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Veröffentlicht am 12.03.2026

Neues Leben als Gourvernante

Der Wille der Gräfin
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Vom Erbe der jungen, adeligen Hanna Wildermuth ist nichts mehr übrig, sodass sie sich ihr Geld als Gouvernante verdienen will. Doch schon vor Antritt ihrer ersten Stelle tun sich erste Probleme auf und ...

Vom Erbe der jungen, adeligen Hanna Wildermuth ist nichts mehr übrig, sodass sie sich ihr Geld als Gouvernante verdienen will. Doch schon vor Antritt ihrer ersten Stelle tun sich erste Probleme auf und sie entkommt haarscharf einem großen Unglück und findet Zuflucht bei der Obladenbäckerin Burgl in Karlsbad. Dort wird Gräfin Valeria auf die junge Hanna aufmerksam und stellt sie kurzerhand als Gouvernante für ihre Enkelin Antonia ein, natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn der Name Wildermuth kommt ihr doch bekannt vor und sie möchte mehr über Hanna erfahren.

Der Roman entführt uns Leser in das 19. Jahrhundert, wobei die Autorin den Zeitgeist inklusive Atmosphäre sehr gut eingefangen hat, sodass für mich die damalige Zeit sehr lebendig erschien. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und nicht zu komplex, sodass der Lesefluss nicht durch anstrengende Passagen gebremst wird. Als Leser lernt man die Figur Hanna sehr schnell näher kennen und erkennt ihren starken Charakter, die ihrer Zeit weit voraus ist, da sie lieber ihr Geld selbst verdienen möchte, als von Verwandten abhängig zu sein. Ich habe es sehr genossen ihre Gefühle und Gedanken mitzuverfolgen, da sie ein interessanter Charakter ist, der aber auch zwiegespalten ist aufgrund ihrer adeligen Herkunft und dem Leben als untergeordnete Angestellte das sie jetzt führt.

Dennoch erschien mir der Roman nach einer kurzen Anfangsphase teilweise etwas schleppend und langatmig, sodass ich lange gebraucht habe um ganz in der Geschichte anzukommen. Ich persönlich fand, dass so manche Stelle viel ungenutztes Potenzial hatte und hätte ausführlicher erzählt werden können, sodass eben das richtige Maß an Spannung entstehen hätte können, so war einfach alles zu schnell erzählt, sodass die Spannung gar nicht erst richtig wuchs. Auch wird viel über die Rangordnung innerhalb des Personals geschrieben, was natürlich zur damaligen Zeit dazugehört und auch zunächst interessant war zu lesen, aber irgendwann war es dann doch etwas zu breitgetreten und hat der Handlung den Schwung genommen.

Erst nach ca. der Hälfte des Buches kam dann frischer Wind und es wurde spannender und ab dann habe ich auch das Buch mit mehr Freude gelesen. Man lernt als Leser Gräfin Valeria besser kennen und die Intrigen, die in ihrem Haushalt herrschen. Auch lernt man die Familie und das Gefolge der Gräfin besser kennen das so manche Spannungsquelle mit sich bringt. Ähnlich wie bei Hanna, die ohne ihren Zögling Antonia zunächst keine richtige Aufgabe hatte, deren Leben im Haushalt der Gräfin durch die Ankunft ihres Schützlings dann endlich einen Sinn ergeben und Fahrt aufgenommen hat, so habe ich mich beim Lesen gefühlt. Die Handlung hatte plötzlich viel mehr zu bieten und ist nicht nur so dahingeplätschert, an so mancher Stelle konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, da ich wissen wollte wie es weitergeht.

Auch wenn ich anfangs fast nicht mehr glauben konnte, dass ich dieses Buch verschlingen könnte, wurde ich am Ende doch eines Besseren belehrt, jedoch kam diese Wende zu spät für mich in diesem Buch oder das Anfangspotenzial hätte besser genutzt werden müssen. Dennoch möchte ich wissen wie es weitergeht und kann mir gut vorstellen den zweiten Band noch zu lesen, jedoch ohne, dass ich, wie von mir gewohnt, dem Erscheinungstag von diesem entgegenfiebere.

