Cover-Bild Johannifeuer
Band 2 der Reihe "Die Bergbäuerin"
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  • Verlag: C.Bertelsmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 13.05.2026
  • ISBN: 9783570105382
Susanne Betz

Johannifeuer

Roman
Die emanzipierte und eigensinnige Bergbäuerin Vroni führt ein karges Leben, während die ersten Sommerfrischler das Werdenfelser Land entdecken.
Ein historischer Roman – fundiert recherchiert, bewegend und sinnlich erzählt.


Bayern schaukelt in der Prinzregentenzeit Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Beschaulichkeit und Fortschrittsoptimismus. Sommerfrischler entdecken das ärmliche Werdenfelser Land und finden es romantisch. Die Bergbäuerin Vroni Grasegger hingegen ist völlig unsentimental. Die Jahre mit ihrem ersten Mann haben sie hart gemacht. Dass ihr zweiter Mann Anton Käfer beobachtet, tut sie als Zeitverschwendung ab. Sie selbst schuftet bis zum Umfallen, versorgt ihren kleinen Sohn, die Stieftochter Rosl und den dahinsiechenden Onkel. Das Leben auf dem einsamen Hof zehrt an ihr, der Berg ist ihr stummer Zeuge. Als ihre exzentrische Schwiegermutter sie zur ersten Zugfahrt ihres Lebens einlädt, kommt es in der teils lärmigen, teils mondänen Residenzstadt München zu einer folgenschweren Begegnung. Nach ihrer Rückkehr ragt das Karwendelmassiv unverändert schroff in den Himmel, aber Vronis Blick ist ein anderer. Und als in der Johanninacht die Feuer brennen, erfährt Vroni ein Wunder – doch dafür zahlt sie einen hohen Preis.

»Betz' Romane haben zweifellos etwas Besonderes.« Süddeutsche Zeitung Starnberg

Die promovierte Historikerin Susanne Betz macht Geschichte erlebbar: opulente Bilder, unverwechselbare Charaktere und ein ungewöhnlicher Erzählstil machen Johannifeuer zu einem wahren Leseerlebnis. Johannifeuer ist die Fortsetzung des historischen Romans Heumahd von Susanne Betz. Johannifeuer kann unabhängig von Heumahd gelesen werden.

»Die bildmächtigen Beschreibungen einer grandiosen Natur und das dumpfe Milieu des Dorfes spiegeln den Seelenzustand der Protagonistin zwischen trotzigem Stolz und abgrundtiefer Verzweiflung.« Augsburger Allgemeine Zeitung über den Vorgängerroman Heumahd

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Veröffentlicht am 03.06.2026

JOHANNIFEUER erzählt von der jungen Bergbäuerin Vroni…

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…die mit ihrem zweiten Mann Anton, ihrem kleinen Sohn, den alle – bis auf die Schwiegermutter, die ihn mit seinem Taufnamen Hermann ruft – Burschi nennen, dem Rosl und dem alten Onkel auf dem Geißschädel ...

…die mit ihrem zweiten Mann Anton, ihrem kleinen Sohn, den alle – bis auf die Schwiegermutter, die ihn mit seinem Taufnamen Hermann ruft – Burschi nennen, dem Rosl und dem alten Onkel auf dem Geißschädel leben.

Es ist das zweite Buch um „Die Bergbäuerin“, das auch ohne Vorkenntnisse der HEUMAHD gelesen werden kann. Und dennoch werde ich Band eins nachlesen, der schon vor mir liegt, denn diese intensive Erzählung um das bäuerliche Leben Ende des 19. Jahrhunderts hat mich direkt hineingezogen in eine Welt, in der es außer harter Arbeit von früh bis spät und der Abhängigkeit vom Wetter nicht viel an Annehmlichkeiten gab. Susanne Betz intensiver Schreibstil holt diese Zeit hervor, man wähnt sich als stiller Beobachter ganz nah bei ihnen.

