Glück im zweiten Anlauf
Highland Happiness – Die Sternwarte von KirkbyIm nunmehr elften literarischen Ausflug mit Charlotte McGregor in das wunderschöne schottische Dörfchen Kirkby will Leo Spencer, ein junger Ingenieur aus den englischen Cotswolds, den Fortschritt in Form ...
Im nunmehr elften literarischen Ausflug mit Charlotte McGregor in das wunderschöne schottische Dörfchen Kirkby will Leo Spencer, ein junger Ingenieur aus den englischen Cotswolds, den Fortschritt in Form von erneuerbaren Energien in die abgelegenen schottischen Dörfer bringen. Ein mutiges Unterfangen für einen Engländer in Schottland. Denn eins ist gewiss. So vehement Bürgermeister Collum den jungen Engländer unterstützt, umso heftiger wird er von Kirkby-Urgestein Marlin Fraser und seinem Lager bekämpft.
Gut für Leo, der dringend ein Erfolgserlebnis braucht, da seine Initiativtour in Schottland droht, in einem erfolglosem Desaster zu enden, dass er in Kirkby Flora wiederbegegnet. Flora, die Frau, die ihn vor 7 Jahren in Edinburgh schwer beeindruckt hat, die er aber auf Grund eines Missgeschicks aus den Augen verloren hat.
Die Reise nach Kirkby hat mich erneut schwer beeindruckt von diesem kleinen Dorf und vor allem von seinen empathischen Bewohnern. Wie z.B. Shona und Kendrick sich um Harriet und Collum, das sympathische Bürgermeisterpärchen in ihrer Krise kümmern aber auch Grizel, die ihrer Schwägerin und geschäftlichen Partnerin Flora immer wieder mit klugen Ratschlägen bei ihrem Liebeskummer und ihren Zweifeln zur Seite steht, ist so typisch für die Einwohner von Kirkby.
Das Thema Kinderlosigkeit, die damit einhergehenden Probleme für ein junges Paar und vor allem betroffene Frauen wird durch die Autorin sehr authentisch vermittelt. Da ich selbst über 10 Jahre davon betroffen war, kann ich das sehr gut beurteilen. Charlotte trifft den Kern dieses Problems sehr gut, aber sie zeigt auch Perspektiven auf.
Am Ende ist Kirkby wieder um ein glückliches Paar, aber auch eine beeindruckende Sehenswürdigkeit reicher und es fällt mir noch schwerer, mich wieder zu verabschieden.