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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

toller Krimi

Kummersee
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Auf das Buch "Kummersee" von Ivar Niklas Schwarz bin ich durch meine Tochter aufmerksam geworden. Ich suche immer nach möglichst unblutigen Kriminalromanen die gerne auch ein aktuelles gesellschaftliches ...

Auf das Buch "Kummersee" von Ivar Niklas Schwarz bin ich durch meine Tochter aufmerksam geworden. Ich suche immer nach möglichst unblutigen Kriminalromanen die gerne auch ein aktuelles gesellschaftliches Thema unterhaltsam aufbereiten. Da war ich hier genau richtig.

Es ging vordergründig erst mal um eine Polizistin die für ein Vermessungsteam als Personenschützerin eingesetzt wird. Das sich dieser Job ausgerechnet in ihrer alten Heimat befindet, bringt alte Probleme ans LIcht und öffnet eine alte Wunde, die lange in ihr geschwärt hat. Vor 30 Jahren hat sie am See ihren Bruder verloren und der See ist für sie noch immer ein gefährlicher und fast verwunschener Ort. Aber wir befinden uns ja in einem Krimi - nicht in einer Fantasygeschichte.

Die Story war spannend und geheimnisvoll und berührend. Und das Thema Atommüll ist ja immer noch sehr aktuell. Das Buch hat mir ausnehmend gut gefallen.

Veröffentlicht am 16.02.2025

unterhaltsam

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Seit langem mal wieder ein Buch, dass einer Dystophie sehr nahe kommt. Es ist aber sicherlich auch eine Parabel in der wir eine kleine Gemeinschaft kennenlernen, die versucht durch eine strenge Hierarchie, ...

Seit langem mal wieder ein Buch, dass einer Dystophie sehr nahe kommt. Es ist aber sicherlich auch eine Parabel in der wir eine kleine Gemeinschaft kennenlernen, die versucht durch eine strenge Hierarchie, eine feste Struktur und ein enges Miteinander zu überleben in einer feindlichen Natur. Erschüttert wird diese Gemeinschaft durch einen Mord und plötzlich bröckelt die Fassade und nichts ist mehr so, wie die Menschen es glaubten zu wissen.

Die Geschichte ist erstaunlich einfach erzählt und die Feinheiten liegen eher darin, dass man sich ständig fragt, was passiert hier eigentlich, wer ist der Mörder, warum möchte jemand den spärlichen Rest der Menschheit ausrotten?

Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich so neugierig war, was hinter all dem steckt. Die Charaktere waren mir vielleicht etwas zu oberflächlich dargestellt und oft sehr einfältig. Dennoch eine unterhaltsame Geschichte.

Veröffentlicht am 01.02.2025

herrlich

Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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"Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe" war mein erstes Buch von Ali Hazelwood. Ich hatte das mehr zufällig gefunden und meine Erwartungen waren eher klein. Es war auch meine erste Liebesgeschichte ...

"Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe" war mein erstes Buch von Ali Hazelwood. Ich hatte das mehr zufällig gefunden und meine Erwartungen waren eher klein. Es war auch meine erste Liebesgeschichte in so einem Uni-Universum und mit einem oder mehreren WissenschaftlerINNen.

Seit diesem Buch bin ich aber ein Fan von Hazelwood. An dieser Geschichte habe ich einfach alles geliebt. Allem voran den leichten und freundlichen Erzählstil, der die Darsteller mit einem Augenzwinkern in Szene setzt. Olive und Adam - hach, was für ein nettes Pärchen. Ihre Wortgefechte sind total unterhaltsam. Ihre Gefühle, die langsam wachsen, kann man zwischen den Zeilen spüren. Ihr eher naives Wesen, sein bärbeißiger Charme. Und dazu eine gehörige Portion Wissenschaft und Uni. Da wird man richtig gut unterhalten. Und das Ende hat genau die richtige Dosis Herz, Verstand, Kitsch und Natürlichkeit. Herrlich.

Veröffentlicht am 01.02.2025

nicht mein Geschmack

The Stars are Dying
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Leider, leider hat das Buch keine meiner Hoffnungen erfüllen können und ich habe es am Ende nur noch quer gelesen. Aber woran hat es denn nun gehakt?

Da ist zum einen die Welt, in der Vampire durch die ...

Leider, leider hat das Buch keine meiner Hoffnungen erfüllen können und ich habe es am Ende nur noch quer gelesen. Aber woran hat es denn nun gehakt?

Da ist zum einen die Welt, in der Vampire durch die Nacht streifen und die Heldin Astraea nach einem Gedächtnisverlust versucht herauszufinden, was ihr geschehen ist. Irgendwie bin ich nicht so richtig in diesem Universum angekommen. Weder Astraea noch der gefährliche Vampir Nyte kamen mir nahe. Weder knisterte es für mich zwischen den beiden richtig, noch fesselten mich die Rätsel. Es bleib alles so schwammig und nebulös erklärt.

Im Grunde war es vor allem der Schreibstil, der mir zu oberflächlich und blass war. Weder wurden die Emotionen gut transportiert noch das Stetting schön beschrieben. Der Plot blieb vorhersehbar und ohne Plotttwist oder neue Ideen. Es plätscherte einfach so vor sich hin. Schade. Nicht mein Geschmack.

Veröffentlicht am 01.02.2025

guter Genremix

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Nach der Beschreibung hatte ich eine Geschichte erwartet, die sich zwischen verschiedenen Genres durchhangelt. Meine Vorstellungen wurden weitgehend getroffen.

Ein junger Mann verlässt Jugendliebe und ...

Nach der Beschreibung hatte ich eine Geschichte erwartet, die sich zwischen verschiedenen Genres durchhangelt. Meine Vorstellungen wurden weitgehend getroffen.

Ein junger Mann verlässt Jugendliebe und Vater, um in der Großstadt Erfolg und Ruhm zu ernten. Seine Träume gehen aber nicht in Erfüllung und so kehrt er nach über 10 Jahren zurück in seine Heimat. Dort baut er sich in ein einfaches Leben in der Natur auf, hofft auf einen Neuanfang mit der Frau seiner Teenagerzeit und wird schließlich in einen Kriminalfall verwickelt.

Der Genremix funktionierte für mich gut. Es war kein oberflächlicher Liebesroman sondern eher eine Entwicklungsgeschichte. Ein wenig Probleme hatte ich mit den diversen Zeitsprüngen. Ich hatte Gefühl, dass mir manchmal Details abhanden kamen und die Spannung nicht immer aufrecht erhalten werden konnte. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und war gespannt, wie der Plot erzählt wird.

Ein guter Erstling, der neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht.