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Veröffentlicht am 21.01.2026

Dunkle Wolken über Finschhafen

Unter fremden Himmeln
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Nachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ ...

Nachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ lesen zu dürfen und auch diesen musste ich in einem Rutsch lesen.

Familie Berger ist nach einer langen, aufregenden Reise endlich in Finschhafen angekommen, doch das Leben in der Kolonie ist nicht so rosig wie von Onkel Friedrich beschrieben. Neben Stechmückenplagen und Hitze, sind sie auch mit der für sie fremden Kultur der Einheimischen konfrontiert. Als wäre das nicht genug muss Familie Berger sich auch mit der kolonialen Verwaltung herumschlagen, die nicht bei den Einwanderern für Unmut sorgt, sondern auch bei den Einheimischen, sodass eine friedliche Co-Existenz aller Bewohner von Finschhafen auf der Kippe steht.

Auch dieser Band hat mich vom Cover, über den Klappentext bis hin zum Wichtigstem, dem Inhalt, wieder durchweg begeistert. Da dieser Band nahtlos an den vorherigen anknüpft ist man sofort wieder mitten im Geschehen und darf als Leser das turbulente Leben der Familie Berger weiterverfolgen. Und eins sei gesagt, es wird nicht langweilig. Die Autorin hat es wieder geschafft mit ihrem unglaublich fesselnden Schreibstil mich an dieses Buch zu binden und ich konnte einfach nicht das Buch aus der Hand legen und hatte keine Wahl, ich musste es in einem Rutsch durchlesen. Dabei hat Tara Haigh das Talent, dass die Geschichte trotz aller Spannungen nicht überladen wirkt, es passt einfach alles zusammen und wirkt ganz natürlich, fast so als hätte es die Familie Berger wirklich gegeben und sie erzählt nur deren Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, dass es immer wieder Überraschungen gab, mit denen man so nicht gerechnet hat und nichts Vorhersehbar war, was natürlich zu zusätzlicher Spannung geführt hat. Ein besonderes Highlight ist auch wieder der malerische Schreibstil der Autorin, mit dem sie wunderschöne Bilder von Neuguinea in meinem Kopf erzeugt und ich habe während dem Lesen ein richtiges Bild vor Augen gehabt, wie es wohl damals in Finschhafen ausgesehen haben muss.

Als Leser erlebt man wieder die Handlung aus Sicht der 3 Frauen der Familie, was für zusätzliche Abwechslung sorgt, ohne dass es zu chaotisch wirkt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Protagonistinnen sind dabei klar und verständlich, sodass man nicht rätseln muss, welchen Charakter man vor sich hat und auch in angenehmen Abständen, sodass man sich voll und ganz auf die Handlung konzentrieren kann. Da die 3 Hauptpersonen charakterlich so unterschiedlich sind, aber jede auf ihre Art einzigartig und stark ist, ist es einfach nur aufregend. Ich habe ja in Band eins schon alle in mein Herz geschlossen, sodass es mir eine Freude war, die Entwicklung der Charaktere mitzuverfolgen. Neben den Protagonistinnen waren auch wieder die Nebencharaktere mit so viel Liebe ins Detail gestaltet, sodass sie mir real erschienen sind und ich mich wie ein Teil der Familie Berger gefühlt habe.

Leider war auch dieser Band viel zu schnell gelesen und ich bin jetzt schon voller Vorfreude auf Band 3 und kann dessen Erscheinen kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Aufbruch ins Ungewisse

Aufbruch ins Paradies
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Aufbruch ins Paradies oder etwa doch nicht? Diese Frage habe ich mir oft gestellt, während ich diesen fabelhaften Auftakt der neuen Buchreihe von Tara Haigh gelesen habe. Wie jedes Jahr habe ich auf die ...

Aufbruch ins Paradies oder etwa doch nicht? Diese Frage habe ich mir oft gestellt, während ich diesen fabelhaften Auftakt der neuen Buchreihe von Tara Haigh gelesen habe. Wie jedes Jahr habe ich auf die Neuerscheinung der Autorin hin gefiebert, zählen doch ihre Bücher zu meinen Jahreshighlights und immer, wenn ich dachte es geht nicht noch spannender, überzeugt sie mich jedes Jahr aufs Neue.

In diesem Buch dürfen wir Leser den Neuanfang der Familie Berger miterleben deren Möbelfabrik in Karlsruhe im Jahr 1884 einem Feuer zum Opfer fällt. Wie gut das genau zu diesem Zeitpunkt Onkel Friedrich zu Besuch ist und seinen Bruder Gustav samt Familie überzeugen kann mit ihm nach Finschhafen in Neuguinea auszuwandern. Von seinen traumhaften Erzählungen überzeugt sind Gustavs Sohn Ludwig und seine Tochter Anna sofort Feuer und Flamme, während Gustav und seine Tochter Hedwig noch zögern, aber was bleibt der Familie schon anderes übrig? Und so nehmen sie die lange Reise auf sich, aber wird in der fernen Fremde wirklich das Glück auf sie warten?