Es handelt sich bei „Der Wille der Gräfin“ um einen netten historischen Roman, der zwar die Atmosphäre der damaligen Zeit gut einfängt, aber eben zu lang braucht um einen zu fesseln, daher kann ich den Roman nur als Buch für zwischendurch empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Mit Hund wird es nie langweilig

Das letzte Kind hat Fell
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Wie schon seit mehreren Jahren habe ich mich auch dieses Jahr wieder auf die Neuerscheinung von Tessa Hennig gefreut und auch dieses Jahr darf ich ein weiteres Buch zu meinen Lieblingsbüchern im Regal ...

Wie schon seit mehreren Jahren habe ich mich auch dieses Jahr wieder auf die Neuerscheinung von Tessa Hennig gefreut und auch dieses Jahr darf ich ein weiteres Buch zu meinen Lieblingsbüchern im Regal zählen. Wie bereits gewohnt hat die Autorin wieder einen lustigen, turbulenten Wohlfühlroman geschrieben, der mir als Leser heitere Lesestunden beschert hat.

Hans und Angelika haben ihre Zelte in Deutschland abgebaut und genießen ihr Rentner Dasein fortan an der sonnigen Algarve in Portugal. Zu Angelikas Geburtstag setzen sich Tochter Sandra, Brummifahrerin und dauernd auf Achse, und Enkel Finn, der nach seinem Bachelor nichts mit sich anzufangen weiß und sein Lotterleben mit Bürgergeld finanziert, ins Auto für eine Woche Urlaub an der Algarve. Als wäre der Familienbesuch nicht schon genug Abwechslung im festgefahrenen Leben von Hans und Angelika bekommen sie überraschend Familienzuwachs in Form der Hündin Fellina, die ihnen bei einem Ausflug zugelaufen ist. Und Fellina hält die ganze Familie auf Trab, was zur ein oder anderen verrückten Situation führt.

Wie gewohnt von Tessa Hennig war der Schreibstil angenehm unkompliziert, dass die Seiten nur so dahingeflogen sind. Auch schafft sie es immer genau die richtige Mischung aus Spannung und Humor zu erzielen. Der Humor hat hier genauso wie in allen anderen Büchern wieder genau mein Geschmack getroffen und ich habe nicht wenig gelacht. Trotzdem gab es auch sehr emotionale Stellen mit Tiefgang, die zeigen, dass das Leben immer nicht immer rosig ist und jeder sein Päckchen zu tragen hat. Diese Stellen waren geschickt in die Handlung mit eingeflochten, sodass sie mich als Leser berührt haben aber ohne die Heiterkeit der gesamten Story zu schmälern. Ein paar Emotionen müssen ja auch dabei sein, das macht die Charaktere so nahbar und realistisch. Auch nach lesen dieses Romans hatte ich wieder das Gefühl, als würden die Protagonisten tatsächlich existieren und habe mich ihnen beim Lesen nahe gefühlt, fast so als würde ich dazu gehören.

Die Charaktere waren wieder über 3 Generationen der Familie verteilt und als Leser erlebt man die Handlung aus den wechselnden Sichtweisen, ohne dass es kompliziert wäre, da doch alles zusammenhängt. Die Geschichte liest sich dank dem lebhaften und bildlichen Schreibstil sehr kurzweilig und ehe man sich versieht ist das Buch leider schon beendet, aber auf dem Weg zum Ende durfte ich sehr viel lachen und hatte so manche Szene als Film vor meinem inneren Auge.

Besonders gefallen hat mir hier, dass mit Finn auch ein homosexueller Charakter ganz ungezwungen Einzug in die Geschichte gefunden hat. Ich lese es immer mal wieder gerne, wenn vielfältige Charaktere in Geschichten eingebaut werden ohne dass es zu überspitzt rüberkommt oder dass es „too mouch“ ist, eben wie auch die reale Welt voller vielfältiger Personen besteht.

Schade war nur wieder das das Buch viel zu schnell vorbei war und ich nun wie jedes Jahr auf ein neues Buch der Autorin warten muss.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Dunkle Wolken über Finschhafen

Unter fremden Himmeln
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Nachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ ...

Nachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ lesen zu dürfen und auch diesen musste ich in einem Rutsch lesen.

Familie Berger ist nach einer langen, aufregenden Reise endlich in Finschhafen angekommen, doch das Leben in der Kolonie ist nicht so rosig wie von Onkel Friedrich beschrieben. Neben Stechmückenplagen und Hitze, sind sie auch mit der für sie fremden Kultur der Einheimischen konfrontiert. Als wäre das nicht genug muss Familie Berger sich auch mit der kolonialen Verwaltung herumschlagen, die nicht bei den Einwanderern für Unmut sorgt, sondern auch bei den Einheimischen, sodass eine friedliche Co-Existenz aller Bewohner von Finschhafen auf der Kippe steht.

Auch dieser Band hat mich vom Cover, über den Klappentext bis hin zum Wichtigstem, dem Inhalt, wieder durchweg begeistert. Da dieser Band nahtlos an den vorherigen anknüpft ist man sofort wieder mitten im Geschehen und darf als Leser das turbulente Leben der Familie Berger weiterverfolgen. Und eins sei gesagt, es wird nicht langweilig. Die Autorin hat es wieder geschafft mit ihrem unglaublich fesselnden Schreibstil mich an dieses Buch zu binden und ich konnte einfach nicht das Buch aus der Hand legen und hatte keine Wahl, ich musste es in einem Rutsch durchlesen. Dabei hat Tara Haigh das Talent, dass die Geschichte trotz aller Spannungen nicht überladen wirkt, es passt einfach alles zusammen und wirkt ganz natürlich, fast so als hätte es die Familie Berger wirklich gegeben und sie erzählt nur deren Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, dass es immer wieder Überraschungen gab, mit denen man so nicht gerechnet hat und nichts Vorhersehbar war, was natürlich zu zusätzlicher Spannung geführt hat. Ein besonderes Highlight ist auch wieder der malerische Schreibstil der Autorin, mit dem sie wunderschöne Bilder von Neuguinea in meinem Kopf erzeugt und ich habe während dem Lesen ein richtiges Bild vor Augen gehabt, wie es wohl damals in Finschhafen ausgesehen haben muss.

Als Leser erlebt man wieder die Handlung aus Sicht der 3 Frauen der Familie, was für zusätzliche Abwechslung sorgt, ohne dass es zu chaotisch wirkt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Protagonistinnen sind dabei klar und verständlich, sodass man nicht rätseln muss, welchen Charakter man vor sich hat und auch in angenehmen Abständen, sodass man sich voll und ganz auf die Handlung konzentrieren kann. Da die 3 Hauptpersonen charakterlich so unterschiedlich sind, aber jede auf ihre Art einzigartig und stark ist, ist es einfach nur aufregend. Ich habe ja in Band eins schon alle in mein Herz geschlossen, sodass es mir eine Freude war, die Entwicklung der Charaktere mitzuverfolgen. Neben den Protagonistinnen waren auch wieder die Nebencharaktere mit so viel Liebe ins Detail gestaltet, sodass sie mir real erschienen sind und ich mich wie ein Teil der Familie Berger gefühlt habe.

Leider war auch dieser Band viel zu schnell gelesen und ich bin jetzt schon voller Vorfreude auf Band 3 und kann dessen Erscheinen kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Aufbruch ins Ungewisse

Aufbruch ins Paradies
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Aufbruch ins Paradies oder etwa doch nicht? Diese Frage habe ich mir oft gestellt, während ich diesen fabelhaften Auftakt der neuen Buchreihe von Tara Haigh gelesen habe. Wie jedes Jahr habe ich auf die ...

Aufbruch ins Paradies oder etwa doch nicht? Diese Frage habe ich mir oft gestellt, während ich diesen fabelhaften Auftakt der neuen Buchreihe von Tara Haigh gelesen habe. Wie jedes Jahr habe ich auf die Neuerscheinung der Autorin hin gefiebert, zählen doch ihre Bücher zu meinen Jahreshighlights und immer, wenn ich dachte es geht nicht noch spannender, überzeugt sie mich jedes Jahr aufs Neue.

