Cover-Bild 00-Laschet
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Kindler
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 19.06.2026
  • ISBN: 9783463000466
David Safier

00-Laschet

Mein Name ist Laschet. Armin Laschet.

Voller Vorfreude auf sein Amt als Bundespräsident bezieht Armin Laschet sein neues Büro im Schloss Bellevue. Die Aussicht auf die bevorstehenden Bankette mit vorzüglichem Wein sowie die Begegnungen mit spannenden Menschen beflügelt ihn. Dass er nicht wie der Kanzler permanent schwierige Entscheidungen treffen, sondern lediglich ein paar hübsche Reden halten muss, ist ganz nach seinem Geschmack.

Da staunt er nicht schlecht, als sich plötzlich in seinem Büro eine Geheimtür öffnet und ein grau melierter, durchtrainierter Herr den Raum betritt. Der Mann, der sich als Nummer 1 vorstellt, ist der Chef einer streng geheimen Spionage-Spezialeinheit, deren Zentrale viele Meter unter dem Schloss Bellevue liegt. Denn was Armin bislang nicht wusste: Die eigentliche Aufgabe eines Bundespräsidenten besteht darin, Elite-Spione – getarnt als Entourage – an Orte zu bringen, zu denen sie sonst keinen Zutritt hätten: in Paläste, Privatvillen von Milliardären oder High-Tech-Fabrikanlagen. Und Armins Mission ist es, den Agenten unauffällig zu helfen. Gleichwohl: Unauffälligkeit ist nicht unbedingt Armins Stärke ... 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2026

Ein herrlich absurder Lese-Klamauk ohne jeden Realismus

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Ganz anders als „Miss Merkel“ – aber herrlich verrückt! Ich muss zugeben, ich hatte mir von David Safiers neuem Roman über Armin Laschet, „00-Laschet“, etwas Ähnliches erhofft wie von seiner „Miss Merkel“-Reihe. ...

Ganz anders als „Miss Merkel“ – aber herrlich verrückt! Ich muss zugeben, ich hatte mir von David Safiers neuem Roman über Armin Laschet, „00-Laschet“, etwas Ähnliches erhofft wie von seiner „Miss Merkel“-Reihe. Aber ich habe mich geirrt, denn genau das ist hier absolut nicht der Fall. David Safier hat die Story stattdessen in einen wilden Mix aus Fantasy und Science-Fiction verwandelt. Beim Lesen hatte ich weniger das Gefühl, ein normales Buch vor mir zu haben, als vielmehr durch einen Comic zu blättern, der einfach nur in Worte gefasst wurde. Alles ist überspitzt und es wimmelt nur so von Technologien, die es in unserer Realität überhaupt nicht gibt.
Die Charaktere sind durch die Bank weg total überzeichnet. An manchen Stellen musste ich unwillkürlich an „Asterix und Obelix“ denken, weil die Tonalität so stark daran erinnert. Armin Laschet selbst kommt mit seiner gutmütigen, manchmal etwas tollpatschigen und leicht naiven Art aber eigentlich super weg. Seine Familie ist ihm das Wichtigste, er sehnt sich total nach seinem Aachener Reihenhaus zurück und hat im Grunde kein Interesse daran, in geheimer Mission unterwegs zu sein. Das krasse Gegenteil von ihm ist Kimmi, die von ihren Kollegen bloß „Nummer 12“ genannt wird. Sie ist eine echte Spionin: phasenweise eiskalt, athletisch und absolut jeder Herausforderung gewachsen. Und dann ist da noch der eher zurückhaltende Waffenmeister „Nummer 7“. Wenn man ihn so sieht, traut man ihm die genialen technischen Erfindungen, die er da zusammenbastelt, erst mal gar nicht zu. Man unterschätzt ihn als Leser total. Aber er hat einen guten Grund, warum er seine Kollegin so verbissen beschützt und dafür sorgt, dass sie aus jeder brenzligen Situation heil wieder rauskommt. Der Autor baut übrigens einige Promis ein, König Charles III. zum Beispiel, seine völlig wild gewordene Ehefrau Camilla oder auch Brad Pitt. Die tauchen alle als pointierte Karikaturen auf und sorgen für echten Slapstick-Humor.
Richtig gut gefallen haben mir die Schauplätze, die einen megastarken Kontrast bilden und wie visuelle Bühnenbilder für die völlig überdrehte Handlung wirken. Auf der einen Seite das politische Berlin, welches sich aufgeteilt in die verstaubte, bodenständige Fassade des Schlosses Bellevue oben und eine hypermoderne, sterile Science-Fiction-Zentrale tief unter der Erde befindet. Auf der anderen Seite das Schloss Windsor in England. Das glänzt unten in royalem Prunk, verwandelt sich im ersten Stock aber blitzschnell in ein absurdes, fast schon gruseliges Waffenarsenal. Diverse Veranstaltungen innerhalb Europas, aber auch in Grönland werden besucht, die auch meistens vor imposanten Kulissen spielen.
Nach einem recht gemütlichen Start zieht das Tempo beim Lesen rasant an. Safier schreibt sehr direkt und zugänglich, treibt das Ganze durch kurze, knackige Dialoge voran und verteilt am laufenden Band popkulturelle Seitenhiebe. Die Spannung kommt hier allerdings nicht durch einen logisch durchdachten Kriminalfall auf. Man fragt sich eher, welche absolute Eskalation kommt wohl als Nächstes? Immer wenn man denkt, dümmer oder krasser kann es nicht mehr werden, setzt die nächste turbulente Comic-Action-Sequenz noch einen drauf. Das Buch ist ohne Frage super unterhaltsam und echt lustig. Mein größter Kritikpunkt ist aber, dass die Story einfach extrem unrealistisch ist. David Safier driftet hier in einen total klamaukigen Extrem-Slapstick ab. Wenn aus einer Luxusuhr plötzlich ein integriertes Drahtseil herausschießt, oder ein Wahrheitsserum versteckt ist, bricht das für mich jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit. Und genauso ging es mir bei den Asterix-Sprüchen zwischendurch. Wer einen cleveren, realitätsnahen Spionagethriller sucht, wird von diesem permanenten „Over-the-Top“-Irrsinn definitiv enttäuscht sein. Das Ganze funktioniert wirklich nur, wenn man bereit ist, sich voll und ganz auf dieses kalkulierte, cartoonhafte Chaos einzulassen.