Allein das Cover hat mich ja überzeugt, schlicht, verheißungsvoll und weckt nicht nur die Sehnsucht nach dem Buch. Auch der Klappentext verrät nicht zu viel und macht Lust auf mehr. Neben den „Äußerlichkeiten“ des Buches zählt natürlich das „Innere“ in Form der Handlung und die ist einfach von Anfang bis Ende mitreisend und es ist mir sehr schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen und an so mach spannender Stelle habe ich das auch nicht geschafft. Die Autorin schafft es auch immer einen perfekten Ausgleich zwischen Spannung, herrlicher Landschaftsbeschreibungen und der Gefühlswelt der Protagnisten zu kreieren.

In diesem Roman erleben wir die Geschichte nicht nur durch eine Hauptperson, sondern gleich durch drei, nämlich durch die drei jungen Frauen der Familie Berger. Die Tatsache, dass die drei völlig unterschiedlichen Charaktere haben, macht das Gelesene gleich noch spannender und verleiht der Handlung eine gewisse Würze. Ich konnte mich beim Lesen auch gar nicht für eine Lieblingsprotagonistin entscheiden, da ich sie alle in mein Herz schließen musste, da jede ihre eigene Geschichte zu erzählen hat, die aber doch immer wieder miteinander verwoben sind. Besonders gefallen hat es mir die Entwicklung der drei mitzuverfolgen. Egal ob Hedwig, die in ihrer Zweckehe mit August nicht gerade glücklich ist und auf der Fahrt lernt, dass zu einer Beziehung doch etwas mehr gehört oder ihre abenteuerlustige Anna, die sich als junge Frau selbstständig machen will, damals noch schwerer als heute, beide haben so viel zu erzählen und ich bin froh, dass ich quasi mit ihnen diese Reise erleben durfte. Aber natürlich darf ihre Schwägerin Clara nicht fehlen, die sich nach der Zärtlichkeit von ihrem Mann Ludwig sehnt, aber immer mehr über sich hinauswächst und zeigt, dass eine starke Frau nicht von einem Mann abhängig sein muss.

Nicht nur die drei Protagonistinnen, sondern auch die vielschichtigen Nebencharaktere wurden von der Autorin wieder mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, dass ich das Gefühl hatte sie existieren wirklich und ich wäre ein Teil der Reisegesellschaft, der all die schönen Orte auf der Reise gesehen hat (dabei war ich noch an keinem der Orte, was ich aber unbedingt nachholen muss).

Leider war das Buch viel zu schnell gelesen und ich war trotz der vielen schönen Lesestunden, die es mir geschenkt hat sehr traurig, aber zum Glück gibt es ja noch Band 2.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Heiraten auf Italienisch

Lieber solo als allein
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Wie jedes Jahr habe ich schon sehnsüchtig den neuen Roman von Tessa Hennig erwartet und das Warten hat sich mal wieder gelohnt, aber was anderes habe ich auch gar nicht erwartet 😄

Auch in diesem Roman ...

Wie jedes Jahr habe ich schon sehnsüchtig den neuen Roman von Tessa Hennig erwartet und das Warten hat sich mal wieder gelohnt, aber was anderes habe ich auch gar nicht erwartet 😄

Auch in diesem Roman der Autorin stehen starke Frauen im Vordergrund, diesmal vertreten durch drei Generationen. Leonie, die jüngste im Bunde, heiratet ihren Traummann Luca und wenn man schon einen waschechten Italiener heiratet dann natürlich in Italien, genauer gesagt in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben. Zu diesem Anlass kommt natürlich die ganze Familie zusammen, bestehend aus ihrer Mutter Katrin, die ihre Karriere in den Fokus ihres Lebens gestellt hat, Katrins Noch-Mann und Leonies Vater Oliver und Oma Gabriele darf natürlich auch nicht fehlen. Natürlich verspricht diese Konstellation Spannungen mit sich zu bringen, denn bei den Noch-Eheleuten scheinen die Gefühle noch nicht ganz verloren zu sein und Gabriele, die nach dem Tod ihres Mannes im Alltagstrott versunken ist und jetzt das erste mal wieder verreist, lernt kaum in Perugia angekommen den netten Italiener Francesco kennen. Neben der deutschen Seite der Familie gibt es natürlich noch die italienische und die bringt natürlich auch typisch italienische Dramen mit sich, aber was wäre Bella Italia ohne Gefühlsausbrüche und ein bisschen Drama?

