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Veröffentlicht am 24.03.2026

Rückkehr nach Haus

Fäden des Glücks
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Ich habe mich verliebt. Verliebt in ein Buch. Schon die Leseprobe hatte mich begeistert. Leider habe ich das Buch nicht gewonnen, aber auf Umwegen hat es mich durch glückliche Tauschaktionen doch noch ...

Ich habe mich verliebt. Verliebt in ein Buch. Schon die Leseprobe hatte mich begeistert. Leider habe ich das Buch nicht gewonnen, aber auf Umwegen hat es mich durch glückliche Tauschaktionen doch noch kurz vor dem Erscheinungstermin erreicht und ich habe es verschlungen.

Marit Warncke, eigentlich Spezialistin im Bereich Modedesign, erzählt eine wunderschöne Geschichte um die Suche nach dem Glück und wichtige Eckpfeilern des persönlichen Glücks. Karla, die junge Unternehmensveraterin wider Willen steckt fest in ihrem Berufs-wie auch im Privatleben. Obwohl bisher erfolgreich ist sie nicht glücklich in ihrem Beruf und sie ist einsam.

Plötzlich erbt sie von ihrem Vater, der die Familie vor 13 Jahren verließ, das alte Feriendomizil der Familie in Mecklenburg-Vorpommern. Das alte Gutshaus, das ihr Vater vor vielen Jahren als Ruine erwarb und dessen Sanierung er als Architekt hobbymäßig in Angriff genommen, aber nie abgeschlossen hat, ist seit 13 Jahren ungenutzt. Kurzentschlossen entschließt sich Karla, das Gutshaus in Lüttenbü soweit herzurichten, dass es verkauft werden kann. Doch in Lüttenbü wartet nicht nur das alte Gutshaus auf Karla, sondern auch ihre geliebte Nähmaschine und ihre ehemals besten Freunde aus Kindheitstagen, Bruna und Rasmus.

Während eines arbeitsreichen Frühlings in Lüttenbü findet Karla nicht nur ein so lange vermisstes Zuhause, ihre alte Obsession für das Nähen und damit eine neue berufliche Perspektive sondern auch Liebe und Freundschaft.

Für mich, selbst ein großer Fan von Mecklenburg und seinen zahlreichen Seen und wunderschönen Gutshäusern sowie mit einer gehörigen Portion Leidenschaft fürs Basteln, Nähen, Stricken und Filzen gesegnet, war das Buch wie nach Hause kommen. Ich konnte es kaum wieder aus der Hand legen und träumte mich mit offenen Augen in meinen nächsten Urlaub dort im Juni dieses Jahres hinein. Zu gerne würde ich einen Abstecher in Karlas Kreativ-Retreat-Gutshaus Elise machen. Ich würde bestimmt Stammkundin dort...

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Vaterliebe

Nordlicht - Das fremde Gesicht
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Zeitnah werden in Deutschland und im benachbarten Dänemark zwei gleichaltrige junge Männer ermordet. Die Morde erfolgen nach dem selben Muster und die Opfer werden in beiden Fällen zur Schau gestellt. ...

Zeitnah werden in Deutschland und im benachbarten Dänemark zwei gleichaltrige junge Männer ermordet. Die Morde erfolgen nach dem selben Muster und die Opfer werden in beiden Fällen zur Schau gestellt. Die Morde wirken inszeniert. Doch welche Verbindung gibt es zwischen den beiden Opfern.

Vibeke Boisen, die deutsche Kriminalkommissarin, muss erneut mit ihrem Kollegen Rasmus Nyborg aus Dänemark zusammen ermitteln.

Die Autorin Anette Hinrichs macht es mit der Vorstellung der beiden Ermittler auf der Innenseite des Bucheinbandes sowie der Darstellung eines Traums von Kommissar Nyborg auch für Quereinsteiger dieser Buchreihe wie mir leicht, in die Geschehnisse der Vergangenheit, der vorangegangenen Teile, einzutauchen.

Selbst nachdem ein dritter, nach dem gleichen Muster ermordeter Toter in Kopenhagen auftaucht, finden die Ermittler keine Verbindung zwischen den Toten. Aber spätestens jetzt weisen alle Hinweise in Richtung Vergangenheit. Irgendwo muss es einen gemeinsamen Nenner zwischen den Opfern geben. Doch die Ermittler stehen vor einer Mauer des Schweigens. Der Leser kann schon vermuten, dass Tjelle Brandt, Ann Lind sowie Franka irgendwie mit den Morden im Zusammenhang stehen, aber eine heiße Spur lässt lange auf sich warten. Und welche Rolle spielt der Junge Kristoffer, dessen Erlebnisse vor 10 Jahren über das Buch verteilt, geschildert werden? Wie steht er im Zusammenhang mit den schrecklichen Morden der Gegenwart?

Nebenbei lässt die Autorin die Leser an den inneren Kämpfen von Kommissar Nyborg teilhaben, seinen Gedanken zum Drogentod seines Sohnes Anton und seinen Rachegelüsten. Nyborg begibt sich während der Ermittlungen ständig auf Abwege in eigener Sache und bringt damit nicht nur die Ermittlungen in den Serienmorden sondern auch sein neu gefundenes privates Glück mit seiner Chefin Maja in Gefahr.

Das Ende überrascht mit einigen Parallelen zwischen dem Täter des aktuellen Falles und dem dänischen Kommissar. Das Buch zeigt auf, wozu Väter verleitet werden, wenn ihren Kindern Leid zugefügt wird. Als Mutter kann ich diese Motivation voll nachvollziehen.

Ich hoffe auf einen Fortgang der Reihe auch nach dem für Ermittler Rasmus Nyborg tragischen Ende des Buches.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Und vergebe uns unsere Schuld...