In diesem Buch dürfen wir Leser den Neuanfang der Familie Berger miterleben deren Möbelfabrik in Karlsruhe im Jahr 1884 einem Feuer zum Opfer fällt. Wie gut das genau zu diesem Zeitpunkt Onkel Friedrich zu Besuch ist und seinen Bruder Gustav samt Familie überzeugen kann mit ihm nach Finschhafen in Neuguinea auszuwandern. Von seinen traumhaften Erzählungen überzeugt sind Gustavs Sohn Ludwig und seine Tochter Anna sofort Feuer und Flamme, während Gustav und seine Tochter Hedwig noch zögern, aber was bleibt der Familie schon anderes übrig? Und so nehmen sie die lange Reise auf sich, aber wird in der fernen Fremde wirklich das Glück auf sie warten?

Allein das Cover hat mich ja überzeugt, schlicht, verheißungsvoll und weckt nicht nur die Sehnsucht nach dem Buch. Auch der Klappentext verrät nicht zu viel und macht Lust auf mehr. Neben den „Äußerlichkeiten“ des Buches zählt natürlich das „Innere“ in Form der Handlung und die ist einfach von Anfang bis Ende mitreisend und es ist mir sehr schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen und an so mach spannender Stelle habe ich das auch nicht geschafft. Die Autorin schafft es auch immer einen perfekten Ausgleich zwischen Spannung, herrlicher Landschaftsbeschreibungen und der Gefühlswelt der Protagnisten zu kreieren.

In diesem Roman erleben wir die Geschichte nicht nur durch eine Hauptperson, sondern gleich durch drei, nämlich durch die drei jungen Frauen der Familie Berger. Die Tatsache, dass die drei völlig unterschiedlichen Charaktere haben, macht das Gelesene gleich noch spannender und verleiht der Handlung eine gewisse Würze. Ich konnte mich beim Lesen auch gar nicht für eine Lieblingsprotagonistin entscheiden, da ich sie alle in mein Herz schließen musste, da jede ihre eigene Geschichte zu erzählen hat, die aber doch immer wieder miteinander verwoben sind. Besonders gefallen hat es mir die Entwicklung der drei mitzuverfolgen. Egal ob Hedwig, die in ihrer Zweckehe mit August nicht gerade glücklich ist und auf der Fahrt lernt, dass zu einer Beziehung doch etwas mehr gehört oder ihre abenteuerlustige Anna, die sich als junge Frau selbstständig machen will, damals noch schwerer als heute, beide haben so viel zu erzählen und ich bin froh, dass ich quasi mit ihnen diese Reise erleben durfte. Aber natürlich darf ihre Schwägerin Clara nicht fehlen, die sich nach der Zärtlichkeit von ihrem Mann Ludwig sehnt, aber immer mehr über sich hinauswächst und zeigt, dass eine starke Frau nicht von einem Mann abhängig sein muss.

Nicht nur die drei Protagonistinnen, sondern auch die vielschichtigen Nebencharaktere wurden von der Autorin wieder mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, dass ich das Gefühl hatte sie existieren wirklich und ich wäre ein Teil der Reisegesellschaft, der all die schönen Orte auf der Reise gesehen hat (dabei war ich noch an keinem der Orte, was ich aber unbedingt nachholen muss).

Leider war das Buch viel zu schnell gelesen und ich war trotz der vielen schönen Lesestunden, die es mir geschenkt hat sehr traurig, aber zum Glück gibt es ja noch Band 2.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Heiraten auf Italienisch

Lieber solo als allein
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Wie jedes Jahr habe ich schon sehnsüchtig den neuen Roman von Tessa Hennig erwartet und das Warten hat sich mal wieder gelohnt, aber was anderes habe ich auch gar nicht erwartet 😄

Auch in diesem Roman ...