Als großer Fan der Autorin war ich natürlich sehr gespannt auf den Roman und kaum habe ich den Klappentext gelesen, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Eine Traumhochzeit in Italien und das bei der Familienkonstellation? Da ist einem als Leser gleich bewusst, dass dieses Buch humorvolle Lesestunden mit sich bringen wird. Und Humor kam definitiv nicht zu kurz, dennoch hat es die Autorin wieder geschafft die perfekte Balance zwischen Humor, Spannung und Emotionen zu schaffen. Ein ganz besonderes Highlight der Autorin ist auch immer wieder der malerische Schreibstil, sodass man beim Lesen das Gefühl hat, die Geschichte mit allen Sinnen zu erleben. Die herrlichen Landschaftsbeschreibungen wurden perfekt in den humorvollen, kurzweiligen Schreibstil integriert und wecken schnell die Lust auf eine Reise nach Perugia. Ich konnte mir die Szenen bildlich vorstellen und da das Buch die Reiselust bei mir geweckt hat (meine Reiseliste wird dank Tessa Hennig immer länger) musste ich natürlich gleich mal googlen und war wieder mal fasziniert, wie detailgetreu die Autorin die Szenerie beschrieben hat, sodass das Bild das dadurch in meinem Kopf entstanden ist fast 100% mit der Realität übereingestimmt hat.

Aber nicht nur der lebhafte Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lies, macht dieses Buch zu etwas besonderem, sondern auch die einzelnen Figuren. Man merkt gleich mit welcher Liebe und Sorgfalt die einzelnen Charaktere von Tessa Hennig gestaltet wurden. Schön finde ich, dass man sich als Leser in den verschiedenen Figuren wiederfinden kann, egal in welchem Alter und welcher Lebenssituation man sich gerade befindet. Das macht die Protagonisten so greifbar und authentisch und lädt Leser sämtlicher Generationen zum Lesen ein. Auch wenn ich mich persönlich aufgrund meines Alters mehr mit Leonie identifizieren konnte, ist mir die Geschichte rund um Gabriele besonders nahe gegangen, aber auch die Handlungsstränge der anderen beiden ist voller Emotionen. Gefühle kommen hier generell nicht zu kurz, bei keinem der Charaktere und dank der Autorin durfte ich diese auch mitfühlen und intensiv erleben.

Leider war das Buch viel zu schnell vorbei, aber die literarische Reise nach Perugia war einfach traumhaft und ich vermisse schon jetzt Bella Italia mit all seiner Lebendigkeit und emotionaler Dramen. Ich kann dieses Buch allen nur wärmstens empfehlen, egal ob es das erste Buch der Autorin ist oder auch Fans der Autorin. Das buchmacht auf jeden Fall Lust auf mehr und ich freue mich, wenn ich dann wieder ein Buch der Autorin in den Händen halten darf.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Ein Herz das in Songtexten spricht

A Poet's Heart (Broken Artists, Band 1)
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Rebekka Weilers Roman A Poet’s Heart der einfühlsame, kraftvolle Auftakt ihrer neuen Broken Artists Trilogie, der einem als Leser unter die Haut geht und Lust auf mehr macht.

Im Zentrum der Handlung steht ...

Rebekka Weilers Roman A Poet’s Heart der einfühlsame, kraftvolle Auftakt ihrer neuen Broken Artists Trilogie, der einem als Leser unter die Haut geht und Lust auf mehr macht.

Im Zentrum der Handlung steht Yva, die überstürzt in eine neue Wohnung ziehen muss und zum Glück neben die WG ihres besten Freundes. Dadurch lernt sie auch seinen mysteriösen Mitbewohner Fenn kennen, den sie bisher immer verpasst hat, sowohl bei Mats in der WG als auch bei ihrem Arbeitsplatz in einem Aufnahmestudio, indem Fenn regelmäßig Songs aufzunehmen scheint. Was Yva nicht weiß, Fenn geht ihr wirklich aus dem Weg, aber nicht nur ihr, sondern allen Menschen, da er in seinem Leben keine guten Erfahrungen mit Menschen teilen durfte, doch Yva scheint da eine Ausnahme zu sein, aber schafft es Fenn sich gegenüber ihr zu öffnen? Und kann er es schaffen ihr sein Geheimnis anzuvertrauen, dass er so sehr versucht zu verbergen und wie wird sie reagieren, wenn sie es herausfindet?

Ich muss zugeben, mein Interesse wurde das wunderschöne Cover geweckt, in das ich mich sofort verliebt habe und dann auch noch der passende Farbschnitt, einfach optisch nur gelungen. Aber man soll ja ein Buch nicht (nur) nach seinem Einband beurteilen, auch der Klappentext hat Lust auf das Buch gemacht.