Die Erzählung beginnt am Unsinnigen Donnerstag des Jahres 1893, die Maschkera-Figuren verspotten das Rosl als „Idiotenkind“. Das Derblecken war nie freundlich, keiner will ins Visier dieser Maschkera geraten.

Ein ganzes Jahr lang hatte sie als Witwe die alleinige Verantwortung für den Hof, das Vieh, den kranken Onkel und das Stiefkind, das Rosl, aus der „großen mongolischen Familie“. Ihr erster Mann ist auf dem Weg heimwärts schwer besoffen gestürzt und so dem Kältetod erlegen, was Vroni eher aufatmen lässt, denn er hat sie während ihrer Ehe schwer misshandelt. Das karge Leben kennt sie seit jeher - sie, das ledige Kind einer Häuslerin, das oft gehungert hat und nun jeden voller Teller zu schätzen weiß.

Die Huberin, ihre Schwiegermutter mit dem großen Kropf und dem vielen Geld, das sie geschickt in Aktien und dergleichen investiert, nimmt Vroni, ihre Lieblingsschwiegertochter, mit nach München zu einem angeblich wichtigen Termin. Vroni kehrt als eine andere zurück. Ihr Blick weitet sich, so manch gestohlene Stunde drängt sich in ihren arbeitsreichen Alltag.

Die Handlung und die meisten Protagonisten sind fiktiv, wie Susanne Betz im Nachwort anmerkt. Und doch gibt sie das dörfliche Leben im Werdenfelser Land mit den Gebräuchen, dem Aberglauben und dem scharfen Blick auf die Nachbarn gut wieder. Die ersten Sommerfrischler mokieren sich ob den ländlich angehauchten Unterkünften und auch hier ist es Afra Huber, die ein lukratives Geschäft wittert.

Reginald Langdon-Down, der Sohn des britischen Arztes John Langdon-Down, auf den die wissenschaftliche Erstbeschreibung des nach ihm benannten Down-Syndroms (Trisomie 21) zurückgeht, ist maßgeblicher Teil des Romans. Auch andere Persönlichkeiten werden geschickt ins Geschehen verwoben, sodass das real Existente mit dem Fiktiven zu einer perfekten Einheit verschmelzen.

Die Geschichte der Vroni Grasegger, wie sie noch immer genannt wird, auch nach der Heirat mit Anton Huber, geht unter die Haut. Neben dem entbehrungsreichen Leben voller Müh und Plag ist das Down-Syndrom Thema, wir schauen auf den allerersten Daimler-Motorwagen, werfen einen Blick auf die Porträts des Wilhelm Leibl, um nur einiges Weniges zu nennen, das sich dazwischen geschlichen hat inmitten des Werdenfelser Landes mit seinen Buckelwiesen, den kleinen Seen und den Almen vor den nördlichen Alpen. Ich hab Susanne Betz JOHANNISFEUER sehr gerne gelesen - und ja, das Bild des hoch lodernden Feuers in der Johannisnacht und die Folgen danach bleiben haften.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Ein hartes Leben

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Ein Buch bei dem mir als erstes das Cover ins Auge gefallen ist - es verklärt zwar etwas den Blick auf die harte Wirklichkeit des Buches gefällt mir aber sehr.

Für mich war es der erste Roman den ich ...

Ein Buch bei dem mir als erstes das Cover ins Auge gefallen ist - es verklärt zwar etwas den Blick auf die harte Wirklichkeit des Buches gefällt mir aber sehr.

Für mich war es der erste Roman den ich von Susanne Betz gelesen habe. Auf den ersten Seiten ist auch gar nicht erkenntlich, dass es sich einen Band 2 handelt. Er kann also unabhängig von Band 1 (Heumahd) gelesen werden, man kommt problemlos in die Geschichte rein.

