Cover-Bild Fliegt, Wilde Schwäne
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 13.05.2026
  • ISBN: 9783453219236
Jung Chang

Fliegt, Wilde Schwäne

China, meine Mutter und ich - Die lange erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers Wilde Schwäne - Sunday Times Memoir of the Year 2025
Heide Lutosch (Übersetzer), Gabriele Würdinger (Übersetzer)

40 Jahre nach dem Weltbesteller Wilde Schwäne erscheint die lange erwartete Fortsetzung

40 Jahre nach dem Erscheinen ihrer chinesischen Familienchronik »Wilde Schwäne« legt Jung Chang die lange erwartete Fortsetzung des legendären Weltbestsellers vor: In »Fliegt, Wilde Schwäne« erzählt sie die Geschichte ihrer Familie – und damit auch die Geschichte Chinas – vom Ende der Mao-Ära und vom Beginn der Reformen unter Deng XiaoPing bis in die Gegenwart Xi Jinpings weiter: China hat sich von einem heruntergekommenen und isolierten Staat zu einer Weltmacht entwickelt, die die Vormachtstellung der Vereinigten Staaten herausfordert. Während dieser Jahrzehnte war Jung Changs Leben eng mit ihrem Heimatland verflochten. Ihre Erfahrungen waren reichhaltig und komplex – insbesondere, weil ihre Bücher in China verboten waren und immer noch sind. Eine ergreifende Familiengeschichte und zugleich ein bespielloses Portrait des modernen Chinas.

„Wunderschön und bewegend … Chang verwebt ihre eigene Geschichte mit der ihrer Mutter und beleuchtet dabei gekonnt den Wandel, den die gesamte Nation durchlaufen hat. [Sie] schreckt nicht davor zurück, die Probleme des Regimes anzusprechen, und bringt gleichzeitig ihre Liebe zur Kultur und zu den Menschen zum Ausdruck. Sie beweist außergewöhnlichen Mut, auch wenn dies mit Risiken für sie selbst und ihre Familie verbunden ist. Fast ein halbes Jahrhundert später hat Chang mit der gleichen unerschütterlichen Entschlossenheit eine Fortsetzung zu Wild Swans verfasst, die sich jedoch auch unabhängig davon hervorragend lesen lässt.“ - Elik Shafak, Observer

Ausstattung: mit Bildteil

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Die Geschichte Chinas

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„Fliegt, wilde Schwäne“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Jung Chang. Ihren großen Erfolg „Wilde Schwäne“ schrieb sie bereits vor 40 Jahren.

Ihr aktueller Roman ist ein autobiographisches Werk, ...

„Fliegt, wilde Schwäne“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Jung Chang. Ihren großen Erfolg „Wilde Schwäne“ schrieb sie bereits vor 40 Jahren.

Ihr aktueller Roman ist ein autobiographisches Werk, indem sie ihre Kindheit in China unter Mao und ihre Auswanderung und weiteres Leben in Großbritannien beschreibt. Den engen Kontakt zu ihrer alten Heimat und ihrer zurückgebliebenen Familie hat sie dabei nie verloren. Und so erfährt man in ihrem Buch nicht nur ihr eigenes Schicksal und das ihrer Verwandten, sondern auch eine breite Ausführung der jüngeren chinesischen Geschichte, von Mao bis zum Aufstieg des heutigen Chinas zu einer globalen Macht.

Das Buch ist in einer äußerst sachlichen und schlichten Sprache gehalten, was ich bemerkenswert angesichts der geschilderten Erlebnisse finde. Teilweise wirkt diese Sprache sehr distanzierend und eher wie aus einem Sachbuch. Trotzdem fühlt man sich von den vielen Schicksalsschlägen, dem entbehrungsreichen Leben der Familie, aber auch der großartigen Leistungen von Jung Chang sehr betroffen.

Die Bilder im Mittelteil des Buches geben einen noch besseren Eindruck in das Leben der Autorin. Die Karte Chinas auf den Klappeninnenseiten vermitteln einen guten Einblick über das Riesenreich. Das Cover ist genauso schlicht gehalten wie der Text im Innenteil. Mit der Farbgebung und den Schwänen passt es aber sehr gut zu dem Buch.