Fazit:„00-Laschet“ ist lustig, kurzweilig, rasant und extrem bildhaft geschrieben. Die Maus, die auch auf dem Cover zu sehen ist und stets mit Armin im Bett liegt und sie sich den Käse teilen, ist sehr süß. Aber es bleibt eben Slapstick pur. Wegen der krass überzeichneten Effekte und dem bewussten Verzicht auf jeglichen Realismus ist das Buch am Ende absolute Geschmackssache. Für mich ist es ein humorvoller Comic in Textform für zwischendurch – besticht durch seine Absurdität, lässt aber in Sachen Tiefgang und Glaubwürdigkeit ordentlich Federn.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Herrliche Grundidee, sehr amüsante Lektüre

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Der Humor ist eher freundlich, nicht bissig, dennoch halte ich den vorliegenden Roman für eine Art Satire. Die Grundidee, Armin Laschet zum Bundespräsidenten werden zu lassen und dieses hohe Amt völlig ...

Der Humor ist eher freundlich, nicht bissig, dennoch halte ich den vorliegenden Roman für eine Art Satire. Die Grundidee, Armin Laschet zum Bundespräsidenten werden zu lassen und dieses hohe Amt völlig anders zu definieren ist einfach köstlich.
Die humorvollen Spitzen gegen Politik und Gesellschaft sind eher milde, ein wenig mehr Biss hätte nicht geschadet. Nichtsdestotrotz bietet diese rasante und turbulente Komödie beste Unterhaltung, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe mich hervorragend amüsiert: Der Bundespräsident als Spielball des Bellevue-Geheimdienstes im Dienste seines Volkes unterwegs.
Eindeutig ein Spin-off von den Miss-Merkel-Krimis, ziemlich überkandidelt in Richtung eines - eher bürgerlichen - James Bond, darauf muss man erst mal kommen! Der Witz entsteht auch dadurch, dass Armin Laschet einer Vielzahl von real existierenden, prominenten Persönlichkeiten begegnet, die sich häufig ziemlich merkwürdig verhalten (König Charles, Camilla, Brad Pitt, Madonna, etc.) Pure Fantasie, aber sehr lustig. Die Freundschaft mit Schlossmaus "Mausi" ist ganz niedlich, aber doch etwas zu infantil.
Wer einen intelligenten Unterhaltungsroman lesen will, ohne dass es zu platt oder seicht wird, der wird hier gut bedient!

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Laschet als Geheimagent? Verrückte Idee, witzig umgesetzt

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Schon das Cover macht Lust auf die Geschichte: Armin Laschet im schwarzen Anzug, lachend mit einem Fön in der Hand – schräg, witzig und ein echter Hingucker. Man erkennt sofort, dass hier eine völlig verrückte ...

Schon das Cover macht Lust auf die Geschichte: Armin Laschet im schwarzen Anzug, lachend mit einem Fön in der Hand – schräg, witzig und ein echter Hingucker. Man erkennt sofort, dass hier eine völlig verrückte Politiksatire wartet.