Die Charaktere, vor allem die Figur der Vroni und ihrer Schwiegermutter sind sehr gut ausgearbeitet und erzählen uns von einem harten, kräftezehrenden und entbehrungsreichen Leben "auf dem Berg"; aber auch von vielen kleinen Freuden . Am meisten hat mich aber die Figur der 13-jährigen Rosl beeindruckt die zur Gruppe der großen mongolischen Familie gehört - sprich an Trisomie 21 leidet aber trotz ihrer Behinderung sehr gut in die Familie integriert wird. Bei manchen Passagen hat man das Gefühl, diese Behinderung wurde zur damaligen Zeit teilweise sogar etwas mehr "akzeptiert" als heute - natürlich fehlen die heutigen Fördermöglichkeiten, doch wurde Rosl im Roman sehr in das alltägliche Familienleben einbezogen obwohl sie "nur" die Stieftochter von Vroni und ihres zweiten Mannes ist.

Alles in allem ein gut recherchierter, meiner Meinung nach authentischer, Roman der die Höhen und Tiefen des damaligen einfachen Lebens sehr gut mit starken Charakteren darstellt und uns vor Augen führt wie sehr sich unser Leben in den letzten 100 Jahren verändert hat

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Vroni

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Cover des Buches Johannifeuer (ISBN: 9783570105382)
Bewertung zu "Johannifeuer" von Susanne Betz
Joennavor einer Stunde
Vroni
Johanni Feuer von Susanne Betz

Bayern ende des 19. Jahrhunderts. Im Werdenfelser Land lebt die Bergbäuerin Vroni mit ihren zweiten Ehemann Anton. Der erste Ehemann war ein böser und harter Mann er hat Vroni geschlagen und noch schlimmeres angetan. Frauen hatten ja zu dieser Zeit leider keine Rechte und mussten dem Ehemann gehorchen. Zum Glück ist der zweite ein guter Mann und behandelt Vroni gut. Sie hat den Hof und seine Tochter Rosel sie hat ein Down Syndrom, von ihm geerbt. Zu dieser Zeit wurden diese Kinder ganz schlimm ausgelacht von der Dorfbevölkerung. Idotenkind war noch einer der netteren Namen die sie ihm nachrufen. Aber Vroni ist eine liebe Stiefmutter und fördert Rosel so gut es geht. Reginalds ein Sommerfrischler (Urlauber) hat ihr mehrere Übungen gezeigt wie sie mit Rosel umgehen kann und sie auch fördern kann. Auf dem Hof leben noch der Onkel und ein Knecht sowie eine Magd. Anton bringt eines Tages noch ein zweiten Knecht nachhause er ist Taubstumm und schwer Misshandelt worden. Vroni und die Magd pflegen ihn gesund. Und zwischen der Magd und Hannes so heisst er begingt eine heimliche Liebschaft. Der kleine Burschi Antons und Vronis Sohn macht allen Freude und Anton möchte gerne ein zweites Kind. Da gibt es noch die Mutter von Anton ist eine resolute Frau und was sie sagt wird gemacht. So hat sie eines Tages die Idee mit Vroni nach München zu gehen für ein paar Tage. Was ist das für ein Abenteuer Vroni ist noch nie so weit weg gewesen von ihrem Dorf. Dort trieft sie auch auf Reginalds und die beiden beginnen eine Liebschaft die nicht ohne folgen bleibt.....

Eine Interessante Geschichte zum lesen.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Vronis Leben

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„Johannifeuer“ der Autorin Susanne Betz ist nach „Heumahd“ wieder ein sehr gelungener Roman über das Leben der Bergbäuerin Vroni.

Vronis Mann ist erfroren, sie führt nun mit ihrem zweiten Ehemann den ...

„Johannifeuer“ der Autorin Susanne Betz ist nach „Heumahd“ wieder ein sehr gelungener Roman über das Leben der Bergbäuerin Vroni.

Vronis Mann ist erfroren, sie führt nun mit ihrem zweiten Ehemann den Hof. Neben dem Hof und ihrem Sohn „Burschi“ kümmert sie sich aufopfernd um das „Idiotenkind“ Rosl, ihre Stieftochter. Vroni ist eine resolute, aber vom Leben hart gewordene Frau. Sie hatte es in der Vergangenheit nicht leicht und kann sich ihrem Mann gegenüber nicht öffnen. Die Arbeit auf dem Hof ist anstrengend und sie schont sich nicht. Als sie ihre Schwiegermutter auf einen vermeintlichen Arztbesuch zu einem renommierten Professor nach München begleitet, ändert sich nach dem Johannifeuer ihr Leben und sie bezahlt dafür einen hohen Preis…

Die Autorin beschreibt sehr anschaulich das Leben und die harte Arbeit auf einem Bergbauernhof. Dank des bildhaften Schreibstils fand ich mich in den Bergen rund um Garmisch wieder und fühlte mich dort sehr wohl. Der zweite Teil kann anabhändig von Teil eins gelesen werden. Ich fand den Roman sehr authentisch und konnte mich gut in die Lage der Bäuerin Vroni versetzen. Historische Fakten und Fiktion sind für mich perfekt im Roman eingebettet. Es ist kein aufregender Roman, denn im Leben einer Bergbäuerin geschieht nun einmal nicht viel, aber ich fand die Story sehr stimmig und nachvollziehbar. Und genau diese Ruhe und detailgetreue Widergabe des Bergbauernlebens im Roman hat sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Fortsetzung des historischen Romans Heumahd

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Mit dem 2.Band „Johannifeuer“ von Susanne Betz geht die historische Geschichte um das bäuerliche Leben Ende des 19. Jahrhunderts der eigensinnigen Bergbäuerin Vroni, die ein karges und beschauliches Leben ...

Mit dem 2.Band „Johannifeuer“ von Susanne Betz geht die historische Geschichte um das bäuerliche Leben Ende des 19. Jahrhunderts der eigensinnigen Bergbäuerin Vroni, die ein karges und beschauliches Leben führt, weiter.

Die Bergbäuerin Vroni Grasegger, wird den Namen ihres ersten Ehemanns einfach nicht los, selbst nach der zweiten Heirat mit Anton Huber, der zum Glück, die Einheimischen einfach reden lässt. Die Jahre mit ihrem ersten Mann haben sie hart gemacht. Dass ihr zweiter Mann Anton Käfer beobachtet, tut sie als Zeitverschwendung ab. Sie selbst schuftet bis zum Umfallen, versorgt ihren kleinen Sohn genannt Burschi, die Stieftochter Rosl mit dem Downsyndrom und den dahinsiechenden Onkel.

Das Leben auf dem einsamen Hof zehrt an Vroni, der Berg ist ihr stummer Zeuge. Als ihre exzentrische Schwiegermutter mit dem großen Kropf und dem vielen Geld, das sie geschickt in Aktien und Geschäfte investiert, sie zur ersten Zugfahrt ihres Lebens einlädt, kommt es in der teils lärmigen, teils mondänen Residenzstadt München zu einer folgenschweren Begegnung und Vroni kehrt als eine andere zurück. Und als in der Johanninacht die Feuer brennen, erfährt Vroni ein Wunder – doch dafür zahlt sie einen hohen Preis.

Der Autorin gelingt es durchaus, mit ihrem ungewöhnlichen Erzählstil, die Geschichte ihrer fiktiven Protagonisten geschickt mit der historischen Atmosphäre Ende des 19. Jahrhundert zu verknüpfen. Besonders gut gefallen haben mir die bildhaften Beschreibungen über die in einer damals noch weitestgehend unberührten Naturlandschaft im Werdenfelser Land und der Lebensumstände auf einem Bergbauernhof.

Die Begegnungen der historischen Personen, dem Maler Wilhelm Leibl und dem Mediziner Reginald Langdon-Down mit der Bergbäuerin Vroni Grasegger, sind rein fiktiv.

Fazit:
Die Geschichte liest sich ruhig und vermittelt eine stimmige Handlung obwohl nicht wirklich viel passiert ist. Bei den Protagonisten hätte ich mir aber ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Wer Romane in den Bergen und starke Frauenfiguren mag, wird hier seine helle Freude haben.

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