, welches die Geschichte ins Rollen bringt, lässt nicht lange auf sich warten.
Aribella ist ein 13- jähriges Mädchen, das für ihr Alter schon sehr klug und erwachsen handelt. Es macht Spaß, sie auf ihrer Reise zu begleiten, wobei hinter jeder Seite ein nächstes Abenteuer wartet. Auch die anderen Figuren zeigen Individualität. Der Autorin ist es gelungen, den Leser bis zum Schluss im Ungewissen zu lassen, welche Figur auf welcher Seite steht.
Die Spannung wird Stück für Stück aufgebaut, um den Leser im Showdown mitfiebern zu lassen. Leider wird dieser dann auf wenigen Seiten abgehandelt. Da hätte man mehr raus machen können.

Fazit: Eine Fantasygeschichte, die im wunderschönen Venedig ein kleines Abenteuer bereithält.

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Hochemotional

Regenglanz
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Als Simon das Tattoostudio, indem Alissa arbeitet, wegen eines missratenen Tattoos aufsucht, versucht er vergeblich einen Termin bei einem männlichen Artisten für das Cover- up zu buchen. Alissa fasst ...

Als Simon das Tattoostudio, indem Alissa arbeitet, wegen eines missratenen Tattoos aufsucht, versucht er vergeblich einen Termin bei einem männlichen Artisten für das Cover- up zu buchen. Alissa fasst es als Frauenfeindlichkeit auf, dabei schämt sich Simon bloß für sein Tattoo. Bei den kommenden Sitzungen lernen sich die beiden jedoch besser kennen.

Meine Meinung: Das Buch hat mich zunächst sprachlos zurückgelassen. Anya Omahs Schreibstil ist wortgewaltig und hochemotional. Zeile für Zeile findet sie genau die richtigen Worte, die die wechselnden Perspektiven von Simon und Alissa so lebendig machen.
Die beiden Protagonisten sind sehr authentisch. Alissa und Simon haben beide ihr eigenes Päckchen zu tragen. Ihnen werden viele kleine Hindernisse in den Weg gestellt, die es zu bewältigen gilt. Besonders gelungen ist der Zwiespalt der Figuren dargestellt. Einerseits beweisen sie Stärke, andererseits sind sie fehlerhaft und zweifeln an sich. Omah gelingt es auch durch andere Figuren, die Persönlichkeiten herauszukristallisieren. So steht auch häufig Alissas toxische Beziehung zu ihrer verbleibenden Familie im Fokus, aber auch die tiefgründige Freundschaft zu zwei Frauen.
Das Buch ist eine Achterbahn der Gefühle, denn wenn man denkt, man würde den Fortgang der Geschichte kennen, wirft die Autorin alles wieder durcheinander. Von der ersten Seite an konnte mich die unglaublich emotionale Erzählung einer zarten Liebe fesseln.


Fazit: Ich habe lange kein New Adult Roman mehr gelesen, der die Emotionen so hochkochen lässt - und das auf eine authentische Art und Weise. Definitiv ein Must- read!

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