Die Autorin, die mir zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt war, versteht es mit den Emotionen ihrer Leser zu spielen. Die Sprache, vorallem in Form von Fenn Songtexten ist sehr poetisch und schafft dadurch eine stimmungsvolle Atmosphäre. Besonders haben mir die Darstellungen der inneren Konflikte sowohl von Yva als auch von Fenn, etwa im Umgang mit Selbstzweifeln, aber auch der Sehnsucht nach Nähe, gefallen.

Die Charaktere, vorallem die beiden Protagonisten, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Insbesondere gefiel mir, dass die beiden so authentisch und facettenreich wirkten. Fenn ist ein ruhiger, verletzlicher und nachdenklicher Charakter, dem die zwischenmenschliche Kommunikation sehr schwerfällt. Yva hingegen ist trotz der Ereignisse mit ihrem Ex Freund eine lebensfrohe Person, die so verständnisvoll ist und einen mit ihrer Freude anstecken kann. Auch die Nebenfiguren wurden von der Autorin liebevoll gestaltet und geben dem Roman ein rundes, stimmiges Gesamtbild und machen vorallem Lust deren Geschichten zu hören.

Die Geschichte ist an sich sehr emotional geschrieben, jedoch gibt es hin und wieder, gerade am Anfang, ein paar Stellen, die für mich etwas zu langatmig waren, sodass die Handlung vor sich hinplätscherte, aber auch mein Bedürfnis unbedingt weiterzulesen etwas verloren ging. Am Ende hingegen kommt dann doch zu viel auf einmal in viel zu kurzer Zeit, so dass die handlung nicht mehr Ganz stimmig war. Hier hätte ich mir eine bessere Verteilung des Spannungsbogen gewüscht.

Dennoch ist A Poet’s Heart ein gefühlvoller, ansprechender Liebesroman, der zum Nachdenken anregt und noch lange nachwirkt. Er behandelt wichtige Themen, die öfter in Bücher Einzug finden sollten. Für alle, die feinfühlige Geschichten mit Tiefgang lieben, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Auch am Gardasee hrrscht nicht immer Dolce Vita

Salute - Der letzte Espresso
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Nachdem ich ein großer Fan der Brunngrieß Reihe mit Kommissar Tischler bin, habe ich mich natürlich gefreut, als ich gelesen habe, dass es eine neue Reihe von Friedrich Kalpenstein gibt, dass diese am ...

Nachdem ich ein großer Fan der Brunngrieß Reihe mit Kommissar Tischler bin, habe ich mich natürlich gefreut, als ich gelesen habe, dass es eine neue Reihe von Friedrich Kalpenstein gibt, dass diese am Gardasee spielt, den ich als Urlaubsort liebe, hat das Ganze noch interessanter gemacht. Als das Buch, dass endlich in meinen Händen lag, konnte ich fast nicht aufhören zu lesen.

Ex Hauptkommissar Paul Zeitler hat seinen Dient in München quittiert und genießt sein neues Leben als Barista am Gardasee in vollen Zügen. Doch das dolce Vita wird getrübt, als er einen Journalisten ermordet auf seiner Toilette findet. So gern er sein altes Leben hinter sich lassen möchte, kann er doch nicht ganz aus seiner Haut schlüpfen und der Kommissar in ihm kommt hervor und er beginnt auf eigene Faus zu ermitteln. Dem zuständigen Commissario Lanza gefällt es natürlich gar nicht, dass ein deutscher Ex-Polizist in seinem Fall mitmischt, hat er ihn doch selbst noch nicht ganz von der Liste an Verdächtigen gestrichen.

Der ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler gefällt mir als Charakter unheimlich gut, ist er doch sehr vielschichtig und ich bin neugierig auf seine Vergangenheit in München. Aber auch die anderen Nebencharaktere sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen und ich würde sie am liebsten in Bardolino besuchen. Die Landschaftsbeschreibungen haben mir persönlich sehr gut gefallen, denn sofort wurden die Bilder aus meinen Erinnerungen geweckt und ich konnte mir die Orte wieder bildlich vorstellen, auch wenn mein letzter Gardasee Urlaub schon 3 Jahre her ist. Auch haben sie und das beschriebene Essen Lust auf einen Urlaub in Italien geweckt. Neben der schönen Landschaft und dem guten Essen kam natürlich die Spannung nicht zu kurz und so habe ich Pauls Ermittlungen gebannt verfolgt und hatte auch bis zum Ende keine richtige Ahnung wer denn der Täter sein könnte. Dem Ganzen hat der Autor noch eine humorvolle Note verpasst, sodass ich an so mancher Stelle schmunzeln musste.

Das Buch war sehr kurzweilig und viel zu schnell gelesen, sodass ich mich jetzt schon darauf freue, wenn ich Band 2 lesen werde.

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