Insgesamt gibt das Buch einen guten Einblick über die jüngere Geschichte Chinas und dessen Einwohner. Es besticht weniger durch sprachliche Brillanz als durch den Inhalt des Geschriebenen und ist aufgrund seiner reichen geschichtlichen Schilderungen empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Persönlich, mitnehmend, historisch interessant und hervorragend geschrieben

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Von 1952, dem Jahr der Geburt der Autorin über die Machtergreifung Maos, dessen Kulturrevolution und schließlich den vorsichtigen Beginn der Nach-Maoära führt Jung Chang in einem informativen ...

Von 1952, dem Jahr der Geburt der Autorin über die Machtergreifung Maos, dessen Kulturrevolution und schließlich den vorsichtigen Beginn der Nach-Maoära führt Jung Chang in einem informativen und kurzweiligen Überblick zunächst bis zu ihrer Ausreise als Austauschstudierende in Großbritannien. Der Weg dorthin ist nicht nur vom Fleiß der Autorin, sowie viel Liebe und Unterstützung ihrer Familie gesäumt, sondern nicht zuletzt sehr viel Schmerz und Verlust, für Jung Chang mit gerade einmal Mitte 20 und ihre ganze Familie.

In ihrer neuen Wahlheimat Großbritannien studiert die Autorin nicht nur, sondern schließt auch erfolgreich eine Promotion ab. Ihre tiefe Verbundenheit zu China und nicht zuletzt ihrer Familie, lässt sie in den Jahren der Öffnung des Landes zu einer eher unfreiwilligen Kultur- und Kontaktvermittlerin zwischen den Nationen werden und so auch die eigene Prägung und Geschichte besser verstehen, die später die Grundlage für ihre schriftstellerische Tätigkeit sein wird. Genau diese nimmt in den betrachteten Folgejahren großen Raum ein, sodass fast eine Art Werksgeschichte mit Hintergrundinformationen zum Entstehen und dem Kontext ihrer bisherigen Publikationen entsteht. Für mich war dies unglaublich gelungen, da ich so auch die bisherigen Bücher noch besser einordnen konnte.

Ich habe bereits Wilde Schwäne und die Mao-Biografie der Autorin gelesen oder besser verschlungen und bin in Fliegt wilde Schwäne abermals beeindruckt vom Schreibtalent der Autorin. Man fliegt nur so durch die Seiten, komplexe historische Zusammenhänge vermittelt die Autorin genauso mühelos und pointiert, wie sie persönliche Eindrücke gekonnt in gesellschaftliche Zusammenhänge einbettet. Letztlich ist es diese besondere Mischung und das Talent informierte Fakten mit persönlichen Erfahrungen und Eindrücken zu bereichern, die die Geschichte in Jung Changs Büchern lebendig werden lassen. Ganz klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Mehr als eine Biografie

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„Fliegt, Wilde Schwäne“ ist ein außergewöhnlicher Roman der in London lebenden chinesischen Autorin Jung Chang.

Da mich bereits der vorherige Band „Wilde Schwäne“ sehr beeindruckt hat, war ich gespannt, ...

„Fliegt, Wilde Schwäne“ ist ein außergewöhnlicher Roman der in London lebenden chinesischen Autorin Jung Chang.

Da mich bereits der vorherige Band „Wilde Schwäne“ sehr beeindruckt hat, war ich gespannt, wie die Autorin mit diesem an die Geschichte ihrer Familie und an die Chinas anknüpfen würde. Vorwissen aus dem Vorgänger ist nicht zwingend notwendig, da Jung Chang die historischen Hintergründe verständlich erklärt und vorab auch eine Zeittafel mit wichtigen Daten zu finden ist, die eine weitaus größere Zeitspanne umfasst als die Kapitel des Buches.

Anhand ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt die Autorin die Geschichte ihres Landes bzw. des Landes, in dem sie geboren wurde. Inzwischen lebt sie in London, da sie durch Gesetze des derzeitigen Staatschef Xi Jinping aufgrund ihrer Veröffentlichungen bei ihrer Rückkehr eine Gefängnisstrafe riskieren würde.

Der Schreibstil ist nüchtern aber auch emotional packend zugleich. Diese ungewöhnliche Kombination entsteht dadurch, dass sie hier Biografisches mit historischen, sachlichen Fakten vermischt. Die Kombination aus Alltagsszenen, Grausamkeiten durch Folter, Traditionen, Landschaftsbeschreibungen und vieles mehr bieten ein umfassendes Bild des Landes und geben einen guten Einblick in das Leben der Bevölkerung über Jahre hinweg.

