Die Katze auf dem heißen Blechdach
Das Buch "Summer Storms"von Sarah Mac Lean erinnert mich sehr stark an den berühmten amerikanischen Filmklassiker "Die Katze auf dem heißen Blechdach" nach einem Theaterstück von Tennessee Williams aus ...
Das Buch "Summer Storms"von Sarah Mac Lean erinnert mich sehr stark an den berühmten amerikanischen Filmklassiker "Die Katze auf dem heißen Blechdach" nach einem Theaterstück von Tennessee Williams aus dem Jahr 1958.
Wie in dem Film geht es auch hier um das Aufbrechen seit Jahren schwelender Familienkonflikte und deren schmerzhafte Verarbeitung. Anlässlich des überraschenden Todes von Familienoberhaupt Franklin Storm, Milliardär und Wirtschaftsmogul, kommen seine vier Kinder auf die familieneigene, von der Außenwelt abgeschottete Privatinsel, um an der Beerdigung des Vaters teilzunehmen.
Auch Alice, die mittlere der drei Töchter, die von ihrem Vater vor 5 Jahren verstoßen wurde, erscheint. Schon bald fühlt sie sich wie einst Elisabeth Taylor alias Maggie wie eine Katze auf dem heißen Dach, die von den gehässigen Bemerkungen ihrer, um die Erbschaft buhlenden Geschwister und auch ihrer bösartigen Mutter sich nacheinander und ununterbrochen alle vier Pfoten verbrennt. Zu allem Uberfluss entpuppt sich die attraktive Zufallsbekanntschaft Jack, der Retter in der Not während ihrer Anreise, als vermeintlicher Joker im nie enden wollenden Spiel des Vaters mit seiner Familie.
Während der an Stelle einer Beerdigung veranstalteten Feier zum Abschied von Franklin Storm brechen die Konflikte der einzelnen Familienmitglieder an allen Fronten auf. "In der darauffolgenden Nacht entlädt sich nicht nur in der Natur ein Gewitter, sondern auch all der über Jahre hinweg entstandene Frust, alle Spannungen, die den einzelnen Familienmitgliedern des gemeinsame Leben verlogen und beinahe unerträglich gemacht haben." Ein Satz, der in der Handlungsbeschreibung des Filmklassikers fast identisch enthalten ist, auf dieses aktuelle Buch aber vollumfänglich zutrifft.
Mich hat das Buch voll erwischt. Als mittlere von drei Schwestern konnte ich die Konflikte von Alice voll nachempfinden. Das Buch wäre wie sein berühmter Vorgänger einer Verfilmung würdig. Der Film aus meinem Geburtsjahr könnte allerdings auch wieder einmal gezeigt werden. Er hat mir schon immer nicht nur wegen Elisabeth Taylor und Paul Newman sehr gut gefallen...