Ein exklusives Hotel voller Verdächtiger, eine Lehrerin mit Ermittlerinstinkt und ein Täter, der keine Skrupel kennt – für Fans von »The White Lotus« – Kriminalroman
Auch im Paradies geschehen Morde!
Als Tabea Kummer von ihrem Vermieter gebeten wird, ihn für ein paar Wochen in seinem Boutiquehotel in Ascona zu vertreten, sagt sie gern zu. Doch nicht alle Feriengäste stellen sich als pflegeleicht heraus. Auch eine bekannte Influencerin logiert in dem Hotel – bis sie leblos in einem nahe gelegenen Flussbett aufgefunden wird. Hat jemand bei ihrem tödlichen Sturz nachgeholfen? Während die Polizei ermittelt, versucht Tabea gemeinsam mit der resoluten Haushälterin Esmeralda Licht ins Dunkel zu bringen. Dass viele der Urlauber nicht gut auf das Opfer zu sprechen sind, macht die Sache nicht einfacher. Und der nächste Mord lässt nicht lange auf sich warten ...
Arrivederci am Lago Maggiore
von Alexandra Holenstein ist ein atmosphärischer Wohlfühlkrimi, der Urlaubsfeeling und Spannung gekonnt verbindet. Für alle Fans von cleveren Ermittlerinnen und raffinierten Mordfällen vor atemberaubender Kulisse.
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Die Protagonistin Tabea Kummer verbringt wieder einmal ihren Urlaub am Lago Maggiore.
Die Autorin Alexandra Holenstein setzt auf Humor und witzige Ansagen und schafft es dabei sehr gut, Mord immer als ...
Die Protagonistin Tabea Kummer verbringt wieder einmal ihren Urlaub am Lago Maggiore.
Die Autorin Alexandra Holenstein setzt auf Humor und witzige Ansagen und schafft es dabei sehr gut, Mord immer als schlimmes Verbrechen darzustellen. Ihre Ansagen und Beschreibungen lassen mich ständig schmunzeln.
Tabea will eigentlich nur Urlaub machen, lesen und den Hund bewegen. Ihr Vermieter hat anders im Sinn, er bittet sie, in seiner Pension, Verzeihung, in seinem Boutiquehotel in Ascona die Hausdame zu geben, weil er nach Süditalien zu seinem todkranken Bruder gerufen wurde.
Kaum ist er weg, gibt es eine Tote. Eine bekannte Influencerin, die mit ihrem Partner im Hotel wohnt(e). Unangenehm, weil die anderen Gäste nicht gerade streichelweich sind und jeder Gast seine speziellen Eigenheiten pflegt. Da hat Tabea schön zu tun.
Ein Wiedersehen mit der Kommissarin Lara Patelli ist ebenso unausweichlich wie nötig, nur ist Patelli diesmal schwanger und im entsprechenden Zustand.
Unterstützung bekommt Tabea von der Haushälterin Esmeralda, diese hat ihre Gründe dafür. Und ebenso hilfreich ist der gute Putzgeist des Hauses, Valentino, den wohl mehr als Kollegialität mit Esmeralda verbindet.
Auch die Mutter samt Begleiterin, Sohn samt Freund und schlussendlich Freundin Mimi, die Liebeskummer hat, reisen an, um Tabea den Rücken zu stärken.
Die Ermittlungen bringen einiges an dunklen Geheimnissen und alten Wunden ans Licht.
Ein Cover, das danach schreit, am Lago Maggiore Urlaub zu machen, rundet den Gesamteindruck perfekt ab.
Tabea Kummer ist zurück am Lago Maggiore. Während sie in „Mord am Lago Maggiore“ den Mord ihres Schwiegervaters aufklären konnte, soll sie dieses Mal auf Wunsch ihres Vermieters ihn in seinem Boutiquehotel ...