Wie jedes Jahr habe ich schon sehnsüchtig den neuen Roman von Tessa Hennig erwartet und das Warten hat sich mal wieder gelohnt, aber was anderes habe ich auch gar nicht erwartet 😄

Auch in diesem Roman der Autorin stehen starke Frauen im Vordergrund, diesmal vertreten durch drei Generationen. Leonie, die jüngste im Bunde, heiratet ihren Traummann Luca und wenn man schon einen waschechten Italiener heiratet dann natürlich in Italien, genauer gesagt in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben. Zu diesem Anlass kommt natürlich die ganze Familie zusammen, bestehend aus ihrer Mutter Katrin, die ihre Karriere in den Fokus ihres Lebens gestellt hat, Katrins Noch-Mann und Leonies Vater Oliver und Oma Gabriele darf natürlich auch nicht fehlen. Natürlich verspricht diese Konstellation Spannungen mit sich zu bringen, denn bei den Noch-Eheleuten scheinen die Gefühle noch nicht ganz verloren zu sein und Gabriele, die nach dem Tod ihres Mannes im Alltagstrott versunken ist und jetzt das erste mal wieder verreist, lernt kaum in Perugia angekommen den netten Italiener Francesco kennen. Neben der deutschen Seite der Familie gibt es natürlich noch die italienische und die bringt natürlich auch typisch italienische Dramen mit sich, aber was wäre Bella Italia ohne Gefühlsausbrüche und ein bisschen Drama?

Als großer Fan der Autorin war ich natürlich sehr gespannt auf den Roman und kaum habe ich den Klappentext gelesen, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Eine Traumhochzeit in Italien und das bei der Familienkonstellation? Da ist einem als Leser gleich bewusst, dass dieses Buch humorvolle Lesestunden mit sich bringen wird. Und Humor kam definitiv nicht zu kurz, dennoch hat es die Autorin wieder geschafft die perfekte Balance zwischen Humor, Spannung und Emotionen zu schaffen. Ein ganz besonderes Highlight der Autorin ist auch immer wieder der malerische Schreibstil, sodass man beim Lesen das Gefühl hat, die Geschichte mit allen Sinnen zu erleben. Die herrlichen Landschaftsbeschreibungen wurden perfekt in den humorvollen, kurzweiligen Schreibstil integriert und wecken schnell die Lust auf eine Reise nach Perugia. Ich konnte mir die Szenen bildlich vorstellen und da das Buch die Reiselust bei mir geweckt hat (meine Reiseliste wird dank Tessa Hennig immer länger) musste ich natürlich gleich mal googlen und war wieder mal fasziniert, wie detailgetreu die Autorin die Szenerie beschrieben hat, sodass das Bild das dadurch in meinem Kopf entstanden ist fast 100% mit der Realität übereingestimmt hat.

Aber nicht nur der lebhafte Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lies, macht dieses Buch zu etwas besonderem, sondern auch die einzelnen Figuren. Man merkt gleich mit welcher Liebe und Sorgfalt die einzelnen Charaktere von Tessa Hennig gestaltet wurden. Schön finde ich, dass man sich als Leser in den verschiedenen Figuren wiederfinden kann, egal in welchem Alter und welcher Lebenssituation man sich gerade befindet. Das macht die Protagonisten so greifbar und authentisch und lädt Leser sämtlicher Generationen zum Lesen ein. Auch wenn ich mich persönlich aufgrund meines Alters mehr mit Leonie identifizieren konnte, ist mir die Geschichte rund um Gabriele besonders nahe gegangen, aber auch die Handlungsstränge der anderen beiden ist voller Emotionen. Gefühle kommen hier generell nicht zu kurz, bei keinem der Charaktere und dank der Autorin durfte ich diese auch mitfühlen und intensiv erleben.

Leider war das Buch viel zu schnell vorbei, aber die literarische Reise nach Perugia war einfach traumhaft und ich vermisse schon jetzt Bella Italia mit all seiner Lebendigkeit und emotionaler Dramen. Ich kann dieses Buch allen nur wärmstens empfehlen, egal ob es das erste Buch der Autorin ist oder auch Fans der Autorin. Das buchmacht auf jeden Fall Lust auf mehr und ich freue mich, wenn ich dann wieder ein Buch der Autorin in den Händen halten darf.

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