Roman | Female Rage, Beziehungsunfähigkeit und Selbstfindung in der heutigen Gesellschaft | SPIEGEL-Bestsellerautorin | Perfekt für Millenials und Fans von Dolly Alderton
Cocktails am Wochenende, Journaling in der cozy Altbauwohnung und unverbindlicher, heißer Sex
Als erfolgreiche Autorin liebt Zoe romantische Geschichten – solange sie nicht ihre eigenen sind. Denn im wahren Leben bedeutet Liebe für sie Enge und Stress. Also bleibt sie unabhängig, geht feiern, hat One Nights Stands und treibt ihre Karriere voran. Zoe ist überzeugt: Sie braucht keine Beziehung. Als sie den attraktiven Mael kennenlernt, scheint alles perfekt. Auch er möchte unter keinen Umständen eine feste Bindung eingehen und bietet Zoe genau das, was sie will - Nähe ohne Verpflichtung. Doch diese Nähe fühlt sich mit einem Mal gar nicht mehr so unverbindlich an, und Zoes sorgfältig entwickeltes Lebenskonzept bekommt Risse. Schließlich begibt sie sich auf eine schonungslos ehrliche Reise zu sich selbst und muss dabei nicht wenige Fragen beantworten: Was wird von uns in Beziehungen erwartet? Warum wollen wir immer das, was wir nicht haben können? Und warum ist sie wirklich seit so vielen Jahren Single?
Elektrisierender Millennial-Roman von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sophia Como
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ich habe das Buch gelesen, weil mich der Rückentext sehr angesprochen hat und ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Es ist so emotional, authentisch und tiefgreifend geschrieben, ...
ich habe das Buch gelesen, weil mich der Rückentext sehr angesprochen hat und ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Es ist so emotional, authentisch und tiefgreifend geschrieben, daß ich mit der Protagonistin Zoe die ganze Zeit mitfühlen konnte. Die Figuren sind so plastisch und lebhaft beschrieben, daß man meint, man stünde mitten in ihrem Freundeskreis. Ihre emotionale Entwicklung in dem Buch ist sehr schmerzhaft und schwierig und erst, als sie erkennt, in welcher emotionalen Spirale sie steckt, schafft sie es, sich selbst reflektiert zu betrachten und ihr Leben neu zu überdenken. Obwohl hier ein schwieriges und schmerzhaftes Thema betrachtet wird, ist das Buch (mit psychologischen Inhalten) absolut verständlich und nachvollziehbar geschrieben und lässt sich wunderbar lesen. Ich kannte die Autorin vorher noch nicht und werde mir auch weitere Bücher von ihr anschauen.
Ich bin schon lange ein großer Fan der Bücher von Sophia Como und habe mich sehr auf ihr literarisches Debüt gefreut.
Das Cover von "Halbwach" gefällt mir wahnsinnig gut. Es hebt sich von den anderen ...
Ich bin schon lange ein großer Fan der Bücher von Sophia Como und habe mich sehr auf ihr literarisches Debüt gefreut.
Das Cover von "Halbwach" gefällt mir wahnsinnig gut. Es hebt sich von den anderen New Adult Titeln der Autorin ab und passt auch sehr gut ins das Spektrum der literarischen Romane. Ich habe so langsam auch das Gefühl dass sich mein Lesegeschmack weiterentwickelt und ich auch sehr gerne Bücher lesen, die etwas realitischer und ehrlicher sind, was für mich dieses Cover auch ausstrahlt und weswegen es mich so neugierig machen konnte.
Zoe war eine Protagonistin mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Ich selbst habe mich dabei erwischt, wie ich ähnliche Gedanken und Muster an den Tag gelegt habe, wie sie und fand dass sie jemand ist der perfekt in die heutige Zeit mit dem komplizierten Dating Markt passt.
Die Handlung an sich hat mir auch gefallen, da das Buch in die Tiefe gegangen ist und Themen angesprochen hat die gar nicht so einfach waren. Zoe musste sich hier mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Das Buch hatte so viele schön, manchmal auch herzzerbrechende Momente und Zitate, die unter die Haut gingen. Ich habe dieses Buch wirklich sehr geliebt und hoffe, dass Sophia Como auch noch weitere literarische Werke schreiben wird.
Auch die Nebencharaktere und der Love Interest wurde sehr gut ausgebaut und waren mir sehr sympathisch. Ich habe die Charaktere schnell in mein Herz geschlossen und fand es toll, dass Zoe solche Freunde hatte, die immer für sie da sind.