Tabea Kummer ist zurück am Lago Maggiore. Während sie in „Mord am Lago Maggiore“ den Mord ihres Schwiegervaters aufklären konnte, soll sie dieses Mal auf Wunsch ihres Vermieters ihn in seinem Boutiquehotel in Ascona vertreten. Doch die Gäste sind allesamt seltsam und als eine bekannte Influencerin tot aufgefunden wird, steckt Tabea plötzlich wieder tief in Ermittlungen, sehr zum Leidwesen der Polizei. Unterstützt wird sie dabei von Haushälterin Esmeralda, doch auch Esmeralda hütet ein Geheimnis.
Die Casa Buonmattino ist schon ein besonderes Urlaubshotel. Das Frühstücksbüffet würde ich mir auch gerne schmecken lassen: „Ofenfrisches Brot, ein Korb gefüllt mit den verschiedensten Brötchen und Gebäck, Käsespezialitäten aus den umliegenden Tälern und Marmeladen produzione propria stellten nur die Basis dar. Optische und gustatorische Krönung war ein in einer Kristallschüssel präsentierter Fruchtsalat. Nicht zu vergessen die variierenden Eierspeisen und Spezereien vom Feinkosthändler.“ Da läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen.
Allerdings sind die anderen Gäste dann doch sehr merkwürdig und auch das Hauspersonal hat seine Eigenheiten, vielleicht suche ich mir doch lieber eine andere Unterkunft. Insbesondere, da der Tod in der Casa Buonmattino umgeht.
Alexandra Holenstein gelingt es erneut mich zu fesseln und mir die Schönheiten des Tessin nahezubringen. Ich mag die sanfte Ironie, die ihren Schreibstil auszeichnet und die besonders bei Esmeralda zum Vorschein kommt: „Auch hätte sie Adora (ihre Tochter) darüber aufklären können, wie wenig Verlass auf eine schicksalhafte Bestrafung schlechter Charakter bestand. Für diese Erkenntnis genügte ein kurzer Blick aufs Weltgeschehen.“
Immer wieder muss ich schmunzeln und habe trotz des wachsenden Bodycounts meinen Spaß, die Opfer waren keine sympathischen Menschen und ein Gefühl von „endlich trifft es mal die Richtigen“ kommt auf.
Mein besonderer Liebling ist Bruno, Tabeas Basset, der für die tierischen Akzente sorgt.
Auch der zweite Teil der Reihe hat mir wieder gut gefallen und ich bin schon gespannt, wo Tabea als Nächstes ermitteln darf.
Nicht ganz freiwillig muss die Lehrerin Tabea während ihrer verdienten Sommerferien in mehreren Mordfällen ermitteln. Und das mitten im südländischen Urlaubsparadies Ascona, wo es so viele begeisterte ...
Nicht ganz freiwillig muss die Lehrerin Tabea während ihrer verdienten Sommerferien in mehreren Mordfällen ermitteln. Und das mitten im südländischen Urlaubsparadies Ascona, wo es so viele begeisterte Urlauber immer wieder hin zieht.
Dabei war sie eigentlich nur die Vertretung in einem Hotel und wollte dem Inhaber einen Gefallen tun. Aber kaum ist die Katze aus dem Haus...
Ein unterhaltsamer, spannender Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit, Urlaubsflair und Dolce Vita.
Kaum hat sich Tabea Kummer von den turbulenten Ereignissen rund um den Mord an ihrem Schwiegervater und den Folgen ihrer privaten Ermittlungen erholt, schlittert sie schon wieder unfreiwillig in neue Mordermittlungen ...
Kaum hat sich Tabea Kummer von den turbulenten Ereignissen rund um den Mord an ihrem Schwiegervater und den Folgen ihrer privaten Ermittlungen erholt, schlittert sie schon wieder unfreiwillig in neue Mordermittlungen hinein.
Eigentlich sollten es entspannte Ferien für Tabea werden, die von ihrem Vermieter gebeten wurde, ihn für ein paar Wochen in seinem exquisiten Boutique-Hotel in Ascona zu vertreten. Doch nicht alle Hotelgäste sind pflegeleicht. Insbesondere eine bekannte Influencerin hat es ganz schön in sich, bis sie eines Tages leblos an einem Flussbett aufgefunden wird. War es ein tragischer Unfall oder eiskalter Mord?