Durch Fotos ihrer Familie fängt Jung Chang die Atmosphäre gut ein und rundet damit ihr Werk gelungen ab.

Dieses außergewöhnliche Buch ist kein Roman im klassischen Sinne, es ist aber auch kein Sachbuch und keine Biografie, sondern eine Darstellung der Geschichte Chinas - in allen Facetten: politisch, familiär, kulturell, landschaftlich… - anhand der Familie der Autorin.
Mich hat das Lesen bereichert und wer sich für andere Kulturen oder die historische Entwicklung Chinas interessiert, der liegt hier bestimmt richtig.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Zwischen Mao und Gegenwart: Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

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Mit Fliegt, wilde Schwäne ist Jung Chang wirklich eine beeindruckende Fortsetzung ihres Bestsellers gelungen. Man merkt sofort: Dieses Buch ist nicht nur eine historische Darstellung der Geschichte Chinas ...

Mit Fliegt, wilde Schwäne ist Jung Chang wirklich eine beeindruckende Fortsetzung ihres Bestsellers gelungen. Man merkt sofort: Dieses Buch ist nicht nur eine historische Darstellung der Geschichte Chinas aus Sicht ihrer Erlebnisse, sondern ebenso sehr persönlich ohne ins Sentimentale oder ins Einseitige zu driften.

Diese gute erzählte Mischung aus Familiengeschichte und großer Weltpolitik ist wirklich augenöffnend. Über mehrere Jahrzehnte hinweg – vom Ende der Mao-Ära bis in die Gegenwart – wird Chinas Entwicklung greifbar gemacht, ohne jemals trocken zu wirken. Im Gegenteil: Alles fühlt sich erschütternd ehrlich an. Gerade die Schilderungen ihrer Kindheit und die Erlebnisse ihrer Eltern unter Mao gehen unter die Haut und bringen Verständnis über die für uns so fremde Kultur.

Generell schafft es Jung Chang, Emotionen wie Angst, Hoffnung und Zweifel so authentisch zu vermitteln, dass man sich ihr beim Lesen sehr verbunden fühlt.

Auch stilistisch hat mir das Buch richtig gut gefallen. Es ist nicht nur informativ, sondern auch sehr zugänglich geschrieben. Die Kombination aus historischen Fakten, persönlichen Erinnerungen, ergänzenden Daten und Fotos macht das Ganze noch lebendiger. Man lernt viel über China – aber vor allem erlebt man die Geschichte durch die Augen eines Menschen, der mittendrin war.

Für mich ein rundum gelungenes, bewegendes und gleichzeitig lehrreiches Buch!

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Familie und Literatur

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Obwohl die in London lebende Jung Chang keine politische Aktivistin ist, haben ihre Bücher durchaus Wirkung. Das gilt insbesondere für ihren Welterfolg Wilde Schwäne und dann durch ihre kritische Mao-Biographie, ...

Obwohl die in London lebende Jung Chang keine politische Aktivistin ist, haben ihre Bücher durchaus Wirkung. Das gilt insbesondere für ihren Welterfolg Wilde Schwäne und dann durch ihre kritische Mao-Biographie, durch die sie den Unmut Pekings auf sich zog. Sie durfte noch in China einreisen, wurde aber überwacht und eingeschränkt. Um ihre Mutter weiter besuchen zu können, lenkt sie ein. Sie schreibt dann unverfänglich über die Kaiserinwitwe Cixi:

Ich fand es sehr interessant von ihren Recherchereisen und Interviews zu lesen. Das wurde zuletzt schwierig für sie, denn es bestand die Gefahr, die Staatssicherheit zu ihren Interviewpartnern zu führen, was die gefährdet hätte können.
Mit ihrem irischen Ehemann Jon Halliday arbeitet sie vielfach zusammen. Er ist Historiker und mit der Geschichte Asiens vertraut.

Das Buch ist außerdem in einigen Teilen auch ein Porträt von Jung Changs Mutter, eine starke Frau.

Am Ende geben Jung Changs Schilderungen auch ein Bild des heutigen Chinas unter Xi Jinping, dass sie an Maos Zeiten erinnert.