Der Schreibstil von Sophia Como hat es mir hier zudem wirklich angetan. Ich kam sehr leicht in die Geschichte rein und fand, dass es einfach eine sehr berührend, realistische und tiefgreifende Geschichte war. Ich werde dieses Buch nicht so schnell vergessen und freue mich schon darauf zu sehen, was als nächstes von der Autorin kommen wird.
Inhalt: Zoe führt ein sehr unabhängiges und selbstbestimmtes Leben, sie ist mutig und selbstbewusst, sozial eingebunden, aber hält Menschen dennoch konsequent auf Abstand. Doch als sie dem ebenso unabhängigen ...
Inhalt: Zoe führt ein sehr unabhängiges und selbstbestimmtes Leben, sie ist mutig und selbstbewusst, sozial eingebunden, aber hält Menschen dennoch konsequent auf Abstand. Doch als sie dem ebenso unabhängigen Mael begegnet, gerät ihr so sorgsam abgestecktes Leben ins Wanken. Während sie versucht, ihre Gefühle ihm gegenüber zu deuten, gerät sie außerdem in familiäre Konflikte, erkennt alte Verletzungen und hinterfragt manche ihrer Überzeugungen, ob sie vielleicht weniger Ausdruck ihrer Persönlichkeit als vielmehr erlernte Schutzmechanismen sind.
Figuren: Zoe ist eine außergewöhnlich authentische Protagonistin. Sie war für mich unglaublich greifbar, was vielleicht auch dem Fakt geschuldet ist, dass die Autorin ihre eigenen Erfahrungen im Buch biografisch dargelegt hat. Zoes Gedanken und Gefühle wirken nie konstruiert, sondern total ehrlich und nachvollziehbar. Besonders beeindruckt hat mich die weibliche Perspektive hinsichtlich Bindungsängsten etc. Aber auch die Nebenfiguren empfand ich als unglaublich echt und authentisch. Besonders die schwierige Beziehung zu ihrer Familie verleiht dem Roman eine emotionale Tiefe, die sehr intensiv nachhallt. Mael fand ich ebenso gut gezeichnet, er fungiert als Auslöser für Zoes Auseinandersetzung mit ihren eigenen Mustern, ohne dabei ins Romantische abzudriften, ganz im Gegenteil: beim Lesen wurde mir ganz mulmig zumute, wenn er seine passive Ablehnung Zoe gegenüber zeigte. Keinerlei überspielt, sondern sehr echt, intensiv und realistisch. Nur Zoes Vater blieb für mich vielleicht ein wenig vage, doch das kann eben so gut bewusst als Stilmittel eingesetzt worden sein, um seine Problematik und seine Distanz zur Familie für Leser:innen universell zu halten.
Erzählstil: Sophia Como schreibt ruhig, intensiv und sehr nah an ihrer Protagonistin. Besonders die emotionalen Szenen haben mich beeindruckt, weil jede Begegnung und jedes Gespräch eine Bedeutung für Zoes Entwicklung besitzt. Nichts wirkt überflüssig oder beliebig! Es driftet nicht ins Romantische ab, tatsächlich wirken viele Situationen harsch und kalt, genau wie Zoes Leben und ihre Suche nach Nähe emotional verstanden werden könnte. Vor allem die Therapiesitzungen gehören für mich zu den stärksten Momenten des Romans. Sie sind ehrlich, ungeschönt und haben bei mir immer wieder das Gefühl ausgelöst, mich selbst in einzelnen Gedanken oder Verhaltensweisen wiederzuerkennen. Lediglich das erste Kennenlernen zwischen Zoe und Mael empfand ich stellenweise etwas langatmig, hatte ich dabei aber auch die Sorge, der Roman könnte in eine andere, lapidarere Richtung gehen, was aber glücklicherweise nicht der Fall war. Im weiteren Verlauf gewinnt die Geschichte jedoch wieder enorm an Stärke!
Symbole: Besonders gelungen fand ich dieses wiederkehrende Motiv des Halbwachseins, was sich auch im Titel wiederfindet. Es steht für den Zustand zwischen Verdrängen und Erkennen, zwischen Schutz und Verletzlichkeit. Erst nach und nach beginnt Zoe zu verstehen, warum sie Nähe vermeidet und welche Erfahrungen sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie heute ist. Diese Halbwachsein lässt sich aber außerdem auf so viele Elemente im Buch übertragen: auf die Beziehungen, die Zoe führt, auf die Verbindungen, die Mael eingeht, auf die Vater-Tocher-Konstellation zwischen Zoe und ihrem Vater, aber auch hinsichtlich der lückenhaften und falschen Erinnerungen ihrer Schwester hinsichtlich ihrer Kindheit und die Zoe ganz bewusst nicht korrigiert. Und es ergeben sich noch so viele weitere Interpretationsmöglichkeiten...