Tabea, die aus ihren früheren Erfahrungen scheinbar gelernt hat, will sich diesmal aus den Ermittlungen heraushalten. Doch lange hält dieser Vorsatz nicht an und schon bald beginnt sie selbst zu ermitteln. Damit ist sie jedoch nicht allein: Auch die neugierige Hausdame Esmeralda, die gerne ihre Nase in die Angelegenheiten der Hotelgäste steckt, stellt eigene Nachforschungen an. Schnell wird klar, dass nahezu alle Gäste ein Motiv gehabt hätten, die Influencerin aus dem Weg zu räumen. Doch bevor die Ermittlungen konkrete Ergebnisse liefern können, geschieht bereits der nächste Mord. Und wird es wirklich bei zwei Opfern bleiben?
Bei „Arrivederci am Lago Maggiore“ handelt es sich um den zweiten Band rund um Tabea Kummer von der Autorin Alexandra Holenstein, der jedoch auch unabhängig vom ersten Band „Mord am Lago Maggiore“ gelesen werden kann. Trotzdem kann ich auch den Auftakt der Reihe wärmstens empfehlen.
Die Autorin schafft es auch hier mit ihrem spannenden Schreibstil, gewürzt mit scharfzüngigem Humor und wundervollen Landschaftsbeschreibungen, die Lust auf einen Urlaub im Tessin machen, den Leser ganz in ihren Bann zu ziehen. Die Kulisse lädt zum Träumen ein und die bunt gemischte Zusammensetzung der Figuren sorgt für viele spannende Momente, aber auch für zahlreiche Schmunzler. Das besondere i-Tüpfelchen sind dabei Hund Bruno und Tabeas schrille Familie.
Als Leser erleben wir verschiedene Sichtweisen in angenehmen Abständen, was die Handlung noch mysteriöser erscheinen lässt. Bis zum Schluss habe ich mitgerätselt, wer denn nur der Mörder ist, konnte es aber nicht herausfinden, etwas das nur sehr selten passiert.
Tabea hat mir schon im letzten Band als Protagonistin sehr gut gefallen, sodass es für mich nicht überraschend war, dass mir ihre Art und Persönlichkeit auch in diesem Band wieder sehr zusagen. Mit Esmeralda kommt zudem eine neue interessante Persönlichkeit ins Spiel, die noch mal den gewissen Extrakick mitbringt.
Fazit: Ich würde jedem, der Urlaub in Ascona machen will, wohl lieber ein anderes Hotel empfehlen – eines ohne eigenartiges Personal und ohne Mordfälle. Das Buch „Arrivederci am Lago Maggiore“ kann ich jedoch allen Lesern, die Lust auf einen Wohlfühlkrimi mit Urlaubsflair haben, wärmstens empfehlen.
„Arrivederci am Lago Maggiore“ ist der zweite Roman von Alexandra Holenstein um die Lehrerin Tabea Kummer. Sie, ihr Hund Bruno und die Freundin Mimi sowie die Kommissarin Lara Patelli und ihr Team sind ...
„Arrivederci am Lago Maggiore“ ist der zweite Roman von Alexandra Holenstein um die Lehrerin Tabea Kummer. Sie, ihr Hund Bruno und die Freundin Mimi sowie die Kommissarin Lara Patelli und ihr Team sind als wichtige Protagonisten aus dem ersten Band auch im zweiten Band dabei, andere Familienmitglieder schalten sich entweder nur telefonisch zu (ihr Mann Ludwig von seiner Dienstreise in die USA) oder kommen kurzzeitig zu Besuch, spielen also nur eine Nebenrolle.
Tabea wurde während der Sommerferien von ihrem Vermieter gebeten, für einige Wochen in seinem Boutiquehotel in Ascona als Hausdame auszuhelfen, er selbst müsse zum Krankenbett seines sterbenden Bruders nach Italien eilen und ihm beistehen.