Die Handlung steht dem in nichts nach. Armin Laschet wird Bundespräsident und entdeckt an seinem ersten Arbeitstag einen streng geheimen Geheimdienst unter Schloss Bellevue. Zusammen mit einem ungewöhnlichen Agententeam, zu dem auch sein ehemaliges Nachbarkind Kimmi gehört, soll er die Welt retten. Dabei reiht sich ein skurriler Einfall an den nächsten und natürlich landet Laschet immer wieder mitten im nächsten Fettnäpfchen. Dazu kommen viele kleine Seitenhiebe auf Politik, Gesellschaft und bekannte Agentenfilme.

Ich hatte beim Lesen richtig Spaß und musste oft schmunzeln oder lachen. Das Buch liest sich locker weg und ist herrlich abgedreht. Die Kapitel hätten für meinen Geschmack manchmal etwas länger sein können und an einigen Stellen war es fast schon ein bisschen zu viel Chaos. Insgesamt ist es aber eine originelle und kurzweilige Unterhaltung. Mein erstes Buch von David Safier – und sicher nicht mein letztes.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Angriff auf die Lachmuskeln

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Mit Spannung habe ich auf das neueste Buch des bekannten, und von mir geschätzten, Autors David Safier gewartet und war gespannt ob die bisher erschienenen Bücher noch getoppt werden können. ...

Mit Spannung habe ich auf das neueste Buch des bekannten, und von mir geschätzten, Autors David Safier gewartet und war gespannt ob die bisher erschienenen Bücher noch getoppt werden können. Sie können. Gekonnt humorig überspitzt, ein bisschen bissig aber immer mit einem gewissen Hang zur Realität wird uns hier ein Bundespräsident und ein Regierungssitz der es in sich hat präsentiert. Eigentlich, ja eigentlich ist Armin Laschet jetzt nicht unbedingt der Spitzenkandidat mit der Lizenz für Spaß - aber in diesem Buch werden die Lachmuskeln schon sehr angegriffen. Die Geschichte ist so überspitzt und irre gestaltet, und mit so vielen anderen realen Personen gespickt, dass man sich diesem Aufgebot an Stars nur schwer entziehen kann. Allein die Vorstellung von Armin Laschet und Madonna als Pärchen - einfach herrlich.

Das Tempo des Buches ist schon eine Herausforderung - ein Top-Ereignis jagt hier das Nächste. Und David Safier zeigt hier ein ums andere Mal, dass bei einem Buch Kampf/Gewalt nicht nötig ist, sondern dass mit Diplomatie, Charme und einer Menge Humor vieles noch viel besser geht.

Für mich war dieses Buch in seiner Überspitztheit mal wieder ein tolles Lesevergnügen und ich hoffe, dass der Autor noch viele unserer Politiker oder eine andere bekannte Person des öffentlichen Lebens so ehrt und aufs Korn nimmt; ihm fallen bestimmt der ein oder andere dafür ein. Die Spannnung bleibt zumindest hoch.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Absurd und witzig

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Mit 00-Laschet setzt David Safier seine erfolgreiche Tradition fort, bekannte deutsche Politiker in ungewöhnliche und humorvolle Rollen zu versetzen. Nach seiner Reihe um Angela Merkel schickt er nun Armin ...

Mit 00-Laschet setzt David Safier seine erfolgreiche Tradition fort, bekannte deutsche Politiker in ungewöhnliche und humorvolle Rollen zu versetzen. Nach seiner Reihe um Angela Merkel schickt er nun Armin Laschet als widerwilligen Geheimagenten ins Rennen – und schafft eine amüsante Mischung aus Politiksatire, Agentenparodie und Komödie. In dem Roman wird Laschet als frisch gewählter Bundespräsident plötzlich in eine geheime Spionagewelt hineingezogen und muss die Menschheit vor einer globalen Bedrohung retten.

Safiers größte Stärke liegt erneut im Humor. Die Anspielungen auf die Welt von James Bond sind liebevoll und voller Selbstironie. Dabei lebt die Geschichte vor allem vom Kontrast zwischen dem Bild des eher gemütlichen, bodenständigen Laschet und den Erwartungen an einen Actionhelden. Statt mit spektakulären Verfolgungsjagden oder übermenschlichen Fähigkeiten überzeugt die Hauptfigur durch Menschlichkeit, Charme und eine gehörige Portion Zufall.

Der Roman liest sich flüssig und bietet viele absurde Situationen, die für zahlreiche Lacher sorgen. Wer tiefgründige politische Analysen oder einen klassischen Spionagethriller erwartet, wird allerdings nicht auf seine Kosten kommen. 00-Laschet versteht sich in erster Linie als Unterhaltung und freundliche Satire. Gerade diese Leichtigkeit macht das Buch jedoch zu einer kurzweiligen Lektüre.

Insgesamt ist 00-Laschet eine humorvolle Agentenkomödie, die aktuelle Politik mit fantasievoller Unterhaltung verbindet.

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