Thematik: Obwohl der Roman mit weiblicher Wut beworben wird, liegt sein eigentlicher Schwerpunkt für mich woanders. Zwar greift Sophia Como alltäglichen Sexismus, Grenzüberschreitungen und weibliche Solidarität auf, doch im Zentrum stehen für mich Bindungsangst, emotionale Schutzmechanismen und die Auswirkungen der eigenen Kindheit auf spätere Beziehungen. Dass diese Themen aus der Perspektive einer Frau erzählt werden, finde ich wirklich stark und neu. Bindungsvermeidung wird häufig eher Männern zugeschrieben. Dabei gibt es auch zahlreiche Frauen, die Nähe gleichzeitig suchen und fürchten. Der Roman verzichtet auf einfache Antworten und zeigt, wie komplex und widersprüchlich menschliche Beziehungen und Bedürfnisse sein können.
Fazit: Das Buch hat mich wirklich nachhaltig beschäftigt. Ich glaube, ich habe noch nie einen Roman gelesen, der Bindungsangst, Selbstschutz und emotionale Prägung so ehrlich und differenziert (und endlich auch aus der weiblichen Perspektive) beschreibt! Viele Gedanken der Protagonistin fühlten sich für mich vertraut an oder haben mich zum Nachdenken gebracht. Die psychologische Figurenentwicklung, die familiäre Prägungen und die authentischen Charaktere machen diesen Roman wirklich außergewöhnlich und mutig.
Zoe ist erfolgreiche Autorin von Liebesromanen, doch in ihrem Privatleben erträgt sie keine Nähe, hält sich an One Night Stands und unverbindliche Affären. Feste Bindungen verursachen Beklemmungen und ...
Zoe ist erfolgreiche Autorin von Liebesromanen, doch in ihrem Privatleben erträgt sie keine Nähe, hält sich an One Night Stands und unverbindliche Affären. Feste Bindungen verursachen Beklemmungen und Stress in ihr, daher hat sie schon viele Herzen gebrochen: „Heute werde ich es beenden. Ich kann das alles nicht mehr.
Weil ich es nie kann. Weil ich es noch nie konnte. Und es auch nie können werde. Ich beende Beziehungen ohne Grund, weil ich der Grund bin. Weil Nähe mir zu nah ist. Weil Liebe mir einfach zu viel ist – egal, wie oft ich mich ihr stelle.“
Zoe ist überzeugt, dass sie keine feste Beziehung braucht, ihre vierköpfige Clique ist ihr genug.
Als sie den sympathischen und attraktiven Mael trifft, scheint alles perfekt für Zoe zu sein, denn auch er möchte unter keinen Umständen eine feste Beziehung.
Doch wieso fühlt es sich irgendwann nicht mehr gut an für Zoe?
„‘Danke. Ich find’s gut, dass das so unkompliziert zwischen uns ist.‘ – ‚Klar‘, gebe ich von mir und ziehe mich wieder an. Ich lächle, während es in mir sticht. Dann werfe ich mich in die Nacht, als wäre es ein Wettlauf gegen meine eigenen Gedanken.“
„Und während die Stadt mich verschluckt, frage ich mich, seit wann es so wehtut, egal sein zu wollen.“
Und warum ist sie wirklich seit Ewigkeiten Single?
„Zwischen Altstadt und Merianplatz wird mir klar, dass ich nicht mehr weiß, wonach ich suche. Vor Mael wollte ich Freiheit, Unabhängigkeit, keine Erwartungen und keine Liebe. Doch zwischen seinem Blick und meinem eigenen auf mich ist etwas verrutscht, was ich nicht genau benennen kann. Etwas, das mir die Frage stellt, wann ich angefangen habe, nicht mehr zu wissen, was echt ist. Vermutlich ist das das Gefährlichste daran, eine Rolle zu spielen: Ab einem bestimmten Punkt ist dir nicht mehr klar, ob du sie spielst, weil du es willst, oder weil du glaubst, dass die Welt genau diese Version von dir erwartet, und du dich dabei nur selbst hintergehst.“
Sie muss sich ihren Bindungsängsten, ihren verborgenen Gefühlen und auch den Ursachen, die in ihrer Kindheit und ihrer schwierigen Beziehung zu ihrem Vater wurzeln, endlich stellen, um zu sich selbst zu finden.