Das exklusive Hotel verfügt lediglich über sechs Zimmer und Esmeralda, die Köchin und Zimmerfrau sowie Valentino, der Gärtner und Housekeeper haben die Räumlichkeiten, aber auch die Gäste eigentlich gut im Griff, so dass Tabea sich zunächst eher überflüssig vorkommt.
In diesem Sommer allerdings ist die Gästeschar eine besondere und wie sich später herausstellt, eine arrangierte Auswahl. Zu dem bereits seit vielen Jahren anreisenden Ehepaar Knoll aus Deutschland gesellen sich ein schrilles Influencer-Paar Shirley und Ruben, die gar nicht so wirklich in das biedere Hotel zu passen scheinen, ein verschrobener Adliger mit merkwürdigem Musikgeschmack und noch merkwürdigeren Ansichten, eine junge Architektin mit Burnout sowie ein lesbisches Paar aus der grünen Szene. Dazu ein Sonderling, der ausgestopfte Tiere mit sich führt, wie die Zimmerfrau Esmeralda schnell herausfindet.
Eines Morgens gibt es ein Wiedersehen mit der Kommissarin Lara Patelli. Shirley ist tot in einer Schlucht aufgefunden worden und es sieht ganz nach einem Kapitalverbrechen aus.
So sehr sich die Mannschaft bemüht, mit dem erholsamen Urlaub ist es jetzt erstmal vorbei, die Kommissarin befragt jeden Gast nicht nur einmal und die privaten Planungen müssen sich dem unterordnen. Kurze Zeit später wird auch Ruben im Hotel erschlagen.
Tabea steckt zwar noch der letzte Fall in den Knochen, der ihren Schwiegervater das Leben kostete und auch sie selbst fast zur Strecke gebracht hätte, aber sie kann es nicht lassen, selbst zu ermitteln.
Ihre Erkenntnisse teilt sie der Kommissarin manchmal erst mit Verspätung mit, genauso verfährt Esmeralda. Die beiden mögen sich zunächst nicht, verbünden sich im weiteren Verlauf aber doch und tauschen sich aus.
Alexandra Holenstein ist eine Meisterin der Sprache, es hat sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und sich an den sprachlichen Wendungen und manchmal auch Wort-Neuschöpfungen zu erfreuen. Es sprach sehr viel Wortwitz aus ihren Unterhaltungen und Beschreibungen, der mich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Z.B. gefiel mir im Zusammenhang mit dem eitlen Hotelbesitzer Buonmattino die Frage:
„Sein volles Haar war fast völlig ergraut, oder durfte er es ersilbert nennen?“
Die Beschreibung einer Person oder Handlung wird schon zur Charakterstudie, wenn Tabea, eigentlich eher Kopfmensch, dann aber auch wieder herrlich inkonsequent, anderen die Ohren volljammert und Dinge doch genauso haben will, dass sie etwas zu jammern hat („Ich saß auf meinem Badetuch an Asconas Badestrand und hatte die Absicht, mein Unglück in jedes auch nur ansatzweise verfügbare Ohr zu jammern“), um danach ins Seewasser abzutauchen und sich in Unschuld zu waschen.
Der Ort der Handlung, Ascona und der Lago Maggiore mit seinen angrenzenden weitläufigen Villen am See ist so anschaulich beschrieben, dass man am liebsten die Koffer packen würde.
Mit der Lösung der Mordfälle tat ich mich schwer. Ich habe das Buch mit einigem Abstand ein zweites Mal gelesen, weil ich sicher war, doch einiges überlesen zu haben. Aber der Mörder konnte mir auch beim zweiten Lesen kein wirklich schlüssiges Motiv liefern. Hier weiter in die Tiefe zu gehen, würde spoilern. Die Gästeschar hat mich ansonsten ein wenig an „Mord im Orient-Express“ erinnert, jeder der Gäste stand irgendwie in Verbindung mit der ermordeten Shirley und hatte Grund, ihr böse zu sein.
Trotz meiner Kritik an der Auflösung des Falles habe ich das Lesen genossen und empfehle auch das Buch gerne weiter. Ich freue mich schon auf Band 3.