Der Sommer, der uns blieb
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Nachdem Pia vor zwanzig Jahren einfach verschwand und ihre beiden Freunde Martin und Britta ratlos und ohne ein Wort zurück lies, kehrt sie nun unerwartet, von ihrer Krankheit gezeichnet an den Ort ihrer ...

Nachdem Pia vor zwanzig Jahren einfach verschwand und ihre beiden Freunde Martin und Britta ratlos und ohne ein Wort zurück lies, kehrt sie nun unerwartet, von ihrer Krankheit gezeichnet an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie sucht Vergebung. Pia beichtet nicht nur ihre damaligen Sünden, ihre Schuld, sondern sie offenbart mit ihrem Geständnis auch die Taten anderer.

Und plötzlich stehen die Jugendfreunde Martin und Britta, deren Liebe damals an den Taten der anderen zerbrach, deren Liebe aber nie ein Ende fand, vor der Frage, ob sie Pia und sich selbst vergeben können.

Dieses Buch ist wunderschön. Es enthält nicht nur wunderbare Texte und Zeilen zur Sehnsucht nach vergangenem Glück, zur Kraft einer glücklichen Kindheit und zum großen Thema Vergebung, sondern es ist auch das äußerlich schönste Buch, das ich je in den Händen hielt. Einband, Buchschnitt und Buchumschlag passen perfekt zum Thema vergangene Kindheit und wecken mit ihrer nostalgischen, verträumten Gestaltung schöne Kindheitserinnerungen. Total überrascht wurde ich von der vor Seite 225 eingebundenen farbigen Trennseite. Obwohl ich mir die drei Freunde Pia, Martin und Britta bereits gut vorstellen konnte, sah ich sie plötzlich direkt vor mir. Wunder-, wunderschön!!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Midlife-Crisis einer Jil-Sander-Queen

Dieser Sommer gehört mir
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Charlotte führt ein behütetes Leben als Anwaltsgattin und Mutter zweier fast erwachsener Töchter. Die Jil-Sander-Queen hat sich in ihrem betuchten Umfeld gut eingerichtet. Doch nach der Trennung von ihrem ...

Charlotte führt ein behütetes Leben als Anwaltsgattin und Mutter zweier fast erwachsener Töchter. Die Jil-Sander-Queen hat sich in ihrem betuchten Umfeld gut eingerichtet. Doch nach der Trennung von ihrem Ehemann und dem Auszug der Töchter verliert Charlotte nicht nur ihren bisherigen Lebensmittelpunkt sondern auch ihr Zuhause. Die 43-Jährige muss sich neu finden und neu durchstarten.

Als erstes zieht sie aus der Luxusvilla ihres Ehemannes bzw. seiner Eltern in ein Tiny House. Nicht allein sondern gemeinsam mit zwei wildfremden Männern wohnt sie nun auf engstem Raum. Sie leidet unter dem Verlust ihres Lebens und der Funkstille von Seiten ihrer Töchter.

Die Autorin beschreibt in ihrem Buch eine spritzige Story der Neufindung einer Mittvierzigerin der High-Society Lüneburgs, aber auch die Geschichte der ersten Liebe ihrer Tochter Leni. Während Charlotte in Lüneburg mit der Ausgrenzung aus ihrer ehemaligen Freundesclique und mit ihrer neuen Rolle als Barbetreiberin kämpft, muss sich die 16-jährige Leni in der beschaulichen Umgebung der Cotswolds ganz auf sich allein gestellt mit ihrer intriganten Freundin Stella auseinandersetzen.

Ein ermutigender Roman für alle Frauen in der Mitte ihres Lebens, aber auch für deren Töchter- allerdings aus der komfortablen Situation einer betuchten Anwaltsfamilie.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Die Frau aus dem Jenseits

Das kalte Moor
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Die Frau von Polizeichef Wiking Stromberg verschwand vor 30 Jahren im Moor. Plötzlich erhält sein Sohn eine mystische Nachricht in der Handschrift seiner Mutter und mit ihrem Zeichen versehen. Wiking, ...

Die Frau von Polizeichef Wiking Stromberg verschwand vor 30 Jahren im Moor. Plötzlich erhält sein Sohn eine mystische Nachricht in der Handschrift seiner Mutter und mit ihrem Zeichen versehen. Wiking, der durch eine Krebsdiagnose privat gerade sehr angespannt ist, ermittelt beruflich aktuell in einem Fall von Waffendiebstahl mit Todesfolge. Mit den gestohlenen Waffen wurde eine Pizzaria überfallen und drei Männer angeschossen. Zwei der Verwundeten erliegen später ihren Verletzungen.

Nun muss Wiking parallel nach dem Urheber dieser Nachricht an seinen Sohn fahnden. Ohne jemanden in seinem direkten Umfeld in seine Vermutung einzuweihen, fahndet er nach seiner anscheinend noch lebenden Frau und erfährt dabei immer mehr über die Frau, die einstmals seine große Liebe war und die er anscheinend überhaupt nicht kannte. Obwohl er ihre Personennummer vom Tag ihres Kennenlernens an kannte, stellt sein bester Freund Mats heute fest, dass diese Personennummer falsch ist. Sie widerspricht dem Algorithmus der schwedischen Personennummern.

Liza Marklund erzählt vor dem Hintergrund eines Kriminalfalles die atemberaubende Familiengeschichte der Strombergs. Eine Geschichte die von der Unmenschlichkeit eines Systems, dass Kinder als Geiseln gegen ihre Eltern benutzte, erzählt. Das Ende von Helena und Wiking hat mich sehr überrascht, auch wenn ich es etwas unwahrscheinlich fand. Aber Wiking, dieser ruhige, beständige Polizist und Familienvater hat sich sein spätes Glück verdient.

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