Dunkle Wolken über Finschhafen
Unter fremden HimmelnNachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ ...
Nachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ lesen zu dürfen und auch diesen musste ich in einem Rutsch lesen.
Familie Berger ist nach einer langen, aufregenden Reise endlich in Finschhafen angekommen, doch das Leben in der Kolonie ist nicht so rosig wie von Onkel Friedrich beschrieben. Neben Stechmückenplagen und Hitze, sind sie auch mit der für sie fremden Kultur der Einheimischen konfrontiert. Als wäre das nicht genug muss Familie Berger sich auch mit der kolonialen Verwaltung herumschlagen, die nicht bei den Einwanderern für Unmut sorgt, sondern auch bei den Einheimischen, sodass eine friedliche Co-Existenz aller Bewohner von Finschhafen auf der Kippe steht.
Auch dieser Band hat mich vom Cover, über den Klappentext bis hin zum Wichtigstem, dem Inhalt, wieder durchweg begeistert. Da dieser Band nahtlos an den vorherigen anknüpft ist man sofort wieder mitten im Geschehen und darf als Leser das turbulente Leben der Familie Berger weiterverfolgen. Und eins sei gesagt, es wird nicht langweilig. Die Autorin hat es wieder geschafft mit ihrem unglaublich fesselnden Schreibstil mich an dieses Buch zu binden und ich konnte einfach nicht das Buch aus der Hand legen und hatte keine Wahl, ich musste es in einem Rutsch durchlesen. Dabei hat Tara Haigh das Talent, dass die Geschichte trotz aller Spannungen nicht überladen wirkt, es passt einfach alles zusammen und wirkt ganz natürlich, fast so als hätte es die Familie Berger wirklich gegeben und sie erzählt nur deren Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, dass es immer wieder Überraschungen gab, mit denen man so nicht gerechnet hat und nichts Vorhersehbar war, was natürlich zu zusätzlicher Spannung geführt hat. Ein besonderes Highlight ist auch wieder der malerische Schreibstil der Autorin, mit dem sie wunderschöne Bilder von Neuguinea in meinem Kopf erzeugt und ich habe während dem Lesen ein richtiges Bild vor Augen gehabt, wie es wohl damals in Finschhafen ausgesehen haben muss.
Als Leser erlebt man wieder die Handlung aus Sicht der 3 Frauen der Familie, was für zusätzliche Abwechslung sorgt, ohne dass es zu chaotisch wirkt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Protagonistinnen sind dabei klar und verständlich, sodass man nicht rätseln muss, welchen Charakter man vor sich hat und auch in angenehmen Abständen, sodass man sich voll und ganz auf die Handlung konzentrieren kann. Da die 3 Hauptpersonen charakterlich so unterschiedlich sind, aber jede auf ihre Art einzigartig und stark ist, ist es einfach nur aufregend. Ich habe ja in Band eins schon alle in mein Herz geschlossen, sodass es mir eine Freude war, die Entwicklung der Charaktere mitzuverfolgen. Neben den Protagonistinnen waren auch wieder die Nebencharaktere mit so viel Liebe ins Detail gestaltet, sodass sie mir real erschienen sind und ich mich wie ein Teil der Familie Berger gefühlt habe.
Leider war auch dieser Band viel zu schnell gelesen und ich bin jetzt schon voller Vorfreude auf Band 3 und kann dessen Erscheinen kaum erwarten.