Ein anderer
Meine Berge bist duIn einem Regen sieht der Erzähler einen alten Mann draußen herumlaufen. Er lädt den alten Herrn in sein Haus ein, damit dieser sich aufwärmen kann. Der alte Mann heißt Guido Conti und er bittet den Erzähler ...
In einem Regen sieht der Erzähler einen alten Mann draußen herumlaufen. Er lädt den alten Herrn in sein Haus ein, damit dieser sich aufwärmen kann. Der alte Mann heißt Guido Conti und er bittet den Erzähler in sein bescheidenes Heim, dass er mit seiner Katze Moglie bewohnt. Sein Wunsch ist es, die Briefe vorgelesen zu bekommen, die er schon immer aufbewahrt. In den Briefen entspinnt sich eine tragisch schöne Geschichte über die Berge und die Menschen, die dort leben. Es beginnt mit dem Jungen Onesto, der zu seiner Mutter zurück gebracht wird und den Bruder kennenlernt, der genauso aussieht wie er.
In diesem berührenden Werk verbindet sich die späte Freundschaft zwischen Guido Conti und dem Erzähler mit der, die in den Briefen erzählt wird. An die Berge hat Onesto geschrieben und den Briefträger damit in arge Schwierigkeiten gebracht. Irgendwie hat Guido Conti die Briefe in einer Mappe gesammelt und lässt sie sich nun vorlesen. Onestos karges und doch erfülltes Leben, seine Verbindung zu den Bergen und den Menschen, rührt etwas in dem Erzähler an, dem er sich nicht verschließen will. Zwischen dem Erzähler und dem alten Guido entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Guido zeigt eine Zufriedenheit und Fröhlichkeit, die ansteckend wirkt.
Hier wird ein wirklich berührendes Werk vorgelegt. Es erzählt von zwei Brüdern, die sich zunächst nicht kannten und schon beim ersten Treffen eine Verbindung hatten. Sie leben in den Dolomiten und die Mutter hat es schwer, sie zu versorgen. Bald lernen sie Celeste und ihre Brüder kennen. Dass sich sowohl Onesto als auch Santo in sie verlieben, hat eine große Tragik. Die Erzählung bekommt eine Note von Verzicht, von Hoffnung und großer Liebe. Angerührt liest man Seite um Seite. Die Rahmenhandlung um die späte Freundschaft des alten Mannes zu dem jüngeren Erzähler zaubert ein Lächeln herbei. Wie schön, diese Zufriedenheit, aber auch die Offenheit auf beiden Seiten. Diese Verbindung zwischen jung und alt, diese gegenseitige Offenheit, das Interesse, es ergibt einfach eine schöne Geschichte, die in ihrer Gesamtheit wunderbar komponiert ist.