„Das hier ist meine Geschichte. Und so ungern ich es auch zugebe, ein Teil davon ist, dass auch ich eines Tages auf der anderen Seite stand. Auf der Seite, die vergebens darauf wartete, dass sich das Blatt wendete. Auf der Seite, die die Zeichen sah, aber trotzdem zu viel in ein Nichts hineininterpretierte.
Der Plottwist kam nicht. Dafür etwas anderes. Die Erkenntnis, dass nicht jeder, der Herzen bricht, automatisch ein Herzensbrecher ist. Ziemlich oft brechen wir es uns nämlich selbst, indem wir es Menschen geben, die nie darum gebeten haben.“
Ich freue mich, dass Sophia Como den Wechsel in ein neues Genre gewagt hat, mit ihrem alten hätte ich definitiv nicht zu ihrer Zielgruppe gehört – „Halbwach“ dagegenhat mir (überraschend) gut gefallen. Sowohl der frische, humorvolle, aber dennoch tiefgründige Schreibstil als auch die authentischen Charaktere (vor alle Zoe, aber auch Nebenfiguren wie Stina) haben mir sehr gut gefallen.
Zoes Aufarbeitung der Vergangenheit und ihr Weg zu sich selbst sind in einen unterhaltsamen, modernen Roman verwoben, für den 4,5 von 5 Sternen vergebe.
Vielen Dank an den HarperCollins Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚
Zoe verdient ihren Lebensunterhalt als Autorin von Liebesromanen, dabei hat sie mit Beziehungen nichts am Hut. Auch familiäre Verpflichtungen rauben ihr den letzten Nerv. Sie will ihre Freiheit genießen, ...
Zoe verdient ihren Lebensunterhalt als Autorin von Liebesromanen, dabei hat sie mit Beziehungen nichts am Hut. Auch familiäre Verpflichtungen rauben ihr den letzten Nerv. Sie will ihre Freiheit genießen, feiern gehen, anziehen, was sie will, die Bedürfnisse anderer nicht vor ihre eigenen stellen. Sie sagt das auch ganz deutlich, doch man glaubt ihr nicht oder missversteht sie, beschimpft sie als egoistisch und kalt, wenn sie ihr Ding durchzieht, wenn sie Grenzen setzt.
Dann lernt sie Mael kennen, der will, was sie will: Nähe ohne Verbindlichkeit. Ausgerechnet bei ihm, der sie so akzeptiert, wie sie ist, beginnt sie ihren Lebensstil allerdings zu hinterfragen. Sie stellt sich schmerzlichen Themen: Was genau stört sie warum an Beziehungen? Warum will sie das, was sie nicht haben kann? Warum ist sie so, wie sie ist?
Dieser Roman hat mich frustriert und begeistert:
Das sehr negative Selbstbild, das die Protagonistin von sich hat und was hinter ihrem Lebensstil steckt, empfand ich als wenig originell, nicht besonders modern sowie vorhersehbar. Ich habe den Eindruck, dass Frauen und die Gesellschaft diesbezüglich schon einmal weiter waren – unabhängig von der Ursache des Bedürfnisses nach Unverbindlichkeit. Vielleicht bin ich einfach zu alt für dieses Buch: Ich habe zu oft erlebt, wie ein und dasselbe Verhalten von Frauen erst verurteilt, dann gefeiert, dann pathologisiert wird – und das in endlosen Schleifen.
Warum werden die Stimmen von Menschen aus ihrem Umfeld, die ihre Art zu leben verurteilen, zu ihrer inneren Stimme? Wieso ist sie einerseits selbstbewusst, kann einem Mann erklären, dass kontrollierend ist, weil er seine Unsicherheiten auf sie projiziert und mit ihm Schluss machen, um sich anschließend als schlechter Mensch zu betrachten, der andere verletzt?
Begeistert hat mich Zoes unverblümte Art zu Beginn des Buches, später dann ihre Fähigkeit, unbequeme Wahrheiten anzunehmen sowie auszuleben und dass auch eine Figur, die das Gegenteil von Zoe ist, als “problematisch” dargestellt wird.
Insgesamt hat mich dieses Buch eher enttäuscht. Den Erzählstil und die Dynamik zwischen den Charakteren fand ich großartig, aber das Narrativ rund um Zoe hat mir nicht gefallen – ich empfand es als erwartbar, wenig differenziert sowie nicht ganz